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2004 Bruno Broucqsault gewinnt Weltcup vor Meredith Michaels-Beerbaum
Außenseiter Bruno Broucqsault (FRA) hat in Mailand mit
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Dileme de Cephe den Weltcup der Springreiter 2004 gewonnen.
Die gebürtige US-Amerikanerin und seit ihrer Heirat mit Marcus Beerbaum 1988 für Deutschland reitende Meredith Michaels-Beerbaum wurde zweite, Sie hatte bis zum Abschluss-Springen noch gleichauf mit dem Franzosen gelegen Am viertletzten Hindernis platzte dann nach fünf schweren Runden der Traum vom Weltcup-Gewinn. Mit einem unglücklichen Abwurf verpasste Meredith im Sattel von Shutterfly den Weltcup-Sieg und musste sich mit Platz zwei begnügen.
Dennoch ein herausragender Erfolg, zu dem wir herzlich gratulieren !!!
Der 45jährige Franzose sorgte in Mailand für die große Überraschung und verhinderte den deutschen Hattrick nach den Siegen von Otto Becker (2002) und Marcus Ehning (2003). Auf Platz fünf landete der deutsche Meister Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Montender.
«Erst war ich natürlich ein bisschen enttäuscht, weil ich den Sieg vergeben habe», gestand die in Thedinghausen lebende Meredith. «Aber insgesamt bin ich schon zufrieden, denn mein Pferd hat hier ganz tolle Runden gezeigt.» Sie und der Franzose hatten sich einen packenden Zweikampf geliefert. Ohne Fehlerpunkte waren die beiden Führenden in den vorletzten Umlauf geritten und gingen auch ohne Abwurf in die Abschlussrunde. Broucqsault legte fehlerfrei vor, doch Meredith patzte und musste sich mit Rang zwei vor dem Schweizer Markus Fuchs auf Tinkas Boy begnügen.
«Kurz vorher war ein großer Aufschrei, und er ist sehr geräuschempfindlich», sagte sie bei der Suche nach Gründen für den Fehler. Trotz des Patzers darf sich die Team-Europameisterin von 1999 nun große Hoffnungen auf Athen machen. «In meinen Augen ist Shutterfly schon jetzt ein olympia reifes Pferd», sagte sie selbstbewusst. «Wenn wir gesund bleiben, gehören wir ins Team.» Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß die zierliche Reiterin zu genau, denn in den beiden vergangenen beiden Jahren hatte sie «schreckliches Pech». Zwei Stürze brachten sie um die Chance, bei WM und EM zu reiten.
Dass ihr mit dem elfjährigen Hannoveraner Wallach der größte Einzelerfolg ihrer Karriere gelang, hat die Schwägerin von Ludger Beerbaum auch dem Zufall zu verdanken. «Wir wollten ihn weiterverkaufen, aber es hat sich niemand gefunden», berichtete Meredith.
Dem Franzosen aus der Nähe von Lille gelang bei seiner ersten Final-Teilnahme die große Überraschung. Der bis vor zwei Jahren nur national reitende Broucqsault ist Spätstarter und Pechvogel zugleich. «Zwei sehr gute Pferde sind gestorben», erzählt er. Zudem warfen ihn Mitte der 90er Jahre zwei schwere Stürze zurück. Nach dem Sieg mit dem 13jährige Wallach sagte er verschmitzt: «Ich werde trotzdem der kleine Bruno bleiben.»
Eine gute Vorstellung lieferte auch Marco Kutscher mit Montender als Fünfter ab. Eine Enttäuschung war Mailand hingegen für Marcus Ehning: Der Titelverteidiger lag nach der ersten Teilprüfung noch auf Platz zwei, rutschte aber auf Rang 13 ab. «Für Anka war es nach der langen Pause noch zu schwer», sagte Marcus. Auch Toni Hassmann machte kein glückliches Gesicht. Mit Camirez B gab er nach drei Abwürfen während der ersten Runde auf und wurde nur 25. der Gesamtwertung.
Verzichtet hatten Otto Becker (Sendenhorst) und Lars Nieberg (Homberg/Ohm). Sie waren nach den ersten beiden Prüfungen abgeschlagen und wollten ihre Pferde Lando und Lucie schonen. «Es macht keinen Sinn zu reiten, denn wir brauchen die Pferde auch noch in der Freiluft-Saison», sagte Becker.
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