HOLSTEINER PFERDE MARKT holsteiner pferd cento v. capitol (Otto Becker) cöster v. calato (Christian Ahlmnn) loreana v. lord landstreicher v. landgraf holsteiner fohlen holsteiner stute holsteiner hengst springpferd parcourspferd

28.12.2007

Tierschutz-Seminar 2008 in Neumünster

Von Doping bis Weide-Management – Schleswig-Holstein bittet zum Tierschutz-Seminar


(Neumünster) Die richtige Zäumung ist entscheidend für Wohlbefinden und Erfolg, Weidepflege gehört zu den Pflichtaufgaben ebenso wie gesunde Aufzucht und ob und wie der Gefahr der Dopingfalle bei der Therapie begegnet werden kann – all das sind Themen, die beim Tierschutz-Seminar 2008 am Samstag, dem 26. Januar ab 09.30 Uhr in Neumünster diskutiert werden.

Die Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen in Schleswig-Holstein ist gemeinsam mit der Tierärztekammer des nördlichsten Bundeslandes und den Persönlichen Mitgliedern der FN Gastgeber des Seminars, das im Holstenhallen-Restaurant in Neumünster stattfindet und als Fortbildungsmaßnahme für Ausbilder und Tierärzte anerkannt ist.. Zu den Referenten zählen erfahrene Veterinäre und Pferdeexperten wie etwa der ehemalige Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, Martin Plewa, Jürgen Lamp, die Tierärzte Dr. Jürgen Martens, Dr. Michael Düe, Dr. Stefanie Walker, Dr. Ernst Detlef und Dr. Corinna Flothow. Schwerpunktthemen sind Weide-Management und Pferdemanagement, Gebisse und Zäumungen, sowie der Pferdegesundheitsdienst Schleswig-Holstein und das Thema Doping.

Die Themen im Einzelnen:

09.30 Uhr      Eröffnung des Tierschutz-Seminars
09.40 Uhr      Weidepflege/ -hygiene (Jürgen Lamp)
10.25 Uhr      Hufrehe – Ursachen und Folgen (Dr. E. Detlef/ Dr. C. Flothow)
10.55 Uhr      Atypische Weidemyopathie (Dr. J. Martens)
11.25 Uhr      Gesunde Aufzucht – Bedeutung für den Pferdesport (Dr. S. Walker)
12.15 Uhr      Mittagspause
13.00 Uhr      Gebisse und Zäumungen – Einsatz und ihre Wirkungsweise (M. Plewa)
14.00 Uhr      Pferdegesundheits-Dienst SH – Ziele und Maßnahmen (Dr. J. Martens)
14.45 Uhr      Dopinggefahr – Kann man Sportpferde nicht mehr wirkungsvoll therapieren? (Dr. M. Düe)

Die Landeskommission bittet um eine verbindliche Anmeldung bis zum Dienstag, dem 15. Januar 2008: Tel. (04551) 8892-0, Fax (04551) 8892-20 oder e-mail info@pferdesportverband-sh.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro pro Person.

Infos im Internet auch unter www.pferdesportverband-sh.de
 

Alles über die

Baltic Horse Show 2007 in Kiel vom 06.-09.12.2007

finden Sie unter Baltic Horse Show 2007

09.12.2007

Leinen los…für Jörg Naeve – Springreiter gewinnt Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein


(Kiel) Ein zweiter Platz im Finale der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein genügte dem 43 Jahre alten Nationenpreisreiter Jörg Naeve aus Bovenau in Kiel für den Gesamtsieg in der Springsportserie, die im März in Niebüll gestartet ist und für exzellenten und spannenden Sport in Schleswig-Holstein gesorgt hat. Naeve kann nun mit seiner Frau Catrin eine Kreuzfahrt auf dem ZDF-Traumschiff MS Deutschland der Reederei Deilmann nach Dubai antreten. Die Reise war der Hauptpreis für den Sieger des Holsteiner Masters 3plus1. Sieger der letzten und alles entscheidenden Prüfung war der in Elmshorn lebende Däne Lars Bak Andersen mit dem Hengst Boritas. Naeve entschied sich im Finale für Calapuno, der sich bereits zuvor bei der Baltic Horse Show in der Kieler Ostseehalle in der Einlaufprüfung der Serie als Sieger präsentiert hatte. Der Holsteiner Wallach, den Naeve zweijährig erwarb hat sich zu einem sehr guten Springpferd entwickelt und darf erstmal entspannen. „Er geht schön am Montag und Dienstag in den Paddock und bekommt den Rest der Woche keinen Sprung zu sehen,“ so sein Reiter.

Der eigentliche Favorit Jörg Kreutzmann (Kasseburg), der nach den vier Stationen in Niebüll, Tasdorf, Fehmarn und Bad Segeberg das Ranking angeführt hatte, verpasste mit Calista-Ninette das Stechen und machte damit – wenn auch unfreiwillig – den Weg frei für Naeve, der hinter dem Führenden Rang zwei im Ranking belegt hatte. Die Aufholjagd des Lars Bak Andersen ließ zwar in keiner Weise zu wünschen übrig, den Vorsprung seines Kollegen konnte er jedoch nicht mehr aufholen.

Nach der ersten Saison des Holsteiner Masters 3plus1 steht eines jetzt bereits fest. Helmut Stracke, Geschäftsführer von Lotto Schleswig-Holstein und Peter G. Rathmann, Chef der Baltic Horse Show, die den Rahmen für das Finale lieferte, sind mit der Zusammenarbeit und den Erfahrungen der ersten Saison zufrieden. Die Serie – das ist sicher - wird auch 2008 erneut durchstarten. Bislang steht schon fest, dass der Finalsieger 2007, Jörg Naeve, mit dem Turnier in Groß Wittensee auf dem Hof Kirchhorst eine der vier Stationen der Springsportserie auf Drei-Sterne-Niveau ausrichten wird.

Ergebnis Finale Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein, Springen Kl. S mit Stechen:

1. Lars Bak Andersen (Elmshorn/ Dänemark) mit Boritas 0 Strafpunkte/ 38,18 Sekunden, 2. Jörg Naeve (Bovenau) mit Calapuno 0/ 40,04, 3. Takashi Haase (Wittmoldt) mit Quixotic 4/ 38,84, 4. Sören von Rönne (Neuendeich) mit Chester 4/ 39,34, 5. Bin Zhang (China) mit Coertis 4/ 42,32, 6. Nisse Lüneburg (Hetlingen) mit Latoya 4/ 43,14


Endstand Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 2007:

1. Jörg Naeve (Bovenau, 116 Punkte
2. Lars Bak Andersen (Elmshorn), 84 Punkte
2. Rasmus Lüneburg (Hetlingen), 84 Punkte
4. Sören von Rönne (Neuendeich), 75 Punkte
4. Carsten-Otto Nagel (Wedel), 75 Punkte
6. Jörg Kreutzmann (Kasseburg), 73 Punkte
7. Ralf Hönig (Rendsburg), 72 Punkte
8. Takashi Haase (Wittmoldt), 68 Punkte
9. Nisse Lüneburg (Hetlingen), 65 Punkte
10. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), 61 Punkte
 

09.12.2007

Performance Sales International – Spitzenpreis für Fine Time


Ankum – Ein Dressurpferd setzte bei der P.S.I.-Auktion, der Performance Sales International in Ankum die Bestmarke: Fine Time, sechs Jahre alter Fuchshengst vom westfälischen Dressurpferde-Starvererber Florestan I wurde für 780.000 Euro an Käufer in England versteigert. Damit setzte das Jungtalent einer überaus erfolgreichen Auktion buchstäbliche die Krone auf. Bei der 27. P.S.I.-Auktion, die von Ullrich Kasselmann (Hagen a.T.W.) und Paul Schockemöhle (Mühlen) initiiert wurde und seit dem Start im ersten Jahr in den USA in Ankum stattfindet, wurden insgesamt 53 Dressur- und Springpferde für über 12 Millionen Euro veräußert. Die Käuferschar war international wie eh und je, unter anderem ersteigerte die ehemalige Weltranglisten-Erste im Tennis, Martina Hingis, die aus dem Zuchtgebiet Brandenburg stammende sechs Jahre alte Stute Kolibri`s As, die über ihren legendären Vater Kolibri bestes Springblut führt. Auch Alexandre Onishenko, ukrainischer Unternehmer und Teamgründer im Springsport, wurde als Käufer ausgemacht.

Insgesamt wurde für die Kollektion ausgesuchter Spring- und Dressurpferde ein Durchschnittspreis von 236.490 Euro erzielt. Die Dressurpferde kamen auf einen durchschnittlichen Preis von 186.538 Euro, die Springpferde auf 288.440 Euro. Damit hat die P.S.I.-Auktion erneut ihren Ruf unterstrichen, die bedeutendste Reitpferdeauktion zu sein.

Informationen über das Auktionslot finden Sie auf unserer Homepage www.psi-auktion.de
 

Warsteiner Reitsport Förderung

Jetzt ist auch Schleswig-Holstein dabei


Warstein, 9. Dezember 2007. Vor zwei Jahren hat die WARSTEINER Brauerei die WARSTEINER Reitsport Förderung ins Leben gerufen – eine Qualifikationsserie, die sich an junge Springreiter auf L-Niveau unter 20 Jahren wendet und die die WARSTEINER Young Riders Trophy ablöste. Das neue Konzept wurde in 2006 als Pilotprojekt im Bereich des Provinzialverbandes westfälischer Reit- und Fahrvereine und damit in der Umgebung der WARSTEINER Brauerei durchgeführt. „Mit der WARSTEINER Reitsport-Förderung schaffen wir einen Unterbau zu dem Spitzensport, den unser Haus mit seinen Engagements in Aachen, Nörten-Hardenberg, Balve und Kiel fördert“, erklärte Christoph Hermes: „Junge, talentierte Springreiter können sich auf diesem Wege für ihr erstes großes Turnier – die WARSTEINER CHAMPIONS TROPHY – qualifizieren.“

Auf zehn Turnieren können sich die jungen Stars für das Finale empfehlen – die jeweils drei Erstplatzierten einer Stil-Springprüfung der Klasse L lösen die Tickets. Bei Abschlussevent müssen die jungen Cracks zwei Springprüfungen der Klasse L reiten, einmal wird der Stil bewertet, einmal geht es zusätzlich um Fehler und Zeit. Die zehn besten Teilnehmer erhalten für ihre Leistungen zudem eine besondere Belohnung: 2006 gab es einen Lehrgang bei Alois Pollmann-Schweckhorst, 2007 steht Franke Sloothaak den jungen Talenten mit Rat und Tat zur Seite. Dass das Konzept der WARSTEINER Reitsport Förderung greift, zeigt Rene Schencking. Der 15-Jährige aus Anröchte gewann das Finale 2006 und 2007 und kann 2008 in der wertvollen Nachwuchs-Serie nicht mehr starten. „Ich habe jetzt schon ein paar M-Springen gewonnen und bin in der Leistungsklasse zu hoch gerutscht“, erzählt der Geförderte.

Peter Rathmann aus Kiel, verantwortlich für das WARSTEINER Reitsport Engagement, läutete nun eine Ausweitung ein: „2008 wird die WARSTEINER Reitsport Förderung auf Schleswig-Holstein ausgedehnt.“ Auch die jungen Sportler aus dem Land zwischen den Meeren haben dann die Chance, sich für das Finale der WARSTEINER Reitsport Förderung zu qualifizieren. Bei zehn Turnieren werden die Tickets an die jeweils besten Drei vergeben.

„Das Finale findet in Warstein statt. Dann tritt die reiterliche Jugend aus Westfalen gegen die aus Schleswig-Holstein an und da freue ich mich besonders drauf“, so Peter Rathmann.
 
Die Warsteiner Brauerei
Die Warsteiner Brauerei, gegründet 1753, zählt zu den größten Privatbrauereien Deutschlands. Ihr Flaggschiff ist die Marke WARSTEINER Premium Verum, die deutschlandweit zu den beliebtesten Biermarken zählt. Darüber hinaus gehören die Biermischgetränke WARSTEINER Premium Orange, Lemon und Cola*, WARSTEINER Premium Radler sowie WARSTEINER Premium Alkoholfrei zum Produkt-Portfolio.

Neben der Warsteiner Brauerei gehören zur Warsteiner Gruppe auch die Paderborner Brauerei Haus Cramer KG (Paderborner, Isenbeck, Weissenburg), die Herforder Brauerei (u.a. Herforder Pils, Herforder 50/50) sowie Beteiligungen an der König Ludwig GmbH & Co. KG Schloßbrauerei Kaltenberg (König Ludwig Dunkel, König Ludwig Weissbier), der Frankenheim Brauerei (Frankenheim Alt, Frankenheim blue*) in Düsseldorf und an weiteren Brauereien im Ausland. Mittlerweile vertreibt die Warsteiner Gruppe ihre Produkte in über 60 Ländern der Welt.

* koffeinhaltig

Für nähere Informationen:

Christoph Hermes, Leiter der Unternehmenskommunikation
Warsteiner Brauerei
Haus Cramer KG
Domring 4-10
59581 Warstein
Tel: 02902-88 1799
Fax: 02902-88 1412
E-Mail: presse@warsteiner.com
Homepage: www.warsteiner.com
 

08.12.2007

Holsteiner Verband

Kooperationsvertrag mit Janne-Friederike Meyer

Der Holsteiner Verband wird künftig noch enger Janne-Friederike Meyer, Friedrichshulde, zusammenarbeiten.

Ziel dieser vertraglich geregelten Kooperation ist es, Holsteiner Verbandshengste in einem festgelegten Umfang auf Turnieren vorzustellen und sie an den großen Sport heranzuführen.

Der Vertrag ist das Ergebnis einer bereits sehr erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Verband und Janne-Friederike Meyer. „Wir haben zur Zeit viele Verbandshengste unter dem Sattel und im Turniersport. Lars Bak Andersen kann das alleine nicht bewältigen. Mit Janne-Friederike Meyer, die zudem ganz in der Nähe von Elmshorn wohnt, konnten wir eine der stärksten deutschen Reiterinnen gewinnen“, erläutert Norbert Boley. Geschäftsführer der Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung des Holsteiner Verbandes.

Inzwischen haben die Hengste Cristo v. Contender-Carthago (Anne Harms, Uetersen) und   Corrido v. Contender-Corofino (Jürgen Hattebuhr, Winsen) ihren Stall in Friedrichshulde bezogen. Beide Hengste werden den Züchtern in der kommenden Decksaison über Frischsperma zur Verfügung stehen. Während der sechsjährige Cristo bereits Erfolge im Parcours bis zur Kl. M aufweisen kann, steht der vierjährige Corrido noch am Anfang seiner sportlichen Karriere. „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit dem Holsteiner Verband weiter ausgebaut werden konnte. Diese  Hengste sind für mich eine weitere große Chance“, freut sich Janne-Friederike Meyer über den Zuwachs in ihrem Stall.

 

23.11.2007

6. Ball der Vielseitigkeit 2008
  

 Am 26. Januar 2008 werden die deutschen Vielseitigkeitseiter  wieder
erörtern, diskutieren und feiern

Es ist eine einzigartige Veranstaltung, zu der der Club Deutscher Vielseitigkeitsreiter e.V. (CDV) jährlich lädt: Profis, Amateure, Trainer, Parcoursdesigner, Veranstalter und Sponsoren treffen sich, um sich fortzubilden, den Sport weiterzuentwickeln und ausgiebig zu tanzen.

Das Rahmenprogramm beginnt um 10 Uhr mit einem Seminar für Turnierveranstalter: Die Teilnehmer werden begrüßt durch die erfolgreiche Nachwuchsreiterin und Cup-Verantwortliche Marie-Louisa Meyer.
Gefolgt von 4 Vorträgen; „Professionelle Zusammenarbeit mit Sponsoren“, durch CDV-Cup Hauptsponsor Stefan Schwanbeck (USG), „Optimierte Pressearbeit vor, während und nach dem Turnier“ mit der CDV-Presseverantwortlichen Nicole Sollorz,
„Sicherheit und Schulung für Pferd und Reiter durch gezielten Geländeaufbau“ mit internationalem Kursdesigner Christian Zehe und „Ablauforganisation von Vielseitigkeitsturnieren“ mit Philine Ganders-Meyer  (Koordinatorin Vielseitigkeit FN/ DOKR).

Es folgt um 14.00 Uhr die Jahreshauptversammlung des CDV und um 15.00 Uhr ein brisantes und hochaktuelles Thema des Vielseitigkeitssportes:

Berichterstattung zum internationalen Safety-Meeting
durch Fritz Otto-Erley

Aufgrund der in 2007 leider gehäuften Todesfälle von Reitern und Pferden spielt das Thema Sicherheit zurzeit eine große Rolle im nationalen und internationalen Vielseitigkeitssport. Die FEI entschied sich aufgrund dessen internationale Reiter, Richter, Parcoursdesigner, Hersteller von Sicherheitsausrüstung, Veterinär- und Humanmediziner, Trainer und Funktionäre am 19.01.2008 nach Kopenhagen zur Diskussion zum Thema Sicherheit zu laden
Der Berichterstattung folgt eine

Gesprächsrunde zum Thema „Sicherheit im deutschen Vielseitigkeitssport“
mit
Fritz Otto-Erley (FN/ DOKR)Christopher Bartle (Bundetrainer)
Jürgen Mönkemeyer (Richter)Rüdiger Schwarz (Kursdesigner)
Dr. Florian Giensch (Mediziner)Frank Ostholt (Reiter)
Andreas Dibowski (Reiter)moderiert von Stefan Krawczyk

Um 19.00 Uhr sind alle Ballgäste herzlich geladen zum Sektempfang und um 20.00 Uhr ist offizieller Ballbeginn moderiert von Stefan Krawczyk gemeinsam mit CDV-Vorstandssprecherin  Inken Johannsen.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Tombola, Showeinlage und Ehrungen wartet auf die tanzfreudige Gemeinschaft der Vielseitigkeitsreiter.
Geehrt werden  der Sieger des CDV-Cup 2007, der „Bester Veranstalter des CDV-Cup 2007“ und die Sieger und Platzierten des Derby-Dynamic-Cup.

Die Preise für die Ballkarten (inkl. Sektempfang und Buffet) betragen für CDV-Mitglieder 30,- € und für Nichtmitglieder 40,- €.

Infos, Eintrag in die Gästeliste – nach Bezahlung- und Anmeldung zum Tagesprogramm bei Frau Mathilde Sudmann, Warendorfer Str. 27, 48291 Telgte
Tel. 02504 880366- Fax 02504 880367
Mobil: 0160 5815866- eMail: info@drfv.de
Hotel „Freizeit Inn“ –Dransfelder Str. 3- 37079 Göttingen
Zimmer sind bis zum 20.12.2007 vorreserviert (EZ 88 €, DZ 118 €, inkl. Frühstück sowie Vital- und Spabereich).
 

 

14.11.2007

Springsportserie Holsteiner Schaufenster ist zukunftsreif
Mit fairen Mitteln für den Sport im Land
 
 
Den schleswig-holsteinischen Turniersport transparent und attraktiv gestalten  - und zwar ausdrücklich im Sinne des Tierschutzes - will die Springsportserie „Holsteiner Schaufenster“. Gestärkt von einem glanzvollen Start in der Saison 2007 soll es 2008 mit bewährtem Konzept und noch mehr Power weiter gehen.
 
Der Turniersport in Schleswig-Holstein ist entwicklungsfähig. Hoch dotierte Reitturniere in anderen (Bundes-)Ländern machen den heimischen Veranstaltungen Konkurrenz: Fazit: holsteinische Top-Reiter bleiben den regionalen Veranstaltungen fern, wenn der Preis stimmt. Das ist schlecht für den Wettbewerb, schlecht fürs Image und damit schlecht für den Sport im Land.
 
„Wir organisieren die ländlichen Turniere in unseren kleinen Vereinen in unserer Freizeit. Preisgelder von 100.000 Euro oder mehr können wir nicht ausschütten und ohne unsere 300 freiwilligen Helfer läuft gar nichts“, stellte einer der Serien-Initiatoren, Dietrich Lindenau (Eckernförde), klar. Daher werde versucht, mit dem „Holsteiner Schaufenster“ im Rahmen der eigenen Möglichkeiten eine Grundlage für fairen sportlichen und attraktiven Wettbewerb zu schaffen. Gleichzeitig solle die turniermäßige Ausbildung der Holsteiner Pferde sowie der Reiter gefördert werden.
 
Das Bonus-Geld von 3000 Euro für den Gewinner der Serie und die insgesamt 74.000 Euro Preisgelder, die in dieser Saison auf allen vier Turnieren ausgeschüttet wurden, sei Richtschnur für 2008.  Zur Erinnerung: Die Springsportserie hat von Mai bis August auf vier Turnieren in Lübeck, Altenhof, Hademarschen und Behrendorf Station gemacht. 20.000 Zuschauer haben, so Lindenau, die S*-Springen live verfolgt. 62 der 104 besten Reiter im Land - im Schnitt 40 Reiter pro Prüfung - sind angetreten.  Von den 74.000 Euro Preisgeldern konnte die Hälfte über Sponsoren gedeckt werden. Seriensieger Carl-Christian Rahlf (Wangels) trat drei Mal an und bekam 3000 Euro Sonderprämie.
 
 „Unser Ziel ist erreicht. Wir haben ein Schaufenster für den Springsport im Land  geschaffen, jetzt können wir Modelle für die Zukunft entwickeln“, betonte Serieninitiator Lindenau. Mit ideellen Werten wollen sie unter anderem wuchern, Transparenz sei einer davon. Das beinhalte vorab Veröffentlichungen von Parcoursskizzen und die rigorose Einhaltung des Tierschutzgedanken. „Das ist der richtige Weg, denn da gibt es keine Diskussion; ein Pferd ist kein Sportgerät“, lobt der 28-jährige Seriensieger Rahlf.

 

Trakehner Hengstmarkt vom 25. - 28. Oktober 2007

Wo Landgestüte gerne einkaufen:


Neumünster – 20 Junghengste wurden 2007 beim 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster mit dem Körprädikat ausgestattet, sieben von ihnen außerdem mit einer Prämie dekoriert.

Dass es sich bei den künftigen Vatertieren um besonders qualitätvolle Exemplare handelt, zeigen die Auktionsergebnisse – so sicherten sich allein vier Landgestüte das edle Trakehner Blut.

Der Beste seines Jahrgangs, Siegerhengst Grand Passion v. Oliver Twist-Polarion, avancierte zur Preisspitze der Kollektion. Tony Pidgley aus Großbritannien war der typstarke Athlet 300.000 Euro wert. Den Züchtern aus Deutschland bleibt Grand Passion aber dennoch erhalten – er wird auf der elitären Station von Paul Schockemöhle in Mühlen aufgestellt.

Reservesieger Ettinger v. Connery-Benz wurde von Karl-Heinz Schulenburg aus Schleswig-Holstein für 60.000 Euro gekauft. Der bewegungsstarke Fuchs bezieht aber seine Box im Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt in Neustadt/Dosse und befindet sich so in den besten Händen – schließlich macht das Gestüt seit Jahren mit seinen Produkten auf Turnier- und Championatsplätzen Furore.

120.000 Euro wurden für den besten Halbbluthengst des Lots bezahlt. Halimey-Go v. Askar xx-Pardon Go wird seine Qualitäten im Bayerischen Haupt- und Landgestüt Schwaiganger unter Beweis stellen. Und einen weiteren Prämierten zieht es in den Süden. Die neue Landstallmeisterin vom Baden-Württembergischen Haupt- und Landgestüt in Marbach, Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, ersteigerte für 110.000 Euro Kronprinz v. Hohenstein-Sixtus.

Für Donauklang v. Distelzar-Herzzauber legte das Sächsische Landgestüt Moritzburg 40.000 Euro an.

Das Gestüt Hohenschmark in Schleswig-Holstein sicherte sich gleich zwei Trakehner Hengste: Der prämierte Cousteau v. Hohenstein-Marduc kostete 60.000 Euro, auf dem Scheck für Pommard v. Goldschmidt-Induc standen 30.000 Euro.

Das Interesse der Zuchtstätten aus Schleswig-Holstein an Trakehner Hengsten war in diesem Jahr besonders groß: Von den 20 Verauktionierten fanden sechs im hohen Norden eine neue Bleibe. Vier Beschäler versteigerte Uwe Heckmann ins Ausland.
 

 

Ein leidenschaftlicher Sieger:
Grand Passion


Neumünster – „Die Körkommission war in Körlaune“, so beschrieb Zuchtleiter Lars Gehrmann das Ergebnis des 45. Internationalen Trakehner Hengstmarktes in Neumünster. 13 Junghengste wurden in den Holstenhallen gekört, sieben weitere zudem mit einer Prämie belohnt. Der Siegerhengst begeisterte: Grand Passion v. Oliver Twist a. d. St.Pr.St. Gipsy Rose v. E.H. Polarion. „Grand Passion ist ein Hengst im Format eines Hauptbeschälers. Er verkörpert das Besondere und ist mit allen Attributen eines Siegerhengstes ausgestattet“, geriet Lars Gehrmann bei der Kommentierung des braunen Bewegungswunders ins Schwärmen. Grand Passion kommt aus der Zucht des Gestüts Heinen-Bönnighardt in Issum. Für die elitäre Zuchtstätte war der Trakehner Hengstmarkt ein Erfolgserlebnis: Sie stellte nicht nur den Siegerhengst, sondern auch den gekörten Scivias v. Oliver Twist und die Jahresreservesiegerstute Aguilera v. Hofrat. Den einzigartigen Wert von Grand Passion erkannte auch die Käuferschaft in der Auktion: Für 300.000 Euro ersteigerte der Brite Tony Pidgley den Besten des Körjahrganges 2007 – mehr wurde für keinen anderen Trakehner im Jubiläumsjahr bezahlt. Das Sensationelle: Grand Passion wird seine Beschäler-Box auf der Station Paul Schockemöhle beziehen.

Zum Ersten Reservesieger wurde Ettinger v. Connery a. d. Eichmedien v. E.H. Benz proklamiert. Der sympathische Fuchs brillierte mit gewaltigen Trabbewegungen – in der Versteigerung sicherte sich Karl-Heinz Schulenburg aus Schleswig-Holstein den sportlichen Athleten für 60.000 Euro. Ettinger wird in Zukunft im Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse aufgestellt und seine ersten reiterlichen Erfahrungen mit Starreiter Christian Flamm sammeln.

Insterpark v. Kasparow a. d. Insterlady v. Affido xx steigerte sich bei der Körung von Tag zu Tag und verdiente sich so den Titel des Zweiten Reservesiegers. „Jeder Auftritt brachte Insterpark weiter nach vorne“, urteilte Lars Gehrmann. „Er präsentierte sich stets in vornehmer Selbsthaltung und immer in einer hervorragenden Aufrichtung.“ Das Gestüt Panker bezahlte für den schmucken Rappen 45.000 Euro.

Zwei Hengste machten mit ihren Preisen Furore: Halimey-Go v. Askar AA wechselte für 120.000 Euro nach Nordrhein-Westfalen, Kronprinz v. E.H. Hohenstein hat für 110.000 Euro in Baden-Württemberg ein neues Zuhause gefunden.

Für die 16 Reitpferde gaben die Trakehner-Fans im Durchschnitt 20.961,53 Euro aus – gut 4.000 Euro mehr als im Vorjahr. Preisspitze war Sir Arthur v. Buddenbrock a. d. Seeconda v. E.H. Consul. Der bewegungsstarke Rappe kostete 55.000 Euro und wird seine Ausbildung im anerkannten Stall Plönzke genießen.

Verbandspräsidentin Petra Wilm war mit dem 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster vollends zufrieden: „Der Zuschauerzuspruch in den vergangenen Tagen war immens. Wir bieten hier unheimlich viel – nicht nur Trakehner Pferde, sondern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Das weiß das Publikum mittlerweile sehr zu schätzen.“

Und auch Zuchtleiter Lars Gehrmann hatte ein Lächeln auf dem Gesicht: „Im Jubiläumsjahr haben wir mit einem Jubiläumsergebnis abgeschlossen.“
 

 

27.10.2007

Die Trakehner Hengste sind gekört!

Neumünster – Programmhöhepunkte Seite an Seite - das ist der Samstag beim 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster. Am Vormittag gab die Richterkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann die ersten Körurteile bekannt: Von 65 Aspiranten wurden am frühen Abend 24 noch einmal vorgestellt – 20 erhielten das Körprädikat, sieben von ihnen wurden mit einer Prämie ausgezeichnet und dürfen sich am Sonntag Hoffnungen auf den Siegertitel machen. Dazu zählen: Halimey-Go v. Askar AA, Ettinger v. Connery, Hage’s Best v. Freudenfest, Cousteau v. Hohenstein, Kronprinz v. Hohenstein, Insterpark v. Kasparow und Grand Passion v. Oliver Twist.

Die Auktion der Stuten und Fohlen schloss zufriedenstellend. Von zwölf Stuten wurden fünf ins Ausland verkauft – der Gesamtumsatz betrug 158.000 Euro. Am besten bezahlt war die Halbblutstute Cara Feliz v. Heraldik xx-E.H. Consul. Die dunkelbraune Dreijährige wurde für 21.000 Euro zugeschlagen.

Der Durchschnittspreis bei den Fohlen steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 8.564,70 Euro. Von 17 Youngstern fanden fünf im Ausland eine neue Heimat. Die Preisspitze kam besonders farbenfroh daher: Die Rappscheck-Stute Carlotta v. Camaro war Trakehner-Liebhabern aus der Schweiz 22.000 Euro wert.

Und noch ein Highlight mit langer Tradition fand in Neumünster statt: Die Auswahl der Jahressiegerstute. 15 edle Damen, die in ihren Zuchtbezirken die Zentralen Eintragungen als Siegerin oder Reservesiegerin abgeschlossen hatten, zelebrierten in den Holstenhallen ihren großen Auftritt. Die Kommission mit Dr. Leopold Erasimus, Geschäftsführer der Zentralen Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Pferdezüchter, Florian Solle, Zuchtleiter des Pony- und Pferdezuchtverbandes Hessen, Albrecht Warnecke, Mitglied der Trakehner Stuteneintragungskommission und Brad Kerbs, Präsident der American Trakehner Association (ATA) wählte Gipsy Flower v. E.H. Gribaldi u.d. St.Pr.St. Gipsy Rose zur Jahressiegerstute. Die Siegerstute der Zentralen Eintragung des Zuchtbezirkes Bayern bekam von Kommentator Florian Solle nur lobende Worte: „Gipsy Flower ist stets charmant aufgetreten, hat ein gutes Seitenbild und hat sich vor allem im Trab so gezeigt, wie man es sich wünscht.“ Züchter der bewegungsstarken Dunkelbraunen ist Peter Heinen aus Issum, der auch die Reservesiegerstute stellte: Aguilera v. Hofrat a. d. St.Pr. u. Pr.St. Aranja. Ihr folgte die Siegerstute aus Niedersachsen Nord-West Lea v. Connery u. d. Lara Croft II (Z.: Irmgard Lingenau).

Als Züchter des Jahres 2007 wurde Friedhelm Mencke aus Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Der Besitzer des Gestüts Ganschow ist den Trakehnern seit Jahren aufs engste verbunden – gekörte Hengste wie Graf Lindenau v. Lamarc und Dexter v. Bardolino stammen aus seiner Zuchtstätte. In der Turniersaison platzierten sich 16 Trakehner aus der Zucht von Friedhelm Mencke im Sport – das konnte kein anderer Züchter überbieten. Für diese herausragenden Erfolge wurde der Zuchtbezirksvorsitzende der Neuen Bundesländer mit dem Titel Züchter des Jahres 2007 geehrt.
 

 

26.10.2007

Neumünster – Im Jubiläumsjahr strahlen die Trakehner eine besondere Anziehungskraft aus! Bereits am Donnerstag drängten sich die Zuschauer beim 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster bei der Pflastermusterung dicht an dicht, um die qualitätvollen Junghengste bei ihrem ersten Auftritt zu verfolgen. Und der Besucherstrom will nicht abreißen, bereits am frühen Freitagvormittag hieß es aus dem Büro der Holstenhallen: Wenn das so weiter geht, sind wir heute Mittag ausverkauft!

Das Freispringen der Hengste nahm unter der Regie vom ehemaligen Nationenpreisreiter Klaus Reinacher aus Rosendahl mehr Zeit in Anspruch als gedacht: Die jungen Aspiranten sollten sich in Ruhe der Aufgabe über den Stangen stellen können – mit Mechanik, Manier und Vermögen entlockten die Hengste dem fachkundigen Publikum regelmäßig Szenenapplaus.

Mit einer Stunde Verspätung ging es weiter zur Dreiecksmusterung und die offenbarte, was sich bereits bei der Vorauswahlreise im August angedeutet hat: Der Trakehner Körjahrgang 2007 punktet mit Bewegungsstärke und Sportlichkeit und glänzt mit modernen, athletischen Typen.

Abwechslung zwischen den potenziellen Titelanwärtern brachte die erste Präsentation der Auktionsstuten und -fohlen. Traditionell ist das Interesse vor allem aus dem Ausland an den Perlen der Zucht besonders groß. Schließlich werden auf fast keinem anderen deutschen Auktionsplatz die Stuten so teuer versteigert, wie es beim Trakehner Hengstmarkt in Neumünster der Fall ist.
 

 

25. - 28. Oktober 2007 Trakehner Hengstmarkt

Neumünster – Der 45. Internationale Trakehner Hengstmarkt in Neumünster hat begonnen. 70 Hengste wählte die Körkommission für das hippologische Highlight aus – 65 haben den Weg in die Holstenhallen angetreten. Für die zweieinhalbjährigen Strahlemänner stand mit dem ersten Veranstaltungstag die Pflastermusterung auf dem Programm. Am frühen Abend erfolgte die erste Präsentation der Stuten, Fohlen und Reitpferde.

Neben der Körung der Hengste gehören die Auktionen am Samstag und am Sonntag zu den Höhepunkten des Hengstmarktes. Wie bereits im vergangenen Jahr bietet der Trakehner Verband Interessierten aus dem In- und Ausland einen besonderen Service an: Unter www.trakehner-verband.de können die Versteigerungen live per webstream verfolgt werden. Außerdem werden die Ergebnisse der Körung und Auktionen sofort nach Bekanntgabe ins Internet gestellt. Besser informiert kann man also nicht sein, wenn man es nicht schafft, persönlich vor Ort zu sein.

Für vier Vatertiere hat sich die Anfahrt nach Neumünster bereits gelohnt. Im Rahmen eines vom Vorstand des Trakehner Verbandes genehmigten Sonderkörtermins im Gestüt Tasdorf wurden vier Hengste für die Trakehner Zucht anerkannt. Chace the Ace xx v. Nashwan xx, Dschehim ox v. Pamir ox, Pamir ox v. Penthagon ox und Said ox v. Pamir ox stehen mit ihrem Leistungs-Blut nun auch Trakehner Stuten zur Verfügung. Von den Qualitäten der vier Beschäler, die alle vom Haupt- und Landgestüt in Marbach vorgestellt wurden, können sich die Züchter schon am Samstagabend überzeugen – dann haben der englische und die arabischen Vollblüter in der Gala-Show ihren großen Auftritt.
 

 

Con Air bei Otto Becker


Mit dem Holsteiner Capitol I-Sohn Dobel’s Cento war Otto Becker Mannschaftsolympiasieger und Mannschaftseuropameister. Mit dem Schimmel, der jetzt als Deckhengst im baden-württembergischen Gestüt Dobel wirkt, hat er den Großen Preis von Aachen und das Weltcupfinale gewonnen. Jetzt hat Otto Becker wieder einen Hengst mit dem Holsteiner Brand unter dem Sattel: Con Air v. Carolus I-Contender aus der Zucht von Ernst Christian Teegen, Bebensee. Der zehnjährige Verbandshengst war bislang sehr erfolgreich mit Lars Bak Andersen in internationalen Springen unterwegs und hat in diesem Jahr dänische Farben bei den Europameisterschaften der Springreiter in Mannheim vertreten. „Wir haben  einen Leasingvertrag abgeschlossen, die Zuchtrechte bleiben beim Holsteiner Verband“, erläutert Norbert Boley, Geschäftsführer Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung in Elmshorn, und er fährt fort:  „Otto Becker zählt zu den deutschen Topreitern, und bei ihm gehört Con Air sofort zur ersten Garnitur.“ Con Air hat bereits seine neue Box in Otto Beckers neuer Reitanlage in Sendenhorst (b. Münster) bezogen. Der erfolgreiche Springreiter ist ganz begeistert von seinem Neuzugang: „Con Air hat mir beim Ausprobieren ein sehr gutes Gefühl gegeben. Ich habe mich gleich auf  ihm wohl gefühlt“.
 

23.10.2007

Willkommen beim 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster

vom 25. - 28. Oktober 2007!


Neumünster – So viele Geburtstage! Die Trakehner haben 2007 einiges zu feiern: 275 Jahre Trakehner Pferde, 60 Jahre Trakehner Verband, 45 Jahre Hengstmarkt in Neumünster, 30 Jahre Gala-Show. Diese Jubiläen werden sich beim 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt an vielen Stellen wiederfinden – vor allem die große Gala am Samstagabend steht ganz im Zeichen der doppelten Elchschaufel.

Hauptakteure sind jedoch die Pferde – und das zu Recht. Hier sieht man die Besten ihres Jahrgangs – nicht nur bei den Hengsten, den potenziellen neuen Vätern für die Zucht. Auch bei den Auktionsstuten, Fohlen und Reitpferden ist herausragende Qualität Pflicht. Kein Wunder, dass das letzte Oktoberwochenende für die Züchter und Aussteller aus dem In- und Ausland traditionell das lang herbei gefieberte hippologische Highlight des Jahres ist.


Der erste Eindruck zählt!

Den Auftakt machen die jungen Körkandidaten mit der Pflastermusterung am Donnerstag, dem 25. Oktober. Hier treten sie zum ersten Mal nach der Vorauswahlreise im August vor die Richterkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann, Steffen Bothendorf (Gestütsleiter Sächsisches Hauptgestüt Graditz), Hans-Leonard Britze (Zuchtleiter des Zuchtverbandes für deutsche Pferde, ZfdP), Elmar Lesch (internationaler Vielseitigkeitsreiter) und Dr. Hans-Peter Karp (Richter, Züchter und Buchautor). Vor allem die Korrektheit des Fundaments steht hier im Fokus der Juroren. Meistern die jungen Hengste ihren ersten Auftritt vor großem Publikum ruhig und gelassen, notiert das die Körkommission als großes Plus.


Alles wird begutachtet

Am Freitag, dem 26. Oktober müssen die Hengste ihr Können im Freispringen unter Beweis stellen. Dabei zählt nicht so sehr die überwundene Höhe, viel mehr achten die Richter auf die Springmanier der Tiere, auf ihren Mut und ihre Übersicht. Nachdem die Reitpferde in der Holstenhalle ihr Debüt gegeben haben, werden die Junghengste auf der Dreiecksbahn vorgestellt – ein Bewegungsablauf bester Güte bringt sie dem begehrten Körprädikat ein gutes Stück näher. Kaufinteressenten haben bei der ersten großen Präsentation der Auktionsstuten und –fohlen die Möglichkeit, die Pferde genau in Augenschein zu nehmen und sich so den einen oder anderen Wunschkandidaten schon mal rot im Katalog anzustreichen.

Der Abend klingt mit dem Züchter- und Reiterball in Halle 2 fröhlich aus.
 
Nun wird es ernst

Mit dem Freilaufen am Samstag, dem 27. Oktober, endet für die ersten Züchter und Aussteller der Traum eines gekörten Hengstes. Hier wird die Qualität der drei Grundgangarten begutachtet. Für die Aspiranten, die an den drei Tagen insgesamt nicht überzeugen konnten, lautet das Urteil von Zuchtleiter Lars Gehrmann: nicht gekört. Alle anderen werden am Nachmittag „wieder vorgestellt“. Auf den Endringen entscheidet sich endgültig, welcher Hengst gekört und gegebenenfalls prämiert ist und sich somit Hoffnungen auf den Titel Siegerhengst machen darf.

Aber bevor es zu diesem Veranstaltungshöhepunkt kommt, werden die Stuten und Fohlen von Starauktionator Uwe Heckmann versteigert. Und da läuft einem sicher ein Schauer über den Rücken, wenn für die edlen Trakehner Höchstpreise aus dem In- und Ausland bezahlt werden.

Mit der Körung der Junghengste und der Proklamation der Elitehengste schließt der Samstagnachmittag ab. Ab 20.00 Uhr öffnen die Holstenhallen ihre Tore für die große Gala-Show, die mit besonders eindruckvollen Bildern zum 275-jährigen Jubiläum die Zuschauer verzaubern wird.


Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten…

Ein wohliger Nervenkitzel liegt am Sonntag, dem 28. Oktober, in der Luft. Ab 10 Uhr werden die gekörten Hengste kommentiert und der Siegerhengst bzw. Reservesieger bekannt gegeben. Ist endlich raus, welcher Körkandidat sich über drei Tage ohne Fehl und Tadel präsentiert hat, fällt die Anspannung von allen Beteiligten ab. Und das Publikum bejubelt und beklatscht die neuen Väter auf ihren nicht enden wollenden Ehrenrunden!Nachdem man sich bei einer Mittagspause gestärkt hat, kann um 13 Uhr die Auktion beginnen. Und ohne Überraschungen, atemberaubende Summen und umkämpfte Bieterduelle um die begehrten Trakehner Juwelen ist bisher noch keine Versteigerung ausgekommen.

Der 45. Internationale Trakehner Hengstmarkt offeriert das Beste, was die Zucht zu bieten hat und glänzt zudem mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und einer üppigen Ausstellung mit Produkten rund um das Thema Pferd. Für die Besucher werden die vier tollen Tage in Neumünster also zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, bei dem sie vor allem in diesem Jahr bei einem Stück gelebter Geschichte hautnah dabei sein können!
 

 

18.10.2007

Trakehner haben viel zu bieten:
Pferde vom Feinsten und ein tolles Rahmenprogramm
beim Hengstmarkt in Neumünster


Neumünster – Im Kalender jedes Pferdeinteressierten sind die Termine für Hengstkörungen rot angestrichen. Denn bei den hippologischen Top-Ereignissen treffen sich die besten jungen Hengste eines Jahrgangs – die Qualitätvollsten werden mit dem Körprädikat ausgezeichnet. Für die älteste und edelste Reitpferderasse der Welt steht der 45. Internationale Trakehner Hengstmarkt vom 25. bis 28. Oktober an. Und in diesem Jahr findet sich mehr als Körung und Auktion von besten Reitpferden, hoffnungsvollen Fohlen und ausgesuchten Stuten im Programm: Die Trakehner feiern ihr 275-jähriges Jubiläum, der Trakehner Verband begeht seinen 60zigsten Geburtstag und der Trakehner Hengstmarkt findet zum 45. Mal in den Holstenhallen in Neumünster statt. Diese Festivitäten werden mit eindrucksvollen Schaubildern in der großen Gala-Show am Samstagabend entsprechend gewürdigt.

Darüber hinaus hat der Trakehner Hengstmarkt aber noch einiges zu bieten. Ein umfassendes Rahmenprogramm ist seit einigen Jahren zusätzlicher Bestandteil des elitären Events. So werden in Halle 5 zahlreiche Experten ihr Wissen kurz und leichtverständlich zum Besten geben: Dr. Karl Blobel, Fachtierarzt für Pferde und lange Jahre Mannschaftstierarzt der deutschen Vielseitigkeitsreiter wird zusammen mit Lena Vosswinkel von der Uni Kiel über die „Einflüsse der Haltung auf den Gesundheitszustand bei Zuchtstuten und Fohlen“ referieren. Der Trakehner Förderverein präsentiert das Seminar „Kür im Fokus“ mit TSF-Pferden unter der Regie von Katrin Poll. Silke Buck, erfahrene Ausbilderin und Fremdreiterin aus Rondeshagen, hält den Vortrag „Bewertungsmerkmale des Fremdreiters“ – zusätzlich gibt es praktische Vorführungen und Kommentierungen aus dem Sattel. Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke stellt ihr Buch „Die Grundausbildung des jungen Pferdes“ vor. Und Hans-Heinrich Isenbart, ehemaliger Chef-Sportkoordinator der ARD hält noch einmal die Laudatio „275 Jahre Trakehnen“, die schon bei der Eröffnung der Sonderausstellung in Verden viele Pferdebegeisterte zutiefst berührte.

Ein Besuch des 45. Internationalen Trakehner Hengstmarktes in Neumünster vom 25. bis 28. Oktober lohnt sich also auf jeden Fall – denn hier kann man nicht nur Trakehner Pferde in erlesener Qualität bewundern, sein Wissen erweitern und eine einmalige Gala-Show genießen – man kann außerdem bei einem Stück gelebter Geschichte hautnah dabei sein!

Und auch die Stadt Neumünster weiß um den besonderen Reiz des Trakehner Hengstmarktes: So werden am Sonntag, dem 28. Oktober, die Geschäfte in der Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag einladen. Die Pferdestadt Neumünster plant außerdem zahlreiche Sonderaktionen.
 

17.10.2007

Im Jubiläumsjahr nur das Beste:
Der Internationale Trakehner

Hengstmarkt in Neumünster


Neumünster – Die Trakehner feiern Geburtstag! 1732 wurde in Ostpreußen das Hauptgestüt Trakehnen gegründet und damit kann die älteste und edelste Reitpferderasse der Welt in diesem Jahr auf eine 275-jährige Geschichte zurückblicken.

Dass die Pferde mit der doppelten Elchschaufel moderner sind als je zuvor, wird sich am letzten Oktober-Wochenende zeigen: Vom 25. bis 28. Oktober trifft sich die vierbeinige Elite zum 45. Internationalen Trakehner Hengstmarkt in den Holstenhallen von Neumünster.

Und da wird einiges geboten: Traditionsgemäß treten hier die besten Junghengste ihres Jahrgangs auf und wetteifern um die begehrten Körprädikate. Im Jubiläumsjahr stellt sich eine besonders starke Riege potenzieller Beschäler der Körkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann. 70 junge Hengste, zehn Prozent mehr als im Vorjahr, lieferten bei der Vorauswahlreise im August beste Zeugnisse ab und empfahlen sich für das hippologische Spitzenevent im hohen Norden. „Der Jahrgang hinterließ einen sehr positiven Eindruck“, fasste Zuchtleiter Lars Gehrmann zusammen. „Wir haben eine ausgewogene Kollektion mit interessanter Typ- und Größenvarianz und einige Spezialisten, die schon genetisch eine besondere Eignung für das Springen und die Dressur mitbringen.“ Besonders erfreulich für den Zuchtleiter: Mit acht Halbblütern sind die Vollblutnachkommen sehr stark im Körlot vertreten. Premiere feiert in Neumünster die Teilnahme eines Hengstes aus Polen und auch der Werbeslogan „Trakehner weltweit“ wurde in diesem Jahr mit viel Leben gefüllt: Die dänische Tochtergesellschaft entsandte zehn Hengste zu den Vorauswahlterminen, acht dürfen weiter in die Holstenhallen fahren.

Aber beim Trakehner Hengstmarkt in Neumünster werden nicht nur die besten Väter für die Zucht ausgewählt. Reitpferde mit vorzüglichen Eigenschaften, hoch dekorierte Stuten und qualitätsvolle Fohlen werden bei den Elite-Auktionen zum Kauf angeboten. Für die Damen der Zucht wurden in diesem Jahr die Auswahlbedingungen für den Auftritt in den Holstenhallen verschärft, sodass mit zwölf Stuten die Kollektion zwar etwas kleiner aber dafür besonders erlesen ist. 22 jüngste Vertreter, die sich bereits auf Schauen und Championaten sehr gekonnt in Szene gesetzt haben und mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht wurden, bilden das Lot der Fohlen. Darüber hinaus wird sich Star-Auktionator Uwe Heckmann um den Verbleib von 20 Reitpferden kümmern. Die jungen Sportler befinden sich zurzeit in ausgewählten Ausbildungsställen und werden auf ihren großen Auftritt am letzten Oktober-Wochenende vorbereitet. Interessenten haben schon jetzt die Möglichkeiten die hoffnungsfrohen Aspiranten unter dem Sattel auszuprobieren.

Der Internationale Trakehner Hengstmarkt in Neumünster ist die bedeutendste Veranstaltung des weltweit in Tochterverbänden vertretenen Trakehner Verbandes. Jedes Jahr kommen mehrere tausend Besucher aus über 20 Nationen in die Holstenhallen. Neben den Zuchtveranstaltungen und Auktionen findet ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Verkaufsausstellung, Fachvorträgen international renommierter Experten, der großen Galaschau sowie gesellschaftliche Events statt. Die Gala am Samstagabend, dem 27. Oktober verspricht besonders stimmungsvolle Jubiläumsbilder und wird von Hans-Heinrich Isenbart am Mikrophon begleitet.

Kartenbestellung ausschließlich über: Hallenbetriebe der Stadt Neumünster, Justus-von-Liebig Str. 2-4, 24537 Neumünster, Tel. (0 43 21) 9 10-0, patricia.doose@holstenhallen.com

Informationen und Katalogbestellung: Trakehner GmbH, Postfach 2729, 24517 Neumünster, Tel. (0 43 21) 90 27-0, Fax -29, info@trakehner-verband.de, www.trakehner-verband.de

Hotelreservierungen: Tourist Information Neumünster, Tel. (0 43 21) 4 32 80, www.neumuenster.de

Ausprobieren der Reitpferde:

Sandra Frieling, Behlinger Mühle 3, 31609 Balge, Tel. 042 57 / 98 33 66 oder 0172 / 52 52 358
Dirk Seewald, Bretel 110, 27374 Visselhoevede, Tel.042 60 / 95 12 79 oder 0171 / 373 86 97
 

09.10.2007

4. Ponyforum Open-Sales:
‚Time for Champions’


Das 4. Ponyforum Open-Sales (POS) verspricht ein ganz besonderer Leckerbissen zu werden. Vom 11. bis zum 14. Oktober wird die Verkaufsveranstaltung im Pferdezentrum in Alsfeld stattfinden.

Mittlerweile als feste Größe in Deutschland etabliert, lautet das vielversprechende Motto des kommenden 4. Events der exklusiven Verkaufsreihe ‚Time for Champions’. Keinesfalls leere Versprechungen, wenn man einen Blick in die Verkaufskollektion wirft. Angeboten werden aktuelle Bundes- und Landeschampions sowie vielversprechende Nachwuchscracks mit enormen Potential.
Reinhold Eitenmüller, Geschäftsführer der Ponyforum GmbH, freut sich auf das kommende Ereignis: „Der Erfolg der letzten Veranstaltung im April war gigantisch. Von 29 angebotenen Ponys wurden 26 verkauft. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, die Kollektion diesmal auf 40 Sportponys aufzustocken. Und auch in Sachen Qualität haben wir neue Maßstäbe gesetzt.“
Die erweiterte Kollektion soll das ganze Spektrum der Interessenten bedienen. So wird nicht nur die große Nachfrage nach Spitzen-Sportponys abgedeckt, sondern auch das immense Interesse für reell ausgebildete Einsteiger-Ponys berücksichtigt.
Alle zum Verkauf stehenden Sportponys, befinden sich wie immer ausnahmslos im Privatbesitz von Mitgliedern der einzelnen Zuchtverbände. Sie alle sind solide ausgebildet, jederzeit von Kindern nachreitbar und somit in ihrer jeweiligen Sparte eine Klasse für sich. Die Veranstaltung bietet Interessenten die Möglichkeit, mehrere Sportponys eines gewünschten Leistungsstandes an einem Ort zeitnah auszuprobieren und an allen vier Tagen direkt vom Aussteller zu kaufen.
Bei der letzten Veranstaltung im April wurde ein Spitzenpreis von 45.000 Euro erzielt. Für diesen Kurs wechselte ein Ausnahme-Hengst im Springsport den Besitzer. Insgesamt wurde ein Durchschnittspreis von 13.470 Euro erreicht. Darunter wie darüber wird auch dieses Mal für jeden das passende Sportpony zu finden sein, wobei die Preise adäquat zur Qualität und zum Ausbildungsstand der kleinen Vierbeiner festgelegt wurden. Das deutliche internationale Interesse an der Veranstaltung war nicht zu übersehen. Die Käufer und Interessenten kamen unter anderem aus Frankreich, England, Dänemark, der Schweiz, Tschechien, den USA, Kanada und sogar aus Süd Afrika.
Um dem großen Ansturm recht zu werden, wird es auch diesmal wieder Ausprobiertermine nur nach vorheriger Absprache geben. Glanzvoller Auftakt wird die große Eröffnungs-Gala am Donnerstagabend ab 19 Uhr sein, mit der die Veranstaltung stimmungsvoll und glamourös eröffnet wird. Hierbei wird die aktuelle Kollektion im festlichen Rahmen in ihren Sparten und entsprechend ihres Ausbildungsstandes gezeigt. Direkt im Anschluss können die Sportponys probegeritten werden.

Initiiert und veranstaltet wird das Event von der Ponyforum GmbH. Einer neu gegründeten, professionellen Vermarktungsgesellschaft, bestehend aus den sechs deutschen Ponyzuchtverbände Schleswig-Holstein/Hamburg, Hannover, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz-Saar. Aufgabe der GmbH ist es, neben der Verkaufsreihe der Open-Sales die Vermarktung im Internet voranzutreiben. Bundesweit wird hier unter www.ponyforum-online.de das komplette Spektrum in der Pony- und Kleinpferdevermarktung sowohl im Sport- als auch im Freizeitbereich abgedeckt.

Seit Anfang September kann die aktuelle Kollektion mit Bildern und Videos im Internet unter www.ponyforum-online.de begutachtet werden. Nähere Informationen sowie den Katalog zur Veranstaltung gibt es außerdem unter der Telefonnummer 0171-2654880 (Reinhold Eitenmüller).
 

 

30.09.2007

VIELSEITIGKEIT

Nord-Ostsee-Championat vom 5. bis 7. Oktober in Bad Segeberg


(Bad Segeberg) Traditionell trifft sich die sportliche Elite der Vielseitigkeitsreiter Anfang Okt. zum Nord-Ostsee-Championat, um hier im internationalen Wettkampf mit Konkurrenten aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Belgien u. Holland um Sieg und Plätze auszumachen.

Auf dem Programm stehen das Nord-Ostsee-Championat als internationale CCI*-short-Prüfung in Verbindung mit einer internationalen Team-Wertung und zugleich die Austragung der Landesmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter für Schleswig-Holstein/Hamburg. Ergänzend dazu wird für den Nachwuchs eine Vielseitigkeitsprüfung der Klasse A/L  ohne Rennbahn durchgeführt.

Der bewährte Gelände-Parcourschef Fried Schwien (Bosau) hat erneut zusammen mit dem Landestrainer Detlef Peper eine anspruchsvolle aber faire Streckenführung ausgearbeitet.

Die Veranstalter - der Pferdesportverband Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Reit- und Fahrverein Bad Segeberg - freuen sich über ein hochinteressantes Nennungsergebnis.

Neben den ausländischen Teilnehmern aus Dänemark, Schweden und Norwegen haben u.a. gemeldet: Catrin Kirchner-Salzmann (Fischbek), Ehepaar Dr. Kirsten und Peter Thomsen (Großenwiehe) – EM-Teilnehmer vor wenigen Tagen in Italien mit der Teamkollegin Beeke Kaack sowie Kai Rüder (Fehmarn) .
 

 

17.09.2007

Deutsche Championats-Equipe bei den GERMAN CLASSICS


Hannover – Das EM-Quartett der Springreiter des Jahres 2007 hat die GERMAN CLASSICS vom 25. bis 28. Oktober in Hannovers Messehalle 2 bereits im Sportkalender eingeplant: Die deutsche Equipe mit der Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), dem viermaligen Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Christian Ahlmann (Marl) und Marcus Ehning (Borken) ist beim Indoor-Glanzlicht im Pferdeland Niedersachsen dabei. Die vier Silbermedaillen-Gewinner der Europameisterschaft gehören zu den Stammgästen der GERMAN CLASSICS. Zusagen trafen auch aus der Schweiz, Brasilien und Belgien ein: Gregory Wathelet – für die Ukraine startend und in Belgien lebend – will die RIDERS TOUR-Etappe Nummer 5 in Hannover nicht verpassen und auch der Brasilianer Bernardo Alves kommt nach Hannover. Freuen dürfen sich die Springsportfans zudem auf den Schweizer Meisterreiter Markus Fuchs, der aus seiner Vorliebe für die GERMAN CLASSICS noch nie einen Hehl gemacht hat. Damit zeichnet sich schon vor dem Nennungsschluss für das internationale Vier-Sterne-Event eine sportlich erstklassige Besetzung ab.

Das Programm der siebten GERMAN CLASSICS setzt auch 2007 auf den feinen Mix aus internationalem Top-Sport im Sattel und auf dem Wagen, regionalen Prüfungen für das Pferdeland Niedersachsen, sowie Dressur auf Grand Prix-Niveau. Neun internationale Springprüfungen mit einem Gesamtpreisgeld von 173.500 Euro bietet allein das CSI4* mit der RIDERS TOUR Wertungsprüfung im Großen Preis, der mit 100.000 Euro dotiert ist. Vier dieser Wettbewerbe sind für die Weltrangliste der Springreiter relevant. Hannovers GERMAN CLASSICS sind zudem Qualifikationsstation des FEI Weltcups der Vierspänner, präsentiert von Schockemöhle Logistics. Für die Elite an den Leinen geht es um Punkte auf dem Weg ins Weltcup-Finale und um 27.200 Euro Preisgeld in zwei Prüfungen.

Die internationale SML-Tour macht erneut mit neun Prüfungen Station in der Messehalle 2 und Niedersachsens Jungtalente erobern die GERMAN CLASSICS im Finale des Hermann-Schridde-Gedächtnispreises präsentiert von Gelha. Hannovers schickes Hallenturnier ist zum zweiten Mal nach 2006 Finalstandort des JPMorgan Asset Management Preis der Zukunft für Springreiter bis 25 Jahre. Die Siegerin 2006 – Anna-Maria Jakobs aus Diemelstadt – eroberte bereits die RIDERS TOUR: Sieg bei der dritten Etappe in Münster und derzeit Rang vier im Ranking.

Dressur und Springen pur und eine große Portion Teamgeist kennzeichnen die Mannschaftswettbewerbe der Bezirksverbände des Landesverbandes Hannover-Bremen. Da wird schon jetzt an Kürmusik und Choreographie gefeilt und über die bestmögliche Mannschaftsaufstellung im Springen gegrübelt. Mit dem Grand Prix de Dressage und der Grand Prix Kür wird das Programm um eine der erfolgreichsten pferdesportlichen Disziplinen in Deutschland bereichert. Die beiden Prüfungen des Championats-Programms erfreuen sich im Mutterland der Hannoveraner Pferdezucht besonders großer Beliebtheit. Auf die Teilnehmer wartet zudem ein Sonderehrenpreis der TeschInkasso für den erfolgreichsten Reiter aus Grand Prix und Grand Prix-Kür.

Das NDR Landesfunkhaus Niedersachsen ist mit den Programmen „NDR 1 Niedersachsen“ und „NDR Niedersachsen - 19.30 Das Magazin“ erneut Kooperationspartner der GERMAN CLASSICS vom 25. bis 28. Oktober 2007. Medienpartner des internationalen Turniers ist das Reitsportmagazin für das Pferdeland Niedersachsen.

Übrigens – Tickets gibt es schon jetzt für die GERMAN CLASSICS im Vorverkauf mit vielen Vergünstigungen für Kinder und Jugendliche, Familien und Gruppen. Besucher können sich ihr

Turnierwochenende ganz individuell zusammenstellen. Und bis zum 15. Oktober gibt es Eintrittskarten zu vergünstigten Vorverkaufspreisen. Alle Infos unter www.german-classics.com im Internet oder unter der Telefon-Hotline (0700) 44776328 (12 Cent/ min) oder unter (07162) 9489844.
 

 

09.09.2007

Jagd auf die besten Plätze –

 Carsten-Otto Nagel gewinnt vierte Etappe des Holsteiner Masters 3plus1


Bad Segeberg – Der Springreiter Carsten-Otto Nagel hat bei der vierten Etappe der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1 aufgetrumpft und mit seinem Derbypferd Calle Cool den Großen Preis beim 59. Landesturnier in Bad Segeberg gewonnen. Der 42-jährige Pferdewirtschaftsmeister blieb im Stechen der mit 10.000 Euro dotierten schweren Prüfung in 39,35 Sekunden fehlerfrei und eroberte damit 28 Punkte für das Ranking im von Lotto Schleswig-Holstein präsentierten Serienprojekt Holsteiner Masters 3plus1. Damit verbesserte sich Nagel vom 32. Rang auf Platz acht und schaffte den Sprung ins Finale bei der Baltic Horse Show vom 6. bis 9. Dezember in Kiel. Dort dürfen die besten 25 Reiter aus vier Turnieretappen der Serie antreten, Nagel nutzte buchstäblich die letzte Chance vor tausenden Zuschauern.

In der Pole Position der Serie bleibt weiterhin Jörg Kreutzmann aus Kasseburg mit jetzt 67 Punkten, obwohl sich die Wege des Profis und seines Wallachs Sauternes ter Vlucht mitten im Umlauf kurzzeitig trennten. Des überbauten Wassergrabens ansichtig werdend entschied sich der 13-jährige niederländische Wallach gegen den Absprung, machte einfach kurz kehrt und Kreutzmann wunderte sich: „Das ging so schnell, da stand ich plötzlich im Gras.“ Das verpatzte auch die mögliche Chance auf einen Medaillenrang in der Landesmeisterschaft – gleichwohl nahm Kreutzmann neun Punkte mit ins Ranking. Diese Zähler können in Kiel entscheidend sein, denn im Finale bei der Baltic Horse Show gibt es zwar die doppelte Punktzahl, die Qualifikationsergebnisse werden jedoch in die Gesamtwertung mitgenommen. Immerhin darf der Sieger des ersten Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein, eine Kreuzfahrt für zwei Personen auf dem ZDF-Traumschiff MS Deutschland antreten.

Bad Segebergs 59. Landesturnier erwies sich als hervorragender Serienstandort mit insgesamt 12.000 Besuchern an drei Tagen. Erstmals durften wegen der Serienwertung auch die Damen beim Großen Preis mitmischen, der sonst der Landesmeisterschaft der Herren vorbehalten ist. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), Birte Brunk (Niebüll) und die gerade erst mit dem goldenen Reitabzeichen ausgezeichnete Alessa Hennings (Bendorf) schrieben buchstäblich Geschichte in Bad Segeberg….

Ergebnis Großer Preis Bad Segeberg: 1. Carsten-Otto Nagel (Wedel), Calle Cool 0 Strafpunkte/ 39, 35 Sekunden; 2. Rolf-Göran Bengtsson (Breitenburg/ Schweden), Quintero 0/ 40,12; 3. Andreas Ripke (Steinfeld), Cornwall W 0/ 41,81; 4. Lars Bak Andersen (Elmshorn), Con Air 0/42,72; 5. Ralf Hönig (Süderbrarup), Cummerow 0,5/ 97,40; 6. Jörg Naeve (Bovenau), Nemo 4/ 88,12.


Ranking Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein:

1. Jörg Kreutzmann (Kasseburg), 67 Punkte
2. Jörg Naeve (Bovenau), 64 Punkte
3. Ralf Hönig (Süderbrarup), 58 Punkte
4. Daniel Heuer (Syke), Andreas Ripke (Steinfeld), 53 Punkte
6. Inga Czwalina (Fehmarn), 51 Punkte
7. Rasmus Lüneburg (Hetlingen), 44 Punkte
8. Alessa Hennings (Bendorf), Carsten-Otto Nagel (Wedel), 41 Punkte
10. Birte Brunk (Niebüll), 38 Punkte
 

 

59. LANDESTURNIER 2007

 

Schwede Rolf-Göran Bengtsson wird Landesmeister – Carsten-Otto Nagel gewinnt den Großen Preis


(Bad Segeberg) Dem Dänen Michael Aabo hat es der Schwede Rolf-Göran Bengtsson jetzt nachgemacht. Der 44 Jahre alte Profi, der seit einigen Jahren in Breitenburg lebt, gewann erstmals die Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein und Hamburg im Springen. Mit Quintero la Silla, dem neun Jahre alten Holsteiner Hengst blieb Bengtsson im Stechen des Großen Preises der Volksbanken und Raiffeisenbanken fehlerfrei in 40,12 Sekunden und schnappte dem Steinfelder Kollegen Andreas Ripke und seinem Wallach Cornwall W damit den Titel um „Haaresbreite“ vor der Nase weg. Erst in der letzten Runde der schweren Prüfung auf Drei-Sterne-Niveau fiel die Entscheidung über die Medaillen. Schneller als Bengtsson und Ripke war nur noch Carsten-Otto Nagel aus Wedel mit seinem Derbypferd Calle Cool und damit auch Sieger im mit 10.000 Euro dotierten Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Neben dem Preisgeld von 2500 Euro „kassierte“ Nagel außerdem noch 28 Punkte für das Ranking zum Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein, und darf sich als Achter der Rangliste auf das Finale bei der Baltic Horse Show vom 6. bis 9. Dezember in Kiel freuen.

Nur knapp zwei Stunden zuvor wiederholte die Springreiterin Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld ihren Triumpf des Jahres 2005. Die 26-jährige gewann mit dem neun Jahre alten Wallach Lambrasco auch die dritte Wertung der Meisterschaft und damit den Titel. Dahinter reihten sich die Schwedin Christina Gustafsson (Breitenburg) und die Hamburgerin Yvonne Dude ein.

Bis zuletzt spannend machten es die Dressurreiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Prompt war am Pagelplatz oberhalb des Segeberger Sees nicht mal mehr ein Stehplatz zu bekommen, weil die Dressurfans die Grand Prix Kür belagerten. Der 53 Jahre alte Pinneberger Ausbilder Wieger Derk de Boer gewann mit Cosmopolitan zum ersten Mal die Landesmeisterschaft der Herren und auch in der Damenwertung gab es eine neue Meisterin: Isabel von Wendorff aus Hamburg überflügelte mit ihrem Rosselini G die gesamte Konkurrenz und sicherte sich den Titel. Bereits am Samstag zeichnete sich ab, dass die Titelverteidiger Petra Wilm (Tasdorf) und Falk Stankus (Lensahn) mit starker Konkurrenz rechnen müssen.

Insgesamt 12.000 Zuschauer kamen zum 59. Landesturnier nach Bad Segeberg und insbesondere der Sonntag mit den Titel-Entscheidungen lockte viele Reitsportfans. Trotz kühler Witterung und stürmischem Wind wurden Reiter, Fahrer und Pferde beim Flutlichtabend am Samstag gefeiert. Jörg Naeve aus Bovenau gewann die Volvo Spring-Trophy mit Calapuno, Falk Rosenbauer aus Lütjensee „tanzte“ gleich danach mit seinem Look alike zum Sieg in der Volvo Dressur-Trophy.

Einen tollen Abschied bereiteten der Pferdesportverband Schleswig-Holstein, der Partner- und Wirtschaftskreis Holsteiner Masters und die Springreiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg Tjark Nagel. Der „Teufelsreiter“ aus Friedrichskoog wechselten ins Traineramt und beendete die Karriere im Sattel und zu den Klängen von Tina Turners Simply the Best wurde der 55-jährige mit stehenden Ovationen gefeiert. Eines dürfte die letzte Ehrenrunde sehr entspannt gemacht haben, denn Nagel weiß nun, dass er nie mehr in den Segeberger Wassergraben muss. Mit der schönen Tradition einer „Taufe“ im September machten die Fans stattdessen den neuen Landesmeister Rolf-Göran Bengtsson vertraut…..

Alle Ergebnisse aus Bad Segeberg unter www.pferdesportverband-sh.de
 

 

Meyer, Naeve, von Wendorff, de Boer – Medaillen-Kandidaten bringen sich in Position

(Bad Segeberg) Einen Pokal hat er schon, es könnte am Sonntag der nächste folgen. Jörg Naeve aus Bovenau gewann beim 59. Landesturnier im Stechen das Finale der Volvo Spring-Trophy 2007 mit Calapuno und eroberte nur wenige Stunden zuvor Position eins in der Zwischenwertung der Landesmeisterschaft Springen Schleswig-Holstein/ Hamburg mit dem erst acht Jahre alten Wallach Nemo. Das weibliche Pendant zu Naeve schlüpfte bereits am Freitag ganz selbstverständlich in die Favoritenrolle: Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld gewann mit dem Wallach Lambrusco die zweite Wertung der Damen und kann sich am Sonntag den zweiten Titel nach 2005 holen.

Leicht wird das nicht, denn Naeve und Meyer sitzt die Konkurrenz buchstäblich auf den Fersen. Andreas Ripke aus Steinfeld liegt in der Meisterschaftswertung auf Position zwei, Ehefrau Cora Ackermann-Ripke hat als Vierte ebenfalls alle Chancen, ihren Vorjahressieg zu verteidigen.

In der Dressur-Meisterschaft zeichnet sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Der 23 Jahre junge Falk Stankus aus Lensahn, der bei den Herren am Freitag in Führung ging, musste am Samstag Wieger Derk de Boer aus Pinneberg mit dem Holsteiner Cosmopolitan vorbeiziehen lassen. Falk Stankus, gerade erst der Altersklasse der Jungen Reiter entwachsen, strebt mit Lancelot seinem vierten

Titelgewinn in Folge entgegen, während es für den viermaligen Norddeutschen Berufsreiter-Champion de Boer der erste Landesmeistertitel wäre. Ähnlich wie die dressurreitenden Herren halten es auch die Damen. Vorjahressiegerin Petra Wilm aus Tasdorf, zum Auftakt mit Rosenstrauss vorn, vergab am Samstag einige Plätze und ist vor der abschließenden Grand Prix Kür Zweite hinter Isabel von Wendorff (Hamburg). Die Derby-Dritte des Jahres 2004 steuerte ihren Rosselini G auf Rang eins in der zweiten Wertung und führt nun vor Wilm.

Der Sonntag birgt mit den Finalprüfungen in allen Altersklassen in beiden Disziplinen reichlich Spannung. Höhepunkte des Schlusstages des 59. Landesturniers sind die Grand Prix Kür der Dressurreiter ab 14.00 Uhr und der Große Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken ab 16.15 Uhr im Parcours. Diese Prüfung ist gleichzeitig die vierte Station der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein. Kurz vor dem Start ins Highlight des Landesturniers sagt einer dann ganz offiziell „Tschüss“. Tjark Nagel, Springreiter aus Friedrichskoog, Nationenpreisreiter, mehrmaliger Landesmeister und ganz einfach legendär nicht nur in Schleswig-Holstein wechselt vom Sattel in den Trainerjob. Klar, dass ihm Schleswig-Holstein ganz laut „Danke“ sagt.

Alle Ergebnisse vom 59. Landesturnier auch unter www.pferdesportverband-sh.de
 

 

07.09.2007

Schröder junior „düpiert“ Schleswig-Holsteins Springreiter – Doppelführung bei den Damen


(Bad Segeberg) Es fing eher wenig verheißungsvoll an für Andre Schröder, das 59. Landesturnier in Bad Segeberg, am Ende aber freuten sich seine Fans. Der 18-jährige Sohn von Dirk Schröder (Lentföhrden) gewann mit Ontario das erste S-Springen beim Turnierklassiker und ließ die etablierten und durchaus älteren Kollegen damit schon etwas langsam aussehen. Als erster Reiter musste der Junioren-Europameister mit dem Wallach Corvallo in den Parcours und verließ das Gelände mit 24,25 Strafpunkten auf dem „Konto“. Viel besser geriet die Runde mit Vaters Pferd Ontario: Strafpunktfrei in 64, 56 Sekunden, da musste auch der Wedeler Pferdewirtschaftsmeister Carsten-Otto Nagel mit Calle Cool den Junior vorbeiziehen lassen. Nagel, der mit Calle im Mai zwei Derby-Qualifikationen in Hamburg gewann, liegt in der Landesmeisterschaft Springen in Führung vor Jan-Philipp Schultz aus Böbs. Schröder junior darf zwar bei den Herren starten, in der Meisterschaft darf er gleichwohl noch nicht mitmischen, sondern lies sich um eine Altersklasse höher bei den Jungen Reitern einstufen. Einen soliden Eindruck hinterließ auch Jörg Kreutzmann (Kasseburg), der das Ranking der Serie Holsteiner Masters 3plus1 mit 58 Punkten anführt und am Sonntag im Großen Preis noch weiter ausbauen kann. Er belegte Platz vier und fünf mit Sauternes ter Vlucht und Goshawk.

Spannend machten es auf der altehrwürdigen Segeberger Rennkoppel auch die Damen. Punkt- und zeitgleich in 69,10 Sekunden kamen Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und Britta Braunert aus Fehmarn ins Ziel der Springprüfung Kl. M/A. Die Deutsche Vize-meisterin Janne-Friederike Meyer vertraute auf den neun Jahre alten Lambrasco, Braunert entschied sich für Leon. Gedrängel gibt es ebenfalls auf dem zweiten Platz, den sich Titelverteidigerin Cora Ackermann-Ripke (Steinfeld) und Birte Brunk aus Niebüll teilen. Die Entscheidung bei den Springreiterinnen wird am Sonntag in der dritten Wertungsprüfung fallen.

Kurs auf das Ziel Titelverteidigung nahmen in der Dressur die Tasdorferin Petra Wilm und Falk Stankus aus Lensahn. Wilm gewann mit dem polnischen Wallach Rosenstrauss die Dressurprüfung Intermediaire II vor der Hamburgerin Isabel von Wendorff auf Rosselini G. Falk Stankus belegt mit Lancelot Rang drei und ist damit der beste Mann im Dressurfeld.

Mit den zweiten Wertungsprüfungen in beiden Disziplinen in allen Altersklassen wird das 59. Landesturnier am Sonntag ab acht Uhr fortgesetzt. Ein Höhepunkt ist der Flutlichtabend ab 18.45 Uhr auf dem großen Platz. Dann werden die Volvo Spring- und Dressur-Trophys entschieden und das Champ-Hindernisfahren erlebt eine Neuauflage.

Ergebnisse

Springen Kl. S, 1. Wertung Herren, : 1. Andre Schröder (Lentföhrden), Ontario 0 Strafpunkte/ 64,56 Sekunden; 2. Carsten-Otto Nagel (Wedel), Calle Cool 0/ 64,65; 3. Jan Philipp Schultz (Böbs), Nancy S 0/ 66,66; 4. Jörg Kreutzmann (Kasseburg), Sauternes ter Vlucht 0/ 67,12; 5. Jörg Kreutzmann, Goshawk 0/ 67,41; 6. Jörg Naeve (Bovenau), Nemo 0/ 67,76

Springen Kl. M/A, 1. Wertung Damen: 1. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), Lambrasco und Britta Braunert (Fehmarn) mit Leon, 0/ 69,10; 2. Cora Ackermann-Ripke (Steinfeld), Classic Line und Birte Brunk (Niebüll), Lilli Marleen, 0/ 70,54; 4. Christina Gustafsson (Breitenburg), Julius 0/ 71,42; 5. Janne-Friederike Meyer, Chika`s Way; 6. Beritt Nave (Ehlersdorf), Colambo 0/ 77,40.

Intermediaire II, 1. Wertung Dressur: 1. Petra Wilm (Tasdorf), Rosenstrauss 865 Punkte; 2. Isabel von Wendorff (Hamburg), Rosselini G 859; 3. Falk Stankus (Lensahn), Lancelot 853; 4. Wieger Derk de Boer (Pinneberg), Cosmopolitan 842; 5. Uwe Sauer (Seeth-Ekholt), Lucky Star 827; 6. Anja Hermelink (Hamburg), Patmos 825

News und Ergebnisse auch unter www.pferdesportverband-sh.de


06.09.2007


Altes Turnier – junge Reiter

Bad Segebergs Landesturnier ist „in“

(Bad Segeberg) Das Landesturnier ist eine der ältesten und langlebigsten Veranstaltungen in Deutschland, die Teilnehmer für die 59. Auflage vom 7. bis 9. September in Bad Segeberg werden immer jünger. Das mit Abstand größte Kontingent stellen die Kandidaten im Wettkampf der Junioren-Reitabteilungen aus ganz Schleswig-Holstein. Mit insgesamt 33 Mannschaften reisen die Youngster in Bad Segeberg an und nähern sich damit dem alten Rekord von 36 Junioren-Reitabteilungen. Seit zwei Jahren dürfen auch die Jungen Reiter (18 bis 21 Jahre) in diesem Wettkampf mitmachen, der aus mehreren Teilprüfungen und aus einer gemeinsam gerittenen Dressuraufgabe besteht. Gar nicht leicht, denn sechs bis sieben Reiterinnen und Reiter nebst den dazugehörigen Pferden müssen „unter einen Hut gebracht“ werden.

Und nicht nur im Abteilungswettkampf sorgen die „jungen Wilden“ für Hochbetrieb. Dank der Landesmeisterschaften der Junioren und Jungen Reiter Springen und Dressur in Bad Segeberg bleibt der Klassiker der Turnierszene jung. Das die Nachwuchstalente aus dem Land zwischen den Meeren mit bemerkenswerten Erfolgen auftrumpfen können, zeigt sich am Sonntag beim Landesturnier in einer besonderen Ehrung. Gleich drei junge Kandidaten erhalten das Goldene Reitabzeichen. Voraussetzung dafür sind zehn Siege in der schwersten Prüfungsklasse. „Vergoldet“ werden auf dem Landesturnierplatz die Dressurreiterin Sarah Kay Hübner aus Braderup und die Springreiterin Alessa Hennings (Bendorf), sowie der Junioren-Europameister und Deutsche Junioren-Meister der Springreiter, Andre Schröder aus Lentföhrden. Sarah Kay aus Sörup erhält aufgrund ihrer Erfolge das Goldene Voltigierabzeichen.

Infos, News, Starterlisten und Ergebnisse auch unter www.pferdesportverband-sh.de
 

 

04.09.2007

Endspurt in Bad Segeberg –

Landesturnier ist vierte Etappe des Holsteiner Masters 3plus1


(Bad Segeberg) Das Finale in der Kieler Ostseehalle ist ihr Ziel, der Weg dorthin führt über das vom 7. bis 9. September stattfindende 59. Landesturnier in Bad Segeberg. Das Kult-Ereignis auf der Rennkoppel ist die vierte Station der von Lotto Schleswig-Holstein präsentierten Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1. Es geht um Sport auf hohem Niveau und – kein Zweifel möglich – das bietet das Landesturnier in Schleswig-Holstein. Es ist im Übrigen die einzige Station, die ausschließlich den Reiterinnen und Reitern aus Schleswig-Holstein und Hamburg vorbehalten ist, während die Serie in der höchsten Leistungsklasse sonst bundesweit ausgeschrieben ist.

Angesagt haben sich dazu etliche arrivierte Sportler, allen voran der Ranking-Spitzenreiter Jörg Kreutzmann (Kasseburg), der mit 58 Punkten die „Pole Position“ inne hat und das Ticket zum Finale bei der Baltic Horse Show vom 6. bis 9. Dezember praktisch schon gelöst hat. Jörg Naeve (Bovenau) ist dabei, Torben Köhlbrandt (Klein Offenseth), Sören von Rönne (Neuendeich), Rasmus Lüneburg (Hetlingen), Andreas Ripke (Steinfeld) und Janne-Friederike Meyer (Schenefeld).

Die Entscheidung über Punkte und Preisgeld fällt am Sonntag ab 16.15 Uhr im Großen Preis in Bad Segeberg und der ist mit 10.000 Euro dotiert. Nur in dieser Prüfung gibt es die begehrten Punkte für das Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein. Und jeder Punkt zählt, denn wer nach dem Finale die meisten Zähler gesammelt hat, ist Gesamtsieger der neuen Serie und darf sich auf einen außergewöhnlichen Sonderpreis freuen – eine Kreuzfahrt für zwei Personen auf dem ZDF-Traumschiff MS Deutschland, gestiftet von der Deilmann Reederei.

Spitzensport und Impulse für erstklassige Turniere, das sind die Ziele des Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein. In diese Riege gehören 2007 das Springflut-Festival in Niebüll, die Tasdorfer Turniertage, das Fehmarn Pferde-Festival, das Landesturnier Bad Segeberg und die Finalstation bei der Baltic Horse Show in Kiel.

Das aktuelle Ranking der Serie:

01.Kreutzmann, Jörg          58
02.Heuer, Daniel                 53
03.Czwalina, Inga              51
04.Naeve, Jörg                   44
05.Hönig, Ralf                     37
06.Köhlbrandt, Torben      36
07.Meyer, Hilmar               33
08.Rönne, Sören von          31
09.Lüneburg, Rasmus        30
10.Nagel, Tjark                    29
11.Ripke, Andreas                29
12.Meyer,Janne-Friederike  28
13.Rüder, Hans-Torben        27
14.Börnsen, Iver                   24
15.Endresen,Stein                24
16.Hennings,Alessa             22
17.Brunk, Birte                      22
18.Braunert,Britta                 21
19.Schröder,Dirk                   20
20.Böckmann, Gilbert           20
21.Sievertsen, Jörg              19
22.Frandsen,Torben             19
23.Frazer,Christopher          18
24.Diederichsmeier, Mylene 17
25. Diederichsmeier, Mynou 16
 
 

03.09.2007

59. LANDESTURNIER 2007


Wer gewinnt Gold in Bad Segeberg?

Kandidatenriege für die Landesmeisterschaften steht


(Bad Segeberg) Es gibt mehrere Favoriten, aber kaum eine Vorhersage: Das Landesturnier in Bad Segeberg zählt zu jenen Ereignissen im Pferdesport, bei denen Favoritentipps trotz sorgsamer Überlegung von „jetzt auf gleich“ ins Gegenteil verkehrt werden können. Das wird auch bei der 59. Auflage vom 7. bis 9. September in Bad Segeberg so sein. Jeweils drei Wertungsprüfungen stehen auf dem Programm für jede einzelne Meisterschaftsentscheidung und genau das macht es für Teilnehmer und Fans so schwer. Wer sich am Freitag und Sonntag noch als Kandidat für Gold präsentiert, kann am Sonntag auf einem undankbaren fünften Platz landen. Drei Tage solider Leistung sind Voraussetzung für den Erfolg bei einem der ältesten deutschen Turniere im Sportkalender.

Die Kandidatenriege des Landesturniers erlaubt den Fans indes Vorfreude und Spekulation für das letzte große Ereignis der grünen Saison in Schleswig-Holstein und Hamburg. Bei den Springreitern haben sich für den Dreiteiler, dessen Höhepunkt der Große Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken am Sonntag ist, eine illustre Reihe von Reitern angesagt: Etwa Thomas Voss aus Schülp, Sieger im Großen Preis von Neumünster und Altenhof, sowie des Championats von Wiesbaden, Rolf-Göran Bengtsson – Schwede mit Wohnsitz in Breitenburg und Nummer 13 der Weltrangliste Springen – ist in Bad Segeberg dabei, ebenso der Däne Lars Bak Andersen (Elmshorn), der seinem ersten EM-Einsatz den Sieg beim Bundeschampionat in Warendorf mit dem sechsjährigen Chessmann folgen ließ.

Thieß Luther (Wittmoldt) aus der Reiterdynastie nimmt einen neuen Anlauf, ebenso Andreas Ripke (Steinfeld), Torben Köhlbrandt (Klein Offenseth) und Sören von Rönne (Neuendeich). Hoch hinaus will und kann auch Andre Schröder (Lentföhrden) in Bad Segeberg kommen. Der 18 Jahre junge Europameister und Deutsche Meister der Junioren hat mit Vater Dirk hausgemachte Konkurrenz beim Landesturnier. Jörg Naeve (Bovenau), zuletzt mit Nemo Dauerabonnent für gute Platzierungen, Harm Sievers (Tasdorf) und Dirk Ahlmann (Reher) sind ebenso dabei.

Die Damenkonkurrenz – die erstmals wieder am Sonntag ihr Finale erlebt – ist mit Titelverteidigerin Cora Ackermann-Ripke (Steinfeld), der Deutschen Vize-Meisterin Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), Britta Braunert (Fehmarn) und Ulrike Pöhls (Tasdorf) fein besetzt. Übrigens – die Frauen erobern 2007 auch erstmals den mit 10.000 Euro dotierten Großen Preis. Der ist nämlich die vierte und letzte Qualifikationsstation der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein und wer da mitmischt, darf auch im Großen Preis in Bad Segeberg auf Punktejagd gehen….

Dressur pur – das bietet wie in jedem Jahr der Pagelplatz, das Dressurviereck am Hang oberhalb des Segeberger Sees. Dort möchten Petra Wilm (Tasdorf) und Falk Stankus (Lensahn) ihre Vorjahrestriumphe wiederholen. Gleiche Ziele verfolgen indes die Kolleginnen und Kollegen aus Schleswig-Holstein. Über eine Intermediaire II, eine Dressurprüfung Kl. S und die Grand Prix Kür führt der Weg zu den Medaillen. Den beschreiten u.a. Pferdewirtschaftsmeisterin Alexandra Bimschas (Boostedt), die gebürtige Österreicherin Caroline Hatlapa, die Derby-Zweite des Jahres 2006, Anja Hermelink (Hamburg), Isabel von Wendorff (Hamburg) und auch der Deutsche Meister der Berufsreiter 2006, Falk Rosenbauer (Lütjensee). Mit Rosenbauer kommt Schleswig-Holsteins Dressur-Ikone nach Bad Segeberg – Karin Rehbein (Trittau), Mannschafts-Weltmeisterin 1998 und fünfmalige Derbysiegerin.

Ein Riesenkontingent an Pferden und Reitern nebst dem dazugehörigen Tross stellen die Reitervereine aus ganz Schleswig-Holstein. Für den Landeswettkampf der Reit- und Fahrvereine Schleswig-Holsteins haben sich insgesamt 24 Reitabteilungen von Dithmarschen bis Flensburg angemeldet. Bei den Juniorenabteilungs-Wettkämpfen werden sogar 33 Teams erwartet. Das schafft zusätzlich Hochbetrieb auf der Rennkoppel in der Eutiner Straße in Bad Segeberg. Rund 1000 Pferde mit ca. 700 Reitern und Fahrern werden in 44 Wettbewerben von Freitag bis Sonntag erwartet und belegen fünf Prüfungsplätze „mit Beschlag“. Am Freitag geht es zudem in den Ihlwald zum Geländeritt der Abteilungswettkämpfe.

Wer Lust auf das besondere Flair eines Flutlichtabends hat, wird in Bad Segeberg nicht enttäuscht. Am Samstag ab 18.45 Uhr beginnt der große Sportabend mit den Finalprüfungen der Volvo Springreiter-Trophy und der Volvo- Dressur-Trophy und ganz rasant wird das Champ-Hindernisfahren, denn dafür werden Mannschaften aus jeweils einem Einspänner, Zweispänner und Vierspänner gebildet. Also ein Tipp für Nachtschwärmer – anschnallen und festhalten und hinterher zur Party in den Antik-Schuppen am Segeberg Bahnhof. Da geht es übrigens gar nicht altertümlich zu….

Das 59. Landesturnier im Internet: www.pferdesportverband-sh.de

 

31.08.2007

59. LANDESTURNIER 2007


Ehre wem Ehre gebührt – Tjark Nagel

Der „Teufelsreiter“ verabschiedet sich vom Sport

(Bad Segeberg) Den Sattel hat er schon gegen die „Trainerbank“ eingetauscht, jetzt folgt die offizielle Verabschiedung von Tjark Nagel aus dem aktiven Sport in den neuen Job. Mit einem Empfang und einer Ehrung auf dem großen Turnierplatz beim 59. Landesturnier vom 7. bis 9. September endet eine Ära im Reitsport und beginnt eine neue Zeit für den am 12. Oktober 1952 geborenen Dithmarscher, der den Spitznamen „Teufelsreiter“ seinen rasanten Runden in etlichen Stechparcours verdankt.

Nagel zählt zu den erfolgreichsten schleswig-holsteinischen Springreitern schlechthin: Er war Teil der deutschen Olympiaequipe 1992, im gleichen Jahr wurde er 14. des Weltcup-Finales im kalifornischen Del Mar mit dem Wallach Leroy Brown, er hat das Championat von Hamburg und von Hannover gewonnen, zweimal allein den Großen Preis von Kiel und auch in Neumünster trumpfte der „Teufelsreiter“ bereits groß auf. Der letzte Nationenpreis-Sieg datiert aus dem Jahr 2005 in Koppenhagen, den Großen Preis von Segeberg nahm er einige Male mit nach Hause und viermal gewann Tjark Nagel die Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein und Hamburg, Silber- und Bronzemedaillen sind ungezählt. Mit dem Landesturnier in Bad Segeberg verbinden sich für den Profi aus Friedrichskoog viele Erinnerungen. „Die Reiterbälle früher waren gewaltig,“ schmunzelt Nagel und der Sport auch. Der Reiter trat in den Springkonkurrenzen an, aber auch für die Mannschaft seines Vereins in Marne. Er hat viele Pferde in den großen Sport gebracht, darunter auch etliche Holsteiner und zählt somit zu den „Botschaftern“ des Erfolges in der Landespferdezucht.

Tjark Nagel hat seinen Betrieb in Friedrichskoog bereits im Herbst 2006 an seinen Sohn Björn übergeben. Paul Schockemöhle engagierte den erfahrenen Springreiter nur wenig später als Trainer und Koordinator für die Arbeit mit den Nachwuchspferden in der Lewitz/ Mecklenburg, Springreiter Dirk Ahlmann (Reher) erbat sich ebenfalls Unterstützung beim Training. Also wird man Tjark Nagel auch künftig in der Pferdesportszene treffen, die weißen Hosen allerdings hat er gegen Jeans eingetauscht.

Infos über das 59. Landesturnier in Bad Segeberg auch online unter www.pferdesportverband-sh.de
 

 

Super Score für die Baltic Horse Show

Kiel – Der Auftakt geriet – Brutto wie Netto – sonnig und sportlich perfekt für die Baltic Horse Show und das obwohl das Reitsportereignis in Kiels Ostseehalle erst vom 6. bis 9. Dezember stattfindet. Das Golf-Turnier auf dem Gut Waldshagen bei Plön läutet traditionsgemäß sportliche und gesellschaftlich die Baltic Horse Show-Zeit ein und dabei legten sich auch 2007 Sponsoren, Partner, Reiter und Freunde des Reitturniers in der Landeshauptstadt mächtig ins Zeug. Sagenhafte Abschläge, vom Winde „verwehte“ Bälle und vereinzelt auch Luftschläge sorgten für reichlich Diskussionsstoff, Anekdoten und viele gute Tipps, die Golfer bedenkenlos und freigebig verteilen.

Turnierchef Peter G. Rathmann verbindet seit Jahren den einen mit dem anderen Sport und hat damit einen begehrten und beliebten Treffpunkt geschaffen. Und wie beim Großen Preis in der Ostseehalle gab es auch auf dem Golfplatz glückliche Sieger. Dr. Enno und Renate Langfeldt – sonst im Golfclub Uhlenhorst zuhause - eroberten die Gesamtsiege in der Damen- und Herrenwertung. Springreiter Franke Sloothaak gelang auf Bahn drei der Longest Drive, Oliver Alexander aus Doha/ Quatar verbuchte Nearest-to-the-Pin für sich. Die Turniertradition beim Baltic Horse Show Golf halten etliche Fans aufrecht – THW-Manager Uwe Schwenker und der Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker zählen genauso dazu wie der Springreiter Hauke Luther (Bissendorf). Und die Fangemeinde wächst: Restlos begeistert vom Grün auf dem Gut Waldshagen war der Argentinier Hugo del Cerro von Scharn, Golf-Pro, Ex-Tennis-Daviscupspieler und auch im internationalen Springreiter-Circuit zuhause.

Das Wiedersehen findet im Dezember statt, wenn die Kieler Ostsseehalle zu Springsport und Unterhaltung pur bittet. Reitsportforum, Eröffnungskonzert und ein ausgeklügeltes Sport- und Showprogramm sind die Kennzeichen des Kult-Turniers im Norden. Appetit auf mehr Baltic Horse Show machte schon das Golf-Opening am Vorabend, bei dem Bauchredner Jörg Jará aus Achterwehr, begleitet von Herrn Jensen und Olga mit ganz überraschenden Kenntnissen über Land, Leute, Politik und Zwischenmenschlichem glänzte und unversehens auch im Publikum Bauchredner-Talente entdeckte
 

30.08.2007

Baltic Horse Show: Zwei neue Partner für Kiels Reitsportereignis


Kiel – Wenn die Ostseehalle vom 6. bis 9. Dezember für Pferde, Reiter, Fahrer und Tausende Zuschauer zum sportlichen und gesellschaftlichen Treffpunkt wird, dann sind erstmals zwei neue Partner der Baltic Horse Show dabei. Turnierchef Peter G. Rathmann freut sich über das Engagement der HSH Nordbank und des Audi Zentrums Kiel. Damit gewinnt die Sponsorenfamilie der Baltic Horse Show zwei neue, höchst renommierte Mitglieder, die den Stellenwert des international bekannten Turniers unterstreichen.

Die HSH Nordbank zählt zu den großen, norddeutschen Geschäftsbanken und hat sich einen ausgezeichneten Ruf als Partner kultureller und sportlicher Projekte erworben. Das Engagement im Segelsport spricht eine deutliche Sprache, jetzt ist die Verbindung zum in Norddeutschland überaus populären und erfolgreichen Pferdesport geknüpft. Die Baltic Horse Show ist das Top-Ereignis im Land, ein absoluter Höhepunkt ist der Große Preis der Springreiter am Sonntag. Erstmals wird es am 9. Dezember den vom Holsteiner Masters Partnerkreis präsentierten HSH Nordbank Grand Prix geben. Damit setzt die HSH Nordbank ein eindrucksvolles Zeichen ihres Engagements.

Der Name Audi hat Klang in der Reitsportszene, denn das Signet mit den vier markanten Ringen stand und steht für fast zwei Jahrzehnte mit hochkarätigen Prüfungen und einem beispielhaften Konzept im Reitsport. Das Audi Zentrum Kiel knüpft an diese Erfolgsgeschichte mit eigenen Akzenten an. Und die sind bedeutsam für die Szene: Das Audi Zentrum Kiel präsentiert beim Kultturnier des Nordens den Holsteiner Masters Zukunftspreis, das höchstdotierte Springen für sechs Jahre alte Holsteiner Nachwuchspferde. Und wenn die Olympiahoffnungen den Parcours frei gegeben haben, dann geht es rasant zu, denn das Audi Zentrum Kiel präsentiert gleich danach das legendäre Jump & Drive. Jene Prüfung für die auch auf der Tribüne gilt – anschnallen und festhalten.

Informationen zur Baltic Horse Show, zum Programm, dem Eröffnungskonzert und zu den Tickets gibt es im Internet unter www.baltic-horse-show.de

 

26.08.2007


23.08.2007 Salut-Festival in diesem Jahr vom 6. bis 9. Dezember

  
Die besten Nachwuchsreiter messen sich miteinander – „Junges Gemüse“ auf dem Aachener CHIO-Gelände  
    
Für Bundestrainer Kurt Gravemeier ist es schlichtweg "eines der besten Nachwuchsturniere Europas": Auch in diesem Jahr werden sich vom 6. bis 9. Dezember die erfolgreichsten deutschen sowie einige europäische Talente beim Aachener Salut-Festival für Junioren, Junger Reiter und Pony-Reiter messen. Bereits zum 17. Mal wird das Hallenchampionat in der Albert-Vahle-Halle organisiert - auf dem Gelände des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen. Und oft genug kam hier das "Junge Gemüse" groß raus - das Salut-Festival als Sprungbrett für die späteren Favoriten beim CHIO: Marco Kutscher, Christian Ahlmann oder auch Marcus Ehning sind hier in ihrer Jugend gestartet.
2007 werden 165 Teilnehmer mit 100 Pferden zu den Spring-Wettbewerben in der Soers erwartet, der Eintritt ist für Zuschauer frei. Das Programm wurde im Vergleich zum Vorjahr um einen Tag verlängert - beginnt bereits Donnerstags - und um mehrere Prüfungen erweitert. "Für uns in Aachen ist es selbstverständlich, dass wir auch dem Nachwuchs eine Chance geben, sich vor großem Publikum zu präsentieren", sagt Frank Kemperman, Geschäftsführer des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) und zusammen mit dem Geschäftsführer des Pferdesportverbands Rheinland, Rolf-Peter Fuß, sowie Willibert Mehlkopf Organisator der Veranstaltung. Der langjährige Nationenpreisreiter und Lokalmatador Mehlkopf hatte das Turnier 1991 ins Leben gerufen und nach seinem erfolgreichen Wallach Salut benannt. "Und Dank des Einstiegs des ALRV im vergangenen Jahr sind wir uns sicher, dass wir die Attraktivität unseres Turniers sogar noch steigern können", sagt Mehlkopf.

Um sich die renommierten Titel des Hallenchampions bei den Junioren, Jungen Reitern und Pony-Reitern zu sichern, gilt es in den jeweils drei Wertungsprüfungen die meisten Punkte zu sammeln. Zusätzlich im Programm des Salut-Festivals ist die Qualifikation für das Hans-Günter-Winkler-Nachwuchsprogramm 2008 in der Dortmunder Westfalenhalle.

Weitere Infos: www.salut-festival.de
 

59. Landesturnier in Bad Segeberg


Landesturnier 2007 – 44 Wettbewerbe auf fünf Plätzen

(Bad Segeberg) Es kommt seit Jahren als echte Herausforderung daher – das Landesturnier des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein. Auch vom 7. bis 9. September 2007 zeigt sich auf der altehrwürdigen Rennkoppel in Bad Segeberg an der Eutiner Straße das Ergebnis sorgfältiger Planung und präziser Maßarbeit. Wenn mehr als 1000 Pferde und die dazugehörigen Reiter, Pfleger und Pferdebesitzer nebst Anhang an drei Tagen für 44 Wettbewerbe auf einem Platz zusammentreffen, ist perfekte Logistik Pflicht und dafür ist seit Jahrzehnten der Pferdesportverband Schleswig-Holstein mit Turnierchef Dieter Stut an der Spitze zuständig.

Wie ein gut eingestelltes Uhrwerk muss etwa der Zeitplan funktionieren, denn ab Freitag dem 7. September wird auf fünf Plätzen gleichzeitig geritten. Das gesamte Areal im Eigentum der Stadt Bad Segeberg besteht aus dem Pagelplatz – dem großen Dressurplatz am Hang oberhalb des Segeberger Sees – den riesigen Springplatz in der Mitte des Geländes, aus dem zeitweilig zwei Parcours gemacht werden sowie zwei weiteren Dressurplätzen, die u.a. für die Abteilungswettkämpfe genutzt werden. Parallel dazu gibt es vier Vorbereitungsplätze für die Spring –und Dressurreiter und die Fahrer. Hochbetrieb also auf nahezu jedem freien Zentimeter des Segeberger Landesturnierplatzes. Sechster Prüfungsplatz ist am Freitag die Geländefläche am Ihlwald.

Das Programm ist zwangsläufig üppig, denn in den Disziplinen Springen und Dressur werden in drei Altersklassen die gemeinsamen Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein und Hamburg ausgetragen. Das sind in der Summe schon 18 Wettbewerbe, denn jedes Mal sind drei Wertungsprüfungen auf dem Weg zum Titel zu bestreiten. Ein ganz eigenständiger „Thriller“ sind die Abteilungswettkämpfe der Reitvereine Schleswig-Holsteins und der Junioren-Reitabteilungen. Das beginnt schon damit, dass pro teilnehmendem Verein sechs bis sieben Reiter/Pferd-Paare antreten und auf die wartet ein wohl sortiertes Prüfungsprogramm. Der Weg zum Sieg in dieser äußerst renommierten Prüfung, die stets für große Betriebsamkeit auf der Rennkoppel sorgt, führt über einen Geländeritt im Segeberger Ihlwald, eine Dressurprüfung und eine Springprüfung für jeweils 2 Reiter eines Vereins in den Gesamtauftritt als Reitabteilung. Die Junioren müssen zwar nicht ins Gelände, haben stattdessen aber einen Reiter-Wettbewerb zu bestehen. Neben diesen acht Wettbewerben kommen nochmals neun Prüfungen in den Landeschampionaten der Reitpferde und der Dressurpferde sowie das legendäre Mannschaftsspringen der Reiterbünde hinzu. Und weil Bad Segebergs Landesturnier ein begehrtes Ziel ist, möchten auch die Zweispännerfahrer nicht fehlen und beanspruchen mit zwei Prüfungen ihren Anteil am Geschehen.

Da erweist es sich als echter Pluspunkt, dass der Platz über eine Flutlichtanlage verfügt, denn wenn der Tag „nicht reicht“, wird eben die Nacht dazu genommen: Für die Volvo Spring- und Dressur-Trophy 2007 sowie das Champ-Hindernisfahren wird am Samstagabend das Licht „angeknipst“ und erzeugt auf dem außergewöhnlichen Platz eine ganz eigene, festliche Atmosphäre….

Übrigens – Platz ist in Hülle und Fülle nicht nur für Pferde und Reiter vorhanden, auch Zuschauer müssen keine drangvolle Enge fürchten und sind höchst willkommen. Infos über das Landesturnier auch unter www.pferdesportverband-sh.de
 

 

20.08.2007

Landesturnier Bad Segeberg –

Lotto Schleswig-Holstein mit Holsteiner Masters 3plus1 dabei


Bad Segeberg) Der Endspurt Richtung Baltic Horse Show wird in Bad Segeberg eingeläutet: Die Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein feiert beim 59. Landesturnier vom 7. bis 9. September ihr „Plus“ - die vierte Etappe mit dem Großen Preis auf der Segeberger Rennkoppel. Der ist mit 10.000 Euro dotiert und wird als schweres Springen auf Drei-Sterne-Niveau mit Stechen ausgetragen. Einer der Favoriten ist Jörg Kreutzmann aus Kasseburg, Spitzenreiter im Ranking der Serie mit 58 Punkten. „ Eigentlich war ich schon zu spät mit meiner Nennung,“ gesteht der Favorit zerknirscht, der in Bad Segeberg im Großen Preis aber unbedingt noch Mal Punkte sammeln will, bevor es ins Finale des Holsteiner Masters 3plus1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein bei der Baltic Horse Show geht.

Dann zähle nämlich jeder Punkt hat Kreutzmann flugs ausgerechnet, denn in Kiel gibt es in der Finalprüfung die doppelte Punktzahl. Nicht unerheblich für den Gesamtsieg, der mit einem außergewöhnlichen Preis verbunden ist: Eine Kreuzfahrt für zwei Personen auf dem ZDF-Traumschiff MS Deutschland der Deilmann-Reederei. Es steht ganz außer Frage, dass Kreutzmann gern „in See stechen“ würde, aber das gilt auch für eine ganze Reihe von Kollegen, die in Niebüll, Tasdorf und Fehmarn punkten konnten und auch in Bad Segeberg beim „Plus“ dabei sein werden.

Kreutzmann will Goshawk, den erst neun Jahre alten Wallach, in Bad Segeberg an den Start bringen. Er bescherte seinem Reiter auch den Sieg im Großen Preis von Fehmarn und in der Folge die Führung für den Profi beim Holsteiner Masters 3plus1. Auch Sauternes ter Vlucht soll mit nach Bad Segeberg.

Erstmals werden im Großen Preis beim Landesturnier auch Damen mitmischen, weil das Drei-Sterne-Springen eine Station der Serie ist. Und das erzeugt zusätzlich Hochspannung, denn mit Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und Alessa Hennings (Hademarschen) mischen zwei Frauen mit, die den Herren im Sattel das Siegen schwer machen können.

Das Ranking im Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein

Platz    Reiter                        Punkte

1.Kreutzmann, Jörg               58
2.Heuer, Daniel                      53
3.Czwalina, Inga                     51
4.Naeve, Jörg                        44
5.Hönig, Ralf                          37
6.Köhlbrandt, Torben             36
7.Meyer, Hilmar                      33
8.Rönne, Sören von               31
9.Lüneburg, Rasmus             30
10.Nagel, Tjark                      29
11.Ripke, Andreas                29
12.Meyer,Janne-Friederike  28
13.Rüder, Hans-Torben        27
14.Börnsen, Iver                   24
15.Endresen,Stein                24
16.Hennings,Alessa             22
17.Brunk, Birte                      22
18.Braunert,Britta                 21
19.Schröder,Dirk                   20
20.Böckmann, Gilbert           20
21.Sievertsen, Jörg              19
22.Frandsen,Torben             19
23.Frazer,Christopher          18
24.Diederichsmeier, Mylene 17
25.Diederichsmeier, Mynou  16
 
 

Rekord: Rund 4 000 Hufe und über 9 000 Besucher

beim Bundesbreitensportfestival in Bad Segeberg (18. und 19.08.07)


(Bad Segeberg) Wenn Pferde Fußball spielen, Ponys als Elche verkleidet sind und Reiter Cowboyhüte tragen ist klar, dass es sich um kein normales Turnier handelt. Diese unglaubliche Vielfalt gibt es nur beim Breitensportturnier.

Auf eine durchweg gelungene Veranstaltung können die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und der Pferdesportverband Schleswig-Holstein zurückblicken. Die Ausrichter des Landes- und Bundesbreitensportfestivals hatten am vergangenen Wochenende bei strahlendem Sonnenschein rund 1 000 Pferde, 700 Teilnehmer und über 9 000 Zuschauer aus ganz Deutschland zu Gast. „Der Ansturm hat all unsere Erwartungen übertroffen“, freut sich Organisatorin Dörte Rehse-Behncke vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein. Trotz der hohen Besucher- und Teilnehmerzahlen ging alles glatt. „Der reibungslose Ablauf und die durchweg zufriedenen Pferde, Teilnehmer und Zuschauer haben bewiesen, dass wir mit unserer Entscheidung, das Bundesbreitensportfestival in Bad Segeberg mit dem Pferdesportverband Schleswig-Holstein ausrichten zu lassen, absolut richtig lagen. Nur das exzellente Zusammenspiel von 16 Verbänden, dem Landesverband, der FN und den über 300 Helfern hat so einen reibungslosen Ablauf des Festivals möglich gemacht“, bestätigt Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport der FN. Der Grund: Die Nordlichter haben bereits seit elf Jahren Erfahrung mit dem Festival, die Organisatoren und Helfer des Landesbreitensportturniers sind ein eingespieltes Team.

Das besondere „Fest des Pferdesports“ zeichnet sich durch eine große Prüfungs-Vielfalt aus: In 65 Wettbewerben konnten Pferd und Reiter ihr Können zeigen und sich mit anderen messen. „Eine tolle Plattform für die 85 Prozent der Pferdeleute in unserem Land, die nicht bei klassischen Dressur- oder Springturnieren starten“ so Dieter Stut, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes. Der Reitsport bietet noch so viel mehr: z. B. der Publikums-Magnet Mounted Games, Geschicklichkeits-Spiele, die von rasanten Ponys aus in einem unglaublichen Tempo durchgeführt werden. Es siegte die Mannschaft Lindau-Gettorf I vor Lindau-Gettorf II und Preetz I. Diese Sportart stellt eine hohe Anforderung an die Teilnehmer, die neben äußerster Sattelfestigkeit über großes Geschick und starke Nerven verfügen müssen. Drei bis vier Mal die Woche muss da schon trainiert werden – schließlich ist die Konkurrenz gerade in Schleswig-Holstein unheimlich groß.

Mindestens so oft schwingt sich auch Svea-Maria Lundburg aus Bad Bramstedt in den Sattel – allerdings in keinen normalen. Sie gewann die Dressurprüfung der Klasse A im Damensattel. „Mich hat schon immer diese unglaublicher Eleganz fasziniert. Also habe ich es selber mal ausprobiert und war ganz überrascht! Das Reiten mit beiden Beinen auf einer Seite ist gar nicht so schwer. Am Anfang zwar ungewohnt, aber mit ein wenig Übung hatten mein Pferd „Second Fire“ und ich schnell ein sicheres Gefühl.“ „Leider gab es für die Damensattelreiter bisher wenig Gelegenheit, auf Turnieren zu starten und sich mit anderen zu messen. Wir sind sehr froh über das Angebot hier beim Breitensportfestival“ so Berit Hoffmann vom Reiten im Damensattel e.V.

Einen großen Teilnehmer-Andrang gab es auch bei der Geführten und Gerittenen Gelassenheitsprüfung (GHP). Dort bekommt derjenige die höchsten Noten, dessen Pferd sich nervenstark zeigt und sich auch bei flatternden Bändern, aufgespannten Regenschirmen und zischenden Sprühflaschen ruhig und vertrauensvoll verhält. Tausende Pferde in Deutschland haben diese Aufgaben schon mit Bravour gemeistert – Zeit für eine neue Herausforderung. Die Abteilung Breitensport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hat in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Cavallo“ eine noch anspruchsvollere Geführte GHP II entwickelt. Premiere hatte die Prüfung auf dem Bundesbreitensportfestival. Und es zeigte sich: Die zehn neuen Aufgaben kamen genau richtig für Pferdeführer, die die erste GHP schon bestanden oder vielleicht sogar zu einfach fanden. Neue Aufgaben waren unter anderem die „Klapperkarre“. Eine mit Steinen oder Dosen gefüllte Schubkarre wird von einem Helfer in ca. drei Metern Abstand zum Pferd vorbei geschoben. Das Pferd sollte möglichst am langen Zügel ruhig an der Markierung stehen bleiben. Als nächstes wurde ein Vorderbein des Pferdes in einen Wassereimer gestellt. Zehn Sekunden musste der Huf im Nass verharren. Auch eine knisternde Plastikplane mussten die Führer ihren Pferden auf den Rücken legen. Wer sich schon einmal beim Reiten eine raschelnde Regenjacke übergezogen hat, wird wissen, dass das für die Vierbeiner ganz schön gruselig sein kann. Besonders ruhig blieb Eldir vom Hirschberg mit seiner Besitzerin Heike Markus aus Lingen. „Wir haben einige Sachen schon zu Hause geübt, z. B. den Huf im Wasser. Das hat es hier auf dem Festival leichter gemacht – denn die tolle Atmosphäre und die vielen anderen Pferde machen die Konzentrationsfähigkeit nicht einfacher!“

Besonders bunt ging es beim Voltigieren zu: Da turnten Piraten aus der Karibik, Elvis Presley und Shrek mit seiner geliebten Fiona auf dem Pferderücken. „Die Kostümklasse war eine tolle Gelegenheit, noch mehr Ideen und Kreativität als sonst umzusetzen“, so Voltigier-Expertin Ramona Seebrandt aus Rickling. Die schönste Kostüm-Kür turnte die Gruppe vom Verein Gettorf-Eckernförde Dänisch Wohld. In der Mannschaft unter dem Motto „100 Jahre Astrid Lindgren“ zeigten Pipi Langstrumpf, Karlsson vom Dach und Kalle Blomquist die einfallsreichsten Figuren und Choreographien.

Disziplin, Ausdruck und präzises Reiten waren beim Quadrillen-Reiten gefordert. Im Rahmen des Bundesbreitensportturniers fand das Deutsche Quadrillen-Championat statt. Zwölf Mannschaften reisten aus der ganzen Republik an, um sich Richtern und Zuschauern mit komplizierten Figuren in Schritt, Trab und Galopp zu präsentieren. An der Spitze wurde es ganz knapp: Die ersten drei Mannschaften bekamen alle eine Bewertung von 8,5 in der A-Note. Ausschlaggebend war also die B-Note – mit 18 Punkten siegte die Mannschaft des Kreisreitervereins Lippstadt vor dem RUST Hubertus Wesel-Obrighaven I mit 17,6 Punkten und dem RUST Hubertus Wesel-Obrighaven II mit 16 Punkten.

Auch die Westernreiter waren mit ihren Wettbewerben wie z. B. Pleasure und Trail hoch zufrieden.

Insgesamt bot das Bundesbreitensportturnier 65 verschiedene Prüfungen an, z. B. Führzügel-Wettbewerbe, Horse and Dog-Prüfungen, Gespannfahren, Distanzritte, Pas de Deux mit Musik, Ringreiten, Kaltblüter in Aktion und viele mehr. Eine ganz besondere Ehrung bekam Carola Scholz aus Quickborn mit ihrem Pferd Bonnie Blay Blizzard. Sie wurde zum Freizeitreiter-Champion gekührt. „Ein Sonderpreis, mit dem der Festival-Teilnehmer geehrt wird, der insgesamt am erfolgreichsten war - egal, bei welchen Prüfungen er teilgenommen hat“, erklärt Dörte Rehse-Behncke.

Thomas Ungruhe war „begeistert und fasziniert von zwei Tagen buntem Treiben. Die Veranstaltung war ein wunderbares Schaufenster der bundesweiten Vereins- und Verbandsarbeit. Diese Vielfalt unseres Pferdesports zu sehen macht Appetit auf mehr. Wir hoffen, dass wir die Teilnehmer genauso begeistern konnten und vielleicht auch unter den Zuschauern ein paar neue Reiter gewinnen konnten.“
 

Text: Nadine Sorgenfrei

 


Europameisterschaften in Mannheim
Vier Medaillen für die Holsteiner Zucht


Bei den Europameisterschaften der Springreiter in Mannheim gab es vier Medaillen für das Holsteiner Zuchtgebiet. Nach einem spannendem Finalspringen holten sich die amtierenden Weltmeister Jos Lansink und Al-Kaheel Cavalor Cumano v. Cassini I-Landgraf I (Züchter Willi Lührs, Neumünster) Einzelsilber. Zweitbester Holsteiner war Cöster v. Calato-Constant (Werner Lattreuter, Hannover, der auf Rang acht landete. Platz zehn ging an den Norweger Morten Djubvik, der im Sattel des in Holland gezogenen Bessemeinds Casino v. Cash-Lord saß. Drei Plätze dahinter rangierte der früher vom Lentföhrdener Dirk Schröder gerittene Le Beau v. Lasino-Coriolan (Ernst Krutzinna, Ahrensbök) unter Stein Andresen aus Norwegen. Mit Cartier PSG v. Cantus-Cor de la Bryère (Annelie Voss, Wasbek) unter dem Österreicher Stefan Eder und Locarno v. Lord Calidos-Romino (Ernst Krüger, Quickborn) unter Ellen Whitaker (Großbritannien) waren zwei weitere Holsteiner im Einzelfinale der besten 24 Reiter aus den vorangegangenen Springen vertreten.
Zur holländischen Mannschaft, die nach ihrem Erfolg bei den Weltreiterspielen in Aachen im vergangenen Jahr erneut Gold gewann, gehörte der Holsteiner Eurocommerce Berlin v. Cassini I-Caretino (Josef Unkelbach, Köln). Cöster und Christian Ahlmann gewannen Mannschaftssilber und Locarno und Ellen Whitaker Mannschaftsbronze.
Von den 82 Pferden, die zur ersten Wertungsprüfung in Mannheim angetreten waren, trugen nicht weniger als 22 einen Holsteiner Brand.

Europameisterschaften in Mannheim
Meredith Michaels-Beerbaum – neue Besitzerin von EMMA
Im Anschluss an die Meisterehrung erhielt die neue Europameisterin der Springreiter, Meredith Michaels Beerbaum, vom ersten Vorsitzenden des Holsteiner Verbandes, Breido Graf zu Rantzau, EMMA, ein Stutfohlen aus dem Land zwischen den Meeren. Die kleine Braune v. Canto-Contender aus der Zucht von Hermann Gloy, Siezbüttel, hatte bei ihren kecken Aufritten im Mannheimer Reitstadion stets großen Szenenapplaus erhalten. „Meredith Michaels-Beerbaum hat sich riesig über dieses schöne Fohlen gefreut“, wusste Breido Graf zu Rantzau nach der Übergabe im Mannheimer Reitstadion zu berichten.
Erfreuliches gibt es auch von den Fohlen, die der Holsteiner Verband bei vorangegangenen Championaten den Titelträgern übergeben hatte.
Cassina, die Cassini I-Cor de la Bryère-Tochter aus der Zucht von Hans-Jürgen Bruhn, Immenstedt, die Ludger Beerbaum vor zehn Jahren nach seinem Sieg bei den Europameisterschaften in Mannheim vom Holsteiner Verband bekommen hatte, steht als Zuchtstute mit den ehemaligen Erfolgspferden von Ludger Beerbaum, Rush On und Ratina,  auf der Weide. „Sie hatte sich auf der Weide eine Verletzung zugezogen, so dass wir sie leider aus dem Sport nehmen mussten“, erzählt Ludger Beerbaum über die Stute, die bereits S-Springen gewonnen hatte. Und seine Augen strahlen, als er fortfährt: „Sie hat einen tollen Jährling von For Pleasure, und nun ist sie tragend von Champion du Lys“.
Aus dem Fohlen, das Christian Ahlmann vor vier Jahren für seinen Sieg mit Cöster bei den Europamemeisterschaften in Donaueschingen erhalten hatte, ist inzwischen eine junge Dame geworden. Goldmarie heißt die Stute v. Clearway-Concerto II aus der Zucht von Klaus Hagge, Schülp, die auf den Ahlmannschen Weiden in Marl groß geworden ist. Sie hat inzwischen ihre ersten Lektionen unter dem Sattel hinter sich, und „beim Freispringen hat Goldmarie schon gezeigt, was in ihr steckt“, berichtet ihr Besitzer.
Das grüne Gras der Weide darf hingegen noch die einjährige Championesse v. Calato-Lavaletto (Züchter Manfred von Allwöhrden, Seedorf) genießen, die Jos Lansink im vergangenen Jahr nach seinem Titelgewinn bei den Weltmeisterschaften in Aachen erhalten hatte.
 

 

15.08.2007

59. Landesturnier in Bad Segeberg


Prime-Time für den Norden – 59. Landesturnier in Bad Segeberg

(Bad Segeberg) Es ist der In-Treffpunkt der Reitsportszene in Schleswig-Holstein – das Landesturnier in Bad Segeberg vom 7. bis 9. September. Hier trifft sich alles, was Rang und Namen hat im Pferdeland Schleswig-Holstein. Der riesige Turnierplatz auf der alten Rennkoppel in der Eutiner Straße und der Pagelplatz oberhalb des Segeberger Sees sind zum 59. Mal Schauplatz für Springen und Dressur pur und Standort der Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Landeschampionate der Reitpferde und der Dressurpferde finden in Bad Segeberg statt und der Preis der landesbesten Gespannfahrer.

Zugleich ist Schleswig-Holsteins Klassiker im Sportkalender auch die letzte Qualifikationsstation in der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1, die von Lotto Schleswig-Holstein präsentiert wird. Entscheidende Prüfung ist dabei der Große Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken, ein schweres Springen auf Drei-Sterne-Niveau mit Stechen, dotiert mit 10.000 Euro Preisgeld. Und diese Prüfung war bislang ausschließlich den Herren im Springsattel vorbehalten, jetzt erobern erstmals auch die Frauen den Großen Preis und können dabei Punkte für die Serie sammeln. Die Landesmeisterschaft der Springreiterinnen wird damit jedoch nicht „revolutioniert“. Die Amazonen ermitteln ihre Meisterin im eigenen Drei-Teiler beim 59. Landesturnier. Entschieden wird auch die Volvo Spring-Trophy 2007, ein Springen Kl. S* mit Stechen und das Ganze am Samstagabend unter Flutlicht.

Die Titelverteidiger wissen, was sie erwartet: Harte Konkurrenz, drei Wertungsprüfungen und die Gewissheit – Bad Segebergs Turnier ist kein „Selbstgänger“. Ganz im Gegenteil, in kaum einem anderen Pferdesportverband wird auf so hohem Niveau um die Landesmeisterschaft geritten. Bei den Springreitern gewann 2006 der in Hamburg beheimatete Däne Michael Aabo mit Mosegardens Delight vor Landsmann Lars Bak Andersen auf Con Air und dem Steinfelder Andreas Ripke mit Cornwall W. Ripke konnte tags zuvor Ehefrau Cora beglückwünschen, sie sicherte sich mit Classic Line die Damen-Meisterschaft vor Inga Czwalina (Fehmarn) mit Cypria und Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) auf Chika`s Way.

Schwester Anna-Sophie Meyer (Nottfeld) holte sich mit Callistro Silber bei den Junioren hinter Janine Rijkens (Elmshorn) mit Mayuna und vor Peer Zielke (Breitenburg) auf Kolibris As. Bei den Jungen Reitern ging der Titel nach Hamburg an Markus Brose auf Camillo, Gina-Alice von Thun (Havekost) gewann mit Contess Silber, Bronze ging an Katharina Rohde (Tönning) auf Georgia.

Falk Stankus (Lensahn) und Petra Wilm (Tasdorf) gewannen die Landesmeisterschaften Dressur. Dahinter reihten sich Anja Hermeling (Hamburg), Karin Winter-Polac (Hamburg), Falk Rosenbauer (Lütjensee) und Rainhard Nielsen (Boostedt) ein. Bei den Jungen Reitern dominierte ein Damen-Trio mit Siegerin Sina-Christin Joestem (Heide), Sandra Ann Wunnerlich (Hamburg) und Simone Kröger (Hamburg) und auch bei den Junioren hatten die „Mädels“ die Nase vorn – Gold, Silber, Bronze für Franziska Sauer (Seeth-Eckholt), Anna-Lena Kracht (Hamburg) und Helena Vick (Tespe).

Leute treffen, auf fünf Plätzen Reitsport pur erleben und Daumen drücken, das Alles bietet das 59. Landesturnier vom 7. bis 9. September 2007 in Bad Segeberg.
 

BUNDESBREITENSPORTFESTIVAL


Spannung, Action, edle Pferde

Rasante Ponys, coole Westernreiter und elegante Kutschen – Bad Segeberg erwartet dieses Wochenende Pferdesportler aus ganz Deutschland zum Bundesbreitensportfestival

Wer sich für den Pferdesport interessiert, sollte sich am 18. und 19. August auf den Weg zum Landesturnierplatz in der Eutiner Straße machen. Über 700 Pferde werden am Start sein und sich in Prüfungen wie z. B. Voltigieren, Distanz-Reiten, Pferde-Fußball, Mounted Games, Ring-, Western- und Damensattelreiten, Gespannfahren, Quadrillen und vielen mehr messen. „Es liegt uns sehr am Herzen, die Welt des Pferdesports und der Pferdezucht in ihrer Vielfalt und Breite zu zeigen“, betont Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Durch die Vielzahl der Prüfungen, immerhin bieten wir 65 Wettbewerbe an, haben alle Pferdesportler die Möglichkeit, sich auf breiter Ebene zu messen.“

Nach fast einem Jahr der Vorbereitung sind mittlerweile die letzten Paddocks gebaut, auf dem Turnierplatz ist alles am rechten Fleck, die Pokale und Schleifen warten auf ihre Gewinner. „Wir haben mit 300 Helfern unermüdlich geplant, geschleppt und geschuftet“, so Dörte Rehse-Behncke vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein. „Jetzt bin ich stolz sagen zu können, dass wir bereit sind. Deutschlands Pferdesportler können kommen!“

Dass das Bundesbreitensportfestival ausgerechnet in Bad Segeberg statt findet, hat seinen guten Grund: In Schleswig-Holstein wird schon seit über elf Jahren ein Landesbreitensportturnier veranstaltet. „Unsere Vereine kennen das Breitensport-Turnier schon länger. Sie wissen genau, dass es gerade bei dieser Vielfalt an Disziplinen besonderer Organisation bedarf – schließlich muss weitaus mehr als nur ein Spring- und Geländeparcours und ein Dressurviereck aufgebaut werden“, erklärt Dieter Stut, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein.

Außer den ca. 65 Wettbewerben gibt es noch ein ganz besonderes Highlight: Die große Pferde-Show am Samstagabend. Neben einer Voltigiervorführung gibt es unter anderem eine Quadrille mit Kutschen, edle Barockpferde, eine Freiheitsdressur mit Arabischen Hengsten, Volvo´s Pferde und Fackeln und einen Moonlight-Trail der Westernreiter zu sehen. Beginn: 19 Uhr.

„Wir freuen und schon darauf die Teilnehmer und Pferde aus der Bundesrepublik zu begrüßen und wünschen uns ein unfallfreies Wochenende mit spannendem, vielseitigem Reitsport“, so Dörte Rehse-Behncke.

Der Eintritt kostet an allen Tagen 4 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder. Kleine Besucher unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Pferde-Show ist im Preis enthalten.
 

 

14.08.2007

Finale der Springsportserie „Holsteiner Schaufenster“

Stefan Jensen siegt im „Großen Preis“, Karl-Christian Rahlf entscheidet Serie für sich

Lachender Dritter war  Karl-Christian Rahlf (28) aus Wangels. Der Profi-Reiter knackte auf dem  Behrendorfer Springturnier im „Großen Preis der Volksbank-Raiffeisenbank“ am Sonntag den 3000-Euro-Jackpot: Das schwere Springen war finale Runde der Springsport-Serie „Holsteiner Schaufenster“.

In drei von vier Stationen war Rahlf angetreten und das mit konstant guter Leistung. Zu guter Letzt hatte deswegen sein ehemaliger Lehrherr Thieß Luther (Wittmoldt) das Nachsehen. Der war nämlich nur in zwei Qualifikationen gestartet und  - weil in der Endabrechnung die meisten Punkte den Sieg bedeuten – haarscharf am Geld vorbei geritten. „Als die Serie im Mai in Lübeck startete, waren meine Pferde noch nicht so weit. Aber sie haben sich so gut entwickelt, dass die letzten guten Turniere der Serie – Altenhof, Hademarschen und Behrendorf - ein „Muss“ waren“, kommentierte der strahlende Sieger seinen Erfolg. Rahlf arbeitet seit eineinhalb Jahren auf dem Gestüt Nagel-Tornau in Wangels als Bereiter.

Im Sattel des neunjährigen Holsteiner Hengstes Verelst-Concreto belegte der gebürtige Fehmaraner Rang drei im Großen Preis von Behrendorf (0/47.06). Souverän schneller waren Thieß Luther (Wittmoldt) mit der elfjährigen Schimmelstute Lilli Marleen (0/45.95) und Stefan Jensen (Sollwitt, 0/43.74) mit dem achtjährigen Holsteiner Wallach Charmeur B. Ins Stechen waren nur sieben Starter von 34 Teilnehmern gekommen, Stefan Jensen und Birte Brunk (Niebüll) schaffen das sogar mit jeweils zwei Pferden. Weitere Amazone am Start war Inga Czwalina (Fehmarn). Sie landete mit Coronett mit einem Abwurf auf Platz sechs (4/48,62). Schnellste von allen war Birte Brunk auf Lilly Marleen, aber zwei Fehler kosteten die goldene Schleife (8/42,09). Einer der Favoriten, Rainer Schulz (Havekost), hatte seine Chance mit drei Pferden gesteigert, den Umlauf aber nicht fehlerfrei beenden können.

Dietrich Lindenau (Eckernförde) vom Veranstalter-Trio war begeistert: „Wir machen weiter“, war seine spontane Bilanz. Er hatte zum Schaufenster-Finale 2000 Zuschauer auf dem Behrendorfer Platz gezählt und sieht sich im Ausgang der Serie bestätigt: „Thieß Luther wäre ein verdienter Sieger gewesen, aber da wir ein Schaufenster für den Sport sein wollen, sind wir daran interessiert, dass die Reiter in möglichst allen Qualifikationen starten. Daher ist das Ergebnis völlig in Ordnung.“ 20.000 Menschen verfolgten die Serie live.
jem

 

09.08.07

BUNDESBREITENSPORTFESTIVAL

Hufgetrappel nähert sich Bad Segeberg


(Bad Segeberg) Am 18. und 19. August ist es so weit: Western-, Damensattel- und Quadrillen-Reiter aus der ganzen Republik treffen sich zum Bundesbreitensportfestival. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – nicht nur bei den Reitern.

„Wir erwarten an die 700 Pferde“, so Dörte Rehse-Behncke vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein. „Damit alles reibungslos abläuft, haben wir knapp 300 Helfer am Start. Zwar haben wir viel Erfahrung mit dem Landesbreitensport-Turnier. Da jetzt aber ganz Deutschland nach Bad Segeberg kommt, müssen wir uns schon gehörig ins Zeug legen.“

Das Besondere an dem Breitensport-Festival: Das Angebot ist sehr vielfältig, für jeden Pferdefreund ist etwas dabei: Voltigieren, Damensattel- und Westernreiten, Mounted Games, Ringreiten, Pferdefußball, Kaltblüter in Aktion und das Deutsche Quadrillen-Championat sind nur einige Prüfungen. „Uns ist es wichtig, den vielen Freizeitreitern unter Deutschlands Pferdesportlern eine Gelegenheit zu bieten, sich mit anderen zu messen und die Früchte des täglichen Trainings mit ihren Pferden ernten zu können“, erzählt Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Denn gerade die eher etwas ungewöhnlichen Disziplinen, die über das übliche Spring- und Dressurreiten hinaus gehen, sind auf landläufigen Turnieren selten ausgeschrieben. Außerdem ist so ein Breitensport-Festival nicht nur für Fachpublikum interessant. Elegante Reiterinnen im Damensattel oder rasante Mounted Games-Ponys zum Beispiel gefallen sicher auch Zuschauern, die keine Vorkenntnisse in der Reiterei haben.“ Darüber hinaus wird in Bad Segeberg zum ersten Mal die neue Stufe II der geführten Gelassenheits-Prüfung (GHP) vorgestellt. Dabei müssen Pferde Nervenstärke beweisen und sich z. B. ohne erkennbare Nervosität durch eine Passage mit buntem Flatterband führen lassen. „Eine große Herausforderung für ein Fluchttier wie das Pferd“, erklärt Dieter Studt, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes. „Da muss schon ein besonderes Vertrauen zwischen dem Tier und seinem Führer herrschen. Und genau das wollen wir sehen und mit guten Noten belohnen.“

Neben den vielen Wettbewerben gibt es noch ein ganz besonderes Highlight: Die große Pferde-Show am Samstagabend. Neben einer athletischen Voltigiervorführung gibt es unter anderem eine Quadrille mit Kutschen, edle Barockpferde, eine Freiheitsdressur mit Arabischen Hengsten, Volvo´s Pferde und Fackeln und einen Moonlight-Trail der Westernreiter zu sehen.

Bis es losgehen kann, ist aber noch allerhand zu tun: Kleine Weiden für die Gastpferde müssen abgesteckt, genügend Parkplätze organisiert und verschiedene Hindernisse gebaut werden. „Aber ich bin mir ganz sicher, dass wir es auch in diesem Jahr wieder schaffen werden, alle Teilnehmer und Pferde zufrieden zu stellen“, meint  Dörte Rehse-Behncke. „Denn eines liegt uns besonders am Herzen: Die Freude an einem fairen Wettkampf zusammen mit unserem Partner Pferd.“

Der Eintritt kostet an allen Tagen 4 Euro für Erwachsene, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Pferde-Show ist im Preis enthalten.

Text: Nadine Sorgenfrei

 

02.08.2008

Finale des Holsteiner Schaufenster in Behrendorf
3000 Euro für den Sieger

Nach Stationen in Lübeck, Altenhof und Hademarschen, geht die Springsportserie „Holsteiner Schaufenster“ auf dem Behrendorfer Reitturnier, 10. bis 12. August, ins Finale. Es ist mit zusätzlichen 3000 Euro Preisgeld dotiert und wird im Rahmen des „Großen Preis der Volksbank-Raiffeisenbank“, ein S*-Springen, am Sonntag ab 15 Uhr ausgetragen.

Auf der Süderkoppel in Behrendorf fallen die Würfel, wer die Tour für sich entscheidet. Und es bleibt spannend. Nach Stationen in Lübeck, Altenhof und Hademarschen, die sich im Nordsüd-Gefälle jeden Monat durchs Land zogen, geht es erst jetzt auf dem Behrendorfer Springturnier ums Ganze. Stolze 56 Nennungen sind für die vierte und letzte Qualifikationsprüfung des „Holsteiner Schaufenster“ abgegeben worden. Allein drei amtierende Spring-Landesmeister haben genannt. „Das zeigt die Wertigkeit der Serie – alles ist noch möglich“, betont Dietrich Lindenau (Eckernförde) vom Initiatoren-Team.

 Am Start sind neben den Landesmeistern Michael Aabo (Ehlersdorf), Cora Ackermann-Ripke (Steinfeld), und Marcus Brose (Norderstedt) noch Vater und Tochter Thieß und Jarka Luther aus Wittmoldt, die Siegerin des Großen Preis von Eutin, Inga Czwalina (Fehmarn), und das Nachwuchs-Talent, der Luther-Schüler Jonas Panje (Nettelsee). Der 16-Jährige hat erst jüngst im Großen Preis von Eutin auf seinem Holsteiner Wallach Liscus brilliert.

Sie alle spekulieren auf die 3000 Euro Siegprämie, auf die die Chancen just gestiegen sind: Eine Favoritin, die Deutsche Junioren Meisterin im Springen, Alessa Hennings (Thaden), muss in Weser/Ems ihren Titel verteidigen. Gut davor ist Rainer Schulz (Havekost), der alle Stationen geritten hat und jetzt an vorderer Front rangiert.

„Wir wollen ein Schaufenster für den Sport sein und bieten auch jungen Talenten, Pferden und Reitern, ein Sprungbrett für die großen Championate“, betonten die beiden weiteren Initiatoren der Tour, Norbert Hintz (Hademarschen) und Harald Andresen (Behrendorf). Mit rund 20.000 Zuschauern sei die Bilanz der Tour 2007 „äußerst positiv“. Das Behrendorfer Reitturnier bietet von Freitag bis Sonntag reinen Springsport mit Prüfungen für Nachwuchspferde bis hin zum Highlight, dem „Großen Preis der Volksbank-Raiffeisenbank“, ein S*-Springen mit Stechen.1500 Nennungen sind abgegeben worden. Los geht es Freitag um 7 Uhr, Sonnabend um 7.30 Uhr und Sonntag um 9 Uhr.
Infos: www.reitverein-obere-arlau.de

Text: Bunjes

 

Schleswig-Holsteins Ponys holen EM-Meriten
Freudenberg war Freude für Nord-Reiter

Mit einem hervorragenden dritten Platz beendeten Nina Stegemann und der Magnum-Sohn Mr. Hale Bob die Europameisterschaften in Freudenberg. Der von Petra Teegen in Norderbrarup gezogene zehnjährige Hengst hätte sogar ganz vorne liegen können: Nach der Führung in der Dressur folgte eine fehlerlose Runde im Gelände. Ein Springfehler im Parcours verhinderte den totalen Triumph.

Europameisterin wurde die Britin Libby Soley mit Noble Springbok, auf dem zweiten Platz lag mit Valeska Hauptmann und Andy die beste Deutsche. Mit Aircraft und Jenny Tönjes folgte ein weiteres Paar auf Rang Fünf. Weitere vier in Schleswig-Holstein geborene Ponys nahmen an den Europameisterschaften teil: Der für Belgien nominierte Tonkawa SD (v. Tashunko, Züchterin Stefanie Dose, Stendorf) erzielte einen dritten Platz in der Trostrunde Dressur. Reiterin ist Jorinde Verwimp. Im Springen dabei waren Aragon N (v. Aron N Z.: Christian Thoroe, Ahrenviöl) unter dem Sattel von Cristina Pinedo Sedagorta (Spanien) und Angel (v. Decoration, Z.: Martina Rief, Groß Harrie) unter ihrem neuen Reiter Constantin van Paesschen (Belgien). Der von Tajo abstammende Park´s Tambour (Z.: Christa Romeike, Nübbel) ging für Finnland an den Start, im Sattel Elin Björndahl.

Text: Bunjes

 

17.07.2007

DM-Pferd Calandro startet künftig mit Sebastian Numminen für Finnland


Schenefeld – Die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen, Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld hat mit einem lachenden und einem weinenden Auge ihren Holsteiner Wallach Büttners Calandro an den finnischen Nationenpreisreiter Sebastian Numminen verkauft. Calandro bezieht künftig eine Box im belgischen Domizil von Numminen. Der elf Jahre alte Caretino – Landgraf-Sohn ist von einem englischen Mäzen für Numminen gekauft worden, der seit einiger Zeit kein Spitzenpferd mehr für den internationalen Sport zur Verfügung hatte.

“Leicht war die Entscheidung nicht, andererseits weiss ich, dass Calandro in wirklich gute Hände kommt und auf sportlich hohem Niveau geritten wird,” so die 26-jährige Springreiterin, die 2006 mit dem Wallach DM-Gold gewann und etliche Nationenpreise bestritt. Ihre beiden Pferde Chika’s Way und Lambrasco seien dagegen unverkäuflich betonte Meyer. Mit der Stute und dem Wallach wird sie vom 27. bis 29. Juli in Gera bei den Deutschen Meisterschaften antreten.
 

 

Holsteiner Schaufenster in Hademarschen

Deutsche Meisterin Alessa Hennings übernimmt auf dem Batz die Führung


 Endspurt im „Holsteiner Schaufenster“:  Am Wochenende haben die nordischen Top-Reiter in Hademarschen in der dritten Station der spannenden Springsportserie bewiesen, dass sie kein Risiko scheuen, um wertvolle Punkte für das Finale in Behrendorf (10 bis 12. August) zu sammeln.

Schwer in Form war die amtierende Deutsche Meisterin der jungen Springreiterinnen, Alessa Hennings, als es in der Dritten Qualifikation des Holsteiner Schaufensters auf dem „Batz“ am Sonntagnachmittag rasant wurde: 36 Teilnehmer am schweren Springen mit Stechen, von denen es neun ins Finale schafften, waren die sehr gute Starterresonanz des Großen Preis von Hademarschen. Und die 22-Jährige, die just das Goldene Reitabzeichen beantragt hat, drehte gegen die erfahrene Konkurrenz wie den Weltcup- und Nationenpreisreiter Niclas Aaroma aus Wahlstedt (Rang fünf mit Madleen, 4/42.41) richtig auf: Im Sattel ihres Meisterschaftspferdes, der zehnjährigen Westfalen Stute Pikeur Fairy, ließ die C-Kader-Reiterin ihren Verfolger Stefan Parow (Reher) mit dem Landes -und Vize-Bundeschampion 2002, Askari (0/37.70) fehlerfrei in 35.93 Sekunden zwei satte Lidschläge lang hinter sich.

Auch Ralf Hönig (Rabenkirchen) hatte dem Nachwuchstalent mit Cummerow nichts entgegen zu setzen und der bisher Führende des Rankings, Rainer Schulz aus Havekost, der sogar zwei Pferde mitgebracht hatte, war mit Carry S zwar schnellster Vierer, aber mit dem Abwurf nicht ins Stechen gekommen. Der Profi musste damit seine Spitzenposition an das „Küken“ abtreten und die Serie, die im Mai in Lübeck startete, im Juni in Altenhof Station machte und im kommenden Monat in Behrendorf enden wird, bleibt bis zum Schluss spannend. „Noch ist alles möglich“, betonte Serien-Initiator Dietrich Lindenau (Eckernförde).

Alessa Hennings Trainer Dirk Ahlmann, Profireiter aus Reher, lobte: „Das Holsteiner Schaufenster ist der richtige Weg. Es ist ein Sprungbrett für talentierte junge Reiter und Pferde.“

Ranking des Holsteiner Schaufensters nach drei Qualifikationen:

1.   Alessa Hennings (Thaden) 7,5 Punkte
2.   Rainer Schulz (Havekost)  6,12 Punkte
3.   Karl-Christian Rahlf (Fehmarn) 4,25 Punkte
3.   Stefan Jensen (Bosbüll) 4,25 Punkte

Text: Bunjes

 

CHIO Aachen 2007     03. - 08. Juli 2007

Norddeutsche Jugendmeisterschaften Springen und Dressur

08.07.2007

Norddeutsche Champions gekürt – Hannover-Bremen räumt groß ab

(Hamburg) -  Sie schlugen sich wacker und wurden endlich mit Sonne und Wärme belohnt. Nach dem kühlen Auftakt der Norddeutschen Jugendmeisterschaften Springen und Dressur gab es zum Abschluß reichlich Medaillen, tolle Ehrenpreise und gutes Wetter. Die umfangreichste Ausbeute in Sachen Edelmetall können die Youngster aus Niedersachsen und Bremen vorweisen. Alle drei Titel im Springen gingen ins Nachbarland. Bei den Ponies gewann Katharina Klasen mit ihrem Märchenprinz mit 98 Punkten aus drei Wertungsprüfungen Gold. Die junge Springreiterin kommt aus Wechold-Martfeld. Gleich dahinter platzierten sich zwei Kandidaten vom RV Rehagen-Hamburg mit der Deutschen Meisterin Cassandra Orschel (Henstedt-Ulzburg) auf Kaiser Cash und dem Hamburger Andreas Theurer auf Playback.


In der Junioren-Konkurrenz holte sich der Diepholzer Alexander Hinz mit Gretha den Titel. Hinz steigerte sich kontinuierlich. Die Silbermedaillengewinnerin Annkathrin Heydenreich (Isernhagen) hatte auf African Queen vertraut, Bronze ging an Mascha Krause (Hamburg) mit Campitello. Janine Rijkens 8Elmshorn), die mit Scutt verheißungsvoll begonnen hatte, beendete das Championat auf Rang vier. Mit einer spannenden Entscheidung im Stechen des schweren Springens, dass von der BMW-Niederlassung Hamburg auf dem Derbyplatz  präsentiert wurde, endete die Norddeutsche Meisterschaft bei den Jungen Reitern. Die ließ sich Hendrik Sosath (Berne) nicht nehmen. Platz fünf in der letzten Wertungsprüfung mit Chalan genügte für die Goldmedaille. Prüfungssieger Carsten Sandmann (Lathen) holte sich mit Areno Silber vor Nisse Lüneburg (Hetlingen) auf Carassina.

Fest in weiblicher Hand waren auf dem Derbyplatz die Medaillen in der Dressur. Sämtliche Medaillen gingen an junge Damen, allen voran die neue Norddeutsche Meisterin der Jungen Reiter, Mareike Köstens (Niedervieland), die mit Rubinero eine sehr souveräne und konstante Leistung über drei Tage zeigte. Gleich dahinter reihten sich Katharina Krauskopf (Bad Oldesloe) auf Donnerstag und Sina-Kristin Joesten (Heide) mit Dernier Cri ein.

Auch bei den Juioren-Dressurreitern ging der Titel ins Nachbarland Niedersachsen: Svenja Peper (Harsefeld) gewann erstmals  Gold  mit Willy the Kid beim norddeutschen Championat Dressur, Christina Ellendt aus Neuschönberg holte sich mit Honeur den Titel. Dank Anna-Lena Kracht kann der Pferdesportverband Hamburg eine weitere Medaille verbuchen. Die Juniorin sicherte sich mit Willi Silber in der Meisterschaft.

Gast des Championats war Hamburgs Senatorin für Bildung und Sport, Alexandra Dinges-Dierig, die das Reitsportgelände direkt aus Berlin kommend genau in Augenschein nahm und sowohl Dressurreiterin, als auch Springreitern einen langen Besuch abstattete. Immerhin haben die Gastgeber vom Norddeutschen und Flottbeker Reiterverein noch viel vor: Man liebäugelt bereits seit einiger Zeit damit, sich um die Ausrichtung der Deutschen Jugendmeisterschaften in Hamburg zu bewerben.

Einen außergewöhnlichen Ehrenpreis gab es ganz überraschend für die neuen Norddeutschen Jugendmeister. Matthias Kampmann, pferdebegeisterter Inhaber von Rainbow Tours, entschied spontan, die neuen jungen Titelträger auf eine Reise zu schicken. Nun dürfen die Youngster nach Paris und Barcelona – glückliche Reise!

Alle Ergebnisse, Impressionen und News von den Norddeutschen Jugendmeisterschaften auch im Internet unter www.njm-online.de.

 

07.07.2007

Erste Entscheidungen gefallen –  Vier junge Damen nehmen Kurs auf Meistertitel


(Hamburg) -  Märchenprinz, Scutt, Luciano und Rubinero heißen die vierbeinigen Meisterschaftskandidaten, geritten werden sie alle von Mädchen. Und diese jungen Damen haben auf dem Hamburger Derbyplatz den ersten Schritt auf Medaillen bei der Norddeutschen Meisterschaften Springen und Dressur gemacht. Der Norddeutsche und Flottbeker Reiterverein ist erneut von Freitag bis Sonntag Gastgeber für Ponyreiter, Junioren und Junge Reiter aus sechs Bundesländern, bzw. Stadtstaaten die mit mehr als 450 Ponies und Großpferden zum Championat angereist sind.

Den ersten Sieg holte sich Janine Rijkens (Elmshorn) in der Juniorenwertung Springen in einer Prüfung Kl. M und das mit einem durchaus prominenten Pferd. Der 15 Jahre alte Wallach Scutt wurde einst von Björn Nagel (Friedrichskoog) in den Sport gebracht, dann an den Stall Liebherr in der Schweiz verkauft und von Willi Melliger geritten. Seit Januar ist der schnelle Scutt nun in der Obhut von Janine und sauste ohne Fehl und Tadel durch die erste Wertungsprüfung. Bei den Pony-Springreitern setzte sich Katharina Klasen (Wechold-Martfeld) mit Märchenprinz an die Spitze vor die Deutsche Meisterin Cassandra Orschel (Henstedt-Ulzburg) mit Kaiser Cash.

Die ersten Dressurentscheidungen sind ebenfalls gefallen:  Mareike Köstens (Niedervieland) steuerte in der Dressurprüfung Kl. S für Junge Reiter ihren Rubinero knapp vor Sina-Christin Joesten (Heide) und Dernier Cri auf den ersten Platz und das läßt bereits ahnen, dass es ein spannendes Championat wird. In der Junioren-Konkurrenz geht es noch enger zu: Lara-Kristin Klindworth (Sittensen) mit Luciano, Hamburgs Anna-Lena Kracht mit Willi und Svenja Peper (Harsefeld) teilen sich den Platz an die Spitze. In der Dressur reicht Norddeutschland vereinzelt sogar bis nach Portugal. Die Hamburger erwiesen sich als weltoffene Gastgeber für zwei portugiesische EM-Kandidaten. Derbysieger und Ausbilder Dolf-Dietram Keller (Bad Bevensen) bat um einen Startplatz für seinen 19 Jahre jungen Bereiter Francisco Freire Boaventura und den 20 Jahre alten Joáo Silva. Jetzt nutzen die EM-Kandidaten das norddeutsche Championat zur Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Nussloch.


Ergebnisse erste Wertungsprüfungen Dressur und Springen:

Dressurprüfung Kl. M, Junioren: 1. Lara-Christin Klindworth (Sittensen) mit Luciano , Anna-Lena Kracht (Hamburg) mit Willi, Svenja Peper (Harsefeld) mit Willy the Kid, 736 Punkte, 4. Lena Teichert (Dötlingen) mit Donic 723.

Dressurprüfung Kl. S, Junge Reiter: 1. Mareike Köstens (Niedervieland) mit Rubinero 927 Punkte, 2. Sina-Christin Joesten (Heide) mit Dernier Cri 925, 3. Francisco Freire Boaventura (Bad Bevensen) mit Peralta Pinha 908

Pony-Springen Kl. L: 1. Katharina Klasen (Wechold-Martfeld) mit Märchenprinz 0 Strafpunkte/ 51,79 Sekunden, 2. Cassandra Orschel (Henstedt-Ulzburg) mit Kaiser Cash 0/ 54,34, 3. Jessica Freye (Lübars) mit Bolheims Pollux 0/ 54,76.

Springprüfung Kl. M, Junioren: 1. Janine Rijkens (Elmshorn) mit Scutt 0 Strafpunkte/ 57,89 Sekunden, 2. Leonie Luciana Brinkop (Neumünster) mit Bombay 0/58,21, 3. Pia Wernke (Handorf) mit Little Valley 0/ 59,15
 

05.07.2007

Sprungbrett nach oben – Norddeutsche Jugendmeisterschaften Springen und Dressur

(Hamburg) -  Hamburgs Derbyplatz steht vom 6. bis 8. Juli ganz und gar im Zeichen des hochklassigen Jugendsports. Die Norddeutschen Jugendmeisterschaften Springen und Dressur haben sich seit 1992 zum Sprungbrett für die Talente im Sattel entwickelt. Beste Beispiele dafür liefern Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und Philipp Rüping (Breitenburg). Meyer ist aktuelle Deutsche Meisterin der Springreiterinnen und startet derzeit beim weltberühmten CHIO Aachen. Im Jahr 1998 gewann die jetzt 26 Jahre alte Springreiterin mit Glenwood`s Furia  Gold bei den Jungen Reitern Springen in Hamburg, 2004 machte Philipp Rüping, der inzwischen etliche Große Preis gewonnen hat und bereits beim Deutschen Spring-Derby antratt, mit Cara Mia den Sieg in der Norddeutschen Jugendmeisterschaft perfekt. Der Junge Reiter-Meister des Jahres 2000, Torben Köhlbrandt (Klein Offenseth) belegte erst vor wenigen Wochen im Nationenpreis in Kopenhagen Platz zwei mit der deutschen Equipe.

Früh übt sich, was ein Meister werden will und auch darüber gibt die Liste der Titelgewinner von Hamburg Auskunft: Antonia-Selina Brinkop (Neumünster) gewann 2004 und 2005 Gold in der Ponykonkurrenz und 2006 Gold bei den Junioren-Springreitern. Offenkundig hat sich die Schülerin von Redefin-Sieger Thomas Voß (Schülp) das Sammeln von Edelmetall fest vorgenommen.

Leicht wird es den Youngstern in Hamburg nicht gemacht, denn drei Wertungsprüfungen in jeder Disziplin und Alterklasse fließen in das Ergebnis ein. Und das bedeutet, dass es schon ab Freitag darum geht, sich gut zu präsentieren und perfekt vorbereitet an den Start zu gehen, Fehler schleppen die NJM-Kandidaten bis zum Finale am Sonntag mit. Favoriten sind schon ganz klar ausgemacht, denn mit den beiden Deutschen Meisterinnen Cassandra Orschel aus Henstedt-Ulzburg (Pony) und Alessa Hennings aus Bendorf (Junioren) ist jugendliche Reit-Prominenz auf dem Derbyplatz unterwegs. Die Titel der Norddeutschen Jugendmeister verteidigen wollen auch der Hamburger Andreas Theurer (Pony-Springen) sowie die Dressurreiterin Christin Schütte aus Heide (Junge Reiter). Mit Spannung darf man dem Auftritt von Friederike Hahn (Tangstedt) entgegensehen, die mit dem Sieg in der Ponykonkurrenz 2006 das Triple geschafft hat – dreimal mit Danny Boy B Gold gewonnen – das macht der jungen Reiterin so schnell keiner nach….
 

Halbzeit im Holsteiner Schaufenster
Reitturnier auf dem „Batz“ in Thaden
 
Halbzeit beim „Holsteiner Schaufenster“: Beim Reitturnier des Reit- und Fahrvereins Hanerau-Hademarschen geht die spannende norddeutsche Springsportserie vom 13. bis 15. Juli auf dem „Batz“ in Thaden in die dritte Runde.
 
 
Geboten werden rund 1200 Starts an drei Tagen, Prüfungen vom Remonte-Wettbewerb inklusive Bundeschampionats-Qualifikationen bis zur Dressur-Kür der Klasse S und dem Großen Preis von Thaden – ein S*-Springen im Rahmen der Springsportserie „Holsteiner Schaufenster“. Dazu kommt das breit gefächerte Rahmenprogramm – kurzum: die Organisatoren des RuFV Hanerau-Hademarschen haben bei ihrem Reit-Event der Kategorie BA keine Wünsche offen gelassen.
 
„Wir wollten in jedem der vier Qualifikations-Springen des Holsteiner Schaufensters 40 der besten Reiter des Landes antreten sehen. Das haben wir geschafft. Die Zuschauerzahlen gehen kontinuierlich nach oben und die Sponsoren machen mit, denn ohne die geht gar nichts.  Das Konzept geht voll auf.“ Die Halbzeit-Bilanz des Serien-Initiators, Dietrich Lindenau (Eckernförde), könnte nicht besser sein: Nach zwei Stationen in Lübeck und Altenhof mit jeweils mehreren Tausend Zuschauern führt Rainer Schulz (Havekost) das Ranking der Springsportserie an. Dicht auf den Fersen sind ihm der Sieger von Altenhof, Nationenpreisreiter Thomas Voss (Schülp) und die Gewinnerin von Lübeck, die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen, Janne-Friederike Meyer (Schenefeld). Schulz und Meyer, sowie die Deutsche Junioren-Springmeisterin  Alessa Hennings (Thaden), haben ihren Start in Hademarschen bereits zugesagt.
 
 „Unsere Idee, sowohl Reiter als auch Zuschauer an die Serie zu binden, funktioniert. Viele starten zum dritten Mal, einige gehen aufgrund anderer Verpflichtungen immerhin zum zweiten Mal an den Start - angesichts der vielen zeitgleich stattfindenden nationalen und internationalen Turniere ein sehr gutes Ergebnis“, zeigt Lindenau sich zufrieden. Wie er betonte, wolle das Holsteiner Schaufenster mit seinen schweren Springen vor großer Kulisse dazu beitragen, talentierten Nachwuchspferden sowie viel versprechendem Reiternachwuchs den Weg in die großen Championate zu ebnen. Außerdem sind die „Cracks“ gern und viel gesehene Teilnehmer – sogar mit ihren so genannten „Erstpferden“. Lindenau bringt es auf den Punkt:  „Wir organisieren ein Schaufester für den Sport.“ Reizvoll sind auch die vier Turnierstandorte, die unterschiedlicher nicht sein können. Sie verteilen sich auf das ganze Land und schließen nunmehr die Pferdezucht-Hochburgen Hademarschen und Behrendorf (10. bis 12. August) ein.
„Den Gewinner der Qualifikation in Hademarschen erwartet zusätzlich zum Preisgeld ein Goldbarren, den das Amt Hanerau-Hademarschen gesponsert hat“, erklärt der Turnierchef der Leistungsschau „Am Batz“, Norbert Hintz. Wenn das Finale der Serie im Rahmen des Behrendorfer Reitturniers ausgetragen wird, will Schirmherr Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, dem Sieger persönlich die 3000 Euro Extra-Prämie überreichen.
 
Auf dem „Batz“ wird für die Zuschauer dank des weitläufigen Areals ein vielfältiges Rahmenprogramm mit unter anderem Autoausstellung der Marke „Volvo“ geboten, sowie Produkte regionaler Anbieter und kulinarische Leckereien. Für Kenner der Szene werden Bundeschampionatsqualifikationen für fünfjährige Springpferde sowie für fünf- und sechsjährige Ponys ein „Muss“ sein. Seltenheitswert hat die attraktive S-Dressur-Kür, für die so renommierte Reiterinnen wie Julia Mestern (Neritz) zugesagt haben. „Hingucker“ ist das Showspringen, das anlässlich des 30-jährigen Turnierjubiläums ausgetragen wird. Auf den Plan treten hier „alte“ Hasen von „damals“ – „die teilweise entweder seit 20 Jahren nur noch Dressur reiten oder auch gar nicht mehr im Sattel sitzen oder aber inzwischen sehr erfolgreich sind“, macht Hintz die ausgefallene Prüfung schmackhaft. Und weil „sein“ Verein in diesem Jahr auch noch 50-jähriges Jubiläum feiert, wird die Veranstaltung an allen Tagen keinen Eintritt kosten.
Zeiteinteilung und alle aktuellen Infos unter:
www.rfv-hademarschen.de

Text: Bunjes

 

04.07.2007

Championatstreffen in Hamburg – Norddeutsche Jugendmeisterschaften Springen und Dressur auf dem Derbyplatz


(Hamburg) -  Die Zukunft des Reitsports erobert vom 6. bis 8. Juli den Derbyplatz in Hamburg-Klein Flottbek: Dort wo eine große Karriere einen echten Höhepunkt erfahren kann, finden dann die Norddeutschen Jugendmeisterschaften Springen und Dressur statt. Mittendrin auch zwei Deutsche Meisterinnen. Die Junioren-Springreiterin Alessa Hennings (Bendorf) wird genauso in Hamburg auf Titeljagd gehen wie die Pony-Championesse Cassandra Orschel (Henstedt-Ulzburg). Mit mehr als 450 Pferden und Ponies rücken die Nachwuchstalente aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg an. Insgesamt 29 Wettbewerbe stehen auf dem Programm, dessen Höhepunkte die Finalentscheidungen bei den Ponyreitern, Junioren und Jungen Reitern am Sonntag im Dressurviereck und auf dem Derbyplatz sind. Bereits am Freitag beginnt der Run auf die Medaillen mit den ersten Wertungsprüfungen für alle Altersklassen und in allen Disziplinen, denn die Norddeutschen Jugendmeisterschaften sind ein Dreiteiler, in den die Ergebnisse aus jeweils drei Wertungsprüfungen einfließen. Konstante Leistungen sind da buchstäblich Pflicht.

Seit 1992 ist der Norddeutsche und Flottbeker Reiterverein Gastgeber des norddeutschen Championats der Jugend. Seit drei Jahren ist auch die Dressur dabei, denn mit dem für das Derby angelegten Platz finden nun auch die jungen Dressurasse gute Rahmenbedingungen vor. Auf allerfeinstem Boden reiten auch die Springreiter, denn der sanierte Boden hat seine „Premiere“ beim Deutschen Spring-Derby 2007 im Mai bereits gefeiert.

Alle Infos zu den Norddeutschen Jugendmeisterschaften gibt es auch online im Internet unter www.njm-online.de
 

01.07.2007

Jörg Kreutzmann im Glück Sieg in Fehmarn und Pole Position im Holsteiner Masters 3plus1

(Fehmarn) - Jörg Kreutzmann ließ sich nicht stoppen, obwohl Fehmarns Springreiter alles taten, um die Sieg auf der Insel zu behalten. Mit dem erst neun Jahre alten Wallach Goshawk gewann der 39-jährige den Großen Preis von Fehmarn und damit 28 Punkte in der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1 präsnetiert von lotto schleswig-Holstein. "Ich habe ihn erst seit Januar und das ist unser größter Erfolg bisher," so der Nationenpreisreiter aus Kasseburg, der im April auf eine moderne, große Reitanlage in Schretstaken umgezogen ist. Damit hat Kreutzmann jetzt 58 Punkte auf dem Konto und "jumpte" vom sechsten Platz auf die "Pole Position" der Serie.

Dabei hatten sich einige Konkurrenten bei der dritten Station des von Lotto Schleswig-Holstein präsentierten Holsteiner Masters 3plus1 redliche Mühe gegeben, an den Sieg in der mit 10.000 Euro dotierten Springprüfung auf Drei-Sterne-Niveau zu kommen. Erstmals wurde auf Fehmarn ein so üppiger Kurs aufgebaut, insgesamt 26 Reiterinnen und Reiter traten in der Prüfung an, nur sechs blieben ohne Fehl und Tadel im Umlauf.
Klares Highlight für das Publikum waren die fehlerfreien Runden von Lokalmatadorin Inga Czwalina mit Mr. Jones und von Hans-Thorben Rüder auf Schiwago.

Die Baltic Horse Show in der Kieler Ostseehalle vom 6. bis 9. Dezember ist Finalstation von Holsteiner Masters 3plus1. Rüder immerhin konnte im "Handballtempel" bereits groß auftrumpfen, denn er gewann 1995 den Großen Preis von Kiel, jetzt darf er sich auf das Wiedersehen schon mal freuen.

Czwalina musste als Erste ins Stechen, setzte mit einer Zeit von 35, 43 Sekunden einen Maßstab, kassierte aber einen Abwurf. Dann versuchte Hans-Thorben Rüder den Großen Preis auf "seiner" Insel zu behalten, wurde jedoch von Kreutzmann übertrumpft. Auch der Fehmarn-Sieger freut sich nun auf Kiel, muss allerdings schauen, was die Mitbewerber bei der vierten Qualifikationsstation des Holsteiner Masters 3plus1 in Bad Segeberg machen, denn das Landesturnier im September ist die vierte und letzte Chance auf das Ticket ins Finale.

Peter G. Rathmann, Sprecher des Holsteiner Masters Partnerkreises, freute sich über spannenden Sport und das Engagement der Turniermacher auf Fehmarn. "Das ist eine traditionsreiche Veranstaltung, deshalb haben wir Fehmarn auch für die Serie ausgesucht, denn es gilt die besten Turniere dabei zu haben. Der sechste Kontinent ist einfach eine Kaderschmiede  für den Reitsport im Land." Der "Kontinent" dürfte wohl tatsächlich die Insel sein, die die meisten Aktiven im Spring- und Dressursattel hervorbringt. Nicht ganz zufällig zählen die Reitabteilungen aus Fehmarn zu den Seriensiegern des Landesturniers.

Ergebnis Großer Preis von Fehmarn: 1. Jörg Kreutzmann (Kasseburg) mit Goshawk 0/ 33,69, 2. Hans-Thorben Rüder (Fehmarn) mit Schiwago 0/34,11, 3. Jörg Naeve (Bovenau) mit Nemo 0/35,34,


Ranking des Holsteiner Masters 3plus1 nach drei Stationen:
1. Jörg Kreutzmann (Kasseburg), 58 Punkte, 2. Daniel Heuer (Fehmarn), 53 Punkte, 3. Inga Czwalina (Fehmarn), 51 Punkte.

 

28.06.2007

Auf die Insel - Dritte Station im Holsteiner Masters 3plus1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein auf Fehmarn

Fehmarn - Jetzt wird es spannend, denn die Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein steuert die dritte von insgesamt vier Stationen in Schleswig-Holstein an. Die Reitsportelite trifft sich vom 29. Juni bis 1. Juli auf Fehmarn zum Pferdefestival und dort geht es im mit 10.000 Euro dotierten Großen Preis am Sonntag um wertvolle Punkte in der Springsportserie und um ein beachtliches Preisgeld. Die Prüfung wird in einem schweren Springen Kl. S*** mit Stechen ausgetragen.

Zu den Favoritinnen für diese Prüfung zählt eine "Lokalmatadorin", Inga Czwalina (Fehmarn), derzeit auf Rang fünf in der von Lotto Schleswig-Holstein präsentierten Springsportserie. Allerbeste Chancen hat auch Daniel Heuer aus Fehmarn. Der Profi ist Zweiter im Holsteiner Masters 3plus1, mit Jörg Kreutzmann (Kasseburg) ist auch der Sechste des aktuellen Rankings in Fehmarn auf Punktejagd. Insgesamt 64 Springreiterinnen und Springreiter haben sich für die Große Tour im Parcours angemeldet. "Im Großen Preis werden wir 51 Starter haben," freut sich Turnierchef Hinrich Köhlbrand auf das erstmals auf Drei-Sterne-Niveau ausgeschriebene Springen, dass mit 10.000 Euro dotiert ist.

Fehmarns Pferdefestival zählt zu den Glanzlichtern im schleswig-holsteinischen Turnierkalender und hat  mit der Einbindung ins Holsteiner Masters 3plus1 zusätzliches Gewicht bekommen. Das In-Turnier lockt damit auch Reiterinnen und Reiter aus ganz Deutschland, denn die Serie ist in der Leistungsklasse S1 bundesweit ausgeschrieben.
Zur neuen Auflage des Fehmarn-Pferde-Festivals haben sich die Organisatoren schon wieder einiges einfallen lassen. Jetzt zog der Verein für das Festival eine Qualifikation zum Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde an "Land", außerdem hat das Rahmenprogramm einen neuen Hingucker. Die norddeutsche Hufschmiede - EDHV - legt auch auf Fehmarn los. Im ZDF-Quotenkönig "Wetten dass..." sorgten die Hufschmiede aus dem Norden für Aufsehen, als sie ein Eisen so heiss schlugen, das es spiegelei-tauglich war. Für den guten Zweck, das Kinderhospiz "Sternenbrücke" in Hamburg greifen die handfesten Schmiede jetzt auf Fehmarn zum Hammer.

Sportlich bietet das Fehmarn-Pferde-Festival ein breites Angebot auf insgesamt drei Plätzen vom Nachwuchswettbewerb über Springpferdeprüfungen, Dressurwettbewerbe bis zum Großen Preis des Kaufhauses Stolz am Sonntag. Dieses schwere Springen auf Drei-Sterne-Niveau mit Stechen ist mit 10.000 Euro dotiert und die entscheidende Prüfung im Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein. Fehmarn ist zudem Standort des Schleswig-Holstein-Nachwuchs-Championat der Junioren-Springreiter und wer gern wüsste, warum die Reitabteilungen aus Fehmarn zu den erfolgreichsten beim Segeberger Landesturnier gehören, der sollte den Kombinierten Abteilungswettkampf der Reit- und Fahrvereine nicht verpassen. Diese Prüfung hat nämlich Kultcharakter für Fehmarns Standing auf dem Festland.


Ranking des Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein nach zwei Stationen:
Pl.    Reiter                       
01     Köhlbrandt, Torben, (Kl. Offenseth),36 Punkte
02     Heuer, Daniel (Fehmarn),35
03     Meyer, Hilmar (Verden),33
04     Rönne, Sören von (Neuendeich),31
05     Czwalina, Inga (Fehmarn),30
06     Kreutzmann, Jörg (Kasseburg),   30
07     Nagel, Tjark (Friedrichskoog),29
08     Ripke, Andreas (Steinfeld),29
09     Meyer, Janne (Schenefeld),28
10     Börnsen, Iver (Ahlhorn),    24
11     Endresen, Stein (Norwegen,24
12     Hennings, Alessa (Bendorf),22
13     Böckmann, Gilbert (Lastrup),20
14     Naeve, Jörg (Bovenau),20
15     Sievertsen, Jörg (Pinneberg),19
 

Wer ist die Schönste im ganzen Land?
Elitestutenschau am 7. Juli in Padenstedt


90 Stuten hat das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg für seine Elitestutenschau am Sonnabend 7. Juli im Ponypark in Padenstedt ausgewählt. Das Lot ist die Essenz von 450 vorgestellten Exemplaren aus rund 30 Rassegruppen.

An dem Tag ab 9.30 Uhr gezeigt werden die besten Stuten verschiedener Rassen vom Shetlandpony bis zum Schleswiger Kaltblut. Die Schau beginnt mit dem so genannten Freilaufen aller Stuten in der Halle, die anschließend noch einmal im Schritt präsentiert werden. Ab 14 Uhr ist die Ehrung von Schleswig-Holsteins next Top-Model aus der Pferdeszene zu erwarten sowie die Benennung der Siegerinnen der einzelnen Rassegruppen.

Ausgewählt worden sind unter anderem Vertreterinnen der Rassen Deutsche Reitponys, Shetties – vom Mini bis zum Partbred -, Haflinger (auch ein Edelbluthaflinger ist vertreten) -,  Welsh der verschiedenen Typen und auch ein schottisches Highlandpony.
Parallel dazu findet am Nachmittag ein
Jungzüchterwettbewerb statt, in dem sieben Teams aus dem ganzen Land ihren Fachverstand in Sachen Pony und Pferd unter Beweis stellen. Die Kinder beziehungsweise Jugendlichen sind zwischen acht und 18 Jahren alt.

Infos: www.pferdestammbuch-sh.de

Text: Buntjes

 

14.06.2007

CSI Altenhof: Top-Sport im Schlosspark
Zweite Etappe des Holsteiner Schaufensters
 

Tausende Besucher waren zum 58sten CSI nach Altenhof geströmt, das in diesem Jahr bei herrlichstem Wetter sein 40-jähriges Jubiläum im Schlosspark feierte. Die wunderschöne Kulisse des Herrenhauses aus dem 18.Jahrhundert war ein würdiger Rahmen für die zweite Station der Springsportserie „Holsteiner Schaufenster“. Sieger der Herzen: Thomas Voß aus Schülp mit Leonardo B.

Sogar der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen verfolgte als Schirmherr des Schaufensters gebannt die Auftritte der Reiterprominenz des Nordens: am Start waren unter anderem Nationenpreisreiter Jörg Naeve aus Ehlersdorf, Dirk Ahlmann aus Reher und Kai Rüder aus Fehmarn. Der Sieger der zweiten Etappe des „Schaufensters“ wurde, wie es sich für einen Großen Preis gehört, in einem packenden Stechen ermittelt, in das es nur sechs Starter aus 31 angetretenen schafften.
 
Der Kurs hatte es in sich, wie so mancher Reiter feststellen musste, darunter auch Dirk Ahlmann, der dem Publikum als „Lokalmatador“ einige Erläuterungen zu den Hindernissen gegeben hatte. „Das ist schwerer als man meinte“, gab der Profi zu. Denn die anspruchsvolle Linienführung durch das leicht abschüssige Gelände in Kombination mit dem Wechsel von Licht und Schatten schufen Bedingungen, die einen fehlerfreien Ritt nicht leichter machten.

Mit dem Sieger im Großen Preis von Neumünster, Thomas Voss aus Schülp, im Sattel seines besten Pferdes, dem Holsteiner Wallach Leonardo B, war ein Gewinner der Herzen gefunden, dem auch Ministerpräsident Carstensen gratulierte. „Das zeigt die Bedeutung der Springsportserie“, fand ein erfreuter Initiator Dietrich Lindenau. Mit 16 Punkten ist der Pferdewirtschaftsmeister Voss nach zwei Etappen nun gleichauf mit der Deutschen Meisterin aus 2006, Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld. Beide belegen Platz zwei der Gesamtwertung und rangieren gleich hinter Rainer Schulz aus Havekost, der die Tabelle mit 18 Punkten anführt.

„Qualität und Quantität des Starterfelds stimmte, dem begeisterten Publikum wurde ein spannender Wettkampf geboten – was wollen wir mehr“, so Lindenau abschließend. Nach den ersten beiden Etappen des Schaufensters in Lübeck und Altenhof folgt nun die Station in Hademarschen (13.-15.Juli) und schließlich die Entscheidung in Behrendorf (10.-12.August).

(Text: Jessica Bunjes)

 

Holsteiner Pferdetage in Elmshorn vom 12. - 13. Juni 2007

Nicht nur die Zuschauer aus dem In- und Ausland, die bereits am ersten Tag der Holsteiner Pferdetage in Elmshorn in großer Anzahl erschienen waren, wurden mit Traumwetter belohnt. Auch Pferde und Reiter fanden allerbeste Bedingungen vor.


Die Holsteiner Siegerstute 2007: Ursa v. Carpaccio
Die Holsteiner Siegerstute des Jahres 2007 kommt aus dem Körbezirk Steinburg: Ursa v. Carpaccio-Ramirado-Calido I aus der Zucht und dem Besitz von Sonja Franzenburg-Much, Holstenniendorf, konnte bei der Verbandsstutenschau in Elmshorn die Prämierungskommission bestehend aus Hans-Jürgen Köhncke, Badendorf, Harm Sievers, Tasdorf und Dr. Thomas Nissen, Kiel, überzeugen. Auch der Berichterstatter Florian Solle, Zuchtleiter aus Hessen, war angetan von der braunen Stute: „Ursa hat nicht nur mit ihren großartigen Bewegungsmöglichkeiten überzeugen können. Sie wusste auch mit ihrem hervorragendem Nervenkostüm zu beeindrucken.“ Ursa ging übrigens unter ihrer Züchterin und Besitzerin auch in der Reitpferdeprüfung an den Start. Nach ihrem zweiten Platz hinter dem von Markus Suchalla gerittenen Verbandshengst De Chirico v. Donnerhall-Linaro (Züchter Günter Fielmann, Schierensee), ist die aktuelle Holsteiner Siegerstute auch eine der Holsteiner Kandidaten für das Bundeschampionat in Warendorf. Zur Reservesiegerin erkor die Jury die Lancer II-Alcatraz-Marlando-Tochter U2 aus der Zucht von Gunhild Clausen, Langwedel, und dem Besitz von Maike Westphal, Griebel. Als bewegungsstärkste Stute wurde US-Beauty v. Paramount-Ligorett-Calypso I aus der Zucht und dem Besitz von Waltraud Sobirey, Hüttblek, ausgezeichnet. Zur besten Halbblutstute erkor die Jury Urania XVII v. Jayadeva de Mackinac AA-Cantus-Lambert II aus der Zucht und dem Besitz von Konrad Sinn, Hohenaspe. Insgesamt stellten sich in diesem Jahr 95 Stuten der Prämierungskommission.

Die Holsteiner Springpferdechampions 2007: Cuincy und Quante
Im Parcours auf der Elmshorner Rennbahn wurden die Holsteiner Champions der fünf- und sechsjährigen Springpferde ermittelt. Bei den Fünfjährigen ritt Philip Rüping (Breitenburg) Cuincy v. Calato-Contender (Züchter Heinrich Bredenkamp, Scharbeutz; Besitzer Sportpferde Ahlmann GmbH, Reher) zum Sieg. Für seine Parcoursrunde zogen die Richter eine 8,5. Zum Vizechampion des Jahres 2007 avancierte Casiro v. Cassini I-Landgraf I (Züchter Christiane Kuhn, Münsingen). Der Prämienhengst der Körung von 2005 wurde von seinem Besitzer Gerd Sosath, Lemwerder, gekonnt in Szene gesetzt, und er erhielt eine 8,3.
Bei den Sechsjährigen hieß die Siegerin Quante v. Aljano-Alcatraz (Züchter Claus-Heinrich Petersen, Ahrenviöl; Besitzer Synje Andresen, Simonsberg). Die Schimmelstute erhielt für ihre fast perfekte Runde im anspruchsvollen Parcours unter Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) eine 9,5. Die Zweitplatzierte bei den Sechsjährigen stellte Jörg Kreutzmann vor: Laskara v. Lovari-Calypso I (Züchter Erwin Anthes, Kasseburg; Besitzer Susanne Endemann, Dinklage), deren Runde von den Richtern mit einer 8,8 bewertet wurde.

21 000 Euro für ein Hengstfohlen von Corrado I
Corrado I stellte das teuerste Fohlen der Holsteiner Fohlenauktion in Elmshorn. Für 21 000 Euro wurde das Schimmelfohlen aus einer Landadel-Cor de la Bryère Mutter einem Kunden aus Nordrhein-Westfalen zugeschlagen. Das Hengstfohlen stammt aus der Zucht und dem Besitz von Siegrid Schareina in Liebenwalde. Der ehemals im internationalen Springsport erfolgreiche Corrado I stellte auch das zweitteuerste Fohlen – eine Stute - der Auktion, das aus einer Lennon-Landgraf I-Mutter stammt und von Kai Wullweber, Todesfelde, gezogen und ausgestellt wurde. Kunden aus Frankreich ersteigerten dieses hoffnungsvolle Fohlen für 16 000 Euro. Zufrieden äußerte sich Sebastian Rohde zum Verlauf der Auktion, die einen Durchschnittspreis von 8400 Euro brachte: „Die Käufer kamen nicht nur aus Deutschland, auch Kunden aus Mexiko, Spanien, Italien, Dänemark, Belgien, Schweden und Frankreich haben sich mit hervorragendem Holsteiner Blut für Zucht oder Sport eingedeckt“, sagte er im Anschluss an die Auktion. Auch der Verkaufstag verlief erfreulich: Von den 17 angebotenen Pferden wechselten elf sofort den Besitzer.

Rendsburg-Eckernförder siegt im Jungzüchterwettbewerb
Anlässlich der Verbandsstutenschau in Elmshorn fand, wie schon in den Jahren zuvor, ein Jungzüchterwettbewerb statt. Die „Züchter von Morgen“ mussten den vorgestellten Stuten Eintragungsnoten, diese wurden dann mit den Richternoten abgeglichen.
Es siegten die Jungzüchter des Körbezirks Rendsburg-Eckernförde, vertreten durch Sebastian Bauer, Ulrich Behr und Lütje Brandt. Auf Rang zwei kamen die Steinburger mit Christine Behr und Yvonne Mehlhorn vor dem Körbezirk Segeberg mit Marc Horns und Ilka Kuhrt.    
 

05.06.2007

Springsportserie Holsteiner Schaufenster
Vier Stationen für Holsteins Top-Reiter


Vier Turnierveranstalter rücken zusammen: Ein „Schaufenster“ für den Sport wollen sie bieten, wenn sie den Zuschauern Top-Leistungen von Holsteins besten Reitern präsentieren. Damit tragen sie ihren Teil dazu bei, die Turniere – und somit den Sport im Land zwischen den Meeren – aufzuwerten: Die auf neue Füße gestellte Springsportserie „Holsteiner Schaufenster“ hat Stationen in Lübeck, Altenhof, Hademarschen und Behrendorf.

Der Auftakt bei den Lübecker Reitertagen war ein „voller Erfolg“, resümiert Initiator Dietrich Lindenau (Eckernförde). Das sei „Bestätigung“ dafür, dass die Stationen der Serie „Holsteiner Schaufenster“ angenommen werden: 20 Reiter der Leistungsklassen S 1 und S 2 waren in einem schweren Springen, dem Großen Preis von Lübeck, als erste Schaufenster-Qualifikation angetreten. 15 von ihnen haben Punkte für ihr Serien-Konto gesammelt – das jetzt von zwei Frauen, Janne-Friederike Meyer und Alessa Hennings (übrigens beide Deutsche Meisterin der Springreiterinnen in ihren Altersklassen) angeführt wird.

Aber abgerechnet wird zum Schluss. Auch auf den Leistungsschauen in Altenhof, Hademarschen (13. bis 15. Juli) und Behrendorf (10. bis 12. August) wurden und werden Punkte gesammelt. Der Gesamt-Sieger bekommt am Ende zusätzlich zur jeweils ausgeschriebenen Gewinnprämie 3000 Euro auf die Hand. „Das ist ein Anreiz für unsere Reiter, auf den Turnieren im Land anzutreten und für die Zuschauer bietet eine übersichtliche Serie zusätzliche Spannung“, findet Lindenau, Turnierleiter des CSI Altenhof. Seine Partner, Norbert Hintz (Hademarschen) und Harald Andresen (Behrendorf),ergänzen: „Weiterer Aspekt: Wir Turnierveranstalter rücken vom Einzelkämpfertum ab und enger zusammen. Außerdem bieten wir den Regionen und dem örtlichen Tourismus zusätzlich, reitsportliche Highlights.“

Geritten wird auf  S-Niveau, in schweren Springen, in denen die Holsteiner Elite ihre hoffnungsvollen Nachwuchspferde an den Start bringen kann, um sie in den Prüfungen - als jeweils „Großer Preis“ der Turniere in Lübeck, Altenhof, Hademarschen und Behrendorf ausgeschrieben - auf größere Aufgaben vorzubereiten: „Die Serie ist also in vielerlei Hinsicht ein Schaufenster – denn es gibt dort auch die Cracks von Morgen zu sehen,“ so Lindenau.
Norbert Hintz, „Macher“ des PLS Hademarschen, betonte: „Es geht uns vor allem auch darum, den jeweiligen Reiz eines Turniers zu erhalten und zu fördern. In Altenhof ist das beispielsweise die unvergleichliche Schloss-Atmosphäre, in Lübeck das Flair der Anlage „Am Rittbrook“, während Behrendorf und Hademarschen Zuchthochburgen sind.“

Engagiert seien insgesamt rund 300 ehrenamtliche Helfer, eingebunden sind 14 S-Prüfungen und es geht um ein Gesamtpreisgeld von 74.000 Euro. Harald Andresen, Turnierleiter in Behrendorf, erklärte: „Natürlich können wir mit hoch dotierten Championats-Prüfungen nicht mithalten und das wollen wir auch gar nicht. Uns geht es darum, die Turniere im Land durch anspruchsvolle und attraktive Prüfungen aufzuwerten und etwas für den Reitsport zu tun.“
Die Stationen sind übrigens nicht zufällig gewählt sondern schlagen eine Nord-Süd- sowie Ost-West-Achse durch das Land. „Das Konzept ist eine Basis, es kann beliebig erweitert werden“, so die Macher, die finanziell vom Holsteiner Verband und der Warsteiner Brauerei unterstützt werden.


Jessica Bunjes

Ranking: 1. Janne-Friederike Meyer
               2. Alessa Hennings
               3. Tjark Nagel
               4. Niclas Aaroma
               5. Takashi Haase
 

05.06.2007

Holsteiner Masters 3plus1

Meyer zum Zweiten – Gleicher Siegername bei Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein


(Tasdorf) Der Name blieb gleich – sonst nichts! Nach Hilmar Meyer (Verden) folgte in Tasdorf nun Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) als Gewinnerin der zweiten Station in der von Lotto Schleswig-Holstein präsentierten Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1. Mit dem erst neun Jahre alten Wallach Lambrasco gewann die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen mit der einzigen Null-Fehler-Runde im Stechen der schweren Drei-Sterne-Prüfung die zweite Qualifikationsrunde auf dem Weg zur Baltic Horse Show in der Kieler Ostseehalle. Damit folgte die Frau aus dem Land zwischen den Meeren Hilmar Meyer aus Niedersachsen, der die Auftaktstation in Niebüll für sich entschied. Die Führung im Ranking indes wechselte, denn Torben Köhlbrandt aus Klein Offenseth bekam nach Platz zwei in Niebüll für den 16. Rang mit Quebec in Tasdorf zehn Punkte und ziert nun die Spitze des Rankings im Holsteiner Masters 3plus1.

Den zweiten Rang in Tasdorf belegte Sören von Rönne (Neuendeich) auf Quibble N vor dem Norweger Stein Endresen, der mit Le Beau Dritter wurde. Rund 4000 Zuschauer zog die zweite Runde des Holsteiner Masters 3plus1 nach Tasdorf. „Wir wollten den Wettbewerb der Turniere – und die Tasdorfer haben ein tolles Turnier gemacht,“ so Peter G. Rathmann, der den Partnerkreis Holsteiner Masters als Initiator der Serie in Tasdorf vertrat.

Jetzt geht es in die dritte Runde und die findet vom 29. Juni bis zum 1. Juli beim Fehmarn-Pferde-Festival auf Deutschlands wohl reitsportverrücktesten Insel statt.


Ergebnis Springen Kl. S*** mit Stechen, 2. Station Holsteiner Masters 3plus1 präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein:

1. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Lambrasco 0/38,57
2. Sören von Rönne (Neuendeich) mit Quibble N 4/42,53
3. Stein Endresen (Norwegen) mit Le Beau 4/47,05
4. Alessa Hennings (Bendorf) mit Cash H 9/62,14
5. Daniel Heuer (Fehmarn) mit Ravel 4/76,36
6. Jörg Kreutzmann (Sprenge) mit Goshawk 4/77,54


Ranking nach zwei von vier Qualifikationen:

1. Torben Köhlbrandt (Klein Offenseth) 36 Punkte
2. Daniel Heuer (Fehmarn) 35 Punkte
3. Hilmar Meyer (Verden) 33 Punkte
4. Sören von Rönne (Neuendeich) 31 Punkte
5. Inga Czwalina (Fehmarn) 30 Punkte
5. Jörg Kreutzmann (Sprenge) 30 Punkte
7. Andreas Ripke (Steinfeld) 29 Punkte
7. Tjark Nagel (Friedrichskoog) 29 Punkte
9. Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) 28 Punkte
10. Iver Börnsen (Ahlhorn) 24 Punkte
10. Stein Endresen (Norwegen) 24 Punkte
 

Tasdorfer Turniertage vom 1. bis 3. Juni 2007


03.06.2007
Großer Preis für Janne-Friederike Meyer und
Grand Prix für Theresa Wahler


Tasdorf -  Rauschender Applaus begleitete zwei junge Damen auf der Ehrenrunde: Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld, die mit Lambrasco den Großen Preis von Tasdorf gewonnen hatte und Theresa Wahler, 19 Jahre junge Dressurreiterin und Siegerin im Grand Prix der Sparkasse Südholstein mit dem Derby-Sieger De Niro. Die Ehrenrunde der beiden Reiterinnen markierte das Ende dreier bewegter Turniertage in Tasdorf vor insgesamt 4000 Zuschauern.

Der RuFV Husberg hat mit der Auflage 2007 der Tasdorfer Turniertage sportlich eine Marke gesetzt. Eingebunden in zwei Serien - die Springsportreihe Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto schleswig-Holstein und die Dressurserie Horse & Classic - bot Tasdorf exzellente sportliche Wettbewerbe und dazu eine Menge Rahmenprogramm mit besonderen Akzenten.

Krönender Abschluss war der Große Preis als zweite Etappe des Holsteiner Masters 3plus1 und diese Prüfung sicherte sich im Stechen mit dem Holsteiner Wallach Lambrasco die Deutsche Meisterin der Springreiterinnen mit der einzigen fehlerfreien Runde vor Sören von Rönne (Neuendeich) auf Quibble N und dem Norweger Stein Endresen auf Le Beau.  Gleich nebenan freuten sich die Dressurfans über die erst 19 Jahre alte Theresa Wahler aus Bad Bevensen, die ihren ersten Triumpf in einem Dressur Grand Prix feiern konnte. Mit De Niro, dem Derbysieger von Dolf-Dietram Keller, steuerte die EM-Kandidatin sichert auf Siegkurs. Der jetzt 14 Jahre alte Hengst forderte seiner Reiterin alle Aufmerksamkeit ab und die findet das durchaus gut.

Dressurfans wie auch Springsportfreunde kamen gleichermaßen auf ihre Kosten, den besonderen Clou setzte jedoch auch das Rahmenprogramm. So zelebrierten die Voltigierkinder des RuFV Husberg "Tasdorf sucht den Superstar" unter der Regie von Carsten Kock. Nina Hagen, Dieter Bohlen, eine gewisse Frau Petersen und ebenso bunt verkleidet die sportlichen Kids - sorgten für witzige Unterhaltung. Gewonnen hat übrigens Heino in einer flotten Rap-Version.

Ein besonderes Bild bot die Fohlen- und Stutenpräsentation am Samstag. Dabei setzten Ulika und Zhenrike einen besonderen Akzent, denn die beiden Sportstuten zeigten ihre Qualitäten als Mütter. Ulika, einstiges Erfolgspferd von Ulrike Pöhls (Tasdorf) trabte 25-jährig erhobenen Hauptes nebst Töchtern und Enkeln in die Bahn, Zhenrike zeigte ihr erstes Fohlen. Die Stute hat Harm Sievers etliche große Erfolge beschert und kam samt Schwester und Neffe auf den Turnierplatz.


02.06.2007
Volvo Hoppe-Preis für Christopher Frazer

Tasdorf -  Der britische Profi vom RV Breitenburg, Christopher Frazer, hat mit Magic Boy den Volvo Hoppe-Preis, ein Zwei-Sterne-Springen Kl. S mit Stechen gewonnen.  Mit einer fehlerfreien Runde in 46,61 Sekunden verwies der Brite seine deutschen Konkurrenten auf die Plätze. Zum Beispiel Dirk Schröder aus Lentföhrden mit Ontario und Ralf Hönig (Süderbrarup) auf Cummerow. Das schwere Springen gehört zu den Prüfungen der großen Tour und neben dem Sieger des Auftakt-S, Thomas Voß (Schülp), zählt Frazer nun durchaus zu den heiß gehandelten Kandidaten für den Großen Preis von Tasdorf am Sonntag, die zweite Station im Holsteiner Masters 3plus1, präsentiert von Lotto Schleswig-Holstein.

Nur wenige 100 Meter weiter ritt Wolfgang Schade, Dressurchef beim Holsteiner Verband in Elmshorn derweil dem Sieg in der Dressur Intermediaire II auf Dolany mit 868 Punkten entgegen. Den Profis im Dressursattel schauten etliche Besucher zu. Trotz etwas kühler Temperaturen ließen sich die Pferdesportfans nicht abschrecken und suchten sich für den Grand Prix und den Großen Preis am Sonntag schon mal ihre Favoriten für den krönenden Abschluß der Tasdorfer Turniertage.

Ein künftiger Favorit gewann die Stilspringprüfung Kl. E. Jesse Luther siegte mit seinem Pony Masetto mit der Wertnote 8,2. Der Youngster ist der Sohn von Thieß Luther (Wittmoldt) und Enkel von Peter Luther, der 1984 mit der deutschen Equipe Bronze bei Olympia in Los Angeles gewann. Kein Zweifel - Jesse ist familiär vorbelastet in sportlicher Hinsicht.

Sponsorenabend mit Marlene Jaschke
Der gemütliche Abend für die große Tasdorfer Sponsorenrunde endete mit einem Heiratsantrag. Ganz überraschend tauchte "Marlene Jaschke", die Kultfigur aus Schmidt`s Tivioli in Tasdorf auf und ging auf Männerjagd. Marlene, wie immer todschick mit Hut und Handtasche hatte einen Reiter im Sinn als "Mann für`s Leben" aber - weiße Hosen sollte er schon anhaben. Pech für Hinrich Romeike, Mannschafts-Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter aus Nübbel und ansonsten Zahnarzt, dass gerade er  hell behost Marlene Jaschkes Weg kreuzte....

Ergebnisse auch im Internet unter www.tasdorfer-turniertage.de in der Rubrik Zeitplan.

 

01.06.2007
Petra Wilm und Thomas Voß dominieren in schweren Klassen

Tasdorf -  Er machte in Tasdorf genauso weiter wie in Wiesbaden. Thomas Voß, 48 Jahre alter Pferdewirtschaftsmeister aus Schülp gewann mit dem acht Jahre alten Holsteiner Optik die erste schwere Springprüfung der Tasdorfer Turniertage. Mit einer fehlerfreien Runde in 67,04 Sekunden hielt der Profi die Kollegen auf Distanz. Auftaktsieg, das war Voß vor genau einer Woche bereits beim Wiesbadener Pfingstturnier im Championat von Hessen geglückt. Rang zwei nahm in Tasdrof Jörg Naeve aus Bovenau mit dem ebenfalls erst acht jahre alten Holsteiner Calapuno ein, Rang drei ging an Tjark Nagel (Friedrichskoog) mit Lantino. Das schwere Springen am Freitagabend markierte den Beginn der großen Tour bei den Tasdorfer Turniertagen, deren Höhepunkt im Parcours der Große Preis - ein Springen Kl. S*** mit Stechen am Sonntag ist. Diese Prüfung ist zugleich zweite Etappe der Serie Holsteiner Masters 3plus1.

Die erste schwere Dressurprüfung entschied auf dem Gestüt Tasdorf die Gastgeberin Petra Wilm für sich. Mit King Arthur TSF gewann die mehrmalige Landesmeisterin zum Auftakt und freute sich zudem über Tochter Caroline, die Rang zwei in einer Dressurprüfung Kl. M hinter Nicole Kochskämper aus Bad Bevensen belegte. Sicher war sich Wilm nicht gewesen, ob Turnierleitung und Teilnahme unter einen Hut zu bringen sind, aber dann klappte es doch. Höhepunkt der Dressurwettbewerbe ist am Sonntag der Dressur Grand Prix der Sparkasse Südholstein ab 15 Uhr.

Ergebnisse Tasdorfer Turniertage
Dressurprüfung Kl. S: 1. Petra Wilm (Tasdorf) mit King Arthur TSF 836 Punkte; 2. Thomas von Samson (Hamburg) mit Lennox 828; 3. Falk Rosenbauer (Lütjensee) mit K2 815;

Dressurprüfung Kl. M: 1. Nicole Kochskämper (Bad Bevensen) mit Du Commerce 812 Punkte; 2. Caroline Wilm (Tasdorf) mit Royal Prinzess 803; 3. Julia Metsren (Neritz) mit Royal Floggensee 793;

Dressurpferdeprüfung Kl. L: 1. Daniela Groenke (Berlin) mit Farina, Wertnite 8,0; 2.Nina Magdalena Ellerbrock (Kayhude) mit Aljetto 7,8; 3. Marco Bührig (Harsefeld) mit Argentinia 7,7

Springprüfung Kl. M Damen: 1. Alessa Hennings (Bendorf) mit King Creole 0 Strafpunkte/ 54,07 Sekunden; 2. Jule Lüneburg (Hetlingen) mit Honey 0/54.27; 3. Inga Czwalina (Fehmarn) mit Rantana 0/56,91

Springprüfung Kl. M Herren: 1. Karl-Friedrich Matthiessen (Süderholm) mit Leon 0/55,47; 2. Volkert Naeve (Ehlersdorf) mit Lavaletta 0/57,32; 3. Karl-Friedrich Matthiesen (Süderholm) mit Percussion 0/57,53

Springprüfung Kl. M Herren: 1.Michael Grimm (Borstel) mit Cortado 0/54,06; 2. Thorsten Wittenberg (Hamburg) mit Evian 0/55,83; 3. Jörg Naeve (Bovenau) mit Nemo 0/57,59;

Springprüfung Kl. M, Damen: 1. Jessica Timgren (Havekost) mit Don Guido La Silla 0/59,76; 2. Ulrike Pöhls (Tasdorf) mit Little Kimba 0/62,02; 3. Alessa Hennings (Bendorf) mit Herge des Hajetes 0/63,60;

Springprüfung Kl. M, Herren: 1. Gordon Paulsen (Heide) mit Mary 0/53,59; 2. Karl-Friedrich Matthiessen (Süderholm) mit Leon 0/59,24; 3. Takashi Haase (Wittmoldt) mit Quixotic 0/59,90;

Springen Kl. M, Herren: 1. Jörg Kreutzmann (Sprenge) mit Classic Highfly 0/58,81; 2. Daniel Heuer (Fehmarn) mit Calino 0/60,42; 3. Sören von Rönne (Neuendeich) Charlottenhof`s Canyamel 0/61,62

 

21.05.2007

RIDERS TOUR - Sensationeller Auftakt mit rauschendem Sieg von Andre Thieme


(Hamburg)  Er kam, sah und siegte im Stechen - der 32 Jahre alte Andre Thieme aus Plau hat die Spitze des RIDERS TOUR-Ranking erklommen und der mit 510.000 Euro dotierten Springsportserie einen fulminanten Auftakt beschert. Der aus dem mecklenburgischen Plau stammende Profi und vier Kollegen sorgten für atemlose Spannung bei 22.500 Zuschauern rund um den Platz und Aufregung in bundesdeutschen Wohnzimmern, die beim NDR und beim ZDF live dabei waren, als erstmals seit 1976 ein Fünfer-Stechen im Deutschen Spring-Derby erforderlich wurde. Spitzensport bot die Auftaktetappe der RIDERS TOUR, die 2007 erneut von der LGT und der MAN begleitet wird.

Thieme selbst war fassungslos und fand trotzdem noch bemerkenswert viele Worte. Die Derby-Vorbereitung des 32-jährigen, der seit vier Monaten Vater des kleinen Max-Andre ist, war super-professionell und wurde zwei Wochen vor dem Derby jäh gestoppt. "ich habe gemerkt, dass Nacorde ein bisschen empfindlich war, bei Bodenunebenheiten komisch reagierte und dann hat sich das als leichte Prellung im Hufbereich herausgestellt," so Thieme. Kurzerhand wurde eine Woche Pause anberaumt, dann wieder leichtes Training, "aber kein einziger Derby-Sprung". Der zwölf Jahre alte Wallach dankte es dem Reiter mit Frische und Leistungsbereitschaft. Im Stechen hatte es Andre Thieme als letzter von fünf Startern in der Hand, den Sieg mit einer fehlerlosen Runde in 49,89 Sekunden perfekt zu machen.

"Jungs das habt ihr gut gemacht," gratulierte RIDERS TOUR-Chef Paul Schockemöhle den drei Spitzenreitern Thieme, Thomas Kleis (Gadebusch) und Richard Robinson (Sommerstorf). Drei in Mecklenburg-Vorpommern beheimatete Derbyhelden sorgten für Freude beim Pferdesport-Experten.  Thieme will nun seine Pläne für die kommenden Wochen überdenken. Eigentlich sollte es nach Calgary gehen für einen fünfwöchigen Turniereinsatz, doch jetzt will der Spitzenreiter der RIDERS TOUR nochmal überlegen....

Ergebnis Deutsches Spring-Derby, 1. Wertungsprüfung der RIDERS TOUR

1. Andre Thieme (Plau) mit Nacorde 0/49,89                                   20 Punkte
2. Thomas Kleis (Gadebusch) mit Zetor, 0/51,34                             17 Punkte
3. Richard Robinson (Großbritannien/ Sommerstorf), 0/52,23       15 Punkte
4. Linda Heed (Schweden) mit Columbus H, 8/51,42                     13 Punkte
5. Alois Pollmann-Schweckhorst (Mühlen) mit Faro, 17,65,06       11 Punkte
6. Felix Stüvel (Luhmühlen) mit Mr. Hop-Sing 4/154,01                 10 Punkte
7. Toni Haßmann (Lienen) mit Collin, 4/159,25                                 9 Punkte
8. Edward Doyle (Irland) mit Utopia, 4/159,90                                    8 Punkte
9. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Enorm, 4/165,76                 7 Punkte
10. Ralf Runge (Montabaur) mit Quentin, 4/167,32                             6 Punkte

 

Hamburger Derby 2007

 

Carsten-Otto Nagel erster Favorit für RIDERS TOUR-Auftakt

(Hamburg)  Er gewann die erste Qualifikation und auch die Zweite für den Klassiker zum Auftakt der RIDERS TOUR und ist nun klarer Favorit für die erste von sechs Wertungsprüfungen in der Saison 2007: Carsten-Otto Nagel aus Wedel siegte in beiden Qualifikationen für das 78. Deutsche Spring-Derby und sowohl TOUR-Chef Paul Schockemöhle, als auch der zweitplatzierte Christian Ahlmann (Marl) riefen den 44-jährigen Wedeler prompt zum Favoriten aus. Verdenken mag man es ihnen nicht, war der Pferdewirtschaftsmeister, der bereits 1999 mit Wienerwirbel das Deutsche Spring-Derby gewann, doch sehr souverän im schweren Parcours. Mit dem Holsteiner Chienos gewann Nagel vor 11.000 Zuschauern die erste Qualifikation, mit dem zehn Jahre alten Holsteiner Wallach Calle Cool die zweite Qualifikation und am Sonntag - ab 13.45 im NDR und ab 15.30 Uhr live im ZDF - sollen es dann die ersten 20 Punkte der RIDERS TOUR werden.

Das 78. Deutsche Spring-Derby ist die erste von insgesamt sechs Etappen der TOUR-Saison 2007 und es geht um ein Gesamtpreisgeld von 510.000 Euro. Da ist Top-Sport geradezu Pflicht für die Protagonisten und den sah der RIDERS TOUR-Geschäftsführer Paul Schockemöhle. "Es ist deutlich sichtbar, dass sich die Reiter und Pferde immer besser auf das Derby vorbereiten." Hinter Nagel hat sich der gebürtige Schleswig-Holsteiner und jetzt in Bissendorf lebende Hauke Luther auf Position zwei nach den beiden Qualifikationen geschoben, dahinter rangiert mit Rasmus Lüneburg (Hetlingen) ein weiterer Reiter aus dem Norden auf Position drei. Bangen muss dagegen Titelverteidiger Toni Haßmann (Lienen), der drei Jahre lang den TOUR-Auftakt mit Collin gewann und nun als 38. des Feldes darauf hoffen muss, dass Mitbewerber verzichten, denn nur die besten 36 Teilnehmer gehen in der Wertungsprüfung der RIDERS TOUR an den Start.

Ergebnis 2. Qualifikation Deutsches Spring-Derby: 1. Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Calle Cool 4 Strafpunkte/ 46,21 Sekunden, 2. Christian Ahlmann (Marl) mit Perry Lee 4/47,85, 3. Edward Doyle (Irland) mit Utopia 4/48,48, 4. Ralf Runge (Montabaur) mit Quentin, Andreas Schou (Dänemark) mit Cancan, Hauke Luther (Bissendorf) mit Caresino, Andre Thieme (Plau) mit Nacorde, Heiko Schmidt (Neu Benthen) mit Galan (qualifiziert Stechen, Verzicht)

Zwischenstand nach zwei Qualifikationen für die Wertungsprüfung: 1. Carsten-Otto Nagel (Wedel) 118 Punkte, 2. Hauke Luther (Bissendorf) 108, 3. Rasmus Lüneburg (Hetlingen) 102, 4. Thomas Kleis (Sommerstorf) 101, 5. Andreas Schou (Dänemark) 98, 6. Andre Thieme (Plau) 96.
 

16.05.2007

RIDERS TOUR 2007 – Mit dem Deutschen Spring- und Dressur-Derby geht es los

(Mühlen) - Es hat Glamour, Spannung und verlangt Leistung und damit ist das Deutsche Spring- und Dressur-Derby ein perfekter Auftakt für die siebte Saison der internationalen RIDERS TOUR. Vom 17. bis 20 Mai geht es in Hamburg um Qualifikation und Punktejagd in der mit 510.000 Euro dotierten Springsportserie, die über sechs Etappen führt und im Dezember den „RIDERS OF THE YEAR“ feiert. Möglich ist das durch das Engagement der RIDERS TOUR-Partner LGT und MAN. Der Klassiker der internationalen Turnierlandschaft – das Deutsche Spring-Derby – ist die erste Station für den Run auf Titel und Preisgeld und um dort überhaupt ins Geschehen eingreifen zu können, gibt es für die Kandidaten am Donnerstag und Freitag zwei Qualifikationen mit jeweils der Hälfte der Derby-Hindernisse. Diese Etappe hat es buchstäblich in sich: 1230 Meter lang, 17 Hindernisse von ungewöhnlicher Machart und ein Titel mit unvergänglichem Ruhm und 105.000 Euro Preisgeld.

Mit dabei sind der zweimalige Derbysieger und dreimalige RIDERS TOUR-Gewinner Ludger Beerbaum (Riesenbeck), außerdem Marcus Ehning (Borken), der schon so oft nah dran war am RIDERS TOUR-Titel und am Derbysieg. Markus Fuchs, der Schweizer Weltranglisten-Fünfte startet beim Derby in die RIDERS TOUR und auch Christian Ahlmann (Marl), Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf), der 2006 den dritten Gesamtrang belegte, sowie Derbysieger Toni Haßmann (Lienen) und Thomas Voss (Schülp) – einer der stillen Favoriten auf eine Top-Platzierung.
 

16.05.2007

CCI **** Luhmühlen 2007 – Erster Auftritt der internationalen Reitervertretung in Deutschland.

Die unter dem Vorsitz des australischen Vizeweltmeister Clayton Fredericks neu belebte Event Riders Association (ERA) hat auf dem höchstdotierten deutschen Vielseitigkeitsturnier, dem CCI**** in Luhmühlen gleich zwei Auftritte geplant.
Am Mittwoch, den 13.06.07 gegen 20 Uhr findet im Rahmen des offiziellen Reiterempfangs ein Informationsabend mit Clayton Fredericks und Andreas Dibowski statt. Dazu sind auch Buschreiter willkommen, die in Luhmühlen selbst nicht am Start sind.

Am Donnerstag, den 14.06. werden dann im Rahmen des Empfanges für Teilnehmer und Sponsoren die Gewinner der Nominierung für die neu ins Leben gerufene „Hall of Fame of Eventing“ geehrt werden. Pferde und Reiter, die in der Vergangenheit außergewöhnliches im Vielseitigkeitssport geleistet haben, sollen in diese Hall of Fame einziehen. Beim legendären Turnier in Badminton im Mai dieses Jahres, hat bereits die erste Ehrung dieser Art stattgefunden: Lucinda Green bei den Reitern und Supreme Rock bei den Vierbeinern waren die Sieger aus britischer Sicht. Die Nominierung der deutschen Kandidaten erfolgt über die Website der ERA www.eventridersassociation.com . Die Auswahl der Sieger wird dann von einem fachkundigen Gremium vorgenommen, an dem auch die deutsche Weltmeisterin Bettina Hoy beteiligt ist.

Die Event Riders Association hat sich zum Ziel gesetzt, den Vielseitigkeitssport in jeder Hinsicht zu fördern. Dabei wollen die Reiter Ihre Interessen und Ideen mehr als in der Vergangenheit artikulieren. Das Wohl der Pferde, die in diesem Sport herausragendes leisten soll dabei im Vordergrund stehen.

Eine Anmeldungen für den Informationsabend bitte an den Club Deutscher Vielseitigkeitsreiter e.V. Inken Johannsen, info@inken-johannsen.de. (für Teilnehmer von Luhmühlen nicht erforderlich).

Text: Eckart Siewert
Rückfragen: Club Deutscher Vielseitigkeitsreiter e.V.  Inken Johannsen Tel. 0179 2969269

 

10.05.2007

Engagement für die Züchter
Pferdestammbuch SH/HH jetzt bundesweit tätig


Das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg öffnet sich ab sofort bundesweit und reagiert damit auf das neue Tierschutzgesetz, das fordert, dass die Mitglieder innerhalb des Tätigkeitsgebietes ihres Verbandes leben. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung des Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg in Neumünster beschlossen.

Rund 30 Mitgliedsrassen und 1640 Mitglieder werden vom Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg betreut. Wie Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Jensen resümierte, ginge der Mitgliederstand dennoch leicht zurück und läge derzeit bei 1640 Züchtern. „Die leeren Kassen machen sich in der Pferdezucht bemerkbar, aber wir wirken dem Negativ-Trend durch die Förderung von Verkaufsveranstaltungen entgegen und schaffen so Anreize für die Züchter“, betonte Dr. Jensen. Ebenfalls versucht werde, die Züchter zu bewegen, ihre Stuten und Hengste bei Leistungsprüfungen vorzustellen, um das Leistungsvermögen durch eine Kommission überprüfen zu lassen. „Es ist unheimlich wichtig, dass die Leistung stimmt“, so Dr. Jensen.

Wichtige Entwicklung ist die Ausdehnung des Tätigkeitsbereiches auf das gesamte Bundesgebiet. Dr. Jensen: „Wir wollen unsere Mitglieder in anderen Bundesländern behalten, daher dieser Schritt. Die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden ist nach wie vor sehr gut.“
„Im Kommen“ sind laut Statistik die Islandpferde. In 2006 wurden 125 Islandpferde-Stuten neu registriert und 91 Deutsche Reitponys (Gesamtzahl: 493). An der Spitze der eingetragenen Zuchtstuten stehen insgesamt trotzdem noch die Deutschen Reitponys (520), gefolgt von den Isis (437) und den Haflingern (322).

Nächste Großveranstaltung ist die Elitestutenschau in Padenstedt (7. Juli), gefolgt vom Fohlenchampionat in Bad Segeberg im Rahmen des Bundesbreitensportfestivals (18. August) und der Verbandsstutenschau auf der Norla in Rendsburg (22. September). Als Vorsitzender bestätigt wurde Hans-Heinrich Stien (St. Peter Ording). Für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Christian Heinrich (Emkendorf), Günter Sichler (Elmshorn), Amrei und Martina Schiemer (Hamburg). 25 Jahre dabei sind Regine Hildebrand (Ellerbek), Karl-Heinrich Pries (Sörup),Otto Marks (Heidgraben), Bernd Hansen (Silberstedt) sowie Heidi Pomplun (Neustadt), Jutta Schenck (Henstedt-Ulzburg) und Dr. Annegret Krenz-Weinreich (Kossau).
 

08.05.2007

Holsteiner Schaufenster mit Top-Besetzung
Zwei Amazonen gehen in Führung

Die erste Station der Springsport-Serie Holsteiner Schaufenster entschieden zwei Amazonen für sich. Sie platzierten sich vor dem „Teufelsreiter“ aus Friedrichskoog, Tjark Nagel auf Cash: Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und Alessa Hennings (Bendorf) stellten beim dreitägigen Turnier von Lübeck, in den Sätteln ihrer Holsteiner Pferde Büttner´s Calandro und Cash H, die (älteren) Herren beim Großen Preis der Kittner-Gruppe in den Schatten. Damit sicherten sie sich wertvolle Punkte für den Gesamtsieg der Serie.

Vier Stationen gilt es im Holsteiner Schaufenster möglichst gut zu absolvieren, um die 3000 zusätzlichen Euro, die dem Gewinner der Gesamtwertung winken, zu kassieren: Lübeck, Altenhof, Hademarschen, Behrendorf. Mit ihrem ersten und zweiten Rang in der ersten Qualifikation, ausgetragen im Rahmen des Großen Preis von Lübeck, haben sich die beiden Amazonen Janne und Alessa schon einmal ein gutes Polster angelegt.

Sieben aus 42 Startern hatten es ins finale Stechen des S*-Springens geschafft. Doch alte Hasen wie der Teufelsreiter aus Friedrichskoog, Tjark Nagel, auf seinem bewährten vierbeinigen Partner Cash – beide mit allen Wassern gewaschen – kamen nicht an die jungen Wilden heran: eine Stange kostete Nagel eine bessere Platzierung (40,09), doch Janne Meyer und Calandro hatten mit ihren fehlerfreien 37.38 Sekunden einen souveränen Vorsprung herausgeritten, der nicht zu toppen war. Die Deutsche Meisterin war begeistert über die „hervorragenden Bedingungen“ – womit ein Ziel der Springsport-Serie von vornherein in Erfüllung ging: „Ein Schaufenster für die hervorragenden Turniere und insgesamt den guten Springsport im Land zu sein“, wie es einer der Initiatoren, Dietrich Lindenau (Eckernförde), formulierte. Mit am Start gewesen waren so bekannte Reiter wie Sören von Rönne (Neuendeich), Takashi Haase (Granderheide), Thieß Luther (Wittmoldt) und Inga Czwalina (Fehmarn). „Ein hochkarätiges Feld, das zeigt, dass unser Konzept aufgeht“, so Lindenau.

Nächste Station des Holsteiner Schaufensters ist das CSI Altenhof vom 8. bis 10. Juni. Dort wird sich zeigen, ob die Amazonen ihre Führung weiter ausbauen können oder ihnen die „alten Hasen“ auf den Pelz rücken.

Infos: www.holsteiner-schaufenster.de
 

07.05.2007

Auf nach Tasdorf – Holsteiner Masters 3plus1 geht in die zweite Runde


(Tasdorf) Helmut Stracke, Geschäftsführer von Lotto Schleswig-Holstein kennt das Gefühl, Menschen glücklich zu machen und bei den Tasdorfer Turniertagen vom 1. bis 3. Juni 2007 wird das Glücksgefühl, alles richtig gemacht zu haben einen oder eine treffen. Lotto Schleswig-Holstein präsentiert beim Reitsportereignis mitten im Land die zweite Runde der Springsportserie Holsteiner Masters 3plus1. Der erste zufriedene Gewinner, der Stracke vergnügt anlachte, war beim Springflutfestival in Niebüll der Niedersachse Hilmar Meyer, der im Großen Preis die erste Etappe der bundesweit ausgeschriebenen Springsportserie gewann. Nun will der Profi weitermachen und trifft in Tasdorf auf starke Konkurrenz, denn Schleswig-Holsteins Beste im Springsattel werden die Mitbewerber nicht so ohne weiteres mit den Großen Preisen der Serie davonziehen lassen. Thomas Voss (Schülp), Sieger im Großen Preis von Neumünster mischt in Tasdorf mit, auch Jörg Naeve (Bovenau) hat sich bereits jetzt für die zweite Serienstation angemeldet und aus Mecklenburg-Vorpommern kommt Holger Wulschner (Groß Viegeln) zu den Tasdorfer Turniertagen.

Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 führt über Niebüll, Tasdorf, Fehmarns Pferdefestival und das Landesturnier in Bad Segeberg direkt zum Finale im Rahmen der Baltic Horse Show im Dezember 2007. Wertungsprüfung ist stets der Große Preis auf Drei-Sterne-Niveau. Bei den Tasdorfer Turniertagen geht es im Hauptereignis am Sonntag um ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Das Ranking führt Hilmar Meyer (Verden) nach dem Auftaktsieg an, gleich dahinter rangiert Torben Köhlbrandt aus Klein Offenseth vor dem Niedersachsen Iver Börnsen (Ahlhorn). Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 ist in der Leistungsklasse S1 bundesweit ausgeschrieben, für die Leistungsklasse S2 auf Schleswig-Holstein, Hamburg, Hannover-Bremen und Mecklenburg-Vorpommern begrenzt. Einzig beim Landesturnier in Bad Segeberg dürfen lediglich die Reiterinnen und Reiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg im Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 an den Start gehen.

Das aktuelle Ranking:

01 Meyer, Hilmar (Verden), 28
02 Köhlbrandt, Torben (Klein Offenseth),26
03 Börnsen, Iver (Ahlhorn), 24
04 Nagel, Tjark (Friedrichskoog), 22
05 Ripke, Andreas (Steinfeld), 21
06 Böckmann, Gilbert (Lastrup), 20
07 Sievertsen, Jörg (Pinneberg), 19
08 Czwalina, Inga (Fehmarn), 18
09 Diederichsmeier, Mylene (Steinhagen),17
10 Diederichsmeier, Mynou (Dallgow), 16
11 Brocks, Karl (Syke), 15
12 Heuer, Daniel (Timmendorfer Strand),14
13 Nagel, Carsten-Otto (Wedel), 13
14 Hönig, Ralf (Süderbrarup), 12
15 Lüneburg, Rasmus (Hetlingen), 11
 

18.04.2007

Sensationeller Erfolg für Ponyzüchter aus dem Land

45.000 Euro für Fehkamp´s Mollingyou

Bei den dritten Ponyforum open-sales am Wochenende in Rheinland Pfalz – eine Länder übergreifende Verkaufsveranstaltung für Sportponys - erreichten Schleswig-Holsteins Ponyzüchter eine Wahnsinns-Quote: neun von elf aus hiesigen Ställen stammende Vierbeiner wechselten für „gutes Geld“ den Besitzer. Auch der Spitzenpreis von 45.000 Euro wurde für ein Holsteinisches Pony erreicht - 45.000 Euro kostete Fehkamp´s Mollingyou von St. Annen’s Monsieur N. Der Vize-Bundeschampion 2006 gehörte Petra Krause aus Flintbek und kam bei Anette Schroedter-Voss, Wattenbek, zur Welt. Der gekörte dunkelbraune Hengst ging in einen Springstall nach Baden-Württemberg.  Im Durchschnitt wurden 11.480 Euro pro Pony gezahlt. „Es ist die erfolgreichste Verkaufsveranstaltung bisher, von insgesamt 29 präsentierten Ponys wurden 21 verkauft und es laufen noch einige Nachverhandlungen“, betonte die Geschäftsführerin des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg, Dr. Elisabeth Jensen, hoch zufrieden. Die Ponyforum open-sales, die im vergangenen Jahr zwei Mal stattgefunden hatten, waren auf der Anlage des Pferdezuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar ausgerichtet worden. Beteiligt an diesem Landesverband übergreifendem Projekt waren die Verbände aus Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz-Saar, Hessen, Bayern, Hannover und Baden-Württemberg.  „Mit den open-sales wollten wir eine Plattform für Verkäufer und Käufer schaffen, das ist voll gelungen“, bilanzierte Hans-Heinrich Stien (St. Peter Ording), Vorsitzender des Pferdestammbuchs.

Infos unter www.ponyforum-online.de
 

22.03.2007

RIDERS TOUR 2007 – Die starke Serie!

(Mühlen) Sie kommt wieder und sie startet in Hamburg: Die RIDERS TOUR - mit 510.000 Euro Preisgeld gehört sie zu den höchstdotiertesten Serien der Welt – startet am 19. Mai beim Deutschen Spring-Derby in Hamburg in die siebte Saison. Und die führt diesmal über sechs Etappen in Deutschland bis zum Showdown bei den MUNICH INDOORS.

Hamburgs feines Derby, das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier, erneut wieder das Turnier der Sieger in Münster, die E.ON Westfalen Weser Challenge in Paderborn, die GERMAN CLASSICS in Hannover und Münchens internationales Hallenturnier sind die Stationen der Saison für die internationale Elite des Springsports. Mit dabei sind 2007 erneut die LGT – die Bank des Fürstenhauses von Liechtenstein – und die MAN-Gruppe – ein führendes Fahrzeug-, Motoren- und Maschinenbau-Unternehmen in Europa. Beides starke und vertraute Sponsoringpartner der RIDERS TOUR.

Drei Faktoren machen den Reiz der Serie aus:

- Sie bindet Top-Reiter wie die Weltranglisten-Erste Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen), die die TOUR zweimal gewann und 2006 einen atemberaubenden Endspurt hinlegte, oder den Shooting-Star Thomas Frühmann (Österreich), RIDERS TOUR-Sieger 2006.

- Sie ist die noch unerreicht gebliebene Trophäe des Weltcupsiegers Marcus Ehning (Borken) und immer wieder ein Thema für den dreimaligen Tour-König Ludger Beerbaum (Riesenbeck).

- Sie lockt mit einem Preisgeld, das es vor dem Serienstart 2001 in dieser Höhe noch nie gegeben hat und sie entführt Zuschauer, Medien und Teilnehmer in ein außergewöhnliches Ambiente. Nirgendwo sonst ist der Mix aus Tradition, exzellenten Standorten und spannungsgeladenem Sport so ausgeprägt und so anziehend wie bei der RIDERS TOUR.

Konzentration auf das Wesentliche

Die sportliche Konzentration liegt 2007 erstmals ausschließlich auf der Einzelwertung und trägt damit dem deutlich überwiegenden Zuschauerinteresse Rechnung. „Wir können uns dem Markt- und Zuschauerforschungsergebnis nicht verschließen, dass die Einzelentscheidung ein signifikant höheres Interesse auslöst als die Teamwertung,“ so Paul Schockemöhle (Mühlen), geschäftsführender Gesellschafter der RIDERS TOUR GmbH, „genau genommen ist es wie bei der Tour de France – der Einzelsieger ist der König - nicht das Team.“

Die Team-Serie – 2002 erstmals durchgeführt – wird es daher nicht mehr geben. Das heißt, die Reiterinnen und Reiter erhalten das Entreé zur RIDERS TOUR-Wertungsprüfung in der Qualifikation, in der sich entscheidet, wer zum Top-Feld der 36 Reiter/ Pferd-Paare gehört.

Ob in Hamburg oder Wiesbaden, Münster oder Paderborn, Hannover oder München - jene Fans, die nicht live vor Ort dabei sein können, verpassen nichts, denn vom Serienfieber RIDERS TOUR ließen sich ARD und ZDF auch 2007 „anstecken“. Die beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender zeigen 2007 alle sechs Etappen der neuen Tour-Saison bis zur Entscheidung in München.

Die RIDERS TOUR Route 2007 führt über:

1. Deutsches Spring- und Dressur-Derby Hamburg, 17. bis 20. Mai 2007
2. Internationales Pfingstturnier Wiesbaden, 25. bis 28. Mai 2007
3. Turnier der Sieger – Münster, 23. bis 26. August 2007
4. E.ON Westfalen Weser Challenge Paderborn, 20. bis 23. September 2007
5. GERMAN CLASSICS Hannover, 25. bis 28. Oktober 2007
6. MUNICH INDOORS München, 29. November bis 2. Dezember 2007

Die RIDERS TOUR im Internet – www.riderstour.de
 

20.03.2007

Niedersachsen-Sieg zum Auftakt –

Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 feiert tollen Einstieg

(Niebüll) Es ist ein Niedersachse, der mit einem Pferd aus französischer Zucht den Sieg in der ersten großen Prüfung der Serie Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 entführte. Hilmar Meyer, Berufsreiter aus Verden an der Aller, schnappte mit dem zehn Jahre alten Wallach Obion der versammelten Elite aus Schleswig-Holstein den Sieg im Großen Preis von Niebüll buchstäblich vor der Nase weg und ist jetzt Ranking-Spitzenreiter. Damit das so bleibt, plant der 43-jährige auch schon die zweite Station der Masters-Serie in Tasdorf vom 1. bis 3. Juni ein. Fast drei Sekunden nahm Meyer dem besten Schleswig-Holsteiner, Torben Köhlbrandt aus Klein Offenseth, auf dem Holsteiner Hengst Conzept  im Stechen ab, musste dafür aber schon viel riskieren.

Der französische Wallach Obion gilt als kompliziert. „Ich habe ihn vor einem Jahr aus Mexiko bekommen und er gehört mir jetzt,“ so Meyer, „der Wallach hat keinen Preis. Ich möchte ihn für den Turniersport behalten. Das ist für uns wichtig, dort präsent zu sein und nicht nur Pferde zu verkaufen.“ Auch der dritte Rang im mit 15.000 Euro dotierten Großen Preis beim Springflut Festival ging an einen Niedersachsen. Iver Börnsen aus Ahlhorn steuerte seine Stute Aglaia auf Rang drei, kassierte damit 24 Ranking-Punkte für Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 und holte sich dann sofort eine Ausschreibung, um auszurechnen, mit wie viel Starts und Punkten er sicher das Ziel in Kiel erreicht. Die Baltic Horse Show in der Ostseehalle ist vom 6. bis 8. Dezember Finalstation der neuen Serie.

Helmut Stracke, Geschäftsführer von Presenting-Sponsor Lotto Schleswig-Holstein wollte anfangs „nur“ ein eigenes Hindernis, jetzt hat das Unternehmen gleich eine eigene Serie und entfaltet Präsenz über die Baltic Horse Show hinaus. Vom März bis in den Dezember ist Lotto Schleswig-Holstein mit Holsteiner Masters 3plus1 im Land sportlich on Tour.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Reithalle in Niebüll, denn mit Ex-Weltmeister Franke Sloothaak aus Borgholzhausen und der ehemaligen Deutschen Meisterin Mylene Diederichsmeier aus Steinhagen mischten internationale Reitsportpromis beim Springflutfestival mit, erreichten jedoch nicht das Stechen.

Ergebnis Großer Preis Niebüll, 1. Station Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1, und damit Ranking nach der ersten Etappe:

1. Hilmar Meyer (Verden) mit Obion 0 Strafpunkte/ 30,78 Sekunden, 2. Torben Köhlbrandt (Klein Offenseth) mit Concept 0/ 33,13; 3. Iver Börnsen (Ahlhorn) mit Aglaia 0/ 35,58, 4. Tjark Nagel (Friedrichskoog) mit Cash 4/ 33,12, 5. Andreas Ripke (Steinfeld) mit Cornwall W 4/ 35, 75, 6. Gilbert Böckmann (Lastrup) mit Böckmann`s Olivia 5/ 40,50.
 

 Foto: Lafrentz

Hilmar Meyer (Verden) mit Obion

 

16.03.2007

Premierenfieber – Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 startet in Niebüll

(Niebüll) Schleswig-Holsteins Westküste ist am Sonntag, dem 18. März der In-Treffpunkt der Reitsportwelt, denn ab 15 Uhr fällt beim Springflut Festival in Niebüll der Startschuss für die Springsportserie Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 und gleich zum Auftakt geht es im Großen Preis von Niebüll – der ersten Serienstation - um 15.000 Euro Preisgeld. Sportlich anspruchsvoll und spannend – das sind die Kriterien, die die Initiatoren von Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 als Maßstab der Serie anlegten. Der entscheidende Wettbewerb ist immer ein Springen mit Stechen auf Drei-Sterne-Niveau und Reiterinnen und Reiter der Leistungsklasse 1 aus ganz Deutschland sind dabei willkommen. Lediglich Segebergs Landesturnier steht einzig den Schleswig-Holsteinern und Hamburgern offen.

Mit anderen Worten – die „ Trauben hängen hoch“ im Parcours und das weiß auch der Parcourschef des Springflut Festivals, Gerd Dahn, der in Niebüll Reitern und Pferden die Hindernisse in den Weg stellt.

Gleich zur Premiere von Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 hat sich für den Großen Preis ein prominentes Teilnehmerfeld angesagt. Franke Sloothaak aus Borgholzhausen, Weltmeister 1994 und WM-Dritter 1998, erobert Niebüll am Wochenende. Der 49-jährige war am vergangenen Wochenende in Braunschweig kaum zu stoppen, gewann allein vier Prüfungen. Welche Pferde er mitbringt, mag der Sportpromi allerdings noch nicht verraten. Gleich vier Kandidaten treten mit der Riders Tour-Zweiten von 2005, Mylene Diederichsmeier (Steinhagen), die Tour nach Niebüll an. „Ich bringe Grandora, Fabiana, Annaberta und Soloterma mit,“ plaudert Mylene. Neustes Mitglied dieser Damenriege ist die erst acht Jahre alte Soloterma, die bei der ehemaligen Deutschen Meisterin in die „Lehre“ geht. Passen muß Jessica Kürten (Irland)- wenn auch widerwillig. Die Weltranglisten-Achte plagt sich seit Wochen mit Erkältung und Stimmbandentzündung herum. Nachdem die Fieberkurve am Montag nach oben stieg, verordnete Hausarzt und Ehemann nun strenge Bettruhe.

Schleswig-Holsteins Kandidaten unterstrichen in den vergangenen Wochen ihre bemerkenswerte Form: Thomas Voss (Schülp) gewann mit Leonardo B den Neumünster-Grand-Prix, Lars Bak Andersen (Elmshorn) trumpfte mit Verbandshengst Con Air als Dritter in Braunschweig auf, Andreas Ripke (Steinfeld)sorgt mit Cornwall W seit Monaten für Schleifen im Schrank und begehrliche Blicke in der Reiterszene, Torben Köhlbrandt (Klein Offenseth)gewann mit Conzept gerade erst das niederländische Hengsteturnier in Zwolle und Dirk Schröder (Lentföhrden) steuert seinen Le Beau immer konstanter über schwerste Parcours. Und so gibt es gleich eine ganze Reihe von Favoriten auf einen Auftaktsieg für Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1.

Stationen von Lotto Schleswig-Holstein präsentiert Holsteiner Masters 3plus1 sind folgende Turniere im Pferdeland zwischen den Meeren:

Springflutfestival Niebüll 15. bis 18. März
Tasdorfer Turniertage      1. bis 3. Juni
Fehmarn-Pferde-Festival    29. Juni bis 1. Juli
Landesturnier Bad Segeberg 7. bis 9. September
Baltic Horse Show Kiel     6. bis 9. Dezember – Finale

 

Jahreshauptversammlung des Pferdesportverbandes

Klaus Buß erhält einstimmiges Votum – Romeike begeistert mit seiner WM-Bilanz

(Kiel) Die Zahlen sprechen für sich: Zehn neue Mitgliedsvereine zählt der Pferdesportverband Schleswig-Holstein und insgesamt 45.080 Pferdesportler. Deren Delegierte sprachen dem Verbandspräsidenten Klaus Buß jetzt in Kiel einstimmig das volle Vertrauen aus. Der ehemalige Landwirtschafts- und Innenminister Schleswig-Holsteins – vor einem Jahr als Nachfolger für Christoph von Bethmann-Hollweg angetreten – geht mit dem vollen Rückhalt seiner Verbandsmitglieder in die neue „Legislaturperiode“.

Zahlen, Daten, neue Entwicklungen und Projekte bestimmten die Jahreshauptversammlung des Pferdesportverbandes im Haus des Sports in Kiel. Zu den markanten Daten zählen die Entwicklung der Mitgliederzahlen und der Turnierveranstaltungen, die Geschäftsführer Dieter Stut (Bad Segeberg) in Kiel vorstellte. Einen leichten Rückgang bei den Mitgliedern konstatierte Stut, gleichzeitig aber auch zehn neue Reitvereine in Schleswig-Holstein. Zweierlei Gründe könnten dafür eine Rolle spielen – sinkende durchschnittliche Mitgliederzahlen bei den Vereinen insgesamt, möglicherweise aber auch Rückwirkungen der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung. Stut empfahl dringend, dies Thema genau zu beobachten und zu analysieren.

Überwunden scheint der zwischenzeitliche Tiefpunkt in der Zahl der Turnierveranstaltungen. Waren es 2005 267 Veranstaltungen in allen Kategorien, verzeichnete die Verbandsgeschäftsstelle 2006 wieder 278 Turniere. Turniersport war ein Stichwort für den Verbandsvorsitzenden Klaus Buß. Der Chef der schleswig-holsteinischen Reiter brachte nicht nur das Thema Pferdesport in Schleswig-Holstein und die Medienresonanz auf neue Wege sondern auch Botschaften zum Landesturnier in Bad Segeberg mit nach Kiel. Der Abreiteplatz auf der Rennkoppel wird noch in diesem Jahr saniert werden und bietet damit qualitativ bessere Bedingungen für den Profi- und Amateursport. Auch der Richterturm am Springplatz steht noch in diesem Jahr zur Sanierung an. Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit der Stadt Bad Segeberg erfolgen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge dürften die Reitsportfans im Norden die Entfernung des alten Wassergrabenkreuzes auf dem Landesturnierplatz durch den städtischen Bauhof betrachten. Das altehrwürdige Kreuz – nicht unbedingt beliebt bei den Pferden – bot stets eine perfekte Grundlage für das obligatorische Wasserbad der neuen Landesmeister im Springen. Jetzt sind die „Bademeister“ gezwungen, neue Möglichkeiten einer feucht-fröhlichen Meistertaufe zu entwickeln….

Veränderungen kommen aber nicht nur auf den wohl berühmtesten Turnierplatz Norddeutschlands zu, sondern auch auf die Administrative des schleswig-holsteinischen Pferdesportverbandes. Der Umzug der Geschäftsstelle rückt in greifbare Nähe. Grundlage für den Wechsel aus dem Eutiner Straße sind lange geführte Gespräche mit dem Kreissportverband Segeberg, dem Fussballclub Eintracht Segeberg und der Stadt Bad Segeberg. Das Fussballer-Domizil mit dem dazugehörigen Stadion in der Marienstrasse am Landesturnierplatz soll künftig neuer Sitz der Geschäftsstelle sein und bietet erheblich mehr Platz. Das Stadiongelände könnte zudem die räumliche Situation beim Landesturnier etwas entspannen.

Der Sportler des Jahres in Schleswig-Holstein – der Mannschafts-Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike -  zeichnete eine Stunde lang im Haus des Sports unterhaltsam und präzise seinen Weg von den Olympischen Spielen in Athen 2004 bis zum WM-Gold in Aachen 2006 mit Marius nach. Trainingsanalyse und –planung, Turniereinsätze und Feinschliff – im Zeitraffer und begleitet von Filmsequenzen ließ Romeike die Mitgliederversammlung teilhaben am Weg zum Mannschaftsgold und gab dabei auch Einblick in die Psyche eines Athleten kurz vor dem entscheidenden Endspurt. Das Mannschaftsgold vor Augen, verließ sich ein sichtlich angespannter Romeike völlig auf die Hilfe seines Springtrainers Jörg Naeve (Bovenau).
 

06.03.2007

275-jähriges Gründungsjubiläum des Trakehner Hauptgestüts

Mythos Trakehner – ein lebendiges Kulturgut
Vierbeinige Lebensretter

Wenn Geschichte zum TV-Spielfilm wird, sind gute Quoten nahezu sicher. Eines der tragischsten Kapitel der neueren deutschen Geschichte, nur wenig mehr als 60 Jahre her, weckte „Die Flucht“ am Wochenende vor den Bildschirmen Emotionen. Nicht nur bei denen, die damals dabei waren.

Bei der Flucht der Zivilbevölkerung aus Ostpreußen wurden im eisigen Winter 1945 die Pferde, die damals schon eine geradezu symbolische Bedeutung für Ostpreußen hatten und in der ganzen Welt berühmt waren, zu Lebensrettern. Treckwagen waren zumeist die einzige Möglichkeit einen Ostseehafen oder ganz auf dem Landweg den Westen zu erreichen. Bespannt waren sie vielfach mit ostpreußischen Pferden, weltbekannt als Trakehner.

Mehr als 200 Jahre systematische Zucht hatten diese Pferde geprägt, hochedel, hart und ausdauernd und im Wesen den Menschen zugewandt. Das Hauptgestüt Trakehnen, gegründet 1732, war das Herz der weltberühmten Zucht. Neben selbstgezogenen Hengsten kamen nur englische und arabische Vollblüter in den Deckeinsatz – das war das Prinzip der Reinzucht, das diese Pferderasse bis heute auszeichnet und sie von den Warmblutzuchten in ganz Europa abhebt. Die Pferde aus Trakehnen und aus Ostpreußen hatten seit jeher die Menschen über soziale Unterschiede hinweg geeint. Pferdezucht war ein Wirtschaftsfaktor auf Höfen wie auf Gütern, wurde in Hauptgestüten staatlich, in der ganzen Provinz privat betrieben, war Leidenschaft und Lebensaufgabe für alle Beteiligten. Im 19. Jahrhundert erwarben die ostpreußischen Pferde sich den Ruf der besten Militärpferde überhaupt, gleichzeitig taten sie in den bäuerlichen Zuchten ihren Dienst in der Landwirtschaft. Als sich zu Beginn der 20 Jahrhunderts der Reitsport entwickelte, stellten die Trakehner bis zum Begin des zweiten Weltkriegs unzählige Sieger auf internationalen Turnierplätzen. Allein bei den Olympischen Spielen 1936 errangen Ostpreußische Pferde sechs Gold- und eine Silbermedialle.

Trakehnen und seine Pferde, das war schon zu den Blütezeiten der Zucht ein Mythos, mit dem sich in Ostpreußen Generationen von Menschen identifizierten. Der Winter 1945 brachte den härtesten Leistungstest, der je an Pferde gestellt wurde: Vor den schweren Treckwagen und unter dem Sattel waren die Pferde vielfach das einzige Transportmittel zu Lande in Richtung Westen. Tausende von Kilometern legten sie, überwiegend im Dienst von Frauen, Kindern und alten Menschen zurück, auf Leben und Tod. Im Westen angekommen mussten viele der Treckstuten unverzüglich wieder in der Landwirtschaft der Quartiere ihr Futter verdienen. Andere ließen – auf dem Land herrschte Mangel und die  Einheimischen hatten für die Treckpferde oft weder Futter, noch ein Herz – auf Schlachthöfen ihr Leben. Das legendäre Hauptgestüt Trakehnen, Heimat von 3.400 Menschen und 1.200 Pferden, hatte viel zu spät die Erlaubnis erhalten, Menschen und Pferde zu evakuieren. Aus dem Hauptgestüt Trakehnen konnten nur 27 Stuten in den Westen gerettet werden. Insgesamt etwa 1.500 von 26.000 Pferden erreichten Westdeutschland. 600 Pferde bildeten die Basis der  Zucht in der späteren DDR.

Und doch: Die damals über 200-jährige Geschichte der Trakehner endete nicht mit dem Kriegsende. 1947 wurde in Hamburg unter schwierigsten Bedingungen der „Verband der Züchter des Ostpreußischen Warmblutpferde Trakehner Abstammung“, kurz „Trakehner Verband“ gegründet. Ostpreußische Stuten machten die Gründungsväter bei Fahrten über Land anhand des Brandzeichens, der doppelten Elchschaufel ausfindig. Die Trakehner waren nun heimatlos, konnten aber auf eine Handvoll Menschen zählen, die, von außen betrachtet vielleicht wider alle Vernunft, ihren Pferden treu blieben und damit die Zucht als ein lebendiges Kulturgut erhalten konnten.

Die Zahl der Pferde und der Mitglieder im Trakehner Verband wuchs in der Nachkriegszeit, überstand die Mechanisierung der Landwirtschaft. Trakehner Pferde veredelten die Landeszuchten. Seit 1963 gibt es den Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster. Zunächst ein ostpreußisches Familientreffen, ist die viertägige Kör- und Verkaufsveranstaltung heute ein Highlight im Jahr der Pferdefreunde, immer noch mit einem besonderen Flair, das diese Pferde mit der einzigartigen Geschichte umgibt. In Zahlen konnte die Zucht nicht an alten Glanz anknüpfen – zum Vergleich: der Hannoveraner Verband hat heute ca.19.500 Zuchtstuten, die Trakehner 3.800 – dennoch gehen aus den schmalen Reihen immer wieder international erfolgreiche Sportpferde hervor. Olympioniken wie Abdullah, Peron oder Windfall, World Cup-Sieger wie Renaissance Fleur, Solero oder Gribaldi sind nur einige Beispiele. Weltweit gibt es inzwischen zehn Trakehner Tochterverbände. Für die „Trakehner Familie“, in der längst nicht mehr die Mehrzahl ostpreußische Wurzeln hat, aber sind die Pferde bis heute viel mehr. Ob als Partner im Sport oder in der kostbar gewordenen Freizeit für die ganze Familie, alle stehen hinter dem Slogan „Trakehner – einfach besonders.“

Dieses Jahr steht für die Trakehner Freunde im Zeichen des 275-jährigen Gründungsjubiläums des Hauptgestüts, das gebührend gefeiert wird. In Trakehnen gibt es schon lange keine Pferde mehr. Ein Großteil der Gebäude ist verfallen. Im einstigen Landstallmeisterhaus, trotz preußischer Schlichtheit Trakehner Schloss genannt, aber stehen die Zeichen auf Zukunft: Eine russische Schule ist dort zu Hause. Mit finanzieller und tatkräftiger Unterstützung aus Reihen der deutschen Trakehner Züchter und Förderer wird dort über Staats- und Ideologiegrenzen hinweg gemeinsam saniert und renoviert, gegenseitige Besuche fördern Verständigung und Verständnis füreinander.
 

05.02.2007

VIELSEITIGKEIT

CIC** Bredeneek kommt 2008 wieder

(Bredeneek) Das internationale Vielseitigkeitsturnier am Schloss Bredeneek bei Preetz legt im Jahr 2007 eine unfreiwillige Pause ein. Das CIC** auf dem hügeligen Gelände lockte jedes Jahr im April Teilnehmer aus bis zu sechs Nationen an. Der Ausfall im Jahr 2007 ist bedingt durch die Folgen eines Brandes auf dem Gelände, die eine Ausrichtung der Veranstaltung in der gewohnten Qualität unmöglich machen.

Das CIC** Bredeneek soll im April 2008 wieder stattfinden und damit eine Lücke schließen. Steffen Ganders, zuständig für das Marketing des Cross Country: „Wir möchten 2008 wieder an die Erfolgsjahre anknüpfen. Endgültige Entscheidungen fallen im Laufe des Jahres.“ Die Zwei-Sterne-Veranstaltung erfreut sich großer Beliebtheit bei Teilnehmern und Zuschauern als sportlich passende und spannende Auftaktveranstaltung der Saison im Frühjahr.

SPRINGPFERDE
                  
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