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Balve 2004 - Alle Stars: Olympia- und Derbysieger
Das BALVE OPTIMUM (11. – 13. Juni 2004 auf der Reitanlage Schloss Wocklum) gehört nicht zu den größten deutschen Turnieren. Mit Zuschauerzahlen wie beim Hamburger Derby oder gar dem weltweit einmaligen CHIO in Aachen kann und will sich das Turnier im Orletal nicht vergleichen, dennoch sind sich die Sauerländer OPTIMUM-Macher sicher, eine Marktnische für ihr Produkt gefunden zu haben. „Balve soll für Zuschauer und Reiter während der Turniertage ein Stück Heimat sein“, sagt Turnierchef Dieter Graf Landsberg-Velen, der seit über 50 Jahren in Balve Reitsportereignisse organisiert. Für ihn war und ist das OPTIMUM ein Stück Lebensgefühl und Ausdruck seiner Verbundenheit zum Reitsport.
Auch in diesem Jahr haben deshalb Turniergemeinschaft und Reiterverein in die Infrastruktur der Reitanlage am Schloss Wocklum investiert. Nachdem in den zurückliegenden Jahren Spring- und Dressurplätze einen neuen Boden erhalten haben, wurde in diesem Jahr der Abreiteplatz für die Springreiter komplett überarbeitet und mit dem gleichen Sandboden versehen, der auch im Springstadion zu finden ist. „Wir haben noch einmal einige zehntausend Euro in die Hand genommen, um auch den letzten unserer Plätze auf internationalen Standard zu bringen“, berichtet Matthias Camminady, der für die technischen Abläufe der Deutschen Meisterschaften verantwortlich ist. Verbessert wurden außerdem die Bedingungen für die bis zu 100 akkreditierten Journalisten, die in der begrenzten Pressestelle auf keinen Fall ausreichend Platz gefunden hätten. Auch an den Sitzplatztribünen und am Ehrengastbereich wurde in den zurückliegenden Wochen gearbeitet.
All diese Investition sollen auch den Zweiflern beweisen, dass der Reiterverein Balve nach diesen Deutschen Meisterschaften im Jahr 2004 nicht ans Aufhören denkt. „In den Wintermonaten habe ich viele Gerüchte gehört, Balve würde von der internationalen Turnierlandkarte verschwinden“, sagt Landsberg-Velen. Dies aber werde auf keinen Fall passieren. Der Ehrenvorsitzende der Deutschen Reiterlichen Vereinigung plant bereits an seinem internationalen Turnier im Jahr 2005. „Balve wird auf das internationale Parkett zurückkehren und versuchen, mit oder ohne RIDERSTOUR, seinen Platz zu verteidigen !“ Dieter Graf Landsberg-Velen ist überzeugt, dass viele Reiter, Sponsoren und Mitstreiter das kleine, aber feine Balver Turnier auch weiterhin unterstützen werden.
„In Balve kann man sich zuhause fühlen“, sagte Meisterschaftsfavorit Ludger Beerbaum schon vor einigen Jahren und fügt heute hinzu: „Das hat sich auch nicht geändert.“ Um diese familiäre Tradition auch weiterhin aufrecht erhalten zu können, werden sich weit über 150 ehrenamtliche Helfer während der Turniertage um den reibungslosen Ablauf aller Wettbewerbe und Rahmenprogrammveranstaltungen bemühen. Vom Pferdesportexperten bis zum zufälligen Besucher, für jeden wird an den drei Turniertagen im Orletal etwas geboten.
Sportlich wird Balve in diesem Jahr mit dem Aachener CHIO zu vergleichen sein. Um die besten Spring- und Dressurpaare für die Olympischen Spiele in Athen ermitteln zu können, werden alle großen Stars des deutschen Reitsports in Balve in den Parcours gehen müssen. Die Bundestrainer haben ihre Kaderreiter noch einmal eindringlich auf die Bedeutung der ersten olympischen Sichtung hingewiesen, und das Nennergebnis zeigt, dass alle, die auf einen Platz für Athen hoffen, auch in Balve an den Start gehen werden. Die endgültigen Nominierungen für die Olympiaequipe werden dann nach dem CHIO in der „Aachener Soers“ ausgesprochen.
Wer sich Hoffnungen machen darf, ist so offen wie nie. Im Springparcours kämpfen fünf bis sechs Paare um ihr Flugticket nach Griechenland. „Gesetzt ist niemand, nicht einmal Ludger Beerbaum, obwohl er sich sicherlich besonders intensiv auf die Spiele vorbereitet“, sagen Bundestrainer Kurt Gravemeier und Turnierchef Dieter Graf Landsberg-Velen übereinstimmend. Mit dem Sieger des Hamburger Derbys, Toni Hassmann, Europameister Christian Ahlmann und den Olympiasiegern Otto Becker, Marcus Ehning und Ludger Beerbaum, kämpfen die besten Reiter um die Krone des deutschen Springsports. Noch spannender wird es im Dressurbereich. Hier werden die Deutschen Meisterschaften eine klare Vorentscheidung sein, denn derzeit ist völlig unklar, wer sich einen Platz in der Mannschaft erreiten kann.
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