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CHIO Aachen 03. - 08. Juli 2007

08.07.2007

Beezie Madden/USA gewinnt ROLEX Grand Prix, Der Große Preis von Aachen

Spannung pur versprach der ROLEX Grand Prix, Der Große Preis von Aachen. Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, gelangten drei Reiter ins Stechen und setzten auf volles Risiko.    
    
Nachdem der erste Starter Roger-Yves Bost aus Frankreich mit seinem Hengst Ideal de la Loge in 54.45 Sekunden einen Abwurf verbuchen musste, wollte Christian Ahlmann alles geben. "Ich wollte den Großen Preis von Aachen unbedingt gewinnen und wusste, dass ich eine schnelle Zeit vorlegen muss. Denn meine Konkurrentin Beezie Madden hat mit Authentic eines der schnellsten Pferde der Welt. Also habe ich auf volles Risiko gesetzt, und das war am Ende wohl zu groß", so der 32-Jährige. Zwei Abwürfe in 52.88 Sekunden war das Ergebnis des 14-jährigen Holsteiner Schimmelwallachs Cöster von Calato-Constant. Damit war der Weg frei für die Vize-Weltmeisterin von Aachen 2006: Beezie Madden. Die 43-Jährige blieb in 59.31 Sekunden fehlerfrei. Die im US-Staat New York lebende Amerikanerin zählte auf den Olympischen Spielen in Athen zum Gold gewinnenden Team. In Aachen erreichte sie auch mit der Mannschaft die Silbermedaille. Der letzte amerikanische Sieg im Großen Preis von Aachen war 1991 Anne Kursinski auf Starman.
"Hier zu gewinnen, ist für mich ein toller Erfolg, den ich unbedingt in meiner Erfolgsliste haben wollte. Es war sehr spannend, hier zu reiten. Anfangs habe ich mehr auf Risiko gesetzt und bin schneller geritten, um Ende hin konnte ich langsamer reiten, da war mein Ziel, nur noch fehlerfrei zu bleiben", berichtete Beezie Madden. "Am Anfang ist mein Pferd etwas gerutscht, deswegen musste ich vorsichtiger reiten, um null zu bleiben. Leider kam dennoch ein Fehler dazu. Ich reite diesen Hengst, seit er fünf Jahre alt ist. Ich liebe ihn sehr, denn er ist sehr mutig und gut", berichtete der Franzose Roger-Yves Bost.
Bereits im ersten Umlauf mussten zwei Favoriten ausscheiden: Jos Lansink musste mit seinem Goldpferd der Weltmeisterschaft von Aachen 2006 einen Fehler in der dreifachen Kombination mit zwei überbauten Wassergräben verbuchen. "Natürlich war ich enttäuscht, jeder Reiter träumt wohl davon, hier zu gewinnen. Aber mein Hengst hat dort nicht genug gezogen, er ist etwas zu hoch eingesprungen. Doch die Erinnerungen an meinen Sieg bei den Weltreiterspielen kann mir niemand nehmen. Das Aachener Publikum ist einfach fantastisch", so der Belgier. "Die Dreifache war so schwer gebaut wie noch nie in Aachen. Da die Pferde, die hier den Großen Preis gehen, bisher hier noch keine Gräben gesehen haben, war es für viele ganz schön schwer", kommentierte der deutsche Bundestrainer Kurt Gravemeier. Auch für die Bronzemedaillen-Gewinnerin der WM in Aachen, Meredith Michaels-Beerbaum, war nach der ersten Runde Schluss. Ihr sensibler Wallach Shutterfly verweigerte an einem Oxer und musste am selben Sprung noch einen Fehler verbuchen. "Ich habe hier etwas kurz gedreht und mir nicht genug Zeit genommen. Dadurch hat sich Shutterfly wohl etwas erschrocken und ist stehen geblieben", berichtete die in Thedinghausen lebende gebürtige Kalifornierin.

Nur neun Reiter blieben im ersten Umlauf fehlerfrei, darunter mit Christian Ahlmann auf Cöster und Holger Wulschner mit Clausen zwei Deutsche.
 
  
Isabell Werth siegt im Deutsche Bank Preis
  
Emotional sollte Isabell Werths neue Kür sein, und das war sie auch: „Das war wirklich sensationell, ich fand es traumhaft“  
    
begeisterte sich die 37-Jährige, die in allen drei Prüfungen der CDIO-Tour ungeschlagen blieb. Mit 82.35 Prozent sicherte sie sich den Sieg im Deutsche Bank Preis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. "Besser hätte es für uns hier nicht laufen können", sagte die Doppelweltmeisterin der Weltreiterspiele in Aachen 2006. "Ich wollte in die neue Kürmusik, in der Montserrat Caballe Elemente von Vangelis singt, Emotionen hinein bringen. Das scheint voll gelungen zu sein", freute sich die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt. Durch ihren Sieg in der Kür hat sie sich auch den Großen Dressurpreis von Aachen gesichert. Außerdem gewann sie den Piaff-Preis in Memoriam Liselott Schindling - dieser Sonderehrenpreis geht an den bestplatzierten Dressurreiter des Turniers.
Rang zwei ging an die Niederländerin Anky van Grunsven, die für ihre Olympia- und WM-Kür 81.45 Prozent erhielt. "Eigentlich wollte ich in Aachen schon unsere neue Kür präsentieren, aber sie ist leider nicht rechtzeitig fertig geworden", berichtete die 38-Jährige, die ihr zweites Kind im März zur Welt gebracht hat. Das Ergebnis erschien vielen Zuschauern zu hoch, ein Pfeifkonzert startete nach Bekanntgabe. Fehler im starken Trab und in der Wechseltour sowie eine unruhige Grußaufstellung musste das Paar verbuchen. Rang drei ging an einen überaus zufriedenen Jan Brink. "Alles passte sehr gut zur Musik, war schön flüssig, und Briar fühlte sich frisch und motiviert an", freute sich der 46-jährige Schwede, der 77.55 Prozent erhielt. Brink nahm mit seinem 16-jährigen Hengst zweimal an Olympischen Spielen teil und gewann 2005 den Großen Preis von Aachen gewann. Bei den Weltreiterspielen in Aachen wurde das Paar Achter. Seine Musik enthält Lieder der Sängerin Helena Paparizou, die vor zwei Jahren den Eurovision Song Contest gewonnen hatte.

Nadine Capellmann, einer der Publikumslieblinge, war enttäuscht. Ihr WM-Teamgold-Pferd Elvis VA schüttelte zu Beginn der Kür mehrfach mit dem Kopf. "Er muss irgendein Insekt im Ohr gehabt haben. Ich dachte schon, oh je, wie soll das werden, aber nach einer Weile hat er sich glücklicherweise berappelt. Auf dem Abreiteplatz lief er spitze, das war sehr schade", so die Würselenerin, die 74.5 Prozent erhielt und damit hinter Ellen Schulten-Baumer und Donatha (75.55 Prozent) auf Rang sechs gelangte. Rang vier ging an die Schweizerin Silvia Iklé mit ihrem 13-jährigen Sinclair-Sohn Salieri. Das Paar erhielt für seine Leistung 76.95 Prozent. Die 58-jährige Schweizerin nahm mit ihrem als schwierig geltendem Salieri an den Olympischen Spielen 2004 teil und wurde bei der WM in Aachen im Grand Prix Special Sechste und in der Kür Elfte. "Salieri kommt nun in ein Alter, wo er seinem Höhepunkt entgegen strebt. Er wird immer beständiger und lässt mich nie im Stich", so die Eidgenössin.
 
  
Kai Vorberg und Sissi Jarz siegen in der Einzelwertung

Das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, fand auch beim Voltigieren einen hervorragenden Abschluss im Preis der Sparkasse.  
    
"Mit diesem Sieg haben wir gar nicht gerechnet. Wir hatten zwei starke Konkurrenten und wussten im Vorfeld noch nicht einmal, ob wir hier überhaupt starten können. Denn unser Pferd Cepin war lange krank, er hatte eine schwere Lungenentzündung und stand vier Wochen in der Klinik. Dann gab es ein langes Bergauf und Bergab, wir mussten auch auf die erste EM-Qualifikation verzichten. Nach dem Sieg auf den Rheinischen Meisterschaften war Aachen unser erster internationaler Start. Wir freuen uns sehr, dass wir hier gewinnen konnten", so die Longenführerin Jessica Schmitz. Sie war selbst dreimal Welt-, zweimal Europa- und sechsmal Deutscher Meisterin. Das Team erhielt insgesamt 8.591 Punkte und gewann vor dem VV Ingelsberg, der 8.534 erhielt und dem Team Wintermühle der Jugendreitgruppe Köln mit 8.42. Diese Mannschaft wird trainiert von Kai Vorberg, der sich in der zweiten Kür-Wertung der Herren an die Spitze setzte.
Mit 8.481 gewann mit Kai Vorberg der Kölner Bereiter-Azubi die Gesamtwertung auf Picasso RS von der Wintermühle. "Voltigieren beim CHIO ist für uns Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Wir sind sehr froh, dass sich unser Plan erfüllt hat", so der Einzel-Weltmeister von 2006. Platz zwei ging an den ebenfalls von Vorberg trainierten Schweizer Patric Looser, der in Köln lebt und 8.391 erhielt. Rang drei ging an Gero Meyer auf seinem Pferd "Zeit für Robinson" mit 8.31 vor dem aus dem westfälischen Hamm stammendem Dennis Peiler auf Massimo. Er erhielt 8.086.

Bei den Damen siegte die Österreicherin Sissi Jarz mit 8.463 vor Nicola Ströh/Hamburg auf Lanson (8.394) und Marion Graf/Schweiz auf Lanson mit 8.353. Die 26-jährige Sissi Jarz hatte bereits die EM-Qualifikation in Brno gewonnen. Die in Hamburg lebende Sportwissenschaftlerin Nicola Ströh (26) holte sich auf der Weltmeisterschaft 2004 Gold und war im selben Jahr sowie 2006 Deutsche Meisterin.
 
  
Centurio und Markus Renzel zum Zweiten

Im Finale um den Sparkassen-Youngsters-Cup beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, standen vier ältere Vierbeiner vorne.  
    
Im Stechen auf Fehler und Zeit sind die achtjährigen Pferde ihren um ein Jahr jüngeren Kollegen dann doch noch überlegen: Im Finale um den Sparkassen-Youngsters-Cup beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, standen vier ältere Vierbeiner vorne. Nach der zweiten Qualifikation gewann Centurio auch das Finale mit einer fehlerfreien Runde in 43,44 Sekunden. In seinem Sattel saß der 35-jährige, in Oer-Erkenschwick beheimatete Nationenpreisreiter Markus Renzel, der bei seinem Sieg am Freitag doppelt gejubelt hatte. "Durch diesen Sieg erhielt Centurio das Kör-Prädikat", freute sich Renzel, der den Hengst vierjährig in seinen Stall bekommen hatte. Centurio ist ein achtjähriger Holsteiner von Cassini II aus einer Calvados-Mutter.

Auf Rang 2 landete mit Casall La Silla ebenfalls ein Holsteiner-Hengst, vorgestellt von dem Schweden Rolf-Göran Bengtson (0/44,18). Der Achtjährige, der in der zweiten Qualifikation Rang 4 belegt hatte, stammt ab von Caretino II aus einer Lavall I-Mutter. Rang 3 ging an den in den Niederlanden gezogenen Wallach Storm, einen Sohn des Grandeur aus einer Nuprimus-Mutter, den der Norweger Geir Gulliksen (0/44,23) pilotierte. Bestes siebenjähriges Pferd war der ebenfalls KWPN-gezüchtete Tamino, ein Wallach von Numero Uno - Farmer, der unter dem Niederländer Marc Houtzager 46,03 Sekunden benötigte. Insgesamt hatten 14 der 26 Starter das Stechen erreicht.


338.500 Zuschauer besuchten den CHIO Aachen 2007
    
"Es geht nicht um Rekorde, es geht uns um Qualität", betonte Baron Wolf von Buchholtz, Sportreferent des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), in seiner Bilanz. 338.500 Zuschauer an den sechs Turniertagen sind trotzdem ein Rekordergebnis, auch wenn es sich nicht mit früheren CHIO vergleichen lässt. Denn einerseits sind mit der Vielseitigkeit und dem Voltigieren zwei weitere Disziplinen hinzu gekommen, andererseits gab es in diesem Jahr keine Veranstaltung "Pferd und Symphonie" sowie wegen der Schulferien keinen Jugendtag beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007.

Das Fazit fällt beinahe rundum positiv aus. "Nur das Wetter von Dienstag bis Freitag müssen wir im kommenden Jahr ändern", hatte Turnierdirektor Frank Kemperman seinen Sinn für Humor nicht verloren. "Wir werden uns nach dem Turnier in Ruhe zusammensetzen und Bilanz ziehen, aber die Reaktionen der Reiter und Zuschauer über die beiden zusätzlichen Disziplinen sowie die neuen Flutlicht-Veranstaltungen sind durchweg sehr positiv. Wir haben viele Anregungen aufgenommen und werden sie analysieren. Einige Überlegungen werden wir bezüglich des Ablaufs anstrengen. Im Großen und Ganzen lief es sehr gut, und unser erstes Resümee fällt sehr positiv aus. Jetzt geht es nur noch um die Feinabstimmung."


Niederländer siegen im Nationenpreis vor Ungarn, der Schweiz und Deutschland

Zum zehnten Mal gewann der Niederländer die Einzelwertung um den Preis der Familie Richard Talbot beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007.   
    
Dieser Erfolg ist künftig nur schwer zu ereichen, zu toppen wird er wohl gar nicht sein. Und wenn, dann kann Ijsbrand Chardon das nur selbst: Zum zehnten Mal gewann der Niederländer die Einzelwertung um den Preis der Familie Richard Talbot beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. Mit 156,91 Punkten setzte er sich nach der Dressur am Donnerstag, die er auch gewonnen hatte, der Marathonfahrt am Samstag sowie dem abschließenden Hindernisfahren am Sonntag vor dem Schweizer Ex-Weltmeister Werner Ulrich (159,38) und dem Ungarn Zoltan Lazar (160,49) durch. Bester Deutscher wurde der WM-Dritte Christoph Sandmann (Laehden; 161,04), der nach dem Gelände noch auf Platz 2 rangiert hatte, im Hindernisfahren aber nur Rang 16 belegte.
"Der Marathon war schwierig, denn es waren teilweise dieselben Hindernisse wie bei der Weltmeisterschaft. Die Spannung war hoch, sehr viele begeisterte Zuschauer und eine tolle Atmosphäre"; so Ijsbrand Chardon. "Auch die Verlagerung des Marathons vom Wald weg in die Soers finde ich sehr positiv. Denn dadurch sind die Bedingungen für alle gleicher. Im Wald hatten die ersten zehn Starter Top-Bedingungen, für die anderen wurde es immer schwieriger. Ich denke auch, dass es für die Zuschauer in der Soers spannender ist, da sie die Strecke besser überblicken können", freute sich der Niederländer, der bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen Silber hinter dem Belgier Felix Brasseur gewonnen hatte. Brasseur ist diesmal beim CHIO Aachen nicht am Start, da er im Winter sein Lousitano-Gespann an den Portugiesen Christopher de Beck abgeben musste.

Die niederländischen Gespannfahrer gewannen zudem in der Besetzung Ijsbrand Chardon, Koos de Ronde und Theo Timmermann mit 328,06 Punkten den Nationenpreis vor Ungarn (336,81) und der Schweiz (338,81). Das deutsche Team, das bei den Weltreiterspielen in Aachen - damals noch mit dem inzwischen nicht mehr aktiven Michael Freund - Gold gewonnen hatte, belegte in der Besetzung Christoph Sandmann, Rainer Duen, der kurzfristig ein Reservepferd in Aachen einspannen musste, und Ludwig Weinmayr mit 356,29 Zählern diesmal nur Rang 4.

"Das war heute nicht prickelnd, ich bin enttäuscht", war der deutsche Bundestrainer Ewald Maier mit seinem Team nicht zufrieden. "Chardon hatte mit einem Zeitfehler den Weg für Sandmann freigemacht. Der konnte sich sogar zwei Fehler erlauben. Aber er machte zwei Fehler und erlaubte sich zudem Zeitfehler, da er viel zu langsam gefahren ist." Auch seine anderen Fahrer begeisterten den sonst meist gut gelaunten Bundestrainer nicht gerade. "Beide sind im Hindernisfahren nicht mannschaftsdienlich gefahren. Ich hätte von ihnen eine Nullrunde erwartet." Duen landete gesamt auf Rang 17, Weinmayr auf Rang 19. Besser machten es Josef Zeitler (Rang 9) und Youngster Christian Plücker, der aus dem von Michael Freund trainierten Perspektivteam kommt, als Achter. "Bei seinem ersten Start in Aachen ist er ganz toll gefahren", zollte Maier Plücker Respekt. "Leider konnte ich das Team ja nicht mehr umstellen und Zeitler nominieren", bedauerte der Bundestrainer. Als Duens Pferd verletzt ausgewechselt werden musste, war es für eine Änderung der Nominierung bereits zu spät gewesen. "Ich hatte gedacht, wir würden in etwa gleichwertig mit den Niederlanden rangieren, dass es so gelaufen ist, ist für mich eine echte Enttäuschung."
 
  
Belgier gewinnt Preis des Dubai Equestrian Club, Best of Champions
 
Jos Lansink startete mit dem belgischen Hengst Al Kaheel Vainqueur, ein neunjähriger Darco-Sohn. Palouchin de Ligny, ein achtjähriger französischer Hengst von Baloubet du Rouet, war Pessoas Sportpartner, Marco Kutscher setzte auf den achtjährigen Quidam d  
    
Viel Sportsgeist zeigte Marcus Ehning beim CHIO Aachen 2007 im Preis des Dubai Equestrian Club, Best of Champions: Nachdem sein neunjähriger Hengst For Germany RD in der Springprüfung mit Reiterwechsel den Gehorsam bei allen Konkurrenten verweigert hatte und so mit 24 Punkten jeweils die Höchstzahl an Strafpunkten erzielte, verzichtete er auf einen weiteren Start. Nachdem Ehning mit einer Gesamt-Fehlerzahl von nur vier Punkten vorne lag, beendete er seinen letzten Ritt auf Rodrigo Pessoas Hengst Palouchin de Ligny vor dem letzten Sprung. Damit wurde ihm ebenfalls die Höchststrafzahl von 28 Fehlerpunkten angerechnet. "Dadurch wollte ich das Gleichgewicht zwischen mir und den anderen Reitern wieder herstellen", so der Marler. Ehnings Reaktion war gelebte Horsemanship. Auch auf das Stechen verzichtete der 34-Jährige zur Schonung seines neunjährigen Hengstes.
Auf die Reaktion des Hannoveraners, der von Ehnings Olympiapferd For Pleasure abstammt, wusste auch Ludger Beerbaum, keine Antwort. "Ehrlich gesagt, bin ich hier auch etwas sprachlos. Das war mehrfacher Ungehorsam des Pferdes." Der Sieger Jos Lansink, der sich bei den Weltmeisterschaften Aachen 2006 nach Pferdewechsel die Goldmedaille gesichert hatte, meinte: "Das waren alles junge Pferde, die solche Plätze mit einer solch gewaltigen Atmosphäre noch nicht allzu oft gesehen
 
 
 

 

07.07.2007

Preis der PROVINZIAL, Die Versicherung der Sparkassen

 
Der 13-jährige Nicola Philippaerts Belgier vorne bei den Ponyreitern  
    
Es sind die jüngsten Springreiter, die hier ihren großen Auftritt beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, haben: Im Preis der PROVINZIAL, Die Versicherung der Sparkassen, setzte sich der 13-jährige Belgier Nicola Philippaerts nach vorne und hängte damit seinen Bruder Olivier um einen Platz ab. Die beiden Brüder sind Söhne des vierfachen Olympiareiters Ludo Philippaerts - der Belgier gelangte auf den Weltreiterspielen in Aachen 2006 auf Rang neun. "Hier zu reiten war ganz toll, so viele Leute! Vorher war ich sehr aufgeregt", gestand Nicola, der die Ponystute Ella gesattelt hatte. Fehlerfrei in 31.21 Sekunden fegte der 13-Jährige durch den Parcours - sein Bruder Olivier ritt in 33.81 Sekunden durch den Parcours. Beste deutsche Starterin war Carina Schoofs auf Macency M, deren Ergebnis 34.68 Sekunden betrug.



Weitere Infos:

www.chioaachen.de

Ticket-Hotline: 0241-917-1111
 
  
Gleich drei Sieger im Miele-Preis, dem Six-Bars-Springen

  
Eva Bitter, Marco Kutscher und Nick Skelton im vierten Stechen fehlerfrei  
    
Zwei Meter maßen die gewaltigen Steilsprünge: Und doch sahen die Sprünge von Argelith Ghia, Montender und Russel locker aus. Die drei Vierbeiner blieben auch im vierten Stechen des Six-Bars-Springen beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, fehlerfrei. Somit teilten sich ihre Reiter Eva Bitter (Münster), Marco Kutscher (Riesenbeck) und Nick Skelton (Großbritannien) den Sieg im Miele-Preis.

Erwischt hatte es in dieser Runde dagegen den Norweger Tony André Hansen auf Brokers Rhani de Puuvil erwischt, der einen Abwurf verbuchte. Der Schwede Rolf-Göran Bengtson, der in Runde 3 ebenfalls locker fehlerfrei geblieben war, hatte zur Schonung seines Pferdes Cuauhtemoc La Silla verzichtet. Lokalmatador Thomas Weinberg (Kohlscheid) zeigte auf dem erst achtjährigen Escobar dagegen drei tolle Runden, ehe es ihn im dritten Stechen an einem Sprung doch noch erwischte. Der 20-Jährige teilte sich Rang 6 mit dem Norweger Geir Gulliksen, der Cattani gesattelt hatte.


Bewegender Moment für Dressurkönigin Isabell Werth
 
Rheinbergerin bekommt das FN Ehrenzeichen mit Lorbeeren und Brillanten verliehen  
    
Gerührt und bewegt war die Doppelweltmeisterin der Weltreiterspiele von Aachen 2006: Die 37-Jährige erhielt auf einem Schaubild im Deutsche Bank Stadion das FN Ehrenzeichen mit Lorbeeren und Brillanten. Damit ist sie die achte Reiterin überhaupt, die die selten vergebene Auszeichnung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) erhält - übrigens die höchste Auszeichnung, die von der FN vergeben wird. "Ich bin sehr gerührt und freue mich sehr", brachte die dreifache Team-Weltmeisterin und Team-Olympiasiegerin bewegt hervor. Zu ihren Erfolgen gehören ferner drei WM-Einzeltitel sowie fünf Einzelsiege auf Europameisterschaften. Werth gewann 1996 olympisches Einzelgold in Atlanta und holte sich in Aachen 2006 den WM-Titel der Kür. 2007 siegte sie im Dressur World Cup Final von Las Vegas.
Zu den prominenten Trägern der FN-Auszeichnung gehören auch Olympiasieger Ludger Beerbaum und der unvergessene Dressur-Olympionike Dr. Reiner Klimke.



Anky van Grunsven gewinnt Philips-Preis

Volle Ränge in der Grand Prix Kür CDI  
    
Zu Tango-Klängen piaffierte und passagierte sich der zehnjährige Rapphengst IPS Painted Black an die Spitze des Starterfelds im Philips-Preis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. "Das ist der erste Kür-Sieg für Painted Black und darüber bin ich sehr glücklich. Er war noch etwas aufgeregt, aber dafür hat alles ganz schön geklappt. Die Musik habe ich schon etwas länger, er hat noch keine eigene. Aber ich glaube, jetzt kann er eine bekommen", freute sich die 39-jährige Weltmeisterin in der Kür bei den Weltreiterspielen in Aachen 2006. 77.85 Prozent lautete ihr Ergebnis. IPS Painted Blacks Vorfahren sind ebenfalls im internationalen Dressursport erfolgreich: Vater Gribaldi war unter Edward Gal 2006 niederländischer Vizemeister, Muttervater Ferro zählte mit Coby van Baalen zum NL-Silberteam der Olympischen Spiele in Sydney 2000. IPS Painted Black selbst fiel bereits als junges Pferd auf, als er die Weltmeisterschaft der sechsjährigen Dressurpferde gewann.
Rang zwei ging an Hubertus Schmidt/Borchen-Etteln auf dem 13-jährigen Don Primero-Raimondo-Sohn Dow Jones. Das Paar, das zu einem Meadley von Udo Jürgens ritt, erhielt 74.25 Prozent. "Dow Jones war hier doch anfangs etwas beeindruckt von der Atmosphäre. Er war etwas verhalten, als er sich dann aber hier wohl fühlte, hatte er sehr schöne Elemente", so der Team-Weltmeister von Aachen 2006. Den dritten Platz sicherte sich die Britin Laura Bechtolzheimer mit ihrem 16-jährigen Donnerhall-Sohn. Die 22-Jährige erhielt 71 Prozent. Rang vier ging mit 68.95 Prozent an die Amerikanerin Catherine Haddad auf ihrem dänischen Wallach Maximus JSS. Die Dressurreiterin lebt im niedersächsischen Vechta. Auf den fünften Platz gelangte mit 68.2 Prozent Klaus Husenbeth/Sottrum auf seinem 15-jährigen Prince Thatch xx-Sohn Piccolino. Das Paar zählte zweimal zum siegreichen deutschen Europameisterschafts-Team und war auch 2002 Mitglied der Goldequipe auf den Weltreiterspielen in Jerez.


CHIO Anziehungspunkt für 66.000 Zuschauer am Samstag
  
Zur Vielseitigkeit kamen 22.000 Besucher/Fahren besuchen 35.000 Zuschauer  
    
Das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, konnte auch am Samstag ein hervorragendes Besucher-Ergebnis erzielen: Insgesamt kamen inklusive des Abendprogramms 66.000 Zuschauer in die Soers. Den DHL-Preis Vielseitigkeit erlebten auf der Geländestrecke 22.000 Besucher, die Vierspänner im Wohnwelt Pallen Marathon besuchten 35.000 Menschen.


Isabell Werth siegt erneut – Satchmo gewinnt UNIROYAL-Preis
  
Anky van Grunsven wird Zweite im Grand Prix Special  
    
Mit 77.60 Prozent hat Isabell Werth/Rheinberg auch die zweite Prüfung im CDIO beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, für sich entschieden. Auf ihrem 13-jährigen Hannoveraner Sao Paulo-Sohn, ihrem Doppelgold-Pferd der Weltmeisterschaft in Aachen, setzte sich die 37-Jährige vor die Niederländerin Anky van Grunsven, die mit Keltec Salinero bei 76.84 Punkten auf den zweiten Platz gelangte.
"Einerseits bin ich sehr froh, weil Salinero sehr gute Elemente gezeigt hatte, andererseits habe ich mich über unsere Fehler geärgert. Beim Grüßen stand er nicht, und in der letzten Trab-Tour ist er zweimal gestolpert. Das hat uns den Sieg gekostet", so die 38-jährige Kür-Weltmeisterin von Aachen, Anky van Grunsven.

Auch Nadine Capellmann musste durch einen Fehler einen Platz nach hinten rutschen. "Ich habe das akkustische Signal zum Einreiten nicht gehört. Als ich das gemerkt habe, bin ich im schnellen Galopp Richtung Einritt geritten, doch es war etwas zu spät", so die Würselenerin. Jeweils 4 Punkte pro Richter wurden so von ihrem Ergebnis abgezogen, das bedeutete 72.72 Prozent und Rang fünf. Rang drei ging an die Schweizerin Silvia Iklé, die für die Vorstellung ihres 13-jährigen Sinclair-Sohns 75 Prozent erhielt. "Salieri ist noch immer steigerungsfähig und hat sich hier in sehr guter Form gezeigt", so die 58-Jährige. Rang vier ging an Jan Brink, der mit seinem 16-jährigen schwedischen Hengst Briar 73.36 Prozent erhielt. Der 46-jährige Schwede nahm mit Briar zweimal an Olympischen Spielen teil und wurde auf den Weltmeisterschaften in Aachen Achter. "Briar ist noch immer fit und motiviert", freute sich der Reiter.


Sieg für Frank Ostholt/GER im DHL-Preis Vielseitigkeit
 
Deutschland auch als Team vorne/Großbritannien 2., Schweden 3.  
    
Frank Ostholt hat es geschafft: Jubelnd gab der Warendorfer auf der Zielgerade noch mal richtig Gas und setzte sich so im DHL-Preis Vielseitigkeit beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, ganz nach vorne. "Es war fantastisch! Wir Vielseitigkeitsreiter haben uns schon so lange gewünscht, dass wir beim Turnier in Aachen starten dürfen. Wir sind alle sehr glücklich, dass wir jetzt endlich dazu gehören. Das ist für uns das Höchste neben den Championaten", so der 32-jährige Warendorfer. Er hatte sein Goldpferd von den Weltreiterspielen in Aachen, Air Jordan, gesattelt. Der zwölfjährige Halbblüter von Amerigo Vespucci xx, der im Besitz des Deutschen Olmypiade Komitee für Reiterei steht, lag schon nach der Dressur auf Rang eins, blieb im Springen fehlerfrei und musste im Gelände nur 3.6 Zeitfehler verbuchen: Mit insgesamt 39.40 Minuspunkten setzte er sich vor die schwedische Konkurrentin Linda Algotsson (35), die mit dem bereits 17-jährigen Stanford-Sohn Stand By Me drei hervorragende Teilprüfungen hinlegte. "Es war sehr spannend, sehr schnell, einfach fantastisch", strahlte die zweifache Vize-Europameisterin. Ihr Ergebnis: 40.40 Minuspunkte. Rang drei ging an den Franzosen Nicolas Touzaint mit seinem französischen Pferd Hidalgo de l'Ile (12). Der 27-Jährige erzielte 45.60 Minuspunkte. Auch der deutsche Vielseitigkeits-Bundestrainer Hans Melzer war zufrieden: "Wir sind sehr glücklich, dass wir beim CHIO dabei sein können und hoffen, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird."
Auch die Teamwertung sah einen deutschen Sieg mit 140.3 Punkten. Platz zwei ging an Großbritannien mit 159.70 Punkten vor Schweden mit 160.50 Punkten. Zara Phillips/Toytown, Sharon Hunt/Tankers Town, Francis Whittington/Sir Percival II und Emily Baldwin/Drivetime zählten zur britischen Mannschaft. Für Schweden ritten Linda Algotsson/Stand By Me, Sara Algotsson/Robin des Bois, Viktoria Carlerbäck/Bally's Geronimo und Anna Hilton/Mr. Dalby.

Das Zuschauer-Interesse an der rund vier Kilometer langen Geländestrecke mit 24 Hindernissen war enorm. Begeistert applaudierten die Besucher in der Soers jedem Reiter zu, der für die letzten Hindernisse in das Springstadion einritt. Die Weltmeisterin von Aachen, Zara Phillips, gelangte mit ihrem Goldpferd Toytown auf Rang fünf. "Es war ein fantastischer Kurs und einfach toll, ihn im Stadion zu beenden. Der Kurs war ganz anders als bei der WM. Und mein Pferd war geradezu übereifrig, schon in der Startbox und auch unterwegs sehr ehrgeizig", berichtete die 26-Jährige, die mit 48.10 Minuspunkten ins Ziel ritt. Zweitbester Deutscher war der Olympia-Teamvierter Andreas Dibowski, der mit seinem Olympiapferd FRH Little Lemon (16) und 48.20 Punkten auf Rang sechs ritt. Direkt dahinter platzierte sich eine glückliche Team-Weltmeisterin von Aachen: Ingrid Klimke steuerte ihr Nachwuchspferd Seacookie TSF mit 51.60 Punkten auf Rang sieben. "Ich bin total stolz und glücklich, dass mein erst acht Jahre altes Pferd diese Aufgabe so toll gemeistert hat", erzählte die 39-Jährige.


Koos de Ronde/NL gewinnt Wohnwelt Pallen Marathon

Zwischenstand im Kölnarena Nationenpreis: Niederlande vor Deutschland  
    
Herzlich willkommen in der Soers- so könnte man das Fazit beim Wohnwelt Pallen Marathon sehen. Nachdem die Vierspännerfahrer immer wieder den Wunsch geäußert hatten, die Geländeprüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, in das umliegende Gelände zu verlegen, waren die Reaktionen auf die Verlagerung durchweg positiv. "Allein die Fahrtzeit, bis wir die Pferde und unser komplettes Equipment in den Aachener Wald transportiert hatten, war für uns enorm. Wir sind sehr froh, dass diese Prüfung nun in der Soers stattfinden kann", zog "Mister Fahrsport" Michael Freund, der die Aachener Geländeprüfung dreimal gewonnen und im vergangenen Jahr seine Karriere beendet hatte, ein Fazit für die Fahrer. Auch die Zuschauer nahmen die Strecke begeistert an und pilgerten in Scharen zu der Hindernisstrecke, die acht Geländehindernisse umfasste. Einer der Anziehungspunkte war das ROLEX-Hindernis, das für dynamische Szenen am Wasser sorgte.
Der Sieg ging an den 30-jährigen Niederländer Koos de Ronde, der 100.12 Punkte erzielte. Rang zwei ging an den Deutschen Christoph Sandmann (40). Der Abstand zwischen dem Sieger und Sandmann war denkbar gering - Sandmanns Ergebnis lag bei 100.52 Punkten. Sein Gespann präsentiert sich in dunklen Farben - Dinard, Erwood, Haut Marnais und Rambo setzte er an den Leinen ein. Sandmann gewann dreimal Teamgold auf Weltmeisterschaften - auch in Aachen 2006. Der Speditionskaufmann lebt in Laehden und holte sich dreimal den Titel des Deutschen Meisters. Der dritte Platz ging an den Schweden Tomas Eriksson. Der 45-Jährige erzielte 101.59 Punkte.

Die Geländeprüfung besteht aus drei Phasen, nach zwei Wegstrecken gelangen die Gespanne in die Phase E, in der acht Hindernisse zu absolvieren sind. Entscheidend ist dabei die benötigte Zeit, wobei in den Hindernissen fünf bis sechs Tore in der richtigen Reihenfolge und Richtung durchfahren werden müssen.

Der Zwischenstand in der Gesamtwertung - dem Kölnarena Nationenpreis der Fahrer - sieht nach der Dressur und dem Marathon und vor dem abschließenden Hindernisfahren morgen die Niederlande (314.87 Punkte) mit Ijsbrand Chardon, Koos de Ronde und Theo Timmerman vor Deutschland und der Schweiz. Zum deutschen Team (335.22 Punkte) zählen Rainer Duen, Christoph Sandmann und Ludwig Weinmayr, für die Schweiz (335.31) fahren Werner Ulrich, Hansheiri Weiss und Daniel Würgler. Am Sonntag geht es um 9 Uhr weiter mit dem Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke Rheinland GmbH, einer Vierspänner-Hindernisfahrprüfung mit Stechen. Dann kann sich auch der Gesamtsieger der Einzelwertung im Preis der Familie Richard Talbot feiern lassen.


Jessica Kürten im Preis der AachenMünchener am schnellsten

Die Irin gewinnt das Springen mit Siegerrunde vor Ludger Beerbaum  
    
"Ich denke, schneller ging es nicht", sagte Jessica Kürten lachend, "zumindest bei mir wäre es nicht mehr schneller gegangen." Noch schneller musste die 37-jährige Irin am Samstagnachmittag beim Weltfest des Pferdesport, CHIO Aachen 2007, mit ihrer Stute Quibell aber auch nicht reiten. Ihren fehlerfreien Ritt in der Siegerrunde des Preises der AachenMüncher in 47,91 Sekunden konnte niemand mehr toppen. Sie siegte vor Ludger Beerbaum (Riesenbeck/47,99) auf Enorm und der US-Amerikanerin Beezie Madden (0/48,22) auf Judgement. "Ich bin sehr glücklich, mit Quibell hier in Aachen so ein bedeutendes Springen zu gewinnen", freute sich Jessica Kürten, die bereits am Mittwoch hinter Holger Wulschner Zweite im Warsteiner-Preis - Preis von Europa geworden war.
Die stets fröhliche und strahlende Irin hatte vorgelegt, musste aber noch bei den Ritten einiger Reiterkollegen zittern. Vor allem Ludger Beerbaum zeigte von der ersten Sekunde an, dass er diese Prüfung auf dem zehnjährigen Enorm gewinnen wollte. Zügig ritt er von der Startlinie aus los. "Ja, aber wenn ich irgendwo Zeit verloren habe, dann zwischen Hindernis 1 und 2" ärgerte vierfache Olympiasieger sich nach einem ansonsten makellosen Ritt doch ein wenig. Und verriet: "Ich wollte eigentlich sechs Galoppsprünge machen, benötigte aber sieben. Eventuell hätte ich auch auf den vorletzten Sprung einen weniger machen können." Das sah Bruder Markus, der zum Gratulieren vorbeikam, anders. "Dort einer weniger wäre nicht gegangen, Ludger, wohl aber zwischen Hindernis 1 und 2. Dadurch hattest Du etwas wenig Speed, als Du danach durch die Kurve geritten bist." Sieben Hundertstel Sekunden benötigte Beerbaum mehr als seine weibliche Konkurrentin. Unzufrieden war er trotzdem nicht: "Nachdem ich mich im Laufe der Aachener Turnierwoche in den Stechen bisher nicht mit Ruhm bekleckert habe, war das wohl mein mit Abstand bester Stechparcours bisher."


22.000 Zuschauer am Samstag auf der Geländestrecke


Vielseitigkeitsreiter begeistert von der tollen Stimmung

"Es war ein unglaubliches Gefühl, durchs Gelände in Aachen zu reiten. Überall brandete Applaus auf wie La-Ola-Wellen", war Frank Ostholt, Gewinner des DHL-Preises, begeistert. Ebenso begeistert waren die Zuschauer von der Premiere der Vielseitigkeit beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. 22.000 Besucher pilgerten die knapp vier Kilometer lange Strecke entlang und sahen den Sieg von Ostholt, der zudem mit der deutschen Equipe den erstmals augetragenen Nationenpreis vor Großbritannien und Schweden gewonnen hatte.


Voltigiergruppe Neuss-Grimlinghausen gewinnt Preis der Sparkasse

Kai Vorberg siegt in der Kür und Sissi Jarz gewinnt bei den Damen  
    
Ihr Thema beschrieben sie als "Space und Future" und das verbunden mit einer Top-Leistung sicherte dem Voltigier-Team aus Neuss-Grimlinghausen den Sieg im ersten Umlauf der Kür-Mannschaften im Preis der Sparkasse. Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, setzten sich die Rheinländer vor das Team VV Ingelsberg und das Team der Wintermühle der Jugendreitgruppe Köln. 8.580 lautete ihre Wertnote. "Wir wollten die Musik und die Kostüme nicht zu bildlich verwirklichen, deswegen haben wir dezente Musik mit ruhigen Klavierpassen und spacigen Klängen gewählt. Bis auf die erste Kombination waren wir zufrieden, unser Pferd Cepin lief sehr gut", so Longenführerin Jessica Schmitz.
Zur Musik des Muscials "Tanz der Vampire" zeigte das Team Ingelsberg seine Kür. "Bis auf ein paar Wackler waren wir im Großen und Ganzen zufrieden mit der Kür. Zum Ende war unser Pferd Arador leider nicht mehr zu 100 Prozent dabei", berichtete Longenführer Alexander Hartl. Das Team erhielt eine Wertnote von 8.416. Nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung war das Team Wintermühle, das zur Musik von Queen voltigierte. Die Mannschaft erhielt 8.345. Platz vier ging an den Reitclub St. Gallen/Schweiz vor dem Team Brazil.

In der Einzelkür der Herren konnte der Weltmeister von Aachen 2006, Kai Vorberg, seinen Rückstand aus der Technik halbieren. Mit 8.680 entschied er die erste Wertungsprüfung. Der Tscheche Petr Eim, der heute mit 8.506 die zweitbeste Kür-Wertnote erhielt, geht mit Catalin IV als Führender in das morgige Kürfinale. Gero Meyer aus Hildesheim rutschte vom zweiten auf den dritten Platz ab - er erhielt für seine Kür 8.400 Punkte. Der Schweizer Patric Looser bleibt auf Platz vier, er erhielt für seine Kür 8.493 Punkte. Dennis Peiler/Hamm rückte mit seiner Elvis-Kür, für die er 8.186 Punkte erhielt, in der Zwischenwertung zwei Plätze auf den fünften Platz vor.

Bei den Damen gewann die Österreicherin Sissi Jarz nach der Technik-Prüfung auch die Kür und hat vor der zweiten Kür einen beruhigenden Vorsprung auf die Schweizerin Marion Graf von knapp drei Zehntel. Jarz erhielt für ihre Kür 8.6. Während Ines Jückstock mit ihrer Kürnote 7.206 vom zweiten Platz auf den siebten Platz abrutschte, ist Nicola Ströh mit ihrer Kür auf Rang drei vorgerückt. Sie erhielt auf Lanson für ihre Kür 8.493.


Weitere Infos:

www.chioaachen.de

Ticket-Hotline: 0241-917-1111
 
 
 

 

6.07.2007

Isabell Werth gewinnt auf Warum nicht auch den Grand Prix Special

  
Die Team-Weltmeisterin deklassiert in der CDI-Tour die Konkurrenz im Deutsche Bank Stadion unter Flutlicht  
    
Isabell Werth - wer sonst? So salopp mag man formulieren angesichts der deutlichen Dominanz. Die Konkurrenz war letztlich chancenlos im Lindt-Preis, dem Grand Prix Special der CDI-Tour am Freitagabend. Zu überlegen ritt die Doppel-Weltmeisterin zu ihrem dritten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. Mit dem elfjährigen Warum nicht, der bereits den Grand Prix am Donnerstagmorgen gewonnen hatte, deklassierte die 37-jährige Rheinbergerin die Konkurrenz deutlich. "Ich glaube, das war hier das erste Mal überhaupt, dass Hannes unter Flutlicht lief. Das hat er ganz toll gemacht, am Anfang hat er sich einmal erschrocken, aber dann war er einfach klasse", freute sich die Rheinbergerin. Im Sattel des aktuellen Weltcup-Siegers, der zu Hause nur liebevoll "Hannes" genannt wird, erhielt Werth von den fünf internationalen Richtern 75,360 Prozent - das waren 5,720 Prozentpunkte mehr als die zweitplatzierte Nathalie zu Sayn-Wittgenstein, die den elfjährigen Rigoletto gesattelt hatte.
"Wir haben ihn selbst gezüchtet, er lief hier sehr gut, und ich bin sehr zufrieden", sagte die Dänin. Auf Rang drei schob sich der niederländische Equipe-Reiter Hans Peter Minderhout, der in der CDI-Tour den 14-jährigen Oldenburger Exquis Escapado an den Start brachte und 68,840 Prozent erzielte. "Escapado war eineinhalb Jahre verletzt und ging seitdem erst wieder drei Turniere. Anfangs war er etwas heiß und hatte dadurch zu viel Spannung." Mit Monica Theodorecsu (Sassenberg) folgte die zweitbeste deutsche Reiterin mit 68,440 Prozent auf Rang vier. Die Team-Olympiasiegerin hatte ihr hoffnungsvolles Nachwuchspferd Whisper, einen neunjährigen Wallach von Welt Hit I vorgestellt. "Gestern war er noch sehr beeindruckt von dem Stadion, heute ließ er sich sehr schön reiten", freute sich die Sassenbergerin, die für den starken Schritt ihres Pferdes sogar einmal die Höchstnote zehn erhielt. Pech für die Österreicherin Victoria Max-Theurer, die sich verritten hatte. "Das ist mir das letzte Mal vor zehn Jahren in einer A-Dressur passiert", so die 21-Jährige.

Kür-Weltmeisterin Anky van Grunsven (Niederlande), die am Donnerstagmorgen im Grand Prix auf Painted Black Rang zwei hinter Werth belegt hatte, entschied sich für die Kür der CDI-Tour (anders als in der O-Tour, in der alle die Top-Paare alle drei Prüfungen gehen, müssen die Reiter in der CDI-Tour wählen). Im Philips-Preis am Samstagabend, der um 20.30 Uhr im Deutsche Bank Stadion beginnt, geht die 38-Jährige als Top-Favoritin an den Start.
 

Frank Ostholt behält auch nach der Teildisziplin Springen die Führung


Das deutsche Vielseitigkeits-Team führt vor Großbritannien und Schweden  
    
Die Ersten werden die Letzten sein - zumindest gilt das am Samstag im Gelände der Soers. Denn erst wenn Frank Ostholt in der dritten Teilprüfung des DHL-Preises über die Ziellinie geritten ist, steht auch der Sieger der Vielseitigkeits-Prüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO 2007, fest. Nach den beiden Teildisziplinen Dressur und Springen, die am Freitagmorgen im Deutsche Bank Stadion bzw. heute am Spätnachmittag im Springstadion stattfanden, führt der 32-Jährige die Zwischenwertung in der Disziplin Eventing deutlich an. 35,80 Punkte verbuchte der Team-Weltmeister mit seinem Spitzenpferd, dem zwölfjährigen Air Jordan, und geht damit als Führender der Wertung mit Startnummer 34 als Letzter auf die rund vier Kilometer lange Strecke. Das garantiert Spannung, denn bis zum letzten Starter bleibt die Wertung offen. "Mein Pferd ist in der Dressur so locker wie nie gegangen", freute sich der 32-Jährige schon nach der Dressur am Morgen, für die er gleich zweimal abritt. "Das hat sich bewährt." Locker blieb Air Jordan auch im Springen, das er fehlerfrei absolvierte.
Auf Platz 2 rangiert mit 40,40 Punkten die zweifache Weltcup-Siegerin Linda Algotsson (Schweden) auf dem 17-jährigen Stand By Me vor dem französischen Ex-Europameister Nicolas Touzaint (44,00) auf dem zwölfjährigen Hidalgo de I'Ile. Zweitbester deutscher Starter ist Andreas Dibowski, der mit seinem 16-jährigen Wallach FRH Little Lemon 44,20 Punkte verbuchte. "Mit meinem Ritt in der Dressur war ich zufrieden….", sagte der 41-Jährige. Etwas knapp bemessen erschien aber die Bewertung. Mit einer fehlerfreien Runde im Parcours verbesserte Dibowski sich aussichtsreich auf Platz vier. Ein Fehler im nachmittäglichen Springen warf dagegen Weltmeisterin Zara Phillips (Großbritannien) und ihr WM-Pferd Toytown mit 47,30 Punkten auf Platz neun zurück. Die beiden weiteren deutschen Team-Reiter, Peter Thomsen mit The Ghost of Hamish und Hinrich Romeike mit Marius Voigt-Logistik, rangieren mit 52,70 bzw. 52,80 Zählern auf den Plätzen 16 bzw. 17.

Nach den beiden Teilprüfungen Dressur und Springen gehen die deutschen Reiter mit einem recht komfortablen Vorsprung ins Gelände. Mit 132,70 Punkten führen sie deutlich vor Großbritannien (149,10) und Schweden (158,90). Wird es am Samstag den dritten Sieg einer deutschen Equipe nach Dressur und Springen beim CHIO Aachen geben? "Wir versuchen die Prüfung als normales Turnier zu sehen und nicht als Nationenpreis-Premiere, damit wir nicht unter Druck stehen", verriet Bundestrainer Hans Melzer seine mentale Taktik.

Das Springen der Eventer wurde von einem großen Publikum interessiert verfolgt. Insgesamt besuchten am heutigen Freitag 28.000 Zuschauer das Weltfest des Pferdesports, CHIO 2007.
 
  
Matthias Alexander Rath siegt im WOTAX-Preis Intermediaire I

  
Die erste beide Plätze wurden unter jungen Reitern ausgemacht  
    
Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, hat sich im WOTAX-Preis Intermediaire I die Reihenfolge gegenüber dem Prix St. Georges, dem Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände Aachen, vertauscht: Nun lag mit 70.20 Prozent der 22-jährige Matthias Alexander Rath/Kronberg auf seinem neunjährigen Hannoveraner Weltmeyer Junior vorne. Die Prix St. Georges-Siegerin Victoria Max-Theurer/Österreich musste sich mit 69.6 Prozent auf ihrem Hengst Augustin OLD dahinter einreihen. Platz drei ging an die Britin Emma Hindle auf dem gekörten Hengst Chequille Z. Sie erhielt 68.75 Prozent. Isabell Werth/Rheinberg gelangte mit dem ebenfalls gekörten Hengst Fuchsberger auf den fünften Rang.
Am heutigen Freitag besuchten 28.000 Zuschauer die Soers.
 
  
Voltigieren: Bei den Damen Österreicherin Sissi Jarz vorne

  
Tschechische Führung bei den Herren. Der zweite Platz blieb in Deutschland und ging an den Vize-Weltmeister von Aachen 2006. Auf Rang drei liegt Kai Vorberg  
    
"Es geht immer wieder von vorne los", kommentierte der Weltmeister von Aachen 2006, Kai Vorberg, seine Runde in der ersten Voltigierprüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. Mit seinem WM-Pferd Picasso RS von der Wintermühle gelangte er im ersten Umlauf Technik Herren mit einer Wertnote von 8.026 auf Rang drei. "Kurz vorm Absprung hatte ich einen deutlichen Fehler, habe mir dafür nicht genügend Ruhe genommen. Das hat Picasso natürlich eine unangenehme Meldung gegeben. Da ich den Juni über mehr auf meinem Zweitpferd Record RS von der Wintermühle trainiert habe, war unsere gemeinsame Vorbereitungszeit nicht so lange", erklärte der 25-Jährige. Auf den ersten Platz setzte sich nun der Tscheche Petr Eim auf Catalin IVmit einer Wertnote von 8.293. Der 22-Jährige erzielte auf der WM 2004 in Stadl-Paura Rang neun, in Jerez 2002 wurde er Sechster. Der zweite Platz blieb in Deutschland und ging an den Vize-Weltmeister von Aachen 2006. Gero Meyer, der in Hildesheim Holzingenieurwesen studiert, erhielt mit seinem Pferd "Zeit für Robinson" 8.025. "Zurück in Aachen zu sein, ist ein absoluter Höhepunkt. Wir sind alle sehr froh, dass das Voltigieren mit ins CHIO-Programm aufgenommen wurde", so Kai Vorberg, der im Oktober 2006 seine Bereiterlehre begonnen hat. "Aachen hat meine Karriere beeinflusst, hier habe ich mich entschieden, bis zur Weltmeisterschaft in Kentucky 2010 meinem Sport treu zu bleiben."
Bei den Damen setzte sich die Österreicherin Sissi Jarz auf Apollo mit 8.346 vor Ines Jückstock auf Gatsby. Die 26-Jährige, die zuvor in Brno gewonnen hatte, erhielt 8.153. Jarz gelangte schon auf der Voltigiermeisterschaft 2004 in Stadl-Paura auf Rang zehn und zählte 2005 zum Bronze-Team der Europameisterschaft in Italien. Den zweiten Platz erhielt die 34-jährige Ines Jückstock mit 8.153. Sie holte sich auf der WM in Aachen mit Dallmers Little Foot Rang fünf und gewann 2004 WM-Bronze in Stadl-Paura - dasselbe Ergebnis, das sie bereits 2002 auf der WM in Jerez erhielt hatte. Rang drei ging an die Schweizerin Marion Graf mit Lanson, die für ihre Vorführung 7.933 erhalten hatte. Die Favoritin Nicola Ströh gelangte mit Lanson auf Rang fünf.

Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, besteht Voltigieren aus drei Teilprüfungen. "Anfang des Jahres hat die FEI beschlossen, dass auf Reitsportturnieren angegliederte Voltigierprüfungen in drei statt vier Teilprüfungen ausgetragen werden. Technik und Kür zählen hier zu jeweils 25 Prozent, die zweite Kür wiegt 50 Prozent", erklärt Dennis Pfeiler, der auf Rang sieben gelangte. Aachen ist für die Voltigierer die letzte Sichtung für die im ungarischen Kaposvar stattfindende Europameisterschaft. Auf der Bundessichtung in Krumke wurde eine Longlist erstellt, deren Teilnehmer in Brno starten durften. Die vier besten Teilnehmer der Frauen und Männer dort sind nun hier in Aachen am Start.
 
  
Ehrung Reiter Revue „Pferd des Jahres“

  
Isabell Werths Dressurstar Satchmo gewinnt die Leserwahl, die Ehrung fand im großen Springstadion in der Soers statt  
    
Eine besondere Ehrenrunde im Springstadion durfte Isabell Werths Satchmo beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, drehen: Das Dressurpferd wurde von den Lesern der Fachzeitschrift Reiter Revue International mit 37.24 Prozent zum Pferd des Jahres 2006 gewählt.
Bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen hat er die Herzen der Zuschauer erobert: Satchmo. Dabei stand der Sao-Paulo-Sohn zunächst nur als Reservepferd auf der Liste, doch dann musste Isabell Werth ihn für seinen verletzten Stallkollegen Warum einsetzen. Dass Satchmo dann zu zweimal Gold und einmal Bronze im Dressurviereck marschierte und dabei die ganze Welt in seinen Bann zog, war eine große Überraschung. Denn bis zur WM war der charmante Hannoveraner eher durch Widersetzlichkeiten im Dressurviereck bekannt. Doch Werth hat nie aufgehört, an ihn zu glauben. "Über kein anderes Pferd habe ich so viel nachgedacht, kein anderes Pferd hat mich so viel Demut gelehrt", sagte die Dressurreiterin nach ihrem grandiosen Erfolg. Auf die Frage, warum Satchie, wie er liebevoll genannt wird, die Wahl zum "Pferd des Jahres" gewinnen solle, antwortete sie: "Weil er alle Höhen und Tiefen bewältigt hat wie kein anderer und jetzt seine Genialität ausspielt."
Die von der Fachzeitschrift Reiter Revue international initiierte Aktion findet dieses Jahr zum 22. Mal statt.
Die Pferde des Jahres / Horses of the Year:

1984 Deister (Paul Schockemöhle/Springen)
1985 Deister (Paul Schockemöhle/Springen)
1986 Deister (Paul Schockemöhle/Springen)
1987 Silbersee (Dr. Michael Rüping/Springen)
1988 Shamrock (Dr. Matthias Baumann/Vielseitigkeit)
1989 Rembrandt (Nicole Uphoff/Dressur)
1990 Rembrandt (Nicole Uphoff/Dressur)
1991 Gallus (Christian Zehe/Vielseitigkeit)
1992 Rembrandt (Nicole Uphoff/Dressur)
1993 White Girl (Peter Thomsen/Vielseitigkeit)
1994 San Patrignano Weihaiwej (Franke Sloothaak/Springen)
1995 For Pleasure (Lars Nieberg/Springen)
1996 Jus de Pommes (Ulrich Kirchhoff/Springen)
1997 Ratina Z (Ludger Beerbaum/Springen)
1998 Traque le Vent (Marie Jeanette Steinle/Vielseitigkeit)
1999 Windfall (Ingrid Klimke/Vielseitigkeit)
2000 Rusty (Ulla Salzgeber/Dressur)
2001 Farbenfroh (Nadine Capellmann/Dressur)
2002 Dobel's Cento (Otto Becker/Springen)
2003 Marius (Hinrich Romeike/Vielseitigkeit)
2004 Sleep Late (Ingrid Klimke/Vielseitigkeit)
2005 Checkmate (Meredith Michaels-Beerbaum/Springen)
 
  
Niederländischer Sieg im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen
  
Gerco Schröder und seine Stute Eurocommerce Milano gewinnen vor Franke Sloothaak auf Legurio  
    
0 Fehler und 60.02 Sekunden lautete das Ergebnis des niederländischen Team-Weltmeisters von Aachen 2006 im RWE Preis von Nordrhein-Westfalen: Damit siegte Gerco Schröder auf der 13-jährigen KWPN-Stute Eurocommerce Milano beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007. "Im ersten Umlauf war es schwer, in der Zeit zu bleiben, und auch im zweiten Umlauf waren viele Reiter vor mir sehr schnell. Also habe ich mir gesagt, ich versuche, alles zu geben. Und das hat geklappt", freute sich der 28-jährige Niederländer. "Milano ist eine Stute mit sehr viel Blut, sie kämpft sehr für mich und ist sehr schnell. Außerdem denkt sie mit, und das macht es sehr angenehm."
Rang zwei ging an Franke Sloothaak auf dem Hannoveraner Landadel-Sohn Legurio, dessen Zeit 63.14 Sekunden betrug. "Wir freuen uns sehr, dass Franke Sloothaak wieder erfolgreich in Aachen startet", lobte Klaus Peters, Vizepräsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Sloothaak war über seinen Erfolg sehr zufrieden. "Ich werde oft auf dieses Pferd angesprochen, weil er sehr lang ist. Viele fragen mich, wie kannst du den reiten? Aber dabei vergessen sie das Interieur des Pferdes. Legurio hatte als Fohlen einmal eine Verletzung am Hals und ist dabei etwas gehandicapt. Aber er bewegt sich sehr schön bergauf und hat sehr viel Gleichgewicht. Das gibt ihm die Kraft, seinen Körper zusammen zu halten", erzählte der in Borgholzhausen lebende Reiter. Auf den dritten Rang gelangte der Brasilianer Rodrigo Pessoa mit dem neunjährigen KWPN-Wallach Rufus in 63.52 Sekunden, Platz vier belegte die in Hünxe lebende Irin Jessica Kürten mit Castle Forbes Maike in 64.71 Sekunden. Alle vier blieben fehlerfrei.

In dieser Prüfung konnten die Reiter Punkte für einen Startplatz im ROLEX Grand Prix, der Große Preis von Aachen, am Sonntagnachmittag sammeln.
 
  
Frank Ostholt vorne im DHL-Preis Vielseitigkeit – Teilprüfung Dressur

  
Deutschland ist das bestes Team vor Großbritannien und Schweden in der dreiteiligen Prüfung des CHIO Aachen 2007  
    
Der Start in der ersten Teilprüfung der Vielseitigkeit ist für das deutsche Team geglückt. Mit insgesamt 124,80 Strafpunkten lag die Mannschaft im DHL-Preis Vielseitigkeit - Teilprüfung Dressur beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, vor Großbritannien und Schweden vorne. Das deutsche Teammitglied Frank Ostholt (32), das mit seinem Mannschafts-Goldpferd der Weltmeisterschaft Aachen 2006, Air Jordan, antrat, lag in der Einzelwertung mit 35.80 Strafpunkten auf Platz eins. Andreas Dibowski/GER (41) erzielte mit seinem Olympiapferd von Athen, FRH Little Lemon, 44.20 Punkte gelangte
damit auf den zehnten Platz. Nur einen Platz hinter Dibowski liegt der aus Schleswig-Holstein stammende Zahnarzt Hinrich Romeike auf Marius Voigt-Logistik mit 44.8 Punkten. "Marius war hier ein bisschen guckig. Da es zudem noch sehr windig war, bin ich auf Nummer Sicherheit geritten", berichtete der 44-Jährige. Sein Teamkollege Peter Thomsen und dessen elfjähriger Fuchswallach The Ghost of Hamish landeten mit 52.70 Strafpunkten an 19. Stelle. "Ich hätte noch ein paar Minuten mehr zum Abreiten gebrauchen können, die Zeit war etwas kurz", so der 46-jährige Reiter aus Schleswig-Holstein, der als einer der ersten ins Viereck einreiten musste.
Die britischen Reiter Emily Baldwin mit Drivetime, Weltmeisterin Zara Phillips auf Toytown, Sharon Hunt mit Tankers Town und Francis Whittington auf Sir Percival III erhielten 133.10 Punkte vor den Schweden mit 142.90 Punkten. Zu ihrem Team zählen Linda Algotsson mit Stand By Me, Sara Algotsson und Robin des Bois, Viktoria Carlerbäck mit Ballys Geronimo und Anna Hilton auf Mr. Dalby. Insgesamt an zweiter Stelle lag die Schwedin Linda Algotsson mit dem 17-jährigen Stand By Me und 40.40 Strafpunkten vor dem Italiener Roberto Rotatori auf Della Malaspina Irham de Vaiges mit 40.69 Punkten.

Zweitbeste Deutsche war die Einzelreiterin Simone Deitermann auf Flambeau H3. "Mit der Trabtour war ich sehr zufrieden, da haben wir auch teilweise eine Neun bekommen. Am Galopp müssen wir noch mehr arbeiten", zog die 26-Jährige ihr Fazit nach dem Ritt mit dem 14-jährigen Westfalen Flambeau H3 von Funke. Ingrid Klimkes erst achtjähriger Trakehner Seacookie TSF zeigte sich wie viele Pferde etwas beeindruckt von den Dimensionen des Deutsche Bank Stadions. "An die Atmosphäre muss er sich noch gewöhnen. Ich glaube, dass Seacookie noch viel mehr Potenzial in sich hat und hoffe, dass wir das bald ausspielen können", erzählte die 39-jährige Münsteranerin, die für ihren Ritt 50.40 Punkte erhielt. Die weiteren Einzelreiter Kai Rüder (35) mit Katmandu und Dirk Schrade (29) auf Be My Guest landeten mit 53.70 sowie 55.60 Punkten an 20. sowie 25. Stelle.

Am heutigen Abend geht es für die Vielseitigkeitsreiter um 17.30 Uhr im Springstadion mit dem DHL-Preis, der Teilprüfung Springen, weiter. Morgen dann startet der DHL-Preis im Gelände um 9.30 Uhr. "Die Strecke ist eine sehr anspruchsvolle Drei-Sterne-Runde. Von der Ausstattung der Hindernisse und der Qualität des Bodens ist sie wie bei einem Championat ausgestattet. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu unterschätzen, die Reiter müssen hier sehr konzentriert reiten, damit die Pferde nicht mal an den Hindernissen vorbei laufen", beurteilte der deutsche Vielseitigkeits-Bundestrainer Hans Melzer die Geländestrecke. "Wir sind sehr froh, dass wir hier beim CHIO dabei sind und hoffen, dass das auch in Zukunft so bleibt."
 
  
Thomas Weinberg und Werner Ulrich siegen im Deutsche Bahn-Preis

  
Spitzen-Stimmung beim Jump & Rail, einer der spektakulärsten Prüfungen, die im Springstadion ausgetragen wird  
    
"Mein Puls rast immer noch, das ist wie beim Achterbahnfahren. Ich habe geradezu einen Adrenalinschock, aber das Gejage hier liegt mir wohl", strahlte der 20-jährige Aachener Thomas Weinberg nach rasanten Runden auf seinem Pferd Gavio und dem Vierspänner des Schweizers Werner Ulrich. Der Deutsche Bahn-Preis, Jump & Rail, besteht aus einem Parcours mit acht Hindernissen. Anschließend springen die Reiter von ihrem Pferd ab und drehen auf der bereit stehenden Kutsche eine Runde durch sieben Kegelhindernisse. Insgesamt 120.10 Sekunden brauchten Weinberg und Ulrich im Hauptstadion, während die begeisterten Zuschauer die Gespanne lautstark anfeuerten. Die Prüfung, ein Stimmungsgarant beim Weltfest des Pferdesports, CHIO 2007, sah den Briten John Whitaker mit Hugo du Heup und dem Gespann des Niederländers Koos de Ronde mit 123.88 Sekunden auf Platz zwei vor dem Norweger Tony Andre Hansen mit Ecu de Mieukestelt und dem Viererzug des Franzosen Benjamin Aillaud in 124.06 Sekunden. Auf den vierten Platz kam Jessica Kürten mit ihrem Hengst Castle Forbes Vivaldo dan het Costersvel und dem Gespann des Schweizers Daniel Würgler in 135.72 Sekunden. "Die ersten paar Hindernisse hatte ich etwas Angst gehabt, weil die Runden hier wirklich rasant sind. Aber dann machte es einen Riesenspaß", strahlte die in Hünxe lebende Irin.
  
 

Fahren: Schweizer Sieg im ZENTIS-Preis - Hindernisfahren
  
Der Vortagessieger des Time-Shuttle-Preises Ijsbrand Chardon ausgeschieden  
    
The Swiss driver, Daniel Würgler won the ZENTIS Prize at the World Equestrian Festival, CHIO Aachen 2007 with 1,720 points in a time of 251.74 seconds. His four-in-hand team of dark bay and black horses scored the most points in the obstacle driving course. The 47-year-old driver had harnessed Bismarck II, Harald, Jivago and Nando IX. Second place also went to Switzerland after Werner Ulrich (47) finished the course with a score of 1,690 points in 254.55 seconds. The French driver Benjamin Aillaud ranked third, scoring 1,680 points in 249.30 seconds.
The overnight winner, Ijsbrand Chardon, was very unfortunate. "I drove through the joker obstacle from the wrong side, which meant I was eliminated. It is a real shame, because up until then the horses were going very well. But we all make mistakes and tomorrow is another day," commented the 46-year-old Dutch driver.
 
  
Marcus Renzel/GER siegte in der 2. Wertungsprüfung im Sparkassen-Youngsters-Cup
  
Vortages-Sieger Heinrich Hermann Engemanns Pferd verliert ein Eisen im Parcours des Sparkassen-Youngster-Cup  
    
Gleich doppelte Freude bei Markus Renzel: Sein achtjähriger Holsteiner Schimmelhengst Centurio von Cassini II-Calvados II gewann die zweite Wertungsprüfung im Sparkassen-Youngsters-Cup und hat damit den noch ausstehenden Erfolg für seine züchterische Zulassung bekommen. "Centurio sprang hier super und ist durch diesen Sieg nun gekört", freute sich sein 35-jähriger, in Oer-Erkenschwick beheimateter Nationenpreisreiter Markus Renzel. Er hat den Hengst, mit dem er eine fehlerfreie Runde in 74.94 Sekunden absolvierte, von vierjährig an im Stall. Erneut auf Platz zwei gelangte Rene Tebbel mit der sächsischen Kolibri-Tochter Merry Chrismas, die in 75.13 Sekunden durchs Ziel kam. Auf den dritten Rang kam der niederländische Reiter Marc Houtzager mit dem siebenjährigen KWPN-Wallach Tamino, ein Numero Uno-Sohn. Das Paar benötigte für den Parcours 80.63 Sekunden. Pech hatte der Vortagessieger Heinrich Hermann Engemann/Bissendorf: "Meine Stute hat sich hier im Parcours ein Eisen abgetreten und musste einen Fehler verbuchen", berichtete der 48-Jährige.
 
 

 

5.07.2007

Deutscher Sieg im Mercedes-Benz Nationenpreis vor der Schweiz

Zum 25. Mal und zum zweiten Mal in Folge wurde das deutsche Team Sieger im Mercedes-Benz-Nationenpreis, einem der Höhepunkte der Samsung Super League.    
    

Die Mannschaft von Bundestrainer Kurt Gravemeier siegte am späten Donnerstagabend vor 34.000 Zuschauern unter Flutlicht im Rahmen des CHIO Aachen 2007. Bis auf Marcus Ehnings WM-Pferd Noltes Küchengirl (10), das im zweiten Umlauf an einem Oxer patzte, blieben alle deutschen Paare in beiden Umläufen null. Ludger Beerbaum musste im zweiten Umlauf gar nicht mehr antreten. Platz zwei ging an die Schweiz vor Frankreich und Schweden. "Ein Riesenkompliment an unsere Mannschaft, sie hat hier in Aachen im eigenen Land eine brillante Leistung gezeigt", lobte Gravemeier die vier Reiter. Vier Fehlerpunkte lautete das Gesamtergebnis des Teams.
"Die Entscheidung, den Nationenpreis auf den Donnerstagabend zu verlegen und in dieser tollen Flutlicht-Stimmung zu reiten, war die richtige", zeigte sich auch Peter Alexander Trettin vom Partner DaimlerChrysler Deutschland hochzufrieden. "Wir haben einen tollen Abend erlebt" fand auch Baron Wolf von Buchholtz, Sportreferent des CHIO-Ausrichters Aachen-Laurensberger Rennverein.

Ein Jubiläum feiern konnte dabei Ludger Beerbaum/Riesenbeck, der hier in Aachen seinen 100. Nationenpreis bestritt. "Großteils geht dieser Erfolg auf die Kappe meiner Kollegen, Gott sei Dank konnte ich im ersten Umlauf zeigen, dass ich auch dabei bin", scherzte der 43-Jährige, der den 16-jährigen Hengst Goldfever von Grosso Z-Galvano einsetzte. "Ich möchte diesen Sieg meiner Mutter, die vor einem Jahr verstorben ist und das sicher noch gerne mit erlebt hätte, widmen", schloss er bewegt. Beerbaum ging an den Start, um sich für den ROLEX Grand Prix am Sonntag zu qualifizieren. "Shutterfly ist super in Schuss und hat das hier ganz leicht für mich gemacht, ich habe die Ritte absolut genossen. Solch ein Pferd zu haben, ist ein Traum und hier im Stadion zu reiten, einfach Wahnsinn", lobte Meredith Michaels-Beerbaum (39) ihren 14-jährigen Hannoveraner Silvio-Forrest xx-Sohn Shutterfly. Auch der 32-jährige Westfale Christian Ahlmann/Marl lobte seinen Holsteiner Schimmel Cöster, ein 14-jähriger Calato-Sohn: "Er war schon in der Hallensaison sehr gut in Schuss. Zweimal hatte ich Glück gehabt, einmal am Wassergraben. Aber hier bei solch einem Publikum zu starten - diesen Genuss hat man nur einmal im Jahr in Aachen."

Auch die Mannschaft der Eidgenossen legte im ersten Umlauf drei Nullrunden hin, Pius Schwizer trat mit seinem neunjährigen Holsteiner Calido I-Landgraf I-Sohn Nobless M nicht an. Im zweiten Umlauf musste der 44-Jährige jedoch an den Start gehen, da Niklaus Schurtenberger (39) auf dem zwölfjährigen Baden-Württemberger Cantus-Sohn Cantus 21 Fehlerpunkte verbuchen musste. Jeweils vier Fehlerpunkte im zweiten Umlauf verbuchten Werner Muff (33) auf dem Mr. Blue-Sohn Plot Blue und Markus Fuchs (42) mit der zwölfjährigen belgischen Stute La Toya III. Das Gesamtergebnis der Schweiz belief sich damit auf zwölf Fehlerpunkte.

Den dritten Platz teilten sich Frankreich und Schweden. Im ersten Umlauf lieferte der 53-jährige Michel Hécart auf dem französischen Le Tot de Semilly-Sohn Itot du Château das Streichergebnis mit fünf Fehlerpunkten, im zweiten Umlauf lag diese "Rolle" bei Roger-Yves Bost (41) und seinem Dollar du Murier-Sohn Ideal de la Loge mit acht Fehlerpunkten. Zum Team gehörten weiter Florian Angot (34) mit First de Launay*HN und Olivier Guillon (35) auf Ionesco de Brekka. Damit setzte das französische Team komplett auf Hengste der Selle Français-Zucht. Bester Starter der Schweden war Royne Zetterman (49) auf dem elfjährigen Feliciano-Sohn Isaac vor den punktgleichen Reitern Rolf-Göran Bengtsson (45) mit Ninja Silla, KWPN-Wallach von Guidam, sowie Helena Lundbäck (31) auf der Cortez-Tochter Madick. Das Streichergebnis lieferte Lotta Schultz (39) mit der Irischen Stute Calibra II von Cavalier.
 
Statements nach dem Mercedes-Benz Nationenpreis
  
Lediglich Marcus Ehning leistete sich einen Abwurf, während im zweiten Umlauf bei der Konkurrenz reihenweise die Stangen fielen. So musste Schlussreiter Ludger Beerbaum im zweiten Durchgang noch nicht einmal mehr antreten.  
    
Die deutsche Equipe hat unter Flutlicht zurückgeschlagen: Nachdem man sich bei der WM Aachen 2006 hinter den Niederlanden und den USA mit Bronze zufriedengeben musste, gewannen gestern abend Marcus Ehning auf Noltes Küchengirl, Christian Ahlmann auf Cöster, Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly und Ludger Beerbaum auf Goldfever wie schon beim CHIO 2006 den Mercedes-Benz Nationenpreis als Teil der Samsung Super League. Lediglich Marcus Ehning leistete sich einen Abwurf, während im zweiten Umlauf bei der Konkurrenz reihenweise die Stangen fielen. So musste Schlussreiter Ludger Beerbaum im zweiten Durchgang noch nicht einmal mehr antreten. Platz 2 holte sich die Mannschaft aus der Schweiz (12 Fehlerpunkte) vor Frankreich und Schweden (je 20).
Frage: Herzlichen Glückwunsch, Herr Beerbaum. Sie durften heute nicht nur Ihren 100. Nationenpreis sondern dann auch noch den Sieg feiern.

Ludger Beerbaum: Vielen Dank - und die Kollegen haben mir den Sieg einfach gemacht. Ich hätte mir keinen schöneren Rahmen als hier in Aachen für das Jubliäum wünschen können. Wenn man sich vorher ein Drehbuch überlegt hätte, dann hätte es genauso ausgesehen. Ich bin wirklich glücklich.

Frage: Können Sie sich denn noch an Ihren ersten Nationenpreis erinnern?

Beerbaum: Das war 1985 in Dublin. Da waren Marcus und Meredith wahrscheinlich noch nicht einmal geboren (lacht).

Frage: Frau Michaels-Beerbaum, geboren waren Sie natürlich schon, aber war Ludger in Ihrer Kindheit ein großes Vorbild?

Meredith Michaels-Beerbaum: Natürlich, und wir haben heute extra hart gekämpft, damit wir anschließend groß feiern können. Shutterfly hat mich heute begeistert, ich habe jede Runde vor diesem Publikum genossen. Er hat fast alles allein gemacht und ich musste mir zwischen den Sprüngen immer wieder sagen, so, jetzt solltest Du auch einmal reiten.

Frage: Was haben Sie nach dem letzten Sprung gedacht, als der Sieg feststand?

Michaels-Beerbaum: Schade, dass das bei der WM nicht genauso geklappt hat (lacht).

Frage: Herr Ehning, Sie hatten heute den einzigen Abwurf ihres Teams. Was war am Hindernis passiert?

Marcus Ehning: Wir sind zu flach gesprungen (lacht). Nein, das war ein Fehler, wie er immer wieder mal unterläuft. Insgesamt hat mich Noltes Küchengirl heute sehr überzeugt. Außerdem wusste ich ja, dass drei solche Granaten wie Ludger, Meredith und Christian nach mir reiten. Letztlich sind wir einfach froh, heute hier in Aachen gewonnen zu haben.

Frage: Herr Gravemeier, als Bundestrainer haben Sie also alles richtig gemacht?

Kurt Gravemeier: Unser Team hat hervorragend gekämpft, nachdem die Schweiz im ersten Umlauf vorgelegt hatte. Gratulieren möchte ich vor allem Ludger zu seinem 100. Nationenpreis. Was er für die Reiterei geleistet hat, wird in die Geschichte eingehen.

Frage: Steht nach dem heutigen Triumph auch schon das Team für die EM in Mannheim?

Gravemeier: Das wird sich in den kommenden Wochen entscheiden, jetzt genießen wir erst einmal den Sieg in Aachen.
 
  
H.- H. Engemann gewinnt Sparkassen Youngsters Cup
 
Sieben Jahre ist sie alt, stammt aus Westfalen und ließ die Konkurrenz im Sparkassen Youngsters Cup beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, hinter sich: Late Night, eine von Lancer III-Dinard L abstammende, Stute absolvierte den Parcours fehlerfrei in 62.93 Sekunden. "Ich habe sie seit sie vier Jahre alt ist in meinem Stall. Sie war schon in La Baule zweimal siegreich und Zweite im Finale und hat sich hier noch mal gesteigert. Sie ist ein sehr mutiges, gehfreudiges Pferd und zählt zu meinen Nachwuchshoffnungen", berichtet Engemann (48), der in Bissendorf bei Osnabrück beheimatet ist.
Platz zwei ging an die sächsische Stute Merry Chrismas unter Rene Tebbel. Das Paar absolvierte den Parcours in 63.19 Sekunden. Die Fuchsstute stammt ab von Kolibri, der als erfolgreichster Springpferde-Vererber der neuen Bundesländer galt. Auch Rang drei bleibt in Deutschland - er wird gehalten von Franke Sloothaak mit der achtjährigen Schimmelstute Lou von Lordanos-Gimpel (63.94 Sekunden), bevor mit Platz vier und Nick Skelton ein Brite auf den vorderen Plätzen zu finden ist. Er ritt den Holsteiner Concas, ein siebenjähriger Hengst von Contender-Caletto II. Insgesamt nahmen an der Prüfung 27 Pferde teil.
 
  
Deutscher Sieg im Lambertz Nationenpreis
  
Spannend war es bis zum Schluss im Lambertz Nationenpreis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007: Als letzte Starterin musste Isabell Werth auf Satchmo die Ehre der gastgebenden Nation hochhalten. "Ich stand schon ein bisschen unter Druck", spielte die 37-Jährige die nervliche Anspannung scherzend herunter. "Mit meinem Pferd bin ich überaus zufrieden. Satchmo hat hier heute eine fantastische Prüfung ohne Rucken und Mucken absolviert. Ich bin sehr stolz auf ihn und hoffe, das bestätigt sich in den nächsten Tagen so weiter", strahlte die Rheinbergerin nach ihrem Sieg. Seit 1977 hat das deutsche Team bis auf eine Unterbrechung 2005, als die Niederländer gewannen, stets den Nationenpreis für sich entschieden. Mit einem Endergebnis von 218.791 Prozent setzten sich die deutschen Reiter Isabell Werth/Satchmo (77.333 Prozent), Ellen Schulten-Baumer/Donatha S (71.375 Prozent) und Nadine Capellmann/Elvis VA (70.083 Prozent) an die Spitze. Das Streichergebnis lieferte Hubertus Schmidt mit Wansuela Suerte (60.083 Prozent), die nach der Prüfung aufgrund einer Verletzung zurückgezogen werden musste.
Platz zwei ging mit 216.417 Prozent an die Niederlande. "Unsere Reiter haben hier sehr gute Leistungen gezeigt, obwohl wir nicht in unserer stärksten Besetzung angetreten sind. Nachdem Imke Schellekens-Bartels mit Sunrise in der Hallensaison sehr erfolgreich war, sollte sie nun Pause bekommen. Laurens van Lieren und Hexagons Ollright sind auch eine Weile nicht mehr gestartet, für Hans-Peter Minderhoud war es das erste Mal hier in Aachen und für Salinero war es erst wieder die dritte Prüfung seit der Weltmeisterschaft", berichtete die zweifache Mutter. Ihr Hannoveraner, im vergangenen Jahr Kür-Weltmeister in Aachen, beendete die Prüfung mit 75.29 Prozent auf dem zweiten Platz. "Wir müssen erst wieder in den Prüfungsrhythmus kommen und mussten so ein paar kleine Fehler verzeichnen. Beim Angaloppieren aus der Passage ist er erst falsch angesprungen und auch in der Schritt-Tour hatte er Fehler. Die Atmosphäre in Aachen ist für Salinero immer schwierig. Insgesamt gesehen bin ich aber mit einem zufriedenen Gefühl aus der Prüfung geritten." Rang drei ging an das Team aus Schweden mit 211.875 Prozent. "Wir haben ein gutes Team, das sehr motiviert und beständig gute Ergebnisse geliefert hat", freute sich Schwedens bester Reiter Jan Brink, der mit dem 16-jährigen Hengst Briar auf Rang vier gelangte. Dahinter folgten die Teams aus Frankreich und Großbritannien.

Der dritte Platz in der Einzelwertung im MEGGLE-Preis ging in die Schweiz - Silvia Iklé zeigte mit dem 13-jährigen Sinclair-Sohn Salieri CH eine sichere Runde mit Höhepunkten und erhielt dafür 74.708 Prozent. "In dem Piaff-Passage-Übergang hat sie sogar eine Zehn erhalten. Aachen ist sicherlich nicht einfach für Reiter und Richter, aber wir haben hier heute sehr gute Leistungen gesehen", zog der italienische Richter Dr. Vincenzo Truppa sein Fazit.

Im deutschen Team brachte Ellen Schulten-Baumer das zweitbeste Ergebnis. "Petrus war zwar nicht auf meiner Seite, aber Donatha hat dennoch 100-prozentig mit gespielt", so die 28-Jährige. Nicht ganz zufrieden war Nadine Capellmann: "Der erste Teil war so überragend wie lange nicht mehr, doch als sich Elvis vor einem Geräusch erschreckt hatte, war für einen Moment der Faden gerissen. Dann hatte ich ihn in den Zweierwechsel nicht mehr so vor mir, das war schade", berichtete die Würselenerin.
 
  
Isabell Werth siegt mit Warum Nicht im HAVENS Pferdefutter-Preis

Deutschland hat seinen ersten Sieg in einer Dressurprüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, errungen: Isabell Werth gewann im HAVENS Pferdefutter-Preis, Grand Prix CDI, auf dem elfjährigen Hannoveraner Warum Nicht mit 74.042 Prozent. "Ich war gespannt, wie er im Viereck reagieren würde, denn Wind und Regen können die Pferde schon mal nervig machen. Warum Nicht war zwar etwas guckig, aber gut kontrollierbar und ich war sehr zufrieden", erzählte die Rheinbergerin nach ihrem Start. Der zweite Platz ging mit 71.25 Prozent an die Niederländerin Anky van Grunsven, die den zehnjährigen Hengst IPS Painted Black vorstellte. "Ich war eigentlich zufrieden, die erste Piaffe und Pirouette waren allerdings nicht so schön. Das liegt wohl daran, dass er nicht so viel Erfahrung hat, denn bedingt durch meine Schwangerschaft ist er in noch nicht so vielen Grand Prix-Prüfungen gestartet", berichtete die Kür-Weltmeisterin von 2006. Ihr Rappe aus niederländischer Zucht stammt ab von dem Trakehnerhengst Gribaldi, der mit Edward Gal 2006 niederländischer Vize-Champion der Dressur war.
Rang drei ging an Hubertus Schmidt/GER mit dem Oldenburger Don Primero-Sohn Dow Jones. Das Paar erzielte 70.75 Prozent. "Ich reite dieses Pferd seit eineinhalb Jahren. Er steht im japanischen Besitz und seine Reiterin möchte noch versuchen, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren", berichtete der Westfale aus Borchen-Etteln. Auf den vierten Platz gelangte die auf dem Gestüt Grönwohldhof vor den Toren Hamburgs mit Karin Rehbein trainierende Australierin Kristy Oatley. Sie erzielte mit dem zwölfjährigen gekörten Hengst Quando Quando - ihr Weltmeisterschaftspferd von 2006 - 68.867 Prozent.
 
  
Niederländischer Sieger im TIME-SHUTTLE-Preis
    
Die erste Fahrprüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, geht an das niederländische Nachbarland: Der Vize-Weltmeister von Aachen 2006, Ijsbrand Chardon, gewinnt mit 68,8 Prozent den TIME-SHUTTLE-Preis. Der Abstand zum Zweitplatzierten war dabei denkbar knapp und betrug nur 0.1 Prozent. "Durch das Wetter hatte hier jeder schwierige Bedingungen vorgefunden. Doch unter diesen Umständen war ich mit der Leistung meiner Pferde sehr zufrieden", sagte Chardon. Der vierfache Familienvater hatte seine Pferde Argus, Camacho, Tomasson D und Zidane angespannt. Der 46-Jährige holte sich 1988 in Apeldoorn, 1992 in Riesenbeck und 2002 in Jerez de la Frontera den Weltmeisterschafts-Titel. 19-mal war der in Den Hoorn lebende Fahrer niederländischer Meister.
Platz zwei ging an den Deutschen Christoph Sandmann, der 68.7 Prozent erzielte. Der aus Laehden stammende 40-jährige Speditionskaufmann setzt in Aachen seine Pferde Dinard, Erwood, Smash und Haut Marnais ein. Sandmann zählte 1992, 1994 und 2006 zum Gold gewinnenden WM-Team, holte 2006 WM-Einzelbronze in Aachen und war 2002 Einzel-Vize-Weltmeister, außerdem holte er dreimal den Titel des Deutschen Meisters. Auf den dritten Platz fuhr der Schweizer Werner Ulrich mit 68 Prozent. Insgesamt gingen 23 Vierspänner-Fahrer aus neun Nationen im Fahrstadion an den Start.
 
  
Amerikanischer Sieg im Preis des Handwerks
    
Nur Bruchteile von Sekunden trennten den Sieger im Preis des Handwerks beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, vom Zweitplatzierten. McLain Ward (31) setzte sich auf seiner elfjährigen Holsteiner Stute Quo Vadis mit 59.45 Sekunden vor den Franzosen Olivier Guillon (35) auf der französischen Stute Kissmi des Nauves. Die Chenu du Plessis-Tochter absolvierte den Parcours in 59.57 Sekunden. Bester deutscher Starter war Heinrich Hermann Engemann (48) auf der KWPN-Stute Purple Rain. Der bisher vielfach erfolgreiche CHIO-Starter aus Bissendorf bei Osnabrück steuerte die zehnjährige Wolfgang-Liberto-Tochter in 60.19 Sekunden durch den Parcours
  


bLuxe gewinnt den 16. Schaufensterwettbewerb des CHIO

"Natürlich haben wir uns vorher gesagt: Wenn wir mitmachen, wollen wir auch gewinnen", freuten sich die Geschäftsführer Nicole und Patrick Hallmann. "Aber gerechnet haben wir damit nicht." bLuxe, eine Handelsagentur für Modeaccessoires in Würselen, ist der Sieger des 16. Schaufensterwettbewerbs beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, der in Zusammenarbeit von Aachener Zeitung (AZ), dem Märkte- und Aktionskreis City e.V. (MAC), der Stadt Aachen und dem Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV) initiiert wurde. Mit ihren liebevoll gebastelten Heupferden hatte bLuxe die Kundschaft und die Jury überzeugt. Auf Platz 2 kam Blumen NOS aus Aachen, Platz 3 teilten sich die Transfusionsmedizin im Uniklinikum Aachen und die Buchhandlung Backhaus aus Aachen.
Über 70 Geschäfte hatten mitgemacht, ihre Schaufenster im Stil des diejährigen CHIO-Partnerlandes Portugal geschmückt. Die Kundschaft konnte dann per Coupon und per Internetabstimmung ihre 15 Lieblingsgeschäfte wählen, aus denen eine Fachjury schließlich den Gewinner ermittelte. "Der diesjährige Schaufensterwettbewerb hat den CHIO wieder in die Region getragen und gezeigt, wie fest unser Turnier in den Herzen der Menschen verwurzelt ist", betonte ALRV-Vizepräsident Klaus Peters. Und Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden meinte: "Wir haben in Stadt und Kreis einen großen Wettbewerb und große Präsentationen erlebt." Karin Philipp, Sprecherin der Jury, bewunderte "die Kreativität, mit der die Teilnehmer das Partnerland Portugal in ihre Geschäften gebracht haben". "Hier wird etwas in der Region bewegt", sagte Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung.

Nicole und Patrick Hallmann jedenfalls durften sich nicht nur über großen Applaus freuen, sondern auch über den Preis für den ersten Platz: Eine Doppel-Magnum Flasche Taittinger. "Wir werden sie zusammen mit unserem Team trinken", sagten die beiden. Und noch jemand hat Grund zum Jubel. CHIO-Maskottchen Karli zog unter allen Kunden, die sich an der Abstimmung beteiligt hatten, Ilka Walke aus Eschweiler. Sie erhält einen Gutschein für ein Abendessen für zwei Personen im Restaurant Essperiment sowie eine Tennisstunde im Schweizer Hof.
 
  
CHIO Aachen: Interview mit Zara Phillips
    
Bei der WM in Aachen im vergangenen Jahr gewann Zara Phillips Einzelgold. Jetzt ist die Enkelin der britischen Queen zurück in der Soers, um auch beim CHIO Aachen erstmals in der Vielseitigkeit zu starten. Zunächst am Freitag in der Dressur und im Springen - und dann am Samstag mit der großen Geländeprüfung, dem DHL-Preis.

Frage: Miss Phillips, wie ist es, nach dem Triumph im vergangenen Jahr nach Aachen zurückzukehren?

Zara Phillips: Es ist ein schönes Gefühl. Der CHIO ist ein großes Event, die Atmosphäre und die Zuschauer sind toll. Umso mehr freuen wir Vielseitigkeitsreiter uns, dass wir nun nach der WM auch beim CHIO dabei sein können.

Frage: Nach der WM gab es viel Lob gerade für den Boden der Aachener Geländestrecke. Ist das auch ein Grund dafür, dass sie mir ihrem Goldpferd Toytown in die Soers gereist sind?

Zara Phillips: Sicher, der Boden in Aachen ist hervorragend. Selbst bei dem derzeitigen Regenwetter, das wir ja aus Großbritannien gut kennen. Aber mit Toytown verbindet mich ohnehin eine echte Partnerschaft. Jeder hilft dem anderen. Er ist ein Phänomen und hat mich schon in vielen Wettbewerben gerettet.

Frage: Viele sehen Sie nach den Leistungen im vergangenen Jahr als eine der großen Favoritinnen sowohl im Einzel als auch mit dem britischen Team?

Zara Phillips: Es ist ein völlig neuer Wettbewerb, die Ergebnisse der WM sollte man nicht als Grundlage nehmen.

Frage: Macht die Absage von Bettina Hoy, deren Pferd Ringwood Cockatoo ja leicht verletzt ist, für Sie alles einfacher?

Zara Phillips: Nein, absolut nicht. Die Konkurrenz ist auch so stark und es gibt eine Menge Sportler und Pferde, die um den Sieg mitreiten können. Es wird sicher spannend.
 
  
Aktion "Glücks-Bringer" am Samstag im Hauptstadion

An diesem Samstag werden wieder viele Pferdesportfans ihre Portemonnaies für den guten Zweck zücken. Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007 (3. - 8. Juli), sammeln Kinder und Jugendliche aus Aachen auf dem gesamten Turniergelände Gelder für das Therapeutische Reiten. Zu erkennen sind sie an ihrem T-Shirt mit dem Aufdruck "Glücks-Bringer", einer Gemeinschaftsaktion des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (DKThR) und des Förderkreises Behindertensport e.V.
"Das Therapeutische Reiten liegt uns seit Jahren sehr am Herzen", sagt ALRV-Präsident Klaus Pavel. "Für uns ist es selbstverständlich, dass wir helfen, wo wir nur können." Allein bei der WM im vergangenen Jahr kamen durch vielfältige Benefiz-Aktionen über 80.000 Euro für diese Therapieform zusammen. Dabei wird die lindernde, heilende und vorbeugende Wirkung des Pferdes auf den Menschen genutzt: Ob bei Problemen mit der Motorik und der Wahrnehmung, bei Kommunikations- oder Kontaktschwierigkeiten, bei Depressionen oder einer Behinderung. Auch an zahlreichen Ständen auf dem Turniergelände können sich die Besucher umfangreich über das Therapeutische Reiten informieren.

"Es ist großartig, dass der ALRV bei seinen Turnieren auch an die Interessen benachteiligter Menschen denkt", freut sich die Vorsitzende des Förderkreises Behindertensport e.V. Gerda Pleitgen. Und die DKThR-Vorsitzende Cornelia von Rüxleben-Plöger ergänzt. "Der CHIO Aachen ist für Menschen mit einem Handicap eine Wahnsinns-Plattform. Hier können sie zeigen, was alles in ihnen steckt." Auch immer wieder im Rahmenprogramm, vor Journalisten aus aller Welt.
 
 
 

 

04.07.2007

Holger Wulschner siegt im WARSTEINER-Preis, Preis von Europa
 
Sieben Reiter im Stechen – zwei Norweger, eine Irin, und vier Deutsche  
    
Er war der erste, der sich fürs Stechen qualifiziert hatte, der Erste, der im Stechen antrat und blieb auch der Erste: Holger Wulschner gewann den WARSTEINER-Preis, Preis von Europa, auf dem elfjährigen Holsteiner Clausen fehlerfrei in 53.63 Sekunden. "Ich bin von diesem Pferd geradezu verwöhnt, wir haben schon 2006 drei Große Preise gewonnen. Doch der Sieg hier vor dieser Kulisse ist sicher nicht alltäglich", freute sich Wulschner, der den Calato-Sohn seit drei Jahren reitet. "Er war damals etwas verrufen, weil er mit einem jungen Mädchen öfter mal den Parcours verlassen hat. Anfangs war er schwierig, aber er ist sicherlich das beste Pferd, das ich je geritten habe." Insgesamt sieben Reiter des 50-köpfigen Starterfelds zogen ins Stechen ein. Nur drei Reiter blieben fehlerfrei und auch ein norwegischer Sieg war der skandinavischen Nation nicht vergönnt: Zwar gingen mit den beiden 2006-er WM-Reitern Geir Gulliksen und Tony André Hansen gleich zwei Norweger ins Stechen, sie mussten jedoch beide Fehler verzeichnen.
Holger Wulschner gilt als erfolgreichster Reiter der neuen Bundesländer. Der Sieger im Hamburger Derby 2000 wirkt in der Nähe von Rostock auf Gut Groß Viegels. Auf den zweiten Platz gelangte in 54.78 Sekunden die Irin Jessica Kürten. "Ich bin unwahrscheinlich stolz auf meine Stute, sie ist hier über sich hinaus gewachsen. Auf dem Abreiteplatz hatte sie noch kehrt gemacht, als sie eine Menge weißer Pferde sah. Sie ist sehr geräuschempfindlich", erzählte die 37-Jährige von Quibells Zusammentreffen mit den Reitern des portugiesischen Gastlands. Die Tochter eines Zahnarztes und einer Künstlerin betreibt mit ihrem Ehemann Eckardt die Chesney Farm - benannt nach ihren Eltern - in Hünxe. "Frauenpower" auch auf Platz drei: Meredith Michaels-Beerbaum und der Zweibrücker Leubus-Sohn Le Mans gelangten fehlerfrei in 54.98 Sekunden ins Ziel. "Heute war es hier sehr schwer, nicht nur die Hindernisse, auch das Wetter war schwierig, weil dadurch die Zügel glitschig werden und die Pferde oft weniger konzentriert sind, weil sie Wasser in Ohren und Nase bekommen". Pech hatte Eva Bitter - sie schlug mit Argelith Stakkato einen falschen Weg ein und schied dadurch aus.

Der WARSTEINER-Preis, Preis von Europa, zählt zu den drei Prüfungen, aus denen sich die sechs punktbesten Reiter für den ROLEX Grand Prix am Sonntag qualifizieren. Das beste deutsche Paar aus dem Weltcup-Finale von Las Vegas, Daniel Deusser und Air Jordan Z, musste zwei Abwürfe verbuchen.

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Erste Aachener Schleife für Victoria Max-Theurer: Sieg mit Augustin
  
Junges Starterfeld im Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände Aachen  
    
"Ich bin ganz hin und weg, wie Augustin sich hier präsentiert hat", strahlte Victoria Max-Theurer nach dem Prix St. Georges, der ersten Dressurprüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO 2007. Mit 71.2 Prozent setzte sich die 21-jährige Österreicherin an die Spitze. "Augustin ist erst sieben Jahre alt, manchmal kommt noch die Flegelphase durch. Am Montag hat er im Training so viel Rambazamba gemacht, dass er mich fast in den Sand gesetzt hat. Heute war er einfach nur toll und ich habe endlich meine erste Aachener Schleife bekommen", freute sich Max-Theurer, die bereits als jüngste Teilnehmerin an den Dressur-Europameisterschaften 2003 - 17 Jahre zählte sie damals - in die Geschichte einging. Augustin stammt übrigens aus der Zucht ihrer Eltern und ist ein Sohn ihres Grand Prix-Pferdes August der Starke.
Nur ein Jahr älter ist der zweitplatzierte Matthias-Alexander Rath. Der Stiefsohn von Ann Kathrin Linsenhoff, 2002-er Teamweltmeisterin, stellte den Weltmeyer-Sohn Weltmeyer Junior sicher vor, musste nur in der Schrittpirouette und beim Rückwärtsrichten kleine Fehler verbuchen. 70.45 Prozent lautete sein Ergebnis auf dem neunjährigen Wallach, einst Spitzenpferd der Hannoveraner Elite Auktion. Die beiden "Jungspunde" setzten sich vor die mehrfache Olympiasiegerin Isabell Werth, die den gekörten Fidermark-Faschingsprinz-Sohn Fuchsberger mit 68.25 Prozent auf Rang vier ritt. Dazwischen platzierte sich die Britin Emma Hindle mit dem gekörten Caretano Z-Sohn Chequille, ein im Springpferdegestüt Zangersheide gezogener Hengst - mit 69 Prozent. Auch der vom Aachener Hof Rossheide - Heimat von Olympiasiegerin Alexandra Simons-de Ridder - kommende gebürtige Bayer Max Wadenspanner ist erst 21 Jahre alt. Er hatte mit seinem hessischen Hengst Moosbends Ricardos, der vierjährig Süddeutscher Champion war, teilweise Probleme in den Wechseln: 61.55 Prozent lautete sein Ergebnis. Nicht ganz glücklich war Kür-Weltmeisterin Anky van Grunsven. "Nelson war sehr gespannt zu Anfang, wir hatten mehrfach Anlehnungsprobleme. Ich reite ihn erst seit einem Jahr Turniere, vorher ist er auch noch nie in Prüfungen gestartet, obwohl er jetzt schon zwölf Jahre alt ist. Er stand vorher bei uns auf der Wiese, da er lahm war und als er wieder gesund war, dachte ich: Ich schaue mal, wie es mit ihm läuft und habe mit dem Training begonnen", erzählte die Niederländerin von ihrem Weltmeyer-Sohn.

Neben den vielen jüngeren Reitern gab es eine zweite Tendenz: Mit sieben Pferden zählten auffallend viele Hengste zum zwölfköpfigen Starterfeld. Beispielsweise eines der besonderen Aushängeschilder der Stiftung des brandenburgischen Haupt- und Landgestüts Neustadt/Dosse: Samba Hit, Vollbruder zur einst für 2.5 Millionen Euro versteigerten Sandro Hit-Tochter Poetin. Der neunjährige Hengst, 2006 Finalist im Nürnberger Burgpokal, gelangte unter Christian Flamm (28) mit 66.5 Prozent auf den sechsten Rang.

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Zwischenstand im MEGGLE-Preis

Deutsche Starterin vorne im Dressur Nationenpreis der CDIO-Tour  
    
Donatha und die deutsche Reiterin Ellen Schulten-Baumer liegen im Meggle Preis, dem Dressur Nationenpreis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, mit 71.375 Prozent vorne. Die 13-jährige Hannoveranerstute von Donnerhall-Pik Bube meisterte ihre Aufgabe trotz teilweise ergiebiger Regengüsse sicher. "Petrus war leider nicht auf unserer Seite. Aber trotz der äußeren Umstände war ich zufrieden, ich hatte ein sehr harmonisches Gefühl und Donatha hat super mit gemacht", äußerte sich die 28-Jährige nach der Prüfung. Nicht glücklich war Hubertus Schmidt/GER nach seinem Ritt auf der 13-jährigen Hannoveraner Warkant-Tochter Wansuela Suerte. "Ich habe schon beim Einreiten gemerkt, dass sich Wansuela Suerte nicht so locker anfühlt, sie war nicht in der Form wie beispielsweise in Balve, als sie 76 Prozent erzielte. Erst auf der letzten Diagonale habe ich gemerkt, dass die Stute nicht ganz in Ordnung war und sie gleich danach unserem Mannschaftstierarzt Dr. Björn Nolting vorgestellt", berichtete der Mannschafts-Olympiasieger von 2004. "Wir wissen noch nicht, was ist, feststellen konnte man bisher nichts." Das Paar erhielt 69.083 Prozent.
Bisher auf Rang zwei liegt der Niederländer Hans Peter Minderhout, der für seinen Ritt auf der zwölfjährigen Partout-Tochter Exquis Nadine 70.04 Prozent erhielt. Insgesamt starteten bisher 16 Reiter im Dressur-Nationenpreis, der morgen ab 14 Uhr mit der zweiten Hälfte weitergeht. Während heute die ersten vier Plätze sich zwischen Deutschland und den Niederlanden abwechselten, gelangte mit 68.167 Prozent der amerikanische Einzelreiter Steffen Peters mit Lombardi auf den fünften Platz.

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Reihenfolge der Starter im Mercedes-Benz Nationenpreis ausgelost

Großbritannien geht als erster Starter in den Parcours unter Flutlicht, Deutschland ist letzter Starter 
    
Er wird einer der Höhepunkte beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007: Der erstmals am Donnerstagabend unter Flutlicht ausgetragene Mercedes-Benz Nationenpreis, der Bestandteil der Samsung Super League ist. Den eher unbeliebten ersten Startplatz nahm der britische Equipechef Derek Ricketts mit Humor: "Dann ist wenigstens der Boden noch gut und vielleicht ist bei uns dann das Wetter auch noch besser als bei den späteren Startern."
Die weitere Reihenfolge: Schweiz (2), USA (3), Belgien (4), Niederlande (5), Schweden (6), Frankreich (7), Deutschland (8).
Als Zweiter kommt die Schweiz an die Reihe. "Wenigstens können wir dann schon einen Reiter sehen, das ist ein Vorteil. Christina Liebherr wird allerdings nicht starten, sie wird zwar heute aus dem Krankenhaus entlassen, das Springen aber im Publikum verfolgen und von dort die Daumen drücken", erklärte Rolf Grass, Equipechef der Alpenrepublik. Den deutschen Bundestrainer Kurt Gravemeier vertrat Markus Beerbaum, der den achten Platz des deutschen Teams zufrieden aufnahm. "Ich denke, Kurt wird mit mir zufrieden sein, dass wir als Letzte starten und hoffentlich werden wir dann auch als Letzte in den zweiten Umlauf gehen." Zufrieden zeigte sich auch der niederländische Equipechef Rob Ehrens mit dem fünften Platz. "Dann können wir schon vier Reiter vorher sehen und wissen genau, wie die Zeit sein muss. Wir werden dann schneller reiten als die vorherigen Starter", scherzte er. Und der Belgier Lucien Somers schloss: "Mit dem vierten Platz sind wir sehr zufrieden und hoffen, dieses Ergebnis auch im Endresultat erreichen zu können."

Der Mercedes-Benz-Nationenpreis beginnt um 19 Uhr, die Siegerehrung wird gegen 22.35 Uhr erwartet.



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Media Night: 600 Prominente feiern bis spät in die Nacht

CHIO Aachen: Stefan Aust, Reiner Calmund und Marietta Slomka zu Gast  
    
Die Media Night ist das gesellschaftliche Highlight beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, (3. - 8. Juli 2007). Auch in diesem Jahr feierten 600 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien, Sport und Showbusiness bis spät in die Nacht. Von der Moderatorin des ZDF-heute-journals, Marietta Slomka, und WDR-Intendatin Monika Piel über die Schauspielerin Tina Ruland, "Lindenstraßen"-Star Liz Baffoe und Printenkönig Dr. Hermann Bühlbecker bis hin zu Dressur-Weltmeisterin Nadine Capellmann, Schlagerstar Patrick Lindner und "Germany´s Next Topmodel" Lena Gercke.
Hier sah man Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust im Gespräch mit der erfolgreichsten Dressur-Reiterin aller Zeiten, Isabell Werth, hier präsentieren sich Sport-Manager Reiner Calmund, der ehemalige Weltklasse-Zehnkämpfer Jürgen Hingsen oder die Journalistenlegende Friedrich Nowottny den Kameras der zahlreichen Fotografen und Fernsehteams. Und natürlich gehörten die Pferde und die spannenden Entscheidungen von Aachen zu den Hauptgesprächsthemen. Noch bis zum kommenden Sonntag kämpfen die knapp 260 Sportler in der Aachener Soers um die renommierten Preise in den fünf Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren.

 

Hans Günter Winkler stellt neues Buch beim CHIO Aachen vor

„Aachen war meine reiterliche Heimat“, erinnert sich die Reitsportlegende gerne zurück  
    
"In Aachen bin ich groß geworden, es ist meine reiterliche Heimat und das Mekka des Pferdesports", sagt der legendäre Hans Günter Winkler (80). Und so war es selbstverständlich, dass der mehrfache Weltmeister, Olympiasieger und Europameister sein Erinnerungsbuch "Halla, meine Pferde und ich" jetzt beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007 (3. - 8. Juli) vorstellte. Vor 52 Jahren wurde Winkler in der Aachener Soers Weltmeister der Springreiter und gewann den renommierten Großen Preis von Aachen dreimal. 1986 beendete er hier seine lange Karriere.
Und oft hatte das Publikum dabei seine "Wunderstute" Halla bewunderen dürfen. Ihr sind viele Kapitel des Buches - es ist die Neuauflage und Weiterführung seines Bestsellers aus dem Jahr 1956 - gewidtmet. "Halla war einzigartig. Nachdem ich Anfang der 60er das letzte Mal mit ihr im Parcours war, musste ich allen beweisen, dass ich auch mit anderen Pferden erfolgreich sein könnte." Das gelang vortrefflich: Winkler ist heute eine lebende Legende und gilt noch immer weltweit als ein Aushängeschild des deutschen Sports. "Es ist erstaunlich, an was man sich nach Jahrzehnten noch alles erinnert, wenn man nur lange genug im eigenen Gedächtnis und in Archiven sucht", lachte Winkler. Auf 223 Seiten können die Reitsportfans nun mit vielen Anekdoten und Bildern in die Vergangenheit eintauchen. Mit vielen sportlichen und nur wenigen privaten Aspekten. "Denn der Sport war das, was mein Leben ausgemacht hat", sagte Winkler. Erschienen ist "Halla, meine Pferde und ich" im Fnverlag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.
 

 

03.07.2007

CHIO Aachen 2007 vor 38.500 Zuschauern feierlich eröffnet

 
Stimmungsvolle Gala mit dem Partnerland Portugal – Lusitanos und Trommelrhythmen erfüllten die Soers mit südländischem Flair.  
    
Vom Führzügelpony bis zum Vierspänner, vom bewegungsstarken Dressurpferd bis zum rasanten Vielseitigkeits-Athleten: 100 Pferde führten als erstes Bild der Eröffnungsfeier beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007 (3. - 8. Juli), die fünf Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren vor. "Neben den Weltreiterspielen ist der CHIO Aachen mit seinen fünf Disziplinen weltweit einmalig. Auf den Wunsch der Zuschauer und Aktiven haben wir die Vielseitigkeit und das Voltigieren ins Programm genommen", erklärte Klaus Pavel, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), in seiner Willkommensrede. Er sprach auch die vielen weiteren Neuerungen des traditionsreichen Turniers an: So wird der Mercedes-Benz Nationenpreis der Springreiter erstmals am Donnerstagabend unter prickelnder Flutlichtatmosphäre ausgetragen. "Hier geht die Weltspitze an den Start, 253 Sportler mit 441 Pferden aus 22 Nationen", freute sich Pavel.
Höhepunkt des bunten Programms waren die Vorführungen des CHIO-Partnerlands Portugal. Weltweit wohl einmalig präsentierte das berittene Musikkorps der portugiesischen Nationalgarde mitreißende Rhythmen im Galopp. 20 Pferde gehörten dazu, neben 18 Schimmeln auch zwei Schecken, die Trommler auf ihrem Rücken trugen. Besondere Begeisterung lösten die Hengste des portugiesischen Staatsgestüts Alter Real aus - neben zwei Quadrillen forderten sie vor allem durch Lektionen über der Erde wie die dynamische Courbette den Applaus des Publikums heraus. Seit 1748 werden Lusitanos auf dem königlichen Gestüt gezüchtet. Sie wurden von Reitern der portugiesischen Schule für Reitkunst - Escola Portuguesa de Arte Equestre - ausgebildet und vorgestellt.

"Wir freuen uns sehr, in dieser wunderschönen Stadt zu sein", begrüßte der Botschafter Portugals, José Caetano de Campos Andrada da Costa Pereira, das Aachener Publikum. Und wie es um die junge Generation des iberischen Landes bestellt ist, zeigten die jungen Musiker der Tocá Rufa. Mitreißende Trommelrhythmen animierten das applaudierende Publikum zu einem Wechselspiel mit den Musikern. Erstmals wurde der Medienpreis im Hauptstadion verliehen - die Preisträger der Kategorien Hörfunk, Print und TV fuhren in einem vom mehrfachen Fahrweltmeister Michael Freund gesteuertem Vierspänner ein.

Nicht fehlen durfte natürlich der Einmarsch der 22 beim CHIO Aachen vertretenen Nationen. Aus der Seele aller Zuschauer sprach wohl Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden: "Lieber Petrus", begann er seine Bitte an den Wettergott, "das ist ein so schönes Turnier, lass die Sonne scheinen!"


Marcus Ehning mit Cinderella Sieger im STAWAG-Preis

Die Prüfung des STAWAG-Preises gilt als Qualifikationsprüfung für den Rolex Grand Prix. Kurze Schrecksekunden gab es, als Christina Liebherr im Parcours stürzte.  
    
Am Ende lösten sich im STAWAG-Preis, der zweiten Prüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, die Bestzeiten im Minutentakt ab.
Der Sieg ging an Marcus Ehning auf der 15-jährigen schwedischen Stute Cinderella.
"Dass die Stute hier heute so gut mit gemacht hat, freut mich sehr. Die Entscheidung betrug nur einen Wimpernschlag, das Glück lag heute auf meiner Seite", erzählte ein zufriedener Marcus Ehning nach der Prüfung. Die vormals von Maria Gretzer gerittene Stute von Irco Marco-Manelek xx hat wie Ehning sagt bereits alle bedeutenden Turnierplätze dieser Welt gesehen.
"Sie ist ein sehr schnelles Pferd, sensibel, aber nicht nervig. Sie steht bei mir eigentlich etwas hinten an, aber hier hat sie gezeigt, dass sie auch sehr schwere Springen gehen kann", berichtete der 33-Jährige aus Marl.
Bis zum 47. Starter lag Meredith Michaels-Beerbaum auf ihrem WM-Bronzepferd Shutterfly in Führung. Der 14-jährige Hannoveraner Silvio I-Forrest xx-Sohn, mit dem die in Thedinghausen lebende Springreiterin schon das Weltcup-Finale 2005 gewonnen hatte, absolvierte den Parcours in 82.53 Sekunden. Doch dann kam der in Bissendorf bei Osnabrück lebende Profi Hans-Heinrich Engemann und legte mit seinem 13-jährigen Westfalen Aboyeur W von Anmarsch-Direx noch eins drauf und unterbot die Zeit um einen Wimpernschlag mit 82.41 Sekunden. Rund 20.000 Zuschauer verfolgten das Springen, dessen erste drei Plätze damit komplett in deutscher Hand blieben.

Erleichterung gab es nach den Schrecksekunden beim Sturz von Christina Liebherr. Die 28-jährige Schweizer Amazone war beim Überwinden eines Oxers von ihrer Stute L.B. Callas Sitte Z gestürzt. "Die Reiterin hat keine Brüche erlitten, wird aber wegen des Verdachts einer Gehirnerschütterung 24 Stunden zur Beobachtung im Aachener Klinikum bleiben", meldete der medizinische Leiter des CHIO, Professor Dr. Karl Zilkens. Liebherr lebt im schweizerischen Bulle und zählte auf den Aachener Weltreiterspielen zum Schweizer Team, das auf Rang fünf gelangte. Die Amazone, die auch bei den Olympischen Spielen von Athen erfolgreich mit ihrem WM-Pferd L.B. No Mercy startete, verbuchte ihren größten Erfolg mit dem Gewinn von Einzelsilber auf der Europameisterschaft 2005. Ihrem Pferd L.B. Callas Sitte Z, eine neunjährige Stute mit dem Brand des belgischen Gestüts Zangersheide, blieb unversehrt und konnte unmittelbar nach dem Sturz von einem Helfer eingefangen werden. Auch Franke Sloothaak musste aufgeben - bei seinem Hannoveraner Wallach Legurio riss ein Zügel im Parcours.

Der STAWAG-Preis ist eine der Qualifikationsprüfungen für den am Samstag um 12.30 Uhr stattfindenden Preis der AachenMünchener, eine Springprüfung mit zwei Umläufen und Siegerrunde. Außerdem ist er eine Qualifikationsprüfung für den Rolex Grand Prix, dem am Sonntag stattfindenden Großen Preis von Aachen. Er führt auf 620 Meter über 13 Hindernisse mit 16 Sprüngen.


Französischer Sieg im accom-Preis

Der Franzose Roger-Yves Bost gewinnt die erste CHIO-Prüfung. Christian Ahlmann wurde bester Deutscher auf Platz zwei. Jessica Kürten belegte den dritten Platz.  
    
Lolita de la Loge heißt der erste vierbeinige Sieger beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007.
Im accom-Preis schlug die erst achtjährige Selle Français-Stute unter dem dreifachen WM-Teilnehmer Roger-Yves Bost die Konkurrenz mit 61.05 Sekunden. Der 41-Jährige verbuchte seinen bisher größten Championats-Erfolg bei den Olympischen Spielen in Atlanta, als er mit dem französischen Team auf den vierten Platz gelangte.
Mit 61.58 Sekunden nur wenige Millisekunden langsamer war Christian Ahlmann auf der zehnjährigen Rheinländer-Stute Perry Lee, die von Pythagoras Z-Bariton abstammt.
Ahlmann (32) brachte sich 2003 als Doppel-Europameister ins Gespräch und zählte mit dem Holsteiner Cöster zu den deutschen Bronze-Teams von den Olympischen Spielen in Athen und der WM in Aachen.
Der dritte Preis ging an die in Hünxe lebende Irin Jessica Kürten. Die 37-jährige zweifache Olympiastarterin hatte den neunjährigen belgischen Hengst Castle Forbes Vivaldo van het Costersvel gesattelt. Mit dem Clinton-Randel Z-Sohn ritt sie in 63.40 Sekunden über die Ziellinie.

Die Prüfung führte über 520 Meter bei elf Hindernissen mit insgesamt 13 Sprüngen, verlangt war eine Geschwindigkeit von 375 Meter pro Minute. Das Starterfeld enthielt hochkarätige Teilnehmer wie die Vize-Weltmeisterin von 2006, die Amerikanerin Beezie Madden. Mit ihrem WM-Silberpferd Authentic, ein zwölfjähriger Enkel des Millionen-Vererbers Quidam de Revel, ritt sie eine harmonische Runde. "Mein Ziel war Sicherheit, ich bin nicht auf Zeit geritten", sagte die 43-jährige im US-Bundesstaat New York lebende Amazone. Ein Wiedersehen gab es mit drei von vier WM-Goldpferden des niederländischen Teams: Oki Doki ging unter Albert Zoer als erster in den Parcours und musste vier Fehlerpunkte verbuchen, während für den mächtigen Hengst Eurocommerce Berlin unter Gerco Schröder und BMC Up and Down mit Jeroen Dubbeldam jeweils sieben Fehlerpunkte anstanden.
Einziges deutsches WM-Paar waren Marcus Ehning und die zehnjährige Stute Noltes Küchengirl, die sechs Fehlerpunkte verzeichnen mussten.
Insgesamt nahmen am accom-Preis 16 deutsche Starter - acht davon mit zwei Pferden - teil. Premiere feierte der 2006-er Team-Europameister der Junioren, Christoph Brüse: Der 18-Jährige aus Bonn-Rodderberg ging das erste Mal in Aachen an den Start, dafür jedoch gleich mit zwei Pferden. "Aachen ist wie jedes Jahr wieder etwas Besonderes. Da es neben den deutschen Meisterschaften in Gera die einzige Sichtung für die Europameisterschaft ist, hat es einen besonderen Stellenwert für uns", erklärte Spring-Bundestrainer Kurt Gravemeier.

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Ticket-Hotline: 0241-917-1111


Isabell Werth entscheidet sich für Satchmo im Nationenpreis

Neue Kürmusik für Satchmo mit modernen und klassischen Elementen für den CDIO Aachen 2007 rechtzeitig fertig gestellt.  
    
Zum Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, sind sie beide gereist:
Isabell Werths Spitzenpferde Warum Nicht und Satchmo.

"Wen ich im CDIO reite, habe ich davon abhängig gemacht, ob die neue Kürmusik von Satchmo rechtzeitig fertig wird. Und das wurde sie, also geht Satchmo nun die O-Tour", berichtet die Doppel-Weltmeisterin von Aachen 2006.

Mit ihrem 2007-er Weltcup-Finalsieger Warum Nicht (11), ein Hannoveraner Weltmeyer-Wenzel I-Nachkomme, wird sie zusätzlich die CDI-Tour bestreiten.
Die neue Kürmusik der dreifachen Team-Olympiasiegerin wird Elemente von Vangelis enthalten.
"Wir haben moderne und klassische Momente gemischt", verriet Isabell Werth. Das Spektrum des Musikers, der vor allem durch seine Filmmusik zu "1492: Die Eroberung des Paradieses" bekannt wurde, reicht von New-Age-Musik bis hin zum Dark Ambient. Vangelis hat auch die Hymne für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 gesungen.

Damit wird es in der Kür wohl zum direkten Aufeinandertreffen der beiden 2006-er Weltmeister, Anky van Grunsven und Isabell Werth kommen. Während die Niederländerin den Kürsieg holte, holten sich Werth und Satchmo die Goldmedaille im Special.
Derzeit gilt Isabell Werth als eine der best berittensten Dressurreiterinnen der Welt. Für die Rheinbergerin eine besondere Bestätigung, nachdem ihr 13-jähriger Sao Paulo-Sohn Satchmo lange Zeit zu Widersetzlichkeiten im Viereck neigte.

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Erste CHIO-Auktion in der Albert-Vahle-Halle

Erstmalig 33 Spitzen-Sportpferde bis Klasse S, Sportponys und fünf Top-Fohlen in der Auktion am Mittwochabend in der Albert-Vahle-Halle zu ersteigern. 
    
Aachener Luft schnuppern sie nun seit einigen Tagen - und wer weiß, vielleicht ist es nicht das letzte Mal: Die Pferde der ersten CHIO-Auktion, die beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, zur Kollektion gehören.
"Nach entsprechender Ausbildung können wir einige von ihnen sicherlich eines Tages in Aachen wiedersehen", bezieht sich der Aachener Dressur-Fachmann Ton de Ridder auf die Qualität.
Am Mittwochabend verwandelt sich die Albert-Vahle-Halle ab 18 Uhr in einen Auktionssaal. Am heutigen Dienstag werden die Kandidaten um 13.30 Uhr und um 15.40 Uhr im Hauptstadion vorgeführt. Am Mittwoch zeigen sie sich um 14.45 Uhr im Deutsche Bank Stadion.

Zur Kollektion zählen je 15 qualitätsvolle Dressur- und Springpferde, fünf Fohlen und drei Reitponys. Darunter - und das hat unter Deutschlands Auktionen absoluten Seltenheitswert - befinden sich allein fünf Springpferde, die bereits Erfolge in der Klasse S vorweisen können. Sogar schon auf internationalem Parket platziert ist die siebenjährige Stute Loyalty, eine Lordanos-Caretino-Tochter. Die Auktion löst die seit vielen Jahren stattfindenden CHIO-Sales ab.
Ein Novum ist nicht nur die Versteigerung und die nun gleichmäßige Verteilung von Dressur- und Springpferden. Auch die Tatsache, dass nicht mehr nur Pferde aus den Zuchtgebieten Rheinland und Westfalen im Angebot stehen, ist neu. "Die Qualität ist entscheidender als das Zuchtgebiet", formuliert es der Springpferde-Experte Peter Weinberg aus Aachen-Kohlscheid.
Internationale Leistungsgene für den Parcours bringt der gekörte Schimmelhengst Ciro Z mit, der bereits S-Siege in seinem Scheckheft stehen hat und von Carthago-Quito de Baussy abstammt. Mit dem ebenfalls gekörten sechsjährigen Hengst Extasy steht ein Bundeschampionats-Qualifikant und Seriensieger in Springpferdeprüfungen im Angebot. Die Dressurpferde-Kollektion bereichert der fünfjährige gekörte Hengst Rosian, ein Regazzoni-Pacco I-Sohn, der bereits Dressurpferdeprüfungen als Sieger verlassen hat. Qualifiziert für das Bundeschampionat ist die fünfjährige Conteur-Calambo-Tochter Chiara, die aus olympischer Zuchtstätte kommt: Alexandra Simons-de Ridder, Team-Olympiasiegerin von Sydney 2000, hat die braune Stute gezogen.
Noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen die fünf ausgesuchten Fohlen, die von Vererbern wie dem 2006-er Bundeschampion Sir Donnerhall, dem 2003-er Dressurpferde-Weltmeister Fürst Heinrich oder Numero Uno abstammen. Dieser KWPN-Hengst hat bereits internationale Erfolge im Parcours mit Marco Kutscher erzielt.

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02.07.2007

01.07.2007 36.000 Besucher beim Soerser Sonntag

Partnerland Portugal begeistert – Dienstagabend findet die Eröffnungsfeier statt
 
    
Der Soerser Sonntag, präsentiert von Warsteiner, hat bereits eine kleine Tradition. 1998 ins Leben gerufen, ist die inoffizielle Eröffnung des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen längst fester Bestandteil der Turnierwoche geworden. Bei schönstem Sommerwetter kamen am Sonntag 36.000 Besucher auf das Turniergelände.
Nach dem traditionellen Gottesdienst vor 5000 Zuschauern im restlos gefüllten Deutsche Bank Stadion eröffneten Klaus Pavel, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV), und Frank Kutsch von der Warsteiner Brauerei den Tag der offenen Tür mit dem traditionellen Fassanstich. Über ein kurzweiliges Programm freuten sich ancshließend die Gäste: Geschicklichkeitsübungen auf dem Pferd, Greifvogel-Vorführungen, Polo-Spiele und natürlich das Musikkorps der portugiesischen Nationalgarde Charanga a Cavalo.

Auf weitere Höhepunkte des diesjährigen Partnerlands Portugal können sich die Reitsportfans bei der offiziellen CHIO-Eröffnungsfeier am Dienstagabend (3. Juli) ab 18 Uhr im Hauptstadion freuen. Dann ist erstmals in Deutschland auch die berühmte Escola Portuguesa De Arte Equestre, die Staatliche Portugiesische Reitschule, zu erleben. Noch gibt es Tickets für diese Veranstaltung - wie auch für die meisten Disziplinen während der Turnierwoche.


01.07.2007 Region empfängt CHIO-Partnerland vor dem Rathaus
 

Portugiesen kommen am Montag mit berühmten Lusitanos  
    
"Bem Vindo Portugal - Willkommen Portugal." Das Partnerland des Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007 (3. - 8. Juli), wird am Montag um 18 Uhr von den Menschen der Region in einer Feier auf dem historischen Marktplatz begrüßt. "Portugiesische Reitkunst und Folklore werden sowohl beim CHIO in der Soers als auch in der Stadt Aachen für stimmungsvolle Highlights sorgen", sagt Klaus Pavel, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV). Pavel wird die Gäste zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und dem portugiesischen Botschafter José Caetano de Campos Andrada da Costa Pereira vor dem Rathaus empfangen.
Vom Turniergelände in der Soers ziehen die portugiesischen Gruppen mit ihren berühmten Lusitanopferden in die Innenstadt und stellen dort ihre Heimat mit einem abwechslungsreichen Programm vor. Dabei ist zum ersten Mal in Deutschland die legendäre Escola Portuguesa, die Staatliche Portugiesische Reitschule, zu erleben. Sie ist weltweit nur mit der Spanischen Hofreitschule Wien zu vergleichen. Bei der Willkommensfeier auf dem Markt zu sehen und zu hören ist außerdem das berittene Musikcorps der portugiesischen Nationalgarde mit dem ausdrucksstarken Namen "Charanga a Cavalo do Regimento de Cavaleria da Guarda Nacional Republica". Es ist bekannt dafür, mit seinen Bläsern für Stimmung zu sorgen - und zwar als angeblich einzige Gruppe weltweit auf galoppierenden Pferden.

Und auch zwei Sportler präsentieren sich den Menschen der Region hautnah: Lokalmatadorin Nadine Capellmann, Teamweltmeisterin in der Dressur, und Voltigier-Weltmeister Kai Vorberg werden über ihre Ziele beim CHIO sprechen. Auf ein Wiedersehen mit allen dürfen sich die Reitsportfans dann am Dienstag ab 18 Uhr in der offiziellen CHIO-Eröffnungsfeier im Hauptstadion des ALRV freuen.

Ticket-Hotline für den CHIO: 0241-917-1111
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25.06.2007

CHIO Aachen auch im TV top
  
Steffen Simon: WDR wird mit bisher einmaligem Engagement aus Aachen berichten   
    
Auf weltmeisterliche Übertragungszeiten im Fernsehen dürfen sich die Reitsport-Fans freuen. In einem bislang nicht gekannten Umfang berichten die Sender vom Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2007, das in rund einer Woche beginnt.
Der Westdeutsche Rundfunk toppt dabei sogar noch den WM-Umfang von vor einem Jahr. "Wir werden mit bisher einmaligem Engagement vom CHIO berichten" sagt Sportschau-Chef Steffen Simon. In Zahlen bedeutet das: Rund 28 Stunden berichtet das öffentlich-rechtliche Fernsehen unter Federführung des WDR aus der Soers - mit hohem technischen Aufwand. Alleine aus dem Springstadion wird der WDR mit 16 Kameras berichten. Die spektakulärsten Bilder wird dabei die bei der Reit-WM im Vorjahr erprobte "Spider-Cam" liefern, die über ein Seilsystem neben oder über Pferd und Reiter "mitfliegen" kann. "Erstmals", so Simon, "bekommt der Zuschauer ein Gefühl für Dynamik, Tempo und Distanz zwischen den Sprüngen." So wird auch der WDR dem gerecht, was Simon über den CHIO formuliert: "Aachen ist das globale Zentrum des Pferdesports, der Klassiker."

Erster Höhepunkt der Berichterstattung ist am Donnerstagabend der Mercedes-Benz Nationenpreis als Teil der Springreitserie Samsung Super League. Das "Länderspiel" wird unter Flutlicht ausgetragen und live im WDR ab 20.15 Uhr übertragen. Ebenfalls live zeigt die ARD am Samstag den Preis des Dubai Equestrian Club, Best of Champions. Bei dieser Prüfung mit Pferdewechsel treten Welt- und Europameister, Olympiasieger und der Aachen-Sieger des Vorjahres gegeneinander an. Der ROLEX Grand Prix am Sonntag, 8. Juli, (live in ZDF und WDR) bildet den Abschluss der Spring-Übertragungen. Ebenfalls live wird der WDR den DHL-Preis, die spektakuläre Geländeprüfung der Vielseitigkeitsreiter am Samstagvormittag übertragen. Auch Eurosport wird erstmalig gleich mehrere Prüfungen live zeigen, zusätzlich wird es Zusammenfassungen zu sehen geben. Ebenfalls live wird "Eurosport Asia" in Asien senden. Weltweit werden Bilder vom CHIO in 134 Ländern zu empfangen sein. Neben dem Sport werden zahlreiche öffentlich-rechtliche und private Nachrichten-, Unterhaltungs- und Reportageformate aus der Soers berichten.

"Das Vertrauen des WDR und der anderen Sendeanstalten belegt die hohe Akzeptanz und Beliebtheit des CHIO Aachen", so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Das "Aachener Konzept", gemeinsam mit dem Fernsehen Übertragungsmodelle zu entwickeln, habe sich bewährt.

Alle Infos und TV-Zeiten: www.chioaachen.de
Tickets: (0241) 917 - 11 11


Sendezeiten CHIO Aachen 2007


Öffentlich-Rechtliche Sender in Deutschland:

Montag, 02.07.
18.05 bis 18.20 Uhr WDR (live)
CHIO-Magazin


Dienstag, 03.07.
13.45 bis 17.00 Uhr WDR (live)
STAWAG-Preis, Springprüfung

18.05 bis 18.20 Uhr WDR (live)
CHIO-Magazin


Mittwoch, 04.07.
13.30 bis 17.00 Uhr WDR (live)
WARSTEINER-Preis, Preis von Europa,
Springprüfung mit einmaligem Stechen

18.05 bis 18.20 Uhr WDR (live)
CHIO-Magazin


Donnerstag, 05.07.
18.05 bis 18.20 Uhr WDR (live)
CHIO-Magazin

20.15 bis 22.45 Uhr WDR (live)
Samsung Super League
Mercedes-Benz Nationenpreis
Mannschaftsspringprüfung mit zwei Umläufen


Freitag, 06.07.
13.00 bis 17.00 Uhr WDR (live)
RWE Preis von Nordrhein-Westfalen,
Springprüfung mit zwei Umläufen
und einmaligem Stechen und
Deutsche Bahn-Preis, Jump & Rail

18.05 bis 18.20 Uhr WDR (live)
CHIO-Magazin


Samstag, 07.07.
10.00 bis 15.15 Uhr WDR (live)
DHL-Preis, Vielseitigkeit, Teilprüfung Gelände,
UNIROYAL-Preis, Grand Prix Spécial CDIO,
Preis der AachenMünchener, Springprüfung mit zwei Umläufen und Winning Round

15.30 bis 17.00 Uhr ARD (live)
Preis des Dubai Equestrian Club, Best of Champions, Springprüfung mit Pferdewechsel

20.15 bis 21.45 Uhr WDR
u.a. Springreiten, Dressur, Gespannfahren, Voltigieren


Sonntag, 08.07.
11.30 bis 13.00 Uhr WDR (live)
Deutsche Bank Preis,
Großer Dressurpreis von Aachen
Grand Prix Kür CDIO

14.50 bis 16.55 Uhr WDR (live)
ROLEX Grand Prix
Erster Umlauf

17.30 bis 18.45 Uhr ZDF (live)
ROLEX Grand Prix
Zweiter Umlauf und Stechen

19.30 bis 19.59 Uhr WDR (live)
u.a. Springreiten, Voltigieren, Abschied der Nationen

Reine Sportübertragung:
1.675 Minuten, 28 Stunden
Dazu noch Berichte in Magazinen, Reportagen, Nachrichtensendungen


Eurosport:

Mittwoch, 04.07.
13.45 bis 16.45 Uhr Eurosport (live)
WARSTEINER-Preis, Preis von Europa,
Springprüfung mit einmaligem Stechen

Freitag, 06.07.
12.30 bis 14.30 Uhr sowie
15.30 bis 16.45 Uhr Eurosport (live)
RWE Preis von Nordrhein-Westfalen,
Springprüfung mit zwei Umläufen und einmaligem Stechen

Samstag, 07.07.
10.00 bis 11.15 Uhr
DHL-Preis, Vielseitigkeit, Teilprüfung Gelände

Zusammenfassung Nationenpreis
 

Internationale Sender, die vom CHIO Aachen berichten werden:

CBC Canada (Kanada)
CNBC Asia (Asien)
CNBC Europe (Pan-Europa)
Equidia (Frankreich)
ESPN Brazil (Brasilien)
ESPN Star (Asien)
Eurosport (52 europäische Länder)
Eurosport Asia (Asien)
Finnish Sport TV (Finnland)
Fox Sports (Naher Osten)
M-Net (Pan-Afrika)
RAI (Italien)
Sport + (Frankreich)
Sport Expressen (Schweden)
Sport TV (Portugal)
TVE Teledeporte (Spanien)
WCSN (USA)
Deutsche Welle
 

SPRINGPFERDE
                  
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