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2000 Worldcup Finale der Springreiter in Las Vegas  2000

Rodrigo Pessoa stellt mit seinem dritten Titelgewinn in Folge einen neuen Rekord auf

19. - 23. April 2000 Mit seinem dritten Worldcup-Sieg in Folge, jeweils mit Baloubet du Rouet, stellte der 28jaehrige in Belgien lebende Brasilianer Rodrigo Pessoa einen neuen Rekord in der Geschichte des Springreiter-Worldcups auf. Noch keinem Reiter war es bisher gelungen, das Worldcup-Finale dreimal in Folge zu gewinnen.

Rodrigo und Baloubet
in Las Vegas


Nach seinem Sieg im ersten Wertungsspringen am Donnerstag, einem Zeitspringen, hatte sich der Titelverteidiger am Freitag in der zweiten Wertungspruefung mit Platz zwei hinter dem Schweizer Markus Fuchs begnügt und im Stechen nicht alles aus seinem Fuchshengst herausgeholt. In den beiden Umläufen des Finaltages gelang ihm als einzigem Reiter eine Doppel-0-Runde.

Die Weichen für Sieg und Platz waren gestellt worden in der zweiten Wertungsprüfung. Der dreifache, deutsche Olympiasieger Ludger Beerbaum hatte mit dem neunjaehrigen Hannoveraner Fuchshengst Goldfever in 33,42 Sekunden im achtkoepfigen Stechen die zu schlagende Marke gesetzt. Der Schweizer Markus Fuchs unterbot mit dem niederlaendischen Fuchshengst Tinka's Boy Beerbaums Zeit in fehlerfreien 32,99 Sekunden und setzte sich damit an die Sptize. Der zweifache Worldcupsieger und Titelverteidiger Rodrigo Pessoa setzte als letzter Starter nicht alles auf eine Karte und begnügte sich in 33,36 Sekunden mit Platz zwei. Nach der Umrechnung der Plazierungspunkte in Strafpunkte fuehrt Rodrigo nach seinem Sieg im ersten Wertungsspringen und Platz zwei im zweiten vor der entscheidenden dritten Wertungspruefung, die ueber zwei Umläufe gehen sollte, mit drei Punkten Vorsprung auf Markus Fuchs und mit 5,5 Punkten vor dessen in der zweiten Wertungspruefung viertplazierten Landsmann Beat Maendli.

Mit nur einem Abwurf aus den beiden Umläufen des Sonntages konnte Markus Fuchs mit Tinka's Boy seinen zweiten Platz im Endstand des Finales halten, "Auf einen Sieg hofft man natürlich immer, aber dass Rodrigo kaum zu schlagen wäre, dass war mir vorher schon klar", stellte der Vize-Europameister des letzten Jahres fest. Obowhl überhaupt nur zwei Schweizer Reiter sich für Las Vegas qualfiziert hatten und im Finale am Start waren, ging auch Platz drei mit Beat Maendli im Sattel des Rheinlaenders Pozitano in die Schweiz. Auch Beat Maendli war wie Markus Fuchs und Ludger Beerbaum im ersten Umlauf der dritten Wertungspruefung ein Abwurf unterlaufen. Ludger Beerbaum konnte mit dem neunjährigen Hannoveraner Hengst Goldfever seinen vierten Platz nach den ersten beiden Wertungspruefungen ebenfalls im Endstand belegen und war damit sehr zufrieden, "Unser Abschneiden in Las Vegas hat mich bestätigt. Mit Goldfever nach Sydney zu fahren, war richtig."

Ludger Beerbaum war mit seinem dritten Paltz sehr zufrieden, "Für Goldfever sind es die schwersten Springen, an denen er bisher teilgenommen hat." Der Worldcupsieger von 1993 befindet sich vor dem Finaltag am Sonntag mit 7,5 Strafpunkten Rückstand auf Platz vier der Gesamtwertung. Am Sonntag sind im ersten Umlauf die besten 26 Teilnehmer der ersten beiden Wertungspruefungen startberechtigt, im zweiten Umlauf die besten zwanzig Paare des Zwischenergebnisses. Rodrigo Pessoa hatte auf jeden Fall am Freitag schon Grund zum Feiern. Nach der zweiten Wertungspruefung hatte er zur Verlobungsfeier ins Hotel eingeladen. Die Auserwaehlte ist die amerikanische Springreiterin Keri Potter, die im Juni vergangenen Jahres auf die Anlage der Pessoas nach Buessel zum Training kam und seitdem dort lebt.

Rodrigo Pessoa hat für die Olympischen Spiele nun die Qual der Wahl zwischen Baloubet du Rouet und Lianos, mit dem er 1998 in Rom Weltmeister wurde. Eine Entscheidung will Rodrigo erst im Laufe der Saison treffen.



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