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6.07.2008
Beliebteste CHIO Teilnehmer gewählt
„Kaiserbrunnen & Radio Aachen – Publikums-Sympathie-Preis“ beim CHIO Aachen Es ist ein Preis, bei dem weniger die sportliche Leistung als die Beliebtheit und die Ausstrahlung der Sportler zählen: Wieder haben tausende Pferdesportfans beim "Kaiserbrunnen & Radio Aachen - Publikums-Sympathie-Preis" abgestimmt. Ob im Internet oder in den Wahlurnen auf dem Turniergelände des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2008. Zu den "Siegern der Herzen" wurden in diesem Jahr in ihren Disziplinen Meredith Michaels-Beerbaum (Springen), Isabell Werth (Dressur), Ingrid Klimke (Vielseitigkeit), Christoph Sandmann (Fahren) und Kai Vorberg (Voltigieren) gewählt. Die Sportler wurden am Sonntag nach dem ROLEX Grand Prix, "Der Große Preis von Aachen", im Springstadion geehrt.
Doch die allerletzte Entscheidung fällt erst am Montag, 7. Juli. Dann werden in der Morning Show auf Radio Aachen die attraktiven Preise fürs Mitmachen unter dem "Wahlvolk" ausgelost. Die Gewinner werden außerdem schriftlich informiert.
Und auf diese Preise können diejenigen, die bei der Abstimmung mitgemacht haben, hoffen:
1. Preis: Zwei erste Klasse Thalys Tickets nach Paris powered by Thalys. 2. & 3. Preis: Je ein exklusives Touchscreen-Handy Samsung SGH-U900 Soul im superflachen, edlen Outfit mit umfangreichen, modernsten Multimediafunktionen und einer 5-Megapixel-Digitalkamera 4. Ein Maßhemd/Bluse im Wert von 100 Euro powered by Wienand
Zoer gewinnt den ROLEX Grand Prix
Ludger Beerbaum um vier Hundertstel geschlagen Die Letzten werden die Ersten sein - das galt auch im ROLEX Grand Prix, Großer Preis von Aachen. Als letzter Reiter ritt der Niederländer Albert Zoer ins Stechen ein und schlug den bis dato führenden Ludger Beerbaum mit vier Hundertstel Sekunden. Zoer legte im Sattel des neunjährigen KWPN-Wallachs Sam eine blitzsaubere Runde in 48.99 Sekunden hin und heimste damit innerhalb von zwei Wochen zwei Siege in Großen Preisen ein. Denn kurz zuvor gewann er noch den Grand Prix Rotterdam. "Sam hat eine enorme Galoppade und ich wusste, ich kann ihn schnell reiten. Auf der letzten Wendung nach dem Oxer waren wir sehr schnell und haben da den Sieg geholt", berichtet der 32-Jährige. "Er ist eigentlich mein Zweitpferd hinter Olympia-Anwärter Oki Doki. Wir haben ihn vierjährig bekommen und langsam aufgebaut", so Zoer.
Rang zwei ging in der letzten Prüfung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO 2008, an Ludger Beerbaum auf All Inclusive NRW in 49.03 Sekunden vor Carsten-Otto Nagel auf Corradina. "Wir hatten hier ein nahezu perfektes Stechen, aber eben nur nahezu. Vor dem zweitletzten Sprung haben wir die Kurve nicht optimal bekommen und dadurch Zeit verloren", so Beerbaum, der den Sohn des Warendorfer Landbeschälers Arpeggio vor drei Jahren in den Stall bekommen hat. . Beerbaums Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum war mit Shutterfly einige Sekundenbruchteile langsamer und musste sich mit einer fehlerfreien Runde und 50.69 Sekunden auf Rang fünf einreihen. Acht Starter waren ins Stechen eingezogen, darunter stellte Deutschland mit vier Reitern das größte Kontingent. Als erster Reiter legte Carsten-Otto Nagel mit der Corrado-Tochter Corradina eine blitzsaubere Runde in 49.83 Sekunden hin. 15-mal startete der 45-Jährige bisher in Nationenpreisen, gewann 1999 mit der Mannschaft Gold bei der Europameisterschaft in Hickstead. "Der Parcours war sehr anspruchsvoll gebaut. Umso glücklicher bin ich über unser Ergebnis", so Otto-Nagel. "Als Parcoursbauer habe ich versucht, den Parcours so zu bauen, dass die Fehler möglichst gleichmäßig verteilt werden", berichtete Parcoursbauer Frank Rothenberger. "Als größte Klippen stellten sich im ersten Umlauf die zweifache Wasser-Kombination dar und der vorletzte gelbe Oxer dar." 50.68 Sekunden lautete das Ergebnis für Beezie Madden, die die Chance hatte, ihren Vorjahressieg zu wiederholen: Rang vier. Beezie Madden hatte im vergangenen Jahr den ROLEX Grand Prix gewonnen. Mit ihrem WM-Silberpferd Authentic, ein 13-jähriger KWPN-Wallach von Guidam, peilt sie die Olympischen Spiele in Hongkong an. Die 44-Jährige lebt in Milwaukee und unterhält mit ihrem Ehemann John Madden einen Springstall. Rolf-Göran Bengtsson musste mit dem KWPN-Wallach Ninja La Silla von Guidam einen Fehler verbuchen. Der Schwede war bei den Olympischen Spielen in Athen Zweiter mit der Mannschaft und Vierter in der Einzelwertung. Auch bei McLain Ward fiel die Stange am letzten Sprung. Sein Olympiapferd Sapphire, mit dem er in Athen Teamgold holte, gehörte bereits bei den Weltreiterspielen in Aachen 2006 zum Silberteam der USA. Die belgische Stute stammt ab von Darco. Vierter deutscher Starter war Holger Wulschner (Passin) mit Clausen. Der zwölfjährige Holsteiner Calato-Sohn, übrigens väterlicher Halbruder zu Christian Ahlmanns Cöster, erlaubte sich zwei Fehler in 49.67 Sekunden.
Chardon gewinnt Preis der Familie Richard Talbot
Niederländischer Sieg in der Kombinierten Wertung Insgesamt elf Mal hatte der Niederländer Ijsbrand Chardon die Kombinierte Wertung im Fahren, den Preis der Familie Richard Talbot, gewonnen. Damit hat der 47-Jährige seine Titelsammlung, die bisher aus drei Weltmeister- und 20 Niederländischen Meistertiteln bestand, beim Weltfest des Pferdesports, CHIO 2008, erweitert. Er hatte 145.05 Punkte erreicht. Rang zwei ging an den Ungarn Zoltán Lazar vor dem US-Amerikaner Chester Weber mit 154.06 Punkten.
In der Nationenpreis-Wertung siegten die Niederlande mit 301.54 Punkten vor Ungarn (317.21) und den Vereinigten Staaten von Amerika (317.33).
Werth holt den Sieg im Deutsche Bank Preis
Niederländerin Adelinde Cornelissen wird Zweite Ihre Leistung wird schon fast unheimlich: Isabell Werth blieb beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, ungeschlagen und siegte auch im Deutsche Bank Preis, Großer Dressurpreis von Aachen in der Grand Prix Kür auf Satchmo: Mit 80.15 Prozent konnte sie trotz einiger Fehler in der Wechseltour und der Traversale die Prüfung für sich entscheiden. Damit hatte sie den Großen Preis von Aachen insgesamt zum zehnten Mal gewonnen. "Ich hatte ein sehr schönes Gefühl, die Musik berührt und emotionalisiert mich immer wieder. Wir haben sie seit dem vergangenen Jahr noch einmal verändert, da viele Kritik äußerten, es sei zu viel Gesang drin. Ursprünglich sind es Vangelis-Klänge, aber jetzt wurde es insgesamt neu komponiert. Jetzt ist die Stimme mehr wie ein Instrument", so Isabell Werth. "Ich hoffe, dass wir unsere Form auch bei den Olympischen Spielen erreichen können, denn jetzt bekommt Satchmo erst einmal Pause und wird dann wieder aufgebaut." Dennoch musste Werth ergänzen: "Ohne Frage müssen und können wir noch einige Stellen verbessern ebenso wie die anderen Reiter." Denn für die weiteren Deutschen lief es nicht optimal: Nadine Capellmann gelangte mit Elvis VA und 73.05 Prozent auf den siebten Platz und Heike Kemmer wurde auf Bonaparte mit 70.5 Prozent nur elfte.
Als "Shooting Star Aachens" angekündigt, hielt die Niederländerin Adelinde Cornelissen dem Druck stand und ritt sich mit 77.5 Prozent auf den zweiten Platz. "Sich hier hinter Isabell Werth zu platzieren, ist glaube ich keine Schande", lachte die 28-Jährige Englisch-Lehrerin. "Parzival ging super hier, total konzentriert und unser Ritt war für mich sehr emotional." Sie ist als Reservereiter für die Olympischen Spiele benannt. "Leider liefen die beiden Qualifikationen in den Niederlanden für uns nicht so gut, da Parzival dort sehr guckig war. Aachen scheint ihm aber sehr zu liegen, und ich denke, ich werde hierhin gerne zurückkehren." Cornelissen reitet erst seit eineinhalb Jahren auf Grand-Prix-Niveau, ihre Kür aus Rock n' Roll-Klängen hat sie erst viermal präsentiert. "Sie ist noch nicht zu schwierig gestaltet, aber das werden wir kontinuierlich steigern." Rang drei ging mit 77.35 Prozent an die Schweizerin Silvia Iklé auf dem 14-jährigen Salieri CH. "Mein Pferd hat sich frisch gezeigt, die Tango-Musik unterstreicht seine Leichtigkeit, und wir mussten keine groben Fehler verzeichnen." Wehmut, dass sie sich gegen die Olympischen Spiele entschieden hat, empfand sie nicht. "Diese Entscheidung hatte ich mir nicht leicht gemacht, habe sie aber sehr bewusst getroffen und empfinde sie weiterhin als richtig."
Auf Rang sechs gelangte der Däne Andreas Helgstrand auf dem neunjährigen Continue-Sohn Gredstedgards Casmir. "Er war schon auf dem Abreiteplatz viel besser. Es ist ein schönes Gefühl, einzureiten, wenn man weiß, dass das Pferd läuft. Casmir hat sich hier immer wieder gesteigert und eine gute Leistung gezeigt", so der für die Olympischen Spiele nominierte Reiter. "Wir werden nach Hongkong mit einem Team aus jungen Pferden reisen", berichtete Nationaltrainer Rudolf Zeilinger. "Ich denke, das wird uns bei den Wetterbedingungen zu Gute kommen. Wahrscheinlich werden die Pferde sowieso weniger Probleme mit dem Klima haben als die Reiter." Hinter Helgstrand platzierte sich der Schwede Jan Brink. "Briar hatte hier leider immer wieder einige Fehler, das war ärgerlich. Aber er ist motiviert und gesund, das ist das Wichtigste. Wie sagt man so schön? Wenn die Generalprobe misslingt, klappt das Hauptereignis. Und das ist für uns natürlich Hongkong", so Brink. In engster Verwandtschaft zu seinem Olympiapferd hat er den Nachwuchs im Stall: Briars Sohn Biggles (10) hat schon Grand Prix gewonnen, und Vollbruder Okeanos (9) ist kurz vor der Grand Prix Reife.
De Ronde siegreich im Hindernisfahren
Der Niederländer gewinnt den Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke Rheinland GmbH Ganz knapp verpasste Michael Brauchle (Lauchheim) seinen zweiten Sieg bei seiner ersten CHIO-Teilnahme - und das mit 18 Jahren. Doch im Stechen um den Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke Rheinland GmbH, dem Hindernisfahren für Vierspänner mit einmaligem Stechen, unterlief dem Baden-Württemberger ein Fehler. So musste Brauchle, der gestern die Geländekonkurrenz um den Wohnwelt Pallen Marathon gewonnen hatte, sich diesmal mit Rang 2 hinter Koos de Ronde zufrieden geben. Der Niederländer war als Einziger der drei Teilnehmer am Stechen in 77,03 Sekunden auch in diesem ebenfalls fehlerfrei geblieben. Rang drei belegte der Schweizer Daniel Würgler, der sechs Fehlerpunkte in 82,92 Sekunden verbuchte.
Michael Brauchle hatte zuvor schon die Weltspitze beim Wohnwelt Pallen Marathon hinter sich gelassen. Mit seinen 18 Jahren zählt er zur Perspektivgruppe Fahren. "Er hat im Gelände eine irre Fahrt hingelegt. Er hat Talent, fährt einfach drauf los, muss jedoch noch lernen. Ganz leicht ist er nicht zu führen. Michael Freund und ich müssen als Trainer noch oft auf ihn einreden", so Fahr-Bundestrainer Ewald Meier. Brauchle kommt aus dem baden-württembergischen Lauchheim-Hülen und war 2007 deutscher Vizemeister. Koos de Ronde, der aus Zwartewaal in der Nähe von Rotterdam stammt, hatte im vergangenen Jahr beim CHIO Aachen schon den Wohnwelt Pallen Marathon gewonnen. Der 31-Jährige, der bei der WM 2004 im ungarischen Kecskemét mit dem niederländischen Team Silber sowie 2006 bei den Weltreiterspielen in Aachen Bronze gewann, hat sein Erfolgs-Gespann von dem Australier Boyd Exell übernommen. Als bester Starter war der Niederländer Ijsbrand Chardon in den Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke Rheinland GmbH eingezogen. Nun wurde es Rang sechs im Hindernisfahren. Der 47-Jährige hat bisher bereits eine ganze Galerie an Titeln erzielt: 20-facher Niederländischer Meister, dreimaliger Weltmeister und insgesamt neunfacher Teilnehmer an Weltmeisterschaften - das muss ihm erstmal jemand nach machen. Der vierfache Familienvater lebt im niederländischen AC den Hoorn.
Chester Weber, der Amerikaner aus Florida, fiel auf den 15. Rang ab. Der 33-Jährige hatte sieben Mal an Weltmeisterschaften teilgenommen und zählte 2002 zum Silberteam der Weltmeisterschaften in Jerez der la Frontera. Sein Landsmann Tucker Johnson kommt ebenfalls aus Florida und hat acht Mal die Farben der Vereinigten Staaten Amerikas auf Weltmeisterschaften vertreten. 1993 gewann er mit dem Team Gold. Der dreifache Familienvater besitzt den Pilotenschein und fliegt wann immer er die Zeit dazu hat mit seinem Learjet. "Zur Entspannung", wie er sagt.
Aus Ungarn stammt der an sechster Stelle platzierte Zoltán Lázár. Der 35-Jährige war früher Springreiter, "sattelte" erst 1990 um auf den Kutschbock. Sieben Mal startete der Firmendirektor auf Weltmeisterschaften und ist überall einen Blickpunkt mit seinen Lipizzanern. 1997 wurde er Weltmeister in Riesenbeck.
Aus deutscher Sicht zweitbester Starter war Christoph Sandmann, der auf den vierten Rang fuhr.
O’Connor gewinnt den YAGEO Preis
Der Ire zeigt auf Splendour die schnellste Runde Für viele Reiter, die nicht für den ROLEX Grand Prix, den Großen Preis von Aachen, qualifiziert waren, war es die letzte Chance, sich am zehnten Turniertag noch in die Siegerliste beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, einzutragen. Cian O'Connor nutzte sie mit dem neunjährigen Niederländer Splendour und kassierte heute Morgen 5000 Euro Preisgeld für seinen Sieg im YAGEO Preis, einem Springen auf Fehler und Zeit.
In 60,61 Sekunden distanzierte der 28-jährige Ire "Altmeister" John Whitaker (Großbritannien) auf dem 13-jährigen Iren Casino und Team-Olympiasieger Marcus Ehning (Borken) auf der neunjährigen bayerischen Stute Sabrina, die in 61,21 bzw. 62,61 Sekunden wie weitere 19 Starter am frühen Sonntagmorgen ebenfalls fehlerfrei blieben. Während O'Connor heute Nachmittag dem Rolex Grand Prix nur als Zuschauer folgen kann, werden Whitaker und Ehning erneut in den Parcours gehen.
5.07.2008
Finale Sparkassen-Youngster-Cups
Beezie Madden steuert Danny Boy auch im Finale zum Sieg Sprunggewaltig wie sein Vater: Danny Boy machte seinem Vater Clinton - der 2005 unter Dirk Demeersman (Belgien) u. a. Zweiter im Großen Preis von Aachen war - alle Ehre. Unter der US-Amerikanerin Beezie Madden gewann der achtjährige belgische Wallach nach der ersten Qualifikation heute Abend unter Flutlicht auch das Finale des Sparkassen-Youngsters-Cups. Die fünf Teilnehmer am Stechen hatten sich gegenseitig unterboten - und Madden als letzte Starterin die Zeit des bis dato führenden Holger Wulschner (Passin) auf dem ebenfalls achtjährigen FRG Little Liberty (0/50,73) noch einmal um 3,1 Sekunden unterboten. Dritter wurde Carsten-Otto Nagel (Wedel) auf dem achtjährigen Holsteiner Hengst Cazaro.
Für ihren Sieg erhielt Beezie Madden neben dem Preisgeld auch einen kleinen Vierbeiner für die Zukunft: das Hengstfohlen Cornetto, dessen Urgroßvater übrigens ebenfalls besagter Clinton ist. Cornettos Vater ist der Hengst Cristallo, der wiederum ein Sohn von Cornet Obolensky ist, jenem Clinton-Sohn, der unter Marco Kutscher international erfolgreich ist.
Van Grunsven siegt in der Philips-Preis Kür
Bester Deutscher Klaus Husenbeth mit Piccolino Mit gemischten Gefühlen reagierte Anky van Grunsven auf ihren Sieg mit IPS Painted Black im Philips-Preis, Grand Prix Kür CDI. 76.8 Prozent erhielt die Olympiasiegerin auf dem elfjährigen KWPN-Hengst Painted Black von Gribaldi-Ferro beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen. "Wir hatten keine Fehler, das hat mich gefreut. Aber Painted Black war teilweise in der Anlehnung nicht so schön, das gefiel mir nicht. Ich denke, das liegt an seiner inneren Anspannung", so die zweifache Mutter, die als Kürmusik Tangoklänge gewählt hat. Platz zwei ging an den Belgier Stefan van Ingelgem mit dem Rapphengst Withney van't Waaihof - das Paar erzielte 72.95 Prozent. Ingelgem war das letzte Mal in den 90-er Jahren beim CHIO am Start. Der 47-Jährige unterhält im belgischen Paars einen Ausbildungsstall und hat den gekörten Ferro-Sohn, in Belgien als Elitehengst ausgezeichnet, seit fünf Jahren unter dem Sattel. "Er ist sehr charakterstark, ging sechsjährig schon FEI-Aufgaben und hat mit sieben Jahren sechs Intermediaire I-Prüfungen gewonnen", so van Ingelgem.
Bester deutscher Starter in der Prüfung war Klaus Husenbeth mit Piccolino, sein Goldpferd der Weltmeisterschaft in Jerez 2002. Der 16-jährige Hannoveraner von Prince Thatch xx erzielte 72.50 Prozent. Hinter ihm platzierte sich Anja Plönzke auf ihrem Trakehner Hengst Tannenhof's Solero TSF mit 70.7 Prozent. Ihre Musik war eine Mixtur aus Eminem und Michael Jackson. "Mit Solero war ich zufrieden, er hatte zwei Fehler, aber das war noch Okay. Aber von der Bewertung war ich etwas enttäuscht", so die 39-Jährige. "Solero konnte im vergangenen Jahr gar nicht an den Start gehen, er musste operiert werden. Nun startet er wieder seit Mai auf Turnieren."
Hanley gewinnt den Preis der Sparkasse
Rasantes Jagdspringen über Gräben und Wälle Der Belgier Ludo Philippaerts hatte sich fast schon als Sieger gewähnt, denn die 76,54 Sekunden, die er mit dem zwölfjährigen Hengst Tauber van het Kapelhof vorgelegt hatte, schien nicht zu knacken. Doch der Ire Cameron Hanley zeigte mit S.I.E.C Royal Star eine begeisternde Runde im Jagdspringen um den Preis der Sparkasse über Gräben und Wälle und siegte in 76,32 Sekunden. Dritter wurde der Münchener Max Kühner auf der 13-jährigen Oldenburger-Stute Meautry's Pleasure (79,07).
Hanley, dessen Eltern in Irland eine Reitschule betreiben, wurde der Reitsport quasi in die Wiege gelegt, doch zu seiner Leidenschaft wurde er erst später. Mit acht stieg Hanley auf ein Pony, mit zehn versuchte er sich im Springreiten, stieg bei seinem ersten Turnier aber mitten im Parcours weinend ab. Erst mit 14 Jahren packte ihn der Virus. 18-Jährig wechselte Hanley für neun Jahre in den Stall Etter in der Schweiz. Seit fünf Jahren lebt und trainiert er nun in der Nähe von Frankfurt. "Ich will etwas erreichen. Und in Deutschland, dem Pferdeland Nummer 1, kann ich das am besten", begründet der Ire. Unterstützt wird er dabei von Sevil Sabanci, Besitzerin des zehnjährigen Oldenburger Hengstes Royal Star. Die Türkin möchte mit Hanleys Hilfe den Reitsport in ihrem Heimatland populärer machen.
Kraut gewinnt den Miele-Preis
Die Ersten können doch die Ersten sein Sie kam, sah und siegte: Als erste Starterin ritt Laura Kraut in den Parcours und verbuchte beim Miele-Preis, einen Progressiv-Springen mit Joker, die Höchstpunktzahl 65 in 61,65 Sekunden. Die 32-jährige US-Amerikanerin legte die Messlatte auf dem elfjährigen Oldenburger Likido sehr hoch und bewies beim Weltfest des Pferdesports, dem CHIO Aachen, dass die Ersten auch die Ersten bleiben können.
Rang zwei belegte der Belgier Niels Brynseels auf der erst achtjährigen, belgischen Polidiktus van de Helle-Tochter Aluna 62,50. Der 23-Jährige, der schon 2007 bei der EM in Mannheim Ersatzreiter im belgischen Team war, wurde im vergangenen Jahr in Belgien zum besten Nachwuchsreiter gewählt. 63,31 Sekunden benötigten der Ire Cian O'Connor auf dem neunjährigen KWPN-Wallach Splendour - das reichte zu Rang 3. Silberne Kamera geht an Holger Schupp
Renommierter Medienpreis beim CHIO Aachen verliehen Das Bild "Marathon" des Aachener Fotografen Holger Schupp ist das beste internationale Pferdesportfoto 2007/2008. Schupp wurde dafür beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, mit der "Silbernen Kamera" ausgezeichnet. Der renommierte Medienpreis wird gemeinsam von der Sparkasse Aachen, vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband und vom CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) verliehen. Dr. Jochen Bräutigam, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, und Hans Kauhsen, Aufsichtsratsmitglied des ALRV, überreichten Holger Schupp die silberne Trophäe und den Siegerscheck über 2500 Euro vor zehntausenden Turnierbesuchern im CHIO-Hauptstadion. Der mit 1000 Euro dotiere zweite Platz ging an Nicole Bökhaus aus Winterthur (Schweiz) mit ihrem Foto "Snow Action", der mit 500 Euro dotierte dritte Platz an Helge Prang aus Ludwigsburg (Foto ohne Titel).
Insgesamt hatten sich Fotografen aus zehn Ländern mit 77 Bildern am Wettbewerb um das beste internationale Pferdesportfoto beteiligt. Und so wurde in der Jury lange über die Platzierung diskutiert: Die sprichwörtliche Qual der Wahl hatten in diesem Jahr Walter Franzen von der Sparkasse Aachen, Voltigierweltmeister Kai Vorberg, Christoph Pauli - Sportchef des Zeitungsverlags Aachen -, der Fotograf Michael Strauch und CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman.
Brauchle siegt im Wohnwelt Pallen Marathon
Zwei Unfälle enden glimpflich Michael Brauchle war es, der sich im Wohnwelt Pallen Marathon, der Geländeprüfung für Vierspänner, ganz nach vorne fuhr. Der 28-Jährige Student aus Lauchheim ist Mitglied der deutschen Perspektivgruppe und hat das Fahren quasi in die Wiege gelegt bekommen: Schon sein Vater Franz Brauchle war Vierspännerfahrer und sein Bruder Steffen fährt mit Ponys erfolgreich. Brauchle gelangte mit 98.72 Punkten zum Sieg. Rang zwei ging an den Niederländer Koos de Ronde vor dem Franzosen Benjamin Allaud. Platz vier erzielte der achtfache Weltmeisterschafts-Starter Ijsbrand Chardon.
Leider mussten auf der Geländestrecke zwei Stürze verbucht werden. Boyd Exells Gespann kippte in Hindernis 7 um, während das Gespann des Schweden Fredrik Persson an Hindernis 4 stürzte. "Der Pfleger von Boyd Exell hatte eine Gesichtsverletzung und das Krankenhaus verkündete, dass er eine Nacht zur Kontrolle dabei bleiben soll. Auch Fredrik Persson muss eine Nacht zur Kontrolle bleiben. Bei ihm bestand Verdacht auf Brustverletzungen ", berichtete Frank Kemperman, Turnierdirektor des CHIO. "Die führerlosen Gespanne konnten gestoppt werden, die Pferde sind wohlauf."
Madden siegt im Preis des Dubai Equestrian Club
Neuauflage des Finales der FEI Weltreiterspiele Aachen 2006 Das besondere Reglement beim Preis des Dubai Equestrian Club, Best of Champions machte es möglich: Die Neuauflage des Stechens der FEI Weltreiterspiele Aachen 2006. Bei der Prüfung mit Pferdewechsel treten beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, jeweils der amtierende Weltmeister, die Gewinnerin des ROLEX Grand Prix des Vorjahres, die Europameisterin sowie der Olympiasieger gegeneinander an. Also Jos Lansink (Belgien), Beezie Madden (USA), Meredith Michaels Beerbaum (Thedinghausen) und Rodrigo Pessoa (Brasilien). Lediglich Pessoa schaffte nicht den Einzug ins Stechen - damit war das WM-Finale wieder komplett.
Der Sieg ging schließlich an die US-Amerikanerin Beezie Madden, der damit die "Revanche" gelang. 2006 war sie am letzten Hindernis gescheitert und musste Lansink den WM-Titel überlassen. Sie ritt heute die KWPN-Stute Prima. "Prima ist eine sehr vorsichtige Stute, sie hat noch nicht so viel Erfahrung über 1.50 Meter, aber macht immer toll mit. Hier hat sie eine tolle Leistung gezeigt", freute sich Beezie Madden, die bei der WM Einzel-Silber mit Authentic gewonnen hatte. Die Kigali-Nimmerdor-Tochter ist erst neun Jahre alt. "Da sie viel Blut hat, war ich mir sicher, dass sie die vielen Runden ohne Probleme gehen kann. Alle Pferde waren sehr angenehm zu reiten, doch wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich meine Stute nehmen." Insgesamt gab es 15 von 16 möglichen Nullrunden.
Ein noch junges Pferd brachte auch Meredith Michaels-Beerbaum an den Start: Die Schimmelstute Lou siegte im vergangenen Jahr mehrfach in Youngster Cups, damals allerdings noch unter dem Sattel von Franke Sloothaak. Die neunjährige Hannoveraner Lordanos-Gimpel-Tochter gelangte mit ihr auf den zweiten Platz. "Manchmal ist sie noch etwas schüchtern, aber sie hat eine super Einstellung", charakterisierte Michaels-Beerbaum die Stute. Mit dem imposanten Darco-Sohn Vainquer, den Jos Lansink vorstellte, musste sie fast einen Sturz verbuchen. "Es war sehr knapp vor dem Sprung, und ich dachte, ich hätte ihn genug vor mir, aber im letzten Moment merkte ich, wie knapp es war. Dabei kam er sehr dicht", berichtete die amtierende Deutsche Meisterin. Mit seinem Reiter Jos Lansink gelangte das belgische Pferd auf den dritten Platz.
Ob Lansink Rodrigo Pessoa den Schimmelwallach Cazino, mit dem der Brasilianer in der Prüfung mit Pferdewechsel antrat, zu günstig verkauft hatte, verriet er nicht. Fakt ist jedoch, dass Pessoa mit dem Wallach ein sehr talentiertes, erst achtjähriges Pferd unter dem Sattel hat, wenn es auch nicht ins Stechen einziehen konnte. "Vor ihm hatte ich den meisten Respekt, weil er noch sehr grün ist", sagte Beezie Madden. Cazino war das einzige Pferd, das einen Fehler verbuchen musste - übrigens unter dem Sattel seines Reiters Rodrigo Pessoa. Ahlmann siegt im Preis der AachenMünchener
Spannendes Stechen in Bruchteilen von Sekunden erschienen Noch eins drauf setzte Christian Ahlmann im Preis der AachenMünchener beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008. Er nahm Ludger Beerbaum, der zuvor in der Winning Round die Bestzeit von 44.98 Sekunden vorgelegt hatte, noch ein paar Sekundenbruchteile ab und siegte auf dem erst neunjährigen KWPN-Wallach Sebastian. "Der Wallach ist eines meiner beiden hoffnungsvollsten jungen Pferde. Ich wollte, dass er im Hinblick auf die nächsten Jahre hier mitgeht", so Christian Ahlmann über seinen Lux-Sohn. "Mit diesem Sieg habe ich nicht rechnen können, aber ich habe alles auf eine Karte gesetzt und meine Chance genutzt. Das war super", freute sich der Marler.
Rang zwei ging an Ludger Beerbaum im Sattel des Holsteiner Calido-Sohns Coupe de Coeur. Der Hengst, der unter Rene Tebbel zweimal Deutscher Meister war, "durchflog" den Parcours in 44.98 Sekunden. Mehr geht nicht, waren viele Zuschauer überzeugt. Doch Ahlmann belehrte sie eines besseren. Mit 46.34 Sekunden setzte sich die Amerikanerin Anne Kursinski auf der hessischen Stute Roxana von Rodgau auf Rang drei. Insgesamt zwölf Paare blieben in den ersten beiden Umläufen fehlerfrei und zogen in die Winning Round ein.
Werth gewinnt im UNIROYAL-Preis
Niederländerin Adelinde Cornelissen vor Capellmann "Spitze", mehr konnte und brauchte Isabell Werth im UNIROYAL Preis, dem Grand Prix Special CDIO, nicht zu sagen. Zum vierten Mal gewann sie beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, zum zweiten Mal im Sattel von Satchmo. Mit 78.64 Prozent setzte sie sich deutlich an die Spitze. Angekündigt wurde sie als Reiterin, die 25 Medaillen, davon 20 goldene, erritten hat. Rang zwei ging erneut an die Niederländerin Adelinde Cornelissen, die mit dem Jazz-Sohn Parzival eine starke Runde mit 75.2 Prozent ablieferte. Die studierte Anglistin wird von Anky van Grunsvens Ehemann Sjef Janssen trainiert. Platz drei ging an die Deutsche Nadine Capellmann, die für ihre Runde mit Elvis VA 72.24 Prozent erzielt. "Die Galopptour fand ich besser als im Grand Prix, leider waren die Traversalen teilweise nicht gut und auch in der ersten Piaffe hatten wir anfangs Unstimmigkeiten. Insgesamt aber eine Runde, mit der ich zufrieden bin. Nur konnte ich nicht ganz verstehen, warum ich von einem Richter nur 69 Prozent erhalten habe", berichtete die Würselenerin.
Hinter der Schweizerin Silvia Iklé auf dem 14-jährigen Salieri CH und der Finnin Kyra Kyrklund auf dem 13-jährigen Max platzierte sich Heike Kemmer mit Bonaparte. "Ich habe beim Abreiten den Sattelgurt ein halbes Loch enger als normal geschnallt, weil Bonny etwas abgenommen hat. Aber ich glaube, das war etwas zu viel und hat ihn gestört. Dennoch ging er sehr gut, bei den Einerwechseln habe ich leider zu doll getrieben und auch beim Angaloppieren kam ich zu stark mit dem Schenkel", charakterisierte sie ihre beiden Fehler. "Das waren ärgerliche technische Sachen, die uns Punkte gekostet haben." Deutlich zufriedener als im Grand Prix war Matthias Alexander Rath. "Sterntaler war deutlich besser drauf, galoppierte viel besser und die ersten Piaffen waren gut. In der letzten wurde es wieder etwas brenzlig, doch wir haben beschlossen, bevor er wieder umdreht, reite ich aus der Piaffe heraus. Ich denke, das ist der bessere Weg zur Lösung", so der BWL-Student. "Insgesamt macht es Riesenspaß, hier ins Stadion zu reiten, die Stimmung ist einfach toll."
Ostholt siegt mit Air Jordan im DHL-Preis
Deutschland holt den Nationenpreis vor Schweden und Großbritannien "Ich bin überglücklich", strahlte der Deutsche Frank Ostholt, der mit seinem Hannoveraner Air Jordan beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, im DHL-Preis, CICO3*, siegte und mit Mr. Medicott auf Rang Drei kam. Damit lieferte er eine Spitzenleistung - 50.20 Punkte bedeuteten den Sieg, 54.10 Platz drei. Mit seinem Siegerpferd startete er schon bei den Olympischen Spielen in Athen - für Hongkong kommt der 13-Jährige jedoch nicht in Frage. "Dort herrschen klimatische Extrembedingungen, da ist Mr. Medicott erste Wahl", so der 32-Jährige. "Nach Luhmühlen, wo Air Jordan einmal für ihn sehr untypisch stehen bliebt, war ich natürlich etwas nervös. Umso glücklicher bin ich, dass Jojo hier so toll lief. Das war phänomenal", so der Warendorfer. Bei Mr. Medicott musste er taxieren. "Er ist erst neun Jahre alt, weswegen ich ein Mittelding machen musste: Einerseits musste man schnell reiten, ihn andererseits vor den schwierigen Sprüngen sehr zurücknehmen. Das war schon eine schwierige Aufgabe hier. Manchmal kam er schon fast zu doll zum Sprung, aber ich denke, wir haben uns hier mit dieser Runde für die Olympischen Spiele empfohlen." Zwischen Ostholts Doppelerfolg schob sich der erst 22-jährige Niederländer Tim Lips auf dem zwölfjährigen KWPN-Wallach Blom's Oncarlos. Sein Ergebnis betrug 51.7 Punkte.
In der Nationenwertung siegte Deutschland mit 188.40 Punkten vor Schweden mit 192.5 Punkten und Großbritannien (215.4 Punkte). Höchst zufrieden war Bundestrainer Hans Melzer: "Wir haben den Nationenpreis gewonnen, wir haben die Einzelwertung gewonnen, eine bessere Motivation können wir für die Olympischen Spiele nicht haben."
Auch die Plätze vier und fünf blieben mit Andreas Dibowski und Hinrich Romeike in Deutschland. "Mein Pferd hat hier eine sehr gute Leistung gezeigt, er ist fast ein reiner Vollblüter und hat eine Traumgaloppade", so der 42-Jährige über seinen Ritt auf Euroriding Butts Leon. Mit einem Strahlen im Gesicht resümierte Hinrich Romeike, im "Hauptjob" Zahnarzt: "Das war ein Traumritt, Marius Voigt-Logistik ist mit traumwandlerischer Sicherheit durchs Gelände marschiert. Ich glaube, man könnte auch einen mechanischen Affen auf ihn setzten, und er würde trotzdem hervorragend laufen. Marius marschiert wie ein Zinnsoldat", gab Hinrich Romeike alle Komplimente für seinen Top-Ritt an sein Pferd weiter. Fünfjährig war der heute 14-jährige Holsteiner Schimmelwallach in seinen Stall gekommen und von Romeike selbst ausgebildet worden. "Okay, es ist auch das Ergebnis meiner Ausbildung", strahlte der deutsche Team-Weltmeister, der glücklich war, vor dieser "grandiosen Kulisse so eine prächtige Runde" abgeliefert zu haben. Die weiteren Deutschen. Rang 13 für Anna Warnecke, die mit insgesamt 67.4 Strafpunkten die Prüfung auf ihrem 13-jährigen Iren Twinkle Bee beendete. "Ich dachte erst, die Geländestrecke sei sehr anspruchsvoll, auch wegen der vielen schmalen Sprünge. Aber wir hatten überhaupt keine Probleme, es lief super", berichtete die 28-Jährige glücklich. Einen Vorbeiläufer musste Ingrid Klimke auf ihrem FRH Butts Abraxxas verbuchen - Platz 18. "Das kam total unerwartet, Braxxi lief bis dahin super, doch mit dem schmalen Sprung hatte er nicht gerechnet, das ging so schnell, da waren wir schon vorbei", berichtete die studierte Berufsreiterin, die mit "Braxxi" bereits auf der Europameisterschaft 2007 Einzel-Zehnte wurde. Mit ihrem Schimmel Sleep Late, der seinen wohlverdienten Ruhestand genießt, zählte sie zum Goldteam der Weltreiterspiele in Aachen. Die 40-Jährige lebt mit ihrem Mann und Tochter Greta in Münster. Die 29-jährige Beeke Kaack gelangte mit Sinjang auf Rang 22. "Im Parcours hatten wir noch Probleme, Sinjang drehte sogar einmal um, ich vermute das lag an der Atmosphäre. Dafür ging er im Gelände fantastisch, der Kurs war schon tough, sehr kernig. Aber er packte alles flüssig und mutig an", freute sich die Elfte der Europameisterschaft 2007. Gar nicht erst an den Start gehen konnte Bettina Hoy. Die Mannschaftsleitung musste ihren 17-jährigen Wallach Ringwood Cockatoo zurück ziehen. Im Parcours war der Schimmel auf den Hinterbeinen in einen Steilsprung gerutscht. "Wir vermuten, dass er sich dabei gezerrt hat", berichtete die 45-Jährige. Der 17-Jährige wird in einer Klinik untersucht.
Pech hatte der 38-jährige Franzose Nicolas Touzaint, der nach Dressur und Springen auf Rang 13 gelegen hatte und fehlerfrei im Gelände unterwegs war - bis zum Teich im Hauptstadion. Er galoppierte mit seinem 13-jährigen französischen Wallach Joker d'Helby in rasantem Tempo durch das Wasser, kam zu dicht vor den Schweinerücken, und sein Pferd blieb mit den Vorderbeinen daran hängen. Das Duo hatte Glück im Unglück, denn in letztem Moment konnte Joke d'Helby es vermeiden, sich ganz zu überschlagen. Touzaint, der 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Team-Gold gewann sowie 2003 und 2007 Einzel-Europameister war, rang kurz nach Luft, letztlich blieben Reiter und Pferd aber unverletzt. Auch der Pole Pawel Spisak stürzte mit Weriusz an Sprung 22, dem Rindertrog. Vor dem Cross Country zurück gezogen hatten auch der Brite Georgie Davis mit Fachoudette sowie die Italienerin Maria Speranza Gardini auf dem Vollblüter Freetown. Bereits beim Springen ausgeschieden waren die Schwedin Linda Algotsson auf Stand By Me und der Franzose Arnaud Boiteau auf Expo du Moulin.
04.07.2008
CHIO-Auktion ein voller Erfolg
Großes internationales Interesse an der Kollektion "Wir haben in diesem Jahr ein sehr gutes Gesamtergebnis erzielt und konnten die Auktionspferde in beste Hände verkaufen", kommentiert Auktionator Volker Raulf im Anschluss an die Versteigerung. Insgesamt durften die Veranstalter einen Gesamtumsatz von 1.165.000 Euro verbuchen, der Durchschnittspreis aller angebotenen Pferde liegt bei 37.596 Euro. Das höchste Gebot erhielt der gekörte und leistungsgeprüfte Hengst Lord Sunshine (Kat.-Nr. 5) der von Kunden aus Frankreich ersteigert worden ist. Mit dem Auktionsergebnis zeigt sich auch Dressurexperte Ton de Ridder hochzufrieden: "Wir haben in diesem Jahr ein großes internationales Interesse an der Auktion gehabt, bei über einem Drittel der Kollektion ging der Zuschlag an ausländische Kunden." So tritt Vom Feinsten RH (Kat.-Nr. 39) die weite Reise nach Neuseeland an, Santiago Classic (Kat.-Nr. 36) wechselt in einen amerikanischen Stall und Reitpferde-Fohlen Cleopatra K (Kat.-Nr. 8) wechselt zu einem iranischen Käufer. Auch Peter Weinberg, verantwortlich für den Spring-Kader der Auktion, ist erfreut über den Verbleib der Parcourspferde. In einem spannenden Bieterduell schlug der russische Besitzer von Ciro Z auch in diesem Jahr wieder zu und ersteigerte mit Celly Negra (Kat.-Nr. 19) für 70.000 Euro und Veerle (Kat.-Nr. 18) für 20.000 Euro gleich zwei Nachwuchspferde. "Vielleicht kann ja einer von ihnen den Erfolg von Ciro Z wiederholen, der nach seiner Versteigerung bei der Auktions-Premiere im vergangenen Jahr das Weltcup-Springen in Moskau gewinnen konnte" sagt Volker Raulf mit einem Augenzwinkern. Preisspitze bei den Springpferden ist mit einem Zuschlagspreis von 75.000 Euro Violetta (Kat-Nr. 17), die genau wie Fohlen-Spitzenreiter Star of Dance (Kat.-Nr. 9) mit 19.000 Euro und Reitpony-Spitze Delia N (Kat.-Nr. 26) mit 25.000 Euro in fördernden Händen in Deutschland bleibt.
Die komplette Verkaufsliste: www.chioaachen.de
Tim Lips liegt im DHL-Preis vorne
Das deutsche Vielseitigkeits-Team führt die Nationenwertung an Bettina Hoy erlebte einen bösen Absturz in der Zwischenwertung des DHL-Preises beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008. Nach der Teilprüfung Dressur am Morgen hatte die Team-Weltmeisterin das Feld auf dem 17-jährigen Ringwood Cockatoo klar angeführt. Doch in der zweiten Teilprüfung Springen kassierte sie eine Verweigerung, zwei Abwürfe und Zeitfehler, so dass sie mit 67 Punkten auf Platz 26 abstürzte. Trotzdem führt das deutsche Eventing-Team, zu dem neben Hoy Ingrid Klimke, Frank Ostholt und Hinrich Romeike gehören, die Zwischenwertung im Nationenpreis vor der morgigen Teilprüfung Gelände mit 148,80 Punkten vor Schweden (166,10) und Frankreich (185,20) an.
Mit einem fehlerfreien Ritt im Springstadion schob sich der Niederländer Tim Lips auf dem zwölfjährigen Blom's Oncarlos mit 43,70 Punkten an die Spitze des Zwischenklassements. Auf Rang zwei folgt Ingrid Klimke (Münster), die auf dem elfjährigen Hannoveraner FRH Butts Abraxxas ihrem Dressurergebnis nur sechs Punkte auf insgesamt 46,40 Zähler hinzufügte. Die Belgierin Karin Donckers folgt auf Gazelle de la Brasserie mit 47,60 Punkten knapp dahinter. Gleich zwei heiße Eisen im Feuer hat vor der morgigen Geländeprüfung der Vorjahressieger Frank Ostholt (Warendorf), der mit Mr. Medicott (50,10) und Air Jordan (50,20) die Plätze vier und fünf belegt.
Morgen startet das erste Pferd um 9.30 Uhr auf die 3990 Meter lange Geländestrecke.
Wesel gewinnt den Preis des Handwerks
Der Kreisverband Wesel gewinnt knapp vor Viersen und Aachen 9,0 in der A-Note und 9,8 in der B-Note zogen die Wertungsrichter - und mit insgesamt 18,8 Punkten gewann der Kreisverband Wesel um Mannschaftsführerin Helmi Abeck das Quadrillen Championat Aachen 2008. Für Wesel stiegen Julia Bruckmann, Mareike Mondrowski, Carolin von der Linde und Daniela Giesen in die Sättel von Chagmany NL, Baumann's Leonardo, Ferdinand und Carneval.
Vorjahressieger Viersen (Susanne Roehlen auf Remington Steel, Eva-Maria Köttelwesch auf Grenville, Sarah Köttelwesch auf Lambique; Bianca Sopha auf D'Omsor; Teamführerin Marion Heizer) knapp geschlagen mit 18,5 Punkten Rang zwei vor dem Quartett des Kreisverbandes Aachen. Unter Mannschaftsführerin Susanne Rueben trabten Sophia Kölnberger mit Rondo Veneziano, Michelle Hagmann mit Don Miguel, Maresa Cordugas mit Riverdance und Paulina Krafft mit Desperado ins Viereck des Deutsche Bank-Stadions.
Werth gewinnt auch den Lindt-Preis
Sieg Nummer 3 für die Team-Weltmeisterin Ihr Sieg war ganz sicher alles andere als eine Überraschung: Nach dem Grand Prix am Donnerstag gewann Isabell Werth (Rheinberg) heute Abend unter Flutlicht auf Warum nicht auch den Grand Prix Spècial der so genannten CDI-Tour um den Lindt-Preis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008. Die Team-Weltmeisterin distanzierte mit ihrem zwölfjährigen Weltmeyer-Sohn mit 73,320 Prozentpunkten die Konkurrenz deutlich. Dennoch war sie nicht ganz zufrieden: "Ich hatte leider einige Fehler in den Wechseltouren, die deutlich auf meine Kappe gingen. Das war mangelnde Konzentration meinerseits."
Mit 70,480 Prozentpunkten schob sich der Däne Andreas Helgstrand mit seinem 15-jährigen Hengst Blue Hors Don Schufro als letzter Reiter noch ganz knapp vor Monica Theodorescu (Sassenberg), die auf dem zehnjährigen Baden-Württemberger Wallach Whisper 70,120 Prozentpunkte erhielt. "So gut ging Whisper noch nie, er hat sich super angefühlt, aber ich war leider irgendwie zu dumm, die Wechsel zu reiten", ärgerte sich Theodorescu. 67 Jahre und kein bisschen müde: Hiroshi Hoketsu ritt mit der elfjährigen Hannoveraner-Stute Whisper zu 69,400 Prozentpunkten. Der Japaner ist mit 67 Jahren der älteste Starter beim CHIO Aachen. In Aachen ist er fast so etwas wie ein Lokalmatador: Hoketsu, der schon 2006 für die WM qualifiziert war und auch nach Hongkong reisen wird, trainiert bei Ton de Ridder in Oberforstbach vor den Toren Aachens.
Weinberg und Martin schnell unterwegs
Team siegreich im Preis der PROVINZIAL Rheinland Versicherung AG Rasanz und Aktion ist beim Preis der PROVINZIAL Rheinland Versicherung AG - Jump & Drive - stets gesichert. Wenn die Reiter erst den Parcours springen, dann zum bereitstehenden Vierspänner rennen und darauf durch das Hauptstadion preschen, sind die Zuschauer stets voll dabei.
Fehlerfrei in 119,24 Sekunden bewältigten Springreiter Thomas Weinberg (Kohlscheid) auf Gavio und Gespannfahrer Michael Brauchle (Lauchheim) den Parcours sowie das anschließende Kegelfahren. Schon im vergangenen Jahr hatte Lokalmatador Weinberg, der nicht nur zu Pferd, sondern auch zu Fuß auf dem Weg zur Kutsche schnell unterwegs war, diese Prüfung gewonnen - damals allerdings gemeinsam mit dem Schweizer Werner Ulrich. Der Ex-Weltmeister belegte diesmal mit Jasmine Chen auf Quin Chin Rang 7 (133.13). Der sonst so flotte Franzose Roger Yves Bost, der bereits drei Springen beim CHIO gewonnen hat und zweimal Zweiter wurde, belegte auf Kire Royal Star in "Zusammenarbeit" mit dem Schweden Tomas Eriksson in 123,83 Sekunden Rang 2 vor dem irisch-amerikanischen Team Cian O'Connor auf Baloufina und Tucker Johnson (124,60) an den Leinen.
Gal reitet zum Sieg im WOTAX-Preis
Der Niederländer triumphiert erneut mit Moorlands Totilas Zum Auftakt der Dressuren hatte Edward Gal bereits im Prix St. Georges mit dem achtjährigen Hengst Moorlands Totilas überzeugt, nun ließ der Niederländer in der Intermédiaire I um den WOTAX-Preis Sieg Nummer zwei folgen. Mit 72,450 Prozent dominierte er diese Dressur auf dem Rappen ebenso eindeutig wie zuvor den Prix St. Georges. Mit 69,550 Prozent folgte diesmal Team-Weltmeisterin Isabell Werth (Rheinberg) auf Rang 2. Sie saß im Sattel der erst siebenjährigen, rheinischen Ehrentusch-Tochter El Santo NRW und verwies ihre Bereiterin Hayley Beresford auf Rang drei. Die Australierin saß wie im Prix St. Georges auf der achtjährigen, schwarzen De-Niro-Tochter Rhapsodie Queen, mit der sie dort Rang zwei belegt hatte.
Liebherr siegt im RWE Preis
Miranda nach Sturz ins Krankenhaus gebracht – Entwarnung! Sie setzte voll auf Risiko und flog mit ihrem 13-jährigen Wallach L.B. No Mercy geradezu durch den Parcours: Mit 44.05 Sekunden entschied Christina Liebherr den RWE Preis von Nordrhein-Westfalen für sich. Rang zwei ging mit 45.95 Sekunden an einen glücklichen Marcus Ehning auf Noltes Küchengirl vor dem Norweger Tony André Hansen auf Camiro, der 49.98 Sekunden für den Parcours benötigte. Damit ging der Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, in die Schweiz.
"Ich konnte nicht viel kalkulieren, nach mir kamen noch einige gute Reiter. Also musste ich schnell reiten", berichtet Christina Liebherr. "Mein Pferd ließ sich sehr gut kontrollieren und stürmte auch nach den Sprüngen nicht los." Im gestrigen Nationenpreis war Liebherr nicht am Start. "Unser Equipechef wollte gerne andere Paare sehen. Nach unserem guten Abschneiden in St. Gallen sind wir jedoch schon fest gesetzt für Hongkong", so die Schweizerin. Mit Marcus Ehning ritt das ganze Publikum mit. Über seine fehlerfreie Runde auf Noltes Küchengirl freuten sich die Zuschauer sehr und applaudierten kräftig. "Küchengirl hatte schon im Winter eine gute Saison, bekam dann Pause und sprang nun auf einigen Turnieren und auch auf der Deutschen Meisterschaft sehr gut", freute sich Marcus Ehning.
Rang drei ging an den Norweger Tony André Hansen, der mit dem Holsteiner Wallach Camiro sein bestes Pferd einsetzte. In Aachen startete er bereits bei den Weltreiterspielen und im vergangenen Jahr auf dem CHIO. "Unser Weg führt zu den Olympischen Spielen."
Entwarnung gab es für den gestürzten Brasilianer Alvaro Miranda. Nach der Diagnose "Stauchung des Sprunggelenks" ist er schon wieder auf dem Weg zum Turnierplatz. Ein Galoppsprung zu wenig, und schon war es passiert: Der Brasilianer Alvaro Miranda stürzte mit seinem Pferd Ad Ornella auf dem Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, in einen Oxer - dabei verlor das Pferd die Trense, Miranda verfing sich im Steigbügel und wurde mehrere Meter mitgeschleift. Helfer konnten die Holsteiner Stute schließlich einfangen. Miranda wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert und ins Krankenhaus gebracht. Er war ansprechbar, hatte jedoch über starke Schmerzen im rechten Bein geklagt.
"Wir haben solche Situationen im Vorfeld der Weltreiterspiele mehrfach durchgespielt. Mehr kann man nicht tun. Natürlich hofft man immer, dass so etwas nicht passiert", sagte Frank Kemperman, Turnierdirektor des CHIO Aachen. Der RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen konnte fortgesetzt werden.
Nachtschichten für die Pflanzendekoration
Blumen Enk schmückt die Parcours im Springstadion Wenn die Prüfung vorbei ist, dann wird es mitunter hektisch: Blumen werden von einer Seite des Platzes auf die andere verschoben, neue Dekorationen auf den Rasen gebracht, in das Hinderniskonzept des nächsten Wettbewerbs integriert. Auch 2008 sorgt das Familienunternehmen Blumen Enk aus Ratingen für den Pflanzen-Schmuck beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli). Im Hauptstadion, in der Geschäftsstelle des Aachen-Laurensberger Rennvereins und im VIP-Zelt Champions Circle. "Eine große logistische und organisatorische Herausforderung", sagt Inhaber Thomas Dietz über die Arbeit seines 13-köpfigen Teams. Zu sehen sind unter anderem Blumen in der Farbe des CHIO-Partnerlands Russland oder Pflanzen in Form von Delphinen am Wassergraben.
Seit 2005 plant Blumen Enk dabei alles in enger Absprache mit der Stadtgärtnerei Aachen - die ebenfalls Blumen zur Verfügung stellt und das übrige Gelände dekoriert -, mit Parcourschef Frank Rothenberger und dem Malteser Hilfsdienst, der auf dem Platz mit anpackt. Ein Umbau im weiten Rund des Stadions kann bis zu drei Stunden dauern, außerdem werden nach Flutlichtprüfungen wie dem Samsung Super League, Mercedes-Benz Nationenpreis Nachtschichten eingelegt. "Schließlich muss auch der Parcours der nächsten Prüfung am frühen Morgen ansprechend dekoriert sein", sagt Dietz. "Die Hindernisse an sich sind ja oft schon kleine Kunstwerke, und der Blumenschmuck soll sich so harmonisch und natürlich wie möglich einfügen." Ohne den Fernsehkameras oder den Zuschauer die Sicht zu verbauen, ohne die Wege bei der Siegerehrung zu stören.
Allein das CHIO-Hauptstadion ist in diesem Jahr mit über 300 großen Pflanzen geschmückt. Eine besondere Sehenswürdigkeit: Die 300 Jahre alten Olivenbäume, die vor dem Champions Circle aufgereiht sind und die von der niederländischen Firma Boomkamp zur Verfügung gestellt wurden.
Mario Stevens ganz vorne
Der Deutsche siegt zum zweiten Mal im Sparkassen-Youngsters-Cup "Er trainiert ab und an bei Ludger Beerbaum, das wird ihm beim Siegen helfen", verkündete der Stadionsprecher beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli). Marco Stevens siegte mit seinem selbstgezogenen Wallach Numero Uno in fehlerfreien 75.09 Sekunden und entschied damit zum zweiten Mal den Sparkassen-Youngsters-Cup für sich.
Die ersten vier Plätze blieben komplett in deutscher Hand: Rang zwei ging an Marco Kutscher auf der Argentinus-Landadel-Tochter Arabella, die für den Parcours 76.47 Sekunden brauchte. Dritter wurde mit 78.10 Sekunden der Schleswig-Holsteiner Thomas Voss im Sattel von Casuarina. "Sie ist eine ganz Liebe, die immer alles richtig machen will. Casuarina hat einen Top-Charakter und lief hier schon gestern Null. Sie ging dreijährig über die Holsteiner Auktion und seitdem habe ich sie unter dem Sattel", berichtete Voss.
Das fernste Land repräsentierten die Zwillingsschwestern Jasmine und Joy Chen, die aus Chinese Taipei kommen. Die Anreise war jedoch nicht ganz so weit - die Beiden trainieren im Stall von Paul Schockemöhle in Mühlen. Während Joy startete, verfolgte ein Westfale den Parcours ganz genau: Stefan Borgmann, auf dessen Zuchthof in Ostbevern der Champion du Lys-Sohn geboren wurde. "Wenn man sein eigenes Zuchtprodukt, das man seit seinem ersten Lebenstag kennt, hier in Aachen springen sieht, erfüllt einen das schon mit Stolz", so der zweifache Familienvater.
Tucker Johnson gewinnt im ZENTIS-Preis
Erneut amerikanischer Sieg beim Vierspänner-Hindernisfahren Und wieder konnten sich die US-Amerikaner freuen: Beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli) ging der Sieg im ZENTIS-Preis, dem Vierspänner-Hindernisfahren, an Tucker Johnson. Mit 1.790 Punkten und 201,61 Sekunden beendete der in Florida lebende Geschäftsmann die Prüfung.
Rang zwei ging an den Schweizer Daniel Wurgler (1.770 Punkte/215.41 Sekunden) vor Mark Weusthof aus den Niederlanden (1.730/215.29). Tucker Johnson hatte bewährtes Dressurblut angespannt: Der Consul stammt ab von De Niro-Consul (11 Jahre), Williams ist ein Weltmeyer-Bolero-Sohn (11), Spotlight geht auf Sevillano xx-Weltmeyer (10). Ergänzt wird das Trio um den 17-jährigen Russen Spitfire. Tucker Johnson (44) nahm bisher fünfmal an Weltmeisterschaften teil und holte 2002 Teamsilber in Jerez. Der dreifache Vater, Inhaber des Pilotenscheins, war viermal US-Champion.
Aus deutscher Sicht bester Starter war Michael Brauchle, der auf Rang sechs fuhr. Der 18-Jährige ist Mitglied der deutschen Perspektivgruppe und studiert Metall-Industrie. Er kommt aus Lauchheim.
3.07.2008
Deutscher Sieg im "Länderspiel"
Deutschland gewinnt im Samsung Super League Mercedes-Benz Nationenpreis Spannung lag in der Luft des dicht gefüllten Hauptstadions beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli). Der Sieg im Samsung Super League Mercedes-Benz-Nationenpreises war jedoch schon klar, bevor die letzte deutsche Starterin einreiten sollte. "Zur Schonung von Shutterfly haben wir deshalb auf einen zweiten Umlauf verzichtet", berichtete Spring-Bundestrainer Kurt Gravemeier. So stand der Sieg für Deutschland mit 16 Fehlerpunkten fest. Auf Rang zwei folgten die Niederlande mit 20 Fehlerpunkten vor den USA und Großbritannien, die sich gemeinsam Rang drei teilten (je 21 Punkte).
Ein Raunen begleitete die Auftritte von Ludger Beerbaums Westfalenwallach All Inclusive NRW. "Wenn ich jetzt nicht zufrieden wäre, wäre irgendetwas nicht in Ordnung", freute sich Ludger Beerbaum, der im ersten Umlauf einen Zeitfehler, im zweiten Umlauf fehlerfrei blieb. "Es war klasse, wie All Inclusive NRW hier mit der Stimmung klar kam. Die Atmosphäre unter Flutlicht hat er super gemeistert. Für das Selbstbewusstsein ist das schön." Der letzte Sprung war es hingegen, der Christian Ahlmann zum Verhängnis wurde. Sein 15-jähriger Holsteiner Cöster, im ersten Umlauf fehlerfrei, trat eine Stange herunter. "Das ging auf meine Kappe, ich hatte zu sehr die Zeit im Kopf. Aber sonst war ich sehr glücklich, es war für mich ein großer Vertrauensbeweis, dass Cöster und ich als Erste starten durften. Nach seiner Verletzung - er hatte einen Nerv eingeklemmt - ist er wieder sehr gut in Form", berichtete Ahlmann. Mehr Fehlerpunkte erlaubte sich Montender unter Marco Kutscher: Im ersten Umlauf lieferte der 13-jährige KWPN-Hengst bereits das Streichergebnis mit acht Fehlerpunkten, im zweiten Umlauf sammelte er dasselbe Fehlerkontingent an. "Das war nicht schlecht, aber nicht gut genug. Im ersten Umlauf begann Montender sehr gut, die Fehler in der Kombination waren bitter. Und der Fehler im zweiten Umlauf am Wasser ist eigentlich sehr untypisch für ihn. Das hat mich natürlich geärgert", so ein enttäuschter Marco Kutscher. "Auf den letzten Turnieren sprang Montender weit besser als hier in Aachen, um so ärgerlicher." Die Bilanz von Meredith Michaels-Beerbaum und ihrem Shutterfly blieb mit einem Zeitfehler nahezu makellos.
Zum insgesamt 25. Mal gewann Deutschland - zum dritten Mal in Folge - den Preis der Nationen. "Der Dynamik und Eleganz, die auf dem Parcours erlebbar werden, fühlen wir uns traditionell mit der Marke Mercedes-Benz verpflichtet. Wir freuen uns, zur besonderen Atmosphäre dieses Turniers auch in diesem Jahr beitragen zu können", so Peter Alexander Trettin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Mercedes-Benz Vertriebsorganisation Deutschland.
www.chioaachen.de Ticket-Hotline: (0241) 917 - 11 11 Deutschland gewinnt den Lambertz Nationenpreis
Isabell Werth siegt im MEGGLE-Preis Zum nunmehr 26. Mal gewann Deutschland beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli), den Lambertz Nationenpreis in der Dressur. Gefolgt von den Niederlanden (207.708 Prozent) und Dänemark (205.833) erzielte die Mannschaft 220.959 Prozent. Rang vier ging an Schweden.
Den Sieg holte sich zum zweiten Mal an diesem Tag Isabell Werth, die im MEGGLE-Preis auf ihr WM-Pferd Satchmo gesetzt hatte. "Zuvor hatte ich ein wenig Bedenken, da Satchmo auf über 30 Grad wie in den vergangenen Tagen eingestellt war und Regen nicht so sehr mag. Aber es blieb trocken, und er ging spitze", freute sich die Rheinbergerin. Mit 76.917 Prozent lag sie an der Spitze. Rang zwei war eine Überraschung: Die 28-Jährige Niederländerin Adelinde Cornelissen erhielt auf ihrem Jazz-Sohn Parzival 73.215 Prozent. Bereits mit zwei Jahren startete Cornelissen ihre ersten Reitversuche auf Shetland Ponys, die auf den Weiden an ihrem Elternhaus grasten. Ein Pony, nämlich Welsh Pony Ayesha, war es dann auch, mit dem Adelinde ihre ersten Titel holte. Die Englischlehrerin arbeitete ein Jahr auf einer Reitanlage in Kanada und bekam danach die Chance, Parzival zu reiten. "Anfangs hatte ich nicht immer die volle Kontrolle über ihn, aber wir sind gut zusammen gewachsen und hatten schon viele tolle Momente", erzählt die Niederländerin.
Auf Platz drei gelangte Heike Kemmer mit 72.259 Prozent. "Bonaparte war genau richtig, sehr aufmerksam und voll bei der Sache. Ich war sehr zufrieden und werde alles geben, um nach Hongkong zu kommen", erzählte die in Winsen lebende gebürtige Berlinerin. Damit war Kemmer zweitbeste Deutsche vor Nadine Capellmann, die mit 71,79 Prozent vierte wurde. "Wir hatten leider ein paar kleine Fehler wie zum Beispiel in der Pirouette und in den Einerwechseln, in denen Elvis nicht genug nach vorne zog. Aber insgesamt war ich zufrieden mit unserer Leistung", berichtete die 42-Jährige. Schlusslicht des deutschen Teams war Matthias Alexander Rath, der mit Sterntaler mit 66.75 Prozent auf Rang 18 endete.
Roger-Yves Bost zum Dritten
Der Franzose gewinnt den „Preis des Handwerks“ Aller guten Dinge sind drei - doch es darf getrost bezweifelt werden, dass es dabei in diesem Jahr bleibt: Roger-Yves Bost hat ganz sicher die richtigen Hosen vor seiner Reise nach Aachen eingepackt. Der Franzose gewann am heutigen Donnerstag den "Preis des Handwerks" und damit - neben zwei zweiten Plätzen - bereits das dritte Springen beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli) - oder auch dem "CHIO Roger-Yves Bost 2008."
Diesmal saß der 42-Jährige, der gemeinsam mit seinem Landsmann Michel Robert als Einzelstarter in Aachen dabei ist, im Sattel von Kire Royal Star, einer zehnjährigen französischen Stute. Mit 63,04 Sekunden hängte der flotte Franzose, der 1990 mit dem französischen Team bei den Weltreiterspielen in Stockholm Gold gewann, den Iren Cameron Hanley auf dem zehnjährigen Oldenburger Hengst S.I.E.C. Royal Star (64,30) und den US-Amerikaner McLain Ward mit der 16-jährigen Holsteiner Stute Goldika (65,27) deutlich ab.
Chester Weber siegt im TIME-SHUTTLE-Preis
Amerikanischer Sieg in der ersten Disziplin der kombinierten Prüfung Der erste Sieg in der Disziplin Fahren ging beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli) nach Amerika. Der 33-jährige Chester Weber siegte mit seinem Vierspänner im TIME-SHUTTLE-Preis vor dem Niederländer Isbrand Chardon und Tucker Johnson aus den USA.
Chester Weber, der fünfmal an Weltmeisterschaften teilnahm und 2002 Teamsilber erzielte, lebt im Sonnenstaat Florida. Er hatte seine Pferde Grumus (elfjähriger Wallach von Grusus), Jamaica von Cambridge Cole (17), Rolex W von Larriz (11) und Senate von Balmoral (11) eingespannt. Schon als 18-Jähriger hatte er sich für Weltcup-Prüfungen qualifiziert und ist danach auf Vierspänner umgestiegen. Mit 77,2 Prozent nahm er die Führung ein.
Als einer der Favoriten fuhr der 19-malige Niederländische Meister Ijsbrand Chardon auf den zweiten Platz. Der 47-Jährige aus AC Den Hoorn erzielte 75,7 Prozent und hatte die Pferde Argus, Isovlas Paganini, Isovlas Tango und Zidane eingespannt. Chardon war zweifacher Einzel-Weltmeister und holte auf den Weltreiterspielen in Aachen Einzelsilber. Er hat vier Kinder. Rang drei ging ebenfalls in die Vereinigten Staaten von Amerika und wurde von Tucker Johnson mit 72,2 Prozent erzielt.
Aus deutscher Sicht bester Starter war Ludwig Weinmayr, der auf Rang neun gelangte. Der 47-Jährige war auf den Weltreiterspielen in Aachen 19. und kommt aus dem bayerischen Fischbachau. Insgesamt nahm er dreimal auf Weltmeisterschaften teil.
Werth triumphiert im HAVENS Pferdefutter-Preis
Rheinbergerin siegt mit Warum Nicht im Grand Prix CDI Auf den seit Jahren berühmten Zweikampf zwischen den Favoritinnen Isabell Werth und Anky van Grunsven mussten die Zuschauer beim Weltfest des Pferdsports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli), auch im CDI nicht verzichten. Der Sieg ging mit 75.04 Prozent im HAVENS Pferdefutter-Preis, Grand Prix CDI, an die Deutsche Isabell Werth. "Hannes, wie wir Warum Nicht nennen, hat toll mit gemacht, wir hatten nur einen Rumpler in der Pirouette, sonst war ich sehr zufrieden. Da wollte er etwas zu früh rein", berichtete die 38-Jährige, die mit dem Hannoveraner Weltmeyer-Sohn derzeit auf Rang drei der FEI-Weltrangliste liegt. Die Niederländerin Anky van Grunsven musste sich auf dem elfjährigen Rapphengst IPS Painted Black mit Rang drei (71.042 Prozent) zufrieden geben.
18 Starter aus sechs Nationen gingen bei leichtem Regen an den Start. Höchst zufrieden über ihren zweiten Platz war Monica Theodorescu, die mit dem zehnjährigen Welt Hit IO-Sohn Whisper auf den zweiten Platz gelangte. Ein kleiner Stolperer im starken Trab kostete Punkte in der von vielen Höhepunkten gekennzeichneten Vorstellung. Im starken Schritt erhielt das Paar sogar dreimal die 9.0. In der Endabrechnung kam die im westfälischen Sassenberg lebende Reiterin auf 71.917 Prozent.
Die am weitesten entfernte Nation repräsentierte der Japaner Hiroshi Hoketsu, der mit der elfjährigen hannoverschen Wolkenstein II-Tochter Whisper 70.375 Prozent erzielte. Eine weite Anreise hatte der 67-Jährige allerdings nicht: Er trainiert bei Antonie de Ridder auf Gut Rossheide, nur wenige Kilometer von der Soers entfernt. Er landete auf Rang fünf. Dazwischen schob sich der lange Zeit in Führung liegende Däne Andreas Helgstrand mit seinem Oldenburger Hengst Blue Hors Don Schufro. "Mit meinem Pferd war ich sehr zufrieden, mit der Bewertung allerdings nicht. Da war ich etwas enttäuscht, ich hatte mit mehr Punkten gerechnet", so der zweifache Familienvater, der 70.833 Prozent erhielt. "In die Quarantäne für die olympischen Spiele werde ich sowohl Don Schufro wie auch Gredstedgards Casmir mitnehmen. Dann entscheiden wir, wer nach Hong Kong geht", erzählt der 30-Jährige. "Mein persönlicher Favorit wäre jedoch Don Schufro, da er über mehr Erfahrung verfügt. Casmir ist erst neun und braucht noch ein, zwei Jahre."
FRH Butts Abraxxas Pferd des Jahres 2007
Reiter Revue ehrt Leser-Favoriten beim CHIO Aachen Fröhlich strahlend galoppierte Ingrid Klimke ihre Ehrenrunde beim Weltfest des Pferdsports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli). Ihr Vielseitigkeitspferd FRH Butts Abraxxas wurde von den Lesern der Fachzeitschrift Reiter Revue International zum Pferd des Jahres 2007 gewählt. Die Ehrung findet traditionell stets im Hauptgelände statt.
Er misst gerade mal 1,64 Meter - zählt aber zu den Größten in der internationalen Vielseitigkeit: FRH Butts Abraxxas, kurz und schlicht "Braxi" genannt. Der Hannoveraner hat die Wahl zum Pferd des Jahres, initiiert von Reiter Revue international, mit 35 Prozent gewonnen. "Er ist ein kleines Pferd mit einem riesengroßen Kämpferherz", so Ingrid Klimke. Das hat er 2007 bei der Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter in Pratoni del Vivaro unter Beweis gestellt: Dort kämpfte er sich mit Ingrid Klimke auf Platz 10 in der Einzelwertung. Oder in Strzegom, wo er den Drei-Sterne-CCI gewann, oder aber im Drei-Sterne-CIC im schottischen Thirlestane Castle, den er als Dritter beendete.
Fritz Butt hat Braxi gezüchtet, Bundestrainer Hans Melzer hat ihn später entdeckt - für Ingrid Klimke. Seit er acht Jahre jung ist, hat FRH Butts Abraxxas sein Zuhause in Münster und steht im Besitz von Ingrid und Thomas Holtrop. Seine Reiterin und treue Partnerin im Cross und im Alltag, Ingrid Klimke, schwärmt gerne von ihrem Heraldik xx-Kronenkranich xx-Schützling: "Er ist ein richtiges gute-Laune-Pferd." Doch bei all der guten Laune, weiß Klimke auch um den Schalk, der Braxi gerne mal im Nacken sitzt. "Beim Putzen zum Beispiel, wischt er gerne mal hinten aus - das kann er sich einfach nicht verkneifen. Auch für Bocksprünge ist Braxi immer zu haben. Und die sind nicht ohne." Die Münsteranerin nimmt es mit Humor. Zweimal schon hat ein Pferd aus dem Hause Ingrid Klimke die Aktion der Reiter Revue international gewonnen. Pferd des Jahres 1999 wurde Windfall, 2004 war es Sleep Late. Doch heute gebührt der Applaus alleine: FRH Butts Abraxxas. Aller guten Dinge sind drei - an diesen Spruch muss sich Ingrid Klimke natürlich nicht halten.
Die Pferde des Jahres / Horses of the Year:
1984 Deister (Paul Schockemöhle/Springen) 1985 Deister (Paul Schockemöhle/Springen) 1986 Deister (Paul Schockemöhle/Springen) 1987 Silbersee (Dr. Michael Rüping/Springen) 1988 Shamrock (Dr. Matthias Baumann/Vielseitigkeit) 1989 Rembrandt (Nicole Uphoff/Dressur) 1990 Rembrandt (Nicole Uphoff/Dressur) 1991 Gallus (Christian Zehe/Vielseitigkeit) 1992 Rembrandt (Nicole Uphoff/Dressur) 1993 White Girl (Peter Thomsen/Vielseitigkeit) 1994 San Patrignano Weihaiwej (Franke Sloothaak/Springen) 1995 For Pleasure (Lars Nieberg/Springen) 1996 Jus de Pommes (Ulrich Kirchhoff/Springen) 1997 Ratina Z (Ludger Beerbaum/Springen) 1998 Traque le Vent (Marie Jeanette Steinle/Vielseitigkeit) 1999 Windfall (Ingrid Klimke/Vielseitigkeit) 2000 Rusty (Ulla Salzgeber/Dressur) 2001 Farbenfroh (Nadine Capellmann/Dressur) 2002 Dobel's Cento (Otto Becker/Springen) 2003 Marius (Hinrich Romeike/Vielseitigkeit) 2004 Sleep Late (Ingrid Klimke/Vielseitigkeit) 2005 Checkmate (Meredith Michaels-Beerbaum/Springen) 2006 Satchmo (Isabell Werth/Dressur)
2.7.2008
Losglück für die deutschen Springreiter
Startplatz 8 im Mercedes Benz-Nationenpreis als Teil der Samsung Super League Bundestrainer Kurt Gravemeier (Deutschland) hatte Losglück: Die deutschen Springreiter starten morgen im Samsung Super League, Mercedes-Benz Nationenpreis an achter Stelle. Es beginnt das Team der USA, gefolgt von Belgien, Großbritannien, Irland, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz. Für Deutschland in den Parcours gehen werden Christian Ahlmann auf Cöster, Marco Kutscher auf Montender, Ludger Beerbaum auf All Inclusive und Meredith Michaels-Beerbaum auf Shutterfly. Tickets für das Spektakel unter Flutlicht gibt es noch an den Tageskassen.
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Roger-Yves Bost triumphiert im WARSTEINER-Preis
Zweiter Sieg des Franzosen beim CHIO Aachen 2008 Roger-Yves Bost ist der derzeit dominierende Springreiter beim Weltfest des Pferdsports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli). Nach Platz 1 und 2 in den beiden Auftaktspringen gestern gewann der Franzose am Mittwoch den renommierten WARSTEINER-Preis, Preis von Europa, in der Aachener Soers. Im Stechen setzte sich der 42-Jährige gegen zwölf Konkurrenten durch und siegte auf Ideal de la Loge fehlerlos in 47.63 Sekunden. Zweite wurde die US-Amerikanerin Laura Kraut auf Miss Independent (0 Fehler/48.48), Dritter der Schweizer Steve Guerdat auf Tresor V (0 Fehler/48.54).
"Nein, als Favorit für den ROLEX Grand Prix sehen ich mich deswegen aber nicht", lachte Bost. "Bis Sonntag ist es ja noch eine lange Zeit." Im vergangenen Jahr war Bost im ROLEX Grand Prix, dem Großen Preis von Aachen, nur knapp von Vizeweltmeisterin Beezie Madden (USA) geschlagen worden. Schon damals ritt er den zwölfjährigen französischen Hengst Ideal de la Loge. Zwei Wochen vor der EM Mitte August in Mannheim musste der Hengst allerdings wegen einer Kolik operiert werden und anschließend acht Monate pausieren. "Aber wie man sieht, jetzt ist er absolut fit", sagte Bost, der sich speziell auf den CHIO Aachen vorbereitet und dafür in der vergangenen Woche das Turnier in Monaco ausfallen gelassen hatte.
Die Entscheidung im Stechen des WARSTEINER-Preises fiel schließlich zwischen Hindernis 11 und 12, bei dem die meisten anderen Reiter acht Galoppsprünge benötigten. "Als ich aber sah, dass Christina Liebherr das in sieben Sprüngen geschafft hat, dachte ich mir: Wenn Du gewinnen willst, muss du die Distanz in sechs überwinden. Das ist mir glücklicherweise gelungen."
Deutsche Equipe führt im Nationenpreis
Kemmer führt das Zwischenklassement im MEGGLE-Preis an Jubelnd ritt Heike Kemmer (Winsen) aus dem Viereck, begleitet vom tosenden Beifall der Zuschauer. Nach dem ersten Teil des MEGGLE-Preises, dem Grand Prix der CDIO-Tour, führt die Team-Weltmeisterin auf dem 15-jährigen Bonaparte das Zwischenklassement mit 72,250 deutlich an. Und führte damit die deutsche Dressur-Equipe im Lambertz-Nationenpreis, der morgen entschieden wird, an die Spitze. Mit 139,0 Punkten führen die deutschen Dressurreiter nach zwei Reitern vor Schweden (135,208) und den Niederlanden (134.583). Weniger gut als für die DM-Zweite Kemmer, die Bonaparte fehlerfrei und in sehr guter Form vorstellte, lief es für Newcomer Matthias-Alexander Rath (Kronberg). Der 23-Jährige, der in den vergangenen drei Monaten die Dressurszene aufgemischt hatte und bei der DM in Balve Anfang Juni den Herren-Titel gewann, leistete sich auf Sterntaler-Unicef einige kleine Fehler und belegt mit 66,750 Punkten in der Zwischenwertung Rang 8. "Ich hätte gerne meine Leistung von Balve wiederholt, vor allem mit Blick auf die Olympischen Spiele. Aber es gab zwischen Sterntaler und mir einige Abstimmungsprobleme", so Rath. "Ich werde alles versuchen, damit dieser erste Eindruck am Samstag im Grand Prix Spézial vergessen wird."
Am Donnerstag wird der Grand Prix um 14 Uhr mit Teil 2 fortgesetzt. Für Deutschland gehen Nadine Capellmann (Aachen) auf Elvis und Isabell Werth (Rheinberg) an den Start.
Edward Gal im Preis der VUV vorn
Klimke startet außer in der Vielseitigkeit auch in der Dressur Heute Morgen griffen zum ersten Mal die Dressurreiter beim CHIO Aachen 2008 ins Geschehen ein. In der so genannten kleinen Tour stand der Prix St. Georges um den Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände auf dem Programm. Und das Votum der Richter war deutlich, wenn auch nicht einstimmig: Mit 73,250 Prozent gewann der Niederländer Edward Gal auf dem achtjährigen, schwarzen Hengst Moorlands Totilas vor der Australierin Hayley Beresford auf der gleichaltrigen Oldenburger-Stute Rhapsodie Queen und Ingrid Klimke (Münster), die den achtjährigen Westfälischen Hengst Damon Hill NRW gesattelt hatte. Vier der fünf Richter hatten Gal klar auf Platz 1 gesetzt, nur die belgische Richterin Mariette Withages bei B hatte ihn auf dem sechsten Rang gesehen.
Ingrid Klimke ist übrigens in Aachen gleich in zwei Disziplinen am Start: Neben der Dressur gehört sie mit FRH Butts Abraxxas zur deutschen Vielseitigkeits-Equipe, die am Freitag und Samstag im Nationenpreis antritt. Mit diesem Pferd hofft sie auf ein Ticket nach Hongkong.
„Silbernes Pferd“ an Catuogno, Höfle und Michel
Renommierter Medienpreis in der Soers verliehen Claudio Catuogno, Maren Höfle und Caroline Michel sind die Gewinner des "Silbernen Pferds 2008". Der renommierte Medienpreis wird in jedem Jahr gemeinsam vom Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) und vom Deutschen Reiter- und Fahrerverband beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli) verliehen. Damit werden herausragende Leistungen im Pferdesportjournalismus ausgezeichnet. "Die Arbeit der Journalisten ist wichtig, denn sie tragen die Stimmung großer Ereignisse in die Welt hinaus", sagte Ihre Hoheit die Begum Aga Khan bei der Preisübergabe. Claudio Catuogno erhielt seine Auszeichnung in der Kategorie Print für seinen Artikel "Die Frau mit den mehreren Leben - Ein Tag im Leben der Isabell Werth" in der Süddeutschen Zeitung. Maren Höfle überzeugte im Bereich TV mit ihrem Sendekonzept "PferdTV, dem Reitsportmagazin im NDR, und Caroline Michel mit ihrem Hörfunkbeitrag "Wirtschaftsfaktor Pferd" in WDR 5.
1.07.2008
CHIO Aachen 2008 feierlich eröffnet
Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet den CHIO Aachen offiziell Kosakenreiter stürmten säbelschwingend auf ihren Pferden an den Tribünen vorbei, russische Fahnen wurden geschwenkt, und Folkloretänzer überschlugen sich fast bei ihren spektakulären Einlagen: Vor zehntausenden Zuschauern im Stadion ist am Dienstagabend das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008 (27. Juni bis 6. Juli), offiziell von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet worden. Insgesamt besuchten am Dienstag 37.000 Zuschauer die Wettbewerbe und die Eröffnungsfeier. "Hier in Aachen schlägt das Herz des Pferdesports. Bei CHIO herrscht eine einzigartige Atmosphäre", sagte Merkel unter dem Beifall der begeisterten Besucher, bevor sie Russland - das diesjährige Partnerland des Turniers - dann sogar auf russisch begrüßte. "Unser Turnier ist Volksfest und Hochleistungssport zugleich und trägt auf vielfältige Weise zur Verständigung zwischen den Völkern bei", sagte Klaus Pavel, Aufsichtsratsvorsitzender des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein. "Menschen aus aller Welt treffen sich hier in der Soers, um internationalen Spitzensport in fünf Disziplinen zu erleben, um sich auszutauschen und gemeinsam zu feiern."
Neben vielen Pferden und Reitern gab bei strahlendem Sonnenschein gleich zwei Weltpremieren: Zum einen präsentierte sich die berittene Eskorte des russischen Präsidenten erstmals im Ausland, zum anderen feierte die deutsche Reit-Nationalmannschaft zusammen mit dem Neue-Deutsche-Welle-Star Joachim Witt ihren ersten Auftritt als Sänger. "Wir sind die goldenen Reiter" lautet die Neuauflage von Witts 80er-Jahre-Hit für die Olympischen Spiele im August.
Überhaupt standen die 28 olympischen Disziplinen im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier. Schließlich werden auch die Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiter um Medaillen kämpfen und entscheiden beim CHIO Aachen viele Nationen über ihre Nominierungen. Während zwei frühere Olympiateilnehmer - die Hochspringerin Ulrike Nasse-Meyfarth und der Zehnkämpfer Jürgen Hingsen - am Mikrofon von ihren Olympia-Erinnerungen erzählten, führten über 300 Teilnehmer aus regionalen Vereinen ihre Disziplinen vor. Und so gab es erstmals Baseballspieler, Hürdenläufer, Hockeyspieler und sogar ein Segelboot auf dem traditionsreichen Rasen in der Aachener Soers zu sehen. Selbst die Olympischen Ringe haben bereits in der Soers Einzug gehalten: Bei der Quadrille von 75 Isländerpferden.
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Michaels-Beerbaum gewinnt STAWAG-Preis
Die Europameisterin siegt auf Checkmate vor Roger-Yves Bost Es war nur ein Wimpernschlag - oder wie Parcourschef Frank Rothenberger ausrechnete: ganz genau 5,13 Zentimeter. Nur eine Hundertstel Sekunde war Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) schneller als der bis dahin führende Roger-Yves Bost. Auf dem 13-jährigen Checkmate gewann die 38-jährige Europameisterin heute Nachmittag in der Soers den STAWAG-Preis mit einem fehlerfreien Ritt in genau 76 Sekunden vor dem Franzosen auf Ideal de la Loge und dem erst 21-jährigen Christoph Brüse aus dem rheinischen Wachtberg, der die 13-jährige Stute Audrey gesattelt hatte und 76,73 Sekunden benötigte. "Ich wusste nicht, dass es so eng mit der Zeit war, ich habe vor dem letzten Sprung sogar noch ein bisschen Tempo herausgenommen", strahlte Michaels-Beerbaum, die vor drei Wochen mit dem in Top-Form springenden Checkmate als erste Frau überhaupt bei den Titelkämpfen in Balve im Lager der Männer Deutscher Meister geworden war. "Ich bin in der glücklichen Lage, mit Checkmate und Shutterfly zwei fast gleichwertige Pferde zu haben. Die augenblickliche Planung sieht vor, dass ich mit Shutterfly den Nationenpreis am Donnerstag sowie den Großen Preis am Sonntag reiten werde." Michaels-Beerbaum, die im April das Weltcup-Finale gewonnen hatte, gilt für die Olympischen Spiele in Hongkong als gesetzt.
Die wird sich Roger-Yves Bost im Fernsehen ansehen müssen, denn die Franzosen, die auch der Super League abgestiegen sind, konnten sich nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren. "Das ist eine schwierige Situation für den französischen Springsport", bedauert Bost, der neben seinem Landsmann Michel Robert als Einzelreiter in Aachen am Start ist. Der 42-Jährige präsentiert sich und seine Pferde am ersten Tag des CHIO in bestechender Form: Denn vor Platz 2 im STAWAG-Preis gewann er am Morgen bereits das erste Springen, den accom-Preis. "Nun hoffe ich, dass es so weitergeht und meine Kurve nach oben zeigt", so der Franzose, der im vergangenen Jahr mit Ideal de la Loge Zweiter im Rolex Grand Prix, dem "Großen Preis von Aachen" geworden war. Für seinen zwölfjährigen Hengst ist der CHIO Aachen erst wieder das sechste Turnier nach einer langen Zwangspause. Denn kurz vor der EM im August 2007 in Mannheim musste er an einer Darmverschlingung operiert werden und anschließend acht Monate aussetzen.
Über Aachen nach Prag führt der Weg für Christoph Brüse, denn der 21-Jährige, der schon mit EM-Gold dekoriert wurde, ist für die EM der Jungen Reiter mit Audrey und Atlanta gesetzt. "Nach dem CHIO werde ich zusammen mit Bundestrainer Dietmar Gugler entscheiden, auf welches Pferd ich bei der EM setze. Aber ganz sicher ist Audrey mein Spitzenpferd." Bereits als dritter Starter hatte Brüse eine Top-Zeit vorgelegt. "Die Runde fühlte sich gut an. Ich konnte, ja vorher nicht schauen, wo die Schwierigkeiten auf dem Kurs lagen. Aber vielleicht war das ja auch gut so. Mit Rang 3 hätte ich jedoch ganz sicher nicht gerechnet", schmunzelt Brüse, der nach 2007 zum zweiten Mal beim "Weltfest des Pferdesports" am Start ist.
Roger-Yves Bost gewinnt den accom-Preis
Franzose erster Sieger bei den Springwettbewerben Michael Whitaker gab sich noch Mühe, doch diese Zeit konnte der Brite mit seinem Hengst Insul Tech Up To date nicht mehr unterbieten: Mit einer fehlerfreien Runde in 67,33 Sekunden sicherte sich der Franzose Roger-Yves Bost auf dem französischen Wallach Jovis de Ravel den Sieg in der ersten Springprüfung, dem accom-Preis. Er blieb dabei knapp zwei Sekunden schneller als Whitaker. Als bester Deutscher kam Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit der Holsteiner Stute Natalie auf Rang 3. Roger-Yves Bost scheint gleich zu Beginn des Aachener Turniers stets besonders motiviert zu sein, denn schon im vergangenen Jahr gewann der 42-Jährige ebenfalls den accom-Preis, damals allerdings auf seiner Stute Lolita de la Lodge. Der Franzose - stets für einen Sieg gut - war vor allem in den 90-er Jahren sehr erfolgreich im Springsattel und stets fester Bestandteil der französischen Equipen bei Championaten. So gewann er u. a. 1990 mit dem Team bei den ersten Weltreiterspielen in Stockholm Gold, holte 1994 in Den Haag und 1998 in Rom jeweils eine Silber-Medaille.
Roger-Yves Bost ist neben seinem Landsmann Michel Robert als Einzelreiter beim CHIO Aachen 2008 am Start, da die Franzosen im vergangenen Jahr aus der Super League abgestiegen sind und somit kein Team zum "Weltfest des Pferdesports" entsenden dürfen, um am Nationenpreis teilzunehmen.
Partnerland begeistert von „deutscher Herzlichkeit“
Professor Gego: „Der Sport arbeitet als Botschafter schneller als die Politik“ Wirklich gefreut habe man sich, über "die Herzlichkeit, mit der uns die Menschen in Deutschland empfangen haben", sagte Gennady Seleznev, der Präsident des russischen Reitsportverbandes, jetzt in einer Pressekonferenz. Russland ist in diesem Jahr Partnerland des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2008 (27. Juni bis 6. Juli). Bereits am Montag waren die über hundert russischen Reiter mit ihren Pferden und Gespannen auf dem Aachener Marktplatz von Reitsportfans aus aller Welt begrüßt worden. Für Professor Dr. Arno Gego eine Selbstverständlichkeit: "Wir sind sehr stolz, unsere russischen Freunde nach Aachen geholt zu haben. Das Land hat eine lange Pferdesporttradition, sowie bekannte Reiter wie die frühere Olympiasiegerin Elena Petushkova oder ganz aktuell Alexandra Korelova hervorgebracht." Der Kontakt des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) war über das ehemalige Präsidiumsmitglied Gego zustande gekommen. Alexander Bortnikov betonte dann auch, dass er sich als Präsident der All-Russian Equestrian Games in St. Petersburg bei deren Weiterentwicklung am CHIO Aachen orientiere.
Überhaupt sei im russischen Pferdesport derzeit vieles im Aufbruch. "Wir versuchen, viele russische Traditionen wieder zu entdecken", sagte Sergey Khlebnikov, der Kommandant der berittenen Eskorte des russischen Präsidenten. Sie ist normalerweise beim Empfang von Staatsoberhäuptern dabei und hat zum ersten Mal den Kreml verlassen, um Russland im Ausland zu präsentieren. 24 Reiter - allesamt zwischen 18 und 19 Jahren alt - sind mit ihren Pferden in Aachen, um im Rahmenprogramm des CHIO und insbesondere in der offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstagabend aufzutreten. "Es sind tolle Eindrücke, die die jungen Menschen hier mitnehmen dürfen", sagte Khlebnikov.
Insofern sieht Professor Dr. Arno Gego den Sport "als Botschafter, der schneller arbeitet als die Politik. Russland gehört schließlich zu Europa, und so werden unsere Freunde sicher ein Ausrufezeichen in der Völkerverständigung setzen. Gemeinsam können wir viel bewegen". Zu sehen sein werden in der CHIO-Turnierwoche auch die berühmten Orlov-Traber mit ihren Troikas - den Dreigespannen -, Stuntgruppen und "traditioneller russischer Gesang und Tanz. Wir hoffen, die CHIO-Besucher werden unsere Präsentation genießen", sagte Seleznev.
30.06.2008
Willkommen, Russland!
Fröhlicher Empfang des Partnerlands des CHIO Aachen "Dobro Poshalovat´, Russia!" - Herzlich Willkommen, Russland! Fröhlich, farbenfroh und spektakulär geriet der Einzug des CHIO-Partnerlands Russland in Aachen. 110 russische Reiter, Musiker und Tänzer präsentierten am Montag Abend Folklore und reiterliche Tradition ihres Heimatlandes auf dem Aachener Markt. Die Ehrengarde des russischen Präsidenten schaute noch recht ernst, als sie aufrecht im Sattel sitzend mit geschultertem Säbel die Delegation anführte. Zum ersten Mal überhaupt hat diese Formation Russland verlassen. Fröhlich und heiter wurde es dann mit den Vorführungen der "Dzhigits", einer Stunt-Truppe, und den Kosakenreitern. Tausende Aachener jubelten den Vorführungen vor der Kulisse des Rathauses zu und freuen sich schon auf Dienstag: Ab 17 Uhr gibt es dann nicht nur die russischen Gäste im Rahmen der Eröffnungsfeier zu erleben. Hunderte Reiter und Pferde werden ein abwechslungsreiches Programm gestalten, Bundeskanzlerin Angela Merkel wird den CHIO Aachen 2008 eröffnen. Karten für diese außergewöhnliche Eröffnungsfeier gibt es an der Hotline (0241) 917 - 1111 und an den Tageskassen. Tickets für die Eröffnungsfeier sind natürlich auch für das Sportprogramm des Tages gültig.
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29.06.2008
Deutschland I gewinnt ersten Nationenpreis
Vorberg und Ströh machen Dreifachtriumph perfekt Deutscher Dreifachtriumph beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli): Voltigier-Weltmeister Kai Vorberg hat sich am Sonntag in der Einzelwertung der Herren durchsetzen können, die WM-Dritte Nicola Ströh bei den Damen. Außerdem gewann das Team Deutschland I - bestehend aus Vorberg, Ströh und den Mannschaftsweltmeistern des RSV i. Neuss-Grimlinghausen I - auch den weltweit ersten Nationenpreis im Voltigieren. Und das vor Team Deutschland II.
Nachdem der Kölner Vorberg in den Vortagen zwar die Pflicht gewonnen, aber in beiden Küren knapp Daniel Kaiser aus Delitzsch bei Leipzig unterlegen war, dominierte er heute die Technik. Er setzte sich in der Drei-Tages-Gesamtwertung auf Picasso RS von der Wintermühle mit der Wertnote 8.480 deutlich vor Kaiser auf Merkur (8.204) und dem Schweizer Patric Looser auf Record RS von der Wintermühle (8.062) durch. "Ich bin auf einem wirklich guten Weg, nach oben ist bei der Leistung sogar noch Luft", sagte Vorberg, der seine neue Kür in Aachen erst zum vierten Mal zeigte. Dafür hatte er den Song "Music" von John Miles als "Vaulting was my first love" selbst neu eingesungen. "Ich wollte diesmal in keine andere Figur schlüpfen sondern mehr von mir einbringen, das Voltigieren als meine Herzensangelegenheit thematisieren", erklärte der 26-Jährige, der als absoluter Topfavorit zu der WM im August im tschechischen Brünn fahren dürfte.
Für die Favoritin bei den Damen, die Hamburgerin Ströh, war es auf Lanson am Ende noch einmal knapp geworden: In der Technik unterlag sie ihrer ärgsten Verfolgerin, der US-Amerikanerin Mary McCormick auf Leonardo. Trotzdem reichte es zum Gesamtsieg mit der Note 8.364 vor McCormick (8.309) und der österreichischen Europameisterin Sissi Jarz auf Pitucelli (8.164). "Noch habe ich nicht meine Topleistung gebracht und trotzdem alle geschlagen, auf die ich auch bei der WM treffe", freute sich Nicola Ströh. Zuerst der Sieg in Aachen und dann bei der Weltmeisterschaft - das ist das Ziel, das sich Ströh schon vor Wochen gesetzt hatte.
Im Nationenpreis gelang dem RSV i. Neuss-Grimlinghausen I. derweil die Revanche für die umstrittene Niederlage am Vortag. Ihr Team Deutschland I lag am Ende mit der Wertnote 25.899 vor Deutschland II (Ines Jückstock, Daniel Kaiser, Team Wintermühle der JRG Köln) mit 25.406 und der Schweiz (Marion Graf, Patric Looser, Lütisburg I) mit 24.870. "Das war super, das hat Spaß gemacht", strahlte Longenführerin Jessica Schmitz. "Wir wollten diesen Nationenpreis beim ersten Mal sofort gewinnen - und das ist uns gelungen." Bundestrainerin Ursula Ramge bezeichnete die Einführung eines Nationenpreises als "gelungene Idee, die den Voltigiersport nach vorn bringen wird - auch die tollen TV-Zeiten belegen, dass das Aachener Konzept sehr gut ist." Auch Turnierdirektor Frank Kemperman zeigte sich zufrieden: "Für uns war das Voltigieren ein großartiger Auftakt. Die Entscheidung, die Wettbewerbe ein Wochenende vorzuziehen und den CHIO Aachen damit auf zehn Tage zu verlängern, war absolut richtig - Voltigieren ist ein tolles Stück CHIO Aachen."
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37.500 Besucher beim Soerser Sonntag
Erstes Wochenende verzeichnet insgesamt 44.750 Zuschauer Wie viele Eis der Verkäufer am Langnese-Stand abgesetzt hatte, wusste er selbst vor lauter Andrang nicht mehr: Bei strahlendem Sonnenschein strömten heute 37.500 Besucher zum traditionellen Soerser Sonntag, präsentiert von Warsteiner, auf das Turniergelände des CHIO Aachen 2008 (27. Juni bis 6. Juli). Am gesamten ersten Wochenende verzeichnete das Turnier mit Soerser Sonntag, den Voltigierwettbewerben und dem Konzert "Pferd & Sinfonie" damit insgesamt 44.750 Zuschauer. Den Soerser Sonntag hatte Klaus Pavel, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), um 13 Uhr zusammen mit Frank Kutsch von der Warsteiner-Brauerei und den Aachener Stadtreitern per Fassanstich eröffnet. Zuvor hatte man gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst gefeiert. "Endlich spielt auch mal wieder das Wetter mit", freute sich Pavel. "Genießen Sie die vielen Angebote in der Zeltstadt und das abwechslungsreiche Rahmenprogramm."
Das taten die Besucher bei freiem Eintritt dann auch: Zu sehen gab es beim Soerser Sonntag neben einem A-Springen des Kreis-Pferdesportverbandes Aachen außerdem eine Präsentation des Therapeutischen Reitens und die Schaubildgruppe Lobberich, die unter dem Applaus der Zuschauer ein ungarisches Erntedankfest aufführten. Während sich die Kleinsten der Besucher dann beim Ponyreiten vergnügten, gönnten sich die Eltern entweder das ein oder andere kühle Getränk oder sahen sich an den rund 200 Ausstellerzelten in der Ladenstraße um. Auf 14.000 Quadratmetern Ausstellerfläche gibt es alles von Mercedes-Benz über Reitsportartikel und Schmuck bis hin zum CHIO-Maskottchen Karli.
Zweifach-Sieg beim Schaufensterwettbewerb
Wiener Caféhaus siegt in Jury- und Publikumswertung Erika Petersohn war völlig überwältigt: "Ich habe mich von dem Schreck noch gar nicht erholt", lachte die Mitbesitzerin des Wiener Caféhauses in Aachen. Soeben war sie zweimal auf die Bühne gerufen worden, durfte viele Hände schütteln, in zahlreiche Fotokameras blicken. Ihr Café hat beim 17. Schaufensterwettbewerb zum Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli) die Konkurrenz in beiden Kategorien - der Jury- und der Publikumswertung - hinter sich gelassen. "Dabei waren wir das erste Mal dabei und ich war schon stolz, als man mir mitteilte, wir seien auf alle Fälle unter den Top 20." Weit über hundert Geschäfte haben sich in Aachen und der Region beteiligt, haben ihre Schaufenster kreativ mit den Farben und den Besonderheiten des diesjährigen CHIO-Partnerlands Russland geschmückt. Der Schaufensterwettbewerb ist eine gemeinsame Kooperation von CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), vom Zeitungsverlag Aachen und vom Märkte- und Aktionskreis City (MAC). Während in der ersten Kategorie zunächst Design-Studenten der FH Aachen unter der Leitung von Prof. Christoph Scheller die besten 20 Geschäfte auswählten, entschied dann eine Fachjury über die Platzierungen. Außerdem stimmten die Leser von Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung über die Publikumssieger ab. "Alle Teilnehmer des Schaufensterwettbewerbs haben sich mit unglaublich viel Liebe und Kreativität eingesetzt, haben für unser Turnier in der Region geworben. Dafür unseren herzlichen Dank", sagte der stellvertretende ALRV-Aufsichtsratsvorsitzende Carl Meulenbergh. Aachens Bürgermeisterin Sabine Verheyen betonte, "wie sehr der CHIO, die Geschäftswelt und die Bevölkerung miteinander verwoben sind". Die Preise wurden von Bernd Mathieu, Chefredakteur des Zeitungsverlags Aachen und von Manfred Piana, Geschäftsführer des MAC überreicht.
Erika Petersohn jedenfalls darf jetzt zweimal verreisen: Nach Paris und an den Voralberg in Österreich. "Dann muss ich mir erstmal eine Vertretung fürs Café suchen", lacht Petersohn. Zunächst wird aber gefeiert. "Wenn ich gleich meinen Mann Udo anrufe, springen die Kollegen im Café sicher vor Freude im Achteck. Und dann wird erstmal Sekt kaltgestellt."
Gewinner Jury-Wertung:
Platz 1: Wiener Caféhaus, Inhaber Udo Petersohn, Roermonder Straße, Aachen Preis: Reise-Gutschein für 4 Übernachtungen für 2 Personen inkl. Halbpension in einem 4 Sterne Hotel im Montafon/Voralberg in Österreich + 2 Freikarten für eine Vorstellung freier Wahl im Theater Aachen
Platz 2: Kaffeekännchen, Walter Braun, Neupforte, Aachen Preis: Reise-Gutschein für 2 Übernachtungen für 2 Personen im luxuriösen Doppelzimmer inkl. Frühstück im Sofitel Munich Bayernpost + Gutschein für einen Sonntagsbrunch für 2 Personen im Restaurant Kohlibri in Aachen
Platz 3: Nobis Printen, Renate Dorsch, Münsterplatz, Aachen Preis: 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück in einem QGD-Holiday-Inn-Hotel nach Wahl + Gutschein für 2 Personen Tagesaufenthalt inkl. Sauna in den Carolus Thermen Bad Aachen
Gewinner Publikumspreis:
Platz 1: Wiener Caféhaus, Inhaber Udo Petersohn Preis: 3 Tage Kurzurlaub in Paris für zwei Personen. Gestiftet vom DER Deutschen Reisebüro, Touristik & Incentive, Aachen. Inklusive der An- und Abreise mit dem Thalis.
Platz 2: Roswitas Blumen, Kapellenstraße, Aachen-Burtscheid Preis: 1 Woche Robinson Club Arosa für 2 Personen Platz 3: Sonnenblume, Alte Straße, Herzogenrath Preis: Ein Drei-Gang-Diner im Restaurant Kohlibri für 6 Personen.
28.06.2008
US-Team gewinnt Preis der Sparkasse
Kaiser schlägt Vorberg – Ströh bestätigt Form Bei den Voltigierern lag der Vizeweltmeister am Ende vor dem Weltmeister: Nach einer umstrittenen Wertnote des dritten Richters in der Kür gewann das US-Team Face den Preis der Sparkasse beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008 (27. Juni bis 6. Juli) knapp vor dem noch am Freitag führenden RSV i. Neuss-Grimlinghausen I. Dritte wurde das Team Wintermühle der JRG Köln. "Wir sind total enttäuscht", sagte RSV-Longenführerin Jessica Schmitz. "Zwar hatten wir zwei kleinere Fehler, aber dass uns der amerikanische Richter eine halbe Note schlechter gesehen hat, ist unverständlich. Das sind im Voltigieren ganze Welten." Letztlich siegte Face in der Gesamtwertung aus der gestrigen Pflicht und der heutigen Kür mit der Wertnote 7,915 hauchdünn vor Neuss-Grimlinghausen mit 7,909 und Köln mit 7,452. Am Sonntag, 29. Juni, wird es außerdem erstmals weltweit einen Nationenpreis beim CHIO Aachen geben. "Dann werden wir noch einmal angreifen und erst recht zeigen, was wir können", erklärte Schmitz. Eine kleine Überraschung gab es am Samstag außerdem in der Herren-Einzelwertung: Weltmeister Kai Vorberg musste sich in der zweiten Kür-Prüfung mit der Wertnote 8,586 knapp hinter Daniel Kaiser auf Merkur (Delitzsch bei Leipzig/8,620) geschlagen geben. Platz 3 belegte der Tscheche Petr Eim auf Apollo 306 (8,313). Der Kölner zeigte sich trotz des knappen Rückstands mit Picasso RS von der Wintermühle "sehr zufrieden. Alles passt immer besser zusammen". Der deutsche Vizemeister, der 21-Jährige Daniel Kaiser meinte: "Es hat mir heute wahnsinnig viel Spaß gemacht. Was ich mir vorgenommen habe, hat auch super geklappt. Umso schöner, dass ich in der Kür vorne liege." Nach seiner Dominanz in der ersten Runde am Freitag - bestehend aus Pflicht und Kür - ist der Gesamtsieg für Weltmeister Vorberg aber vor der abschließenden Technik am Sonntag greifbar nahe. Die heutige Kür und die morgige Technik bilden zusammen die zweite Runde der Einzelwettkämpfe bei den Damen sowie Herren. Bei der Gesamtwertung wird dann der Durchschnittswert aus beiden Runden gezogen.
Derweil hat die Bronzemedaillen-Gewinnerin der WM Aachen 2006, Nicola Ströh, bei den Damen ihre Form vom Vortag bestätigt. Am Freitag hatte die Hamburgerin schon die erste Runde klar dominiert. Mit der Wertnote 8,526 in der zweiten Kür ging die Hamburgerin heute auch in Runde 2 auf Lanson in Führung. Auf Platz 2 kam Mary McCormick auf Leonardo (USA/8,480), Joanne Eccles auf W H Bentley (Großbritannien/8,340) erreichte Platz 3. Die österreichische Vorjahressiegerin und Europameisterin Sissi Jarz musste sich mit Rang 5 zufriedengeben (8,253). "Das war heute Klasse, viel besser als meine Kür gestern", freute sich Ströh, die nun mehr als zuversichtlich in den abschließenden Technik-Wettbewerb gehen kann.
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Hundeverbot für die Dauer des CHIO
Vorgaben des Veterinäramtes – Keine Ausnahmen möglich Gestern hat er begonnen, der längste CHIO Aachen seit mehr als 40 Jahren. Zuletzt lief das Turnier 1961 über zehn Tage. Doch auch in diesem Jahr weist der Veranstalter darauf hin, dass Hunde weder an den Geländestrecken noch in den Stadien erlaubt sind. "Ich weiß, wir machen uns keine Freunde damit", bedauert ALRV-Vorstandsvorsitzender Frank Kemperman, "aber das Hundeverbot muss aufgrund von Vorgaben des Veterinäramts sein."
Und zwar für die Dauer des kompletten CHIO Aachen 2008 - das heißt auch am Soerser Sonntag (29. Juni) sowie bei den Geländeprüfungen der Vielseitigkeit und der Fahrer am Samstag, 5. Juli.
Öffnungszeiten Kartenverkauf CHIO Aachen 2008: Sonntag, 29.06.2008 von 08.00 bis 18.00 Uhr Montag, 30.06.2008 von 09.00 bis 18.00 Uhr Dienstag, 01.07.2008 von 08.00 bis 18.00 Uhr Mittwoch, 02.07.2008 von 08.00 bis 18.00 Uhr Donnerstag, 03.07.2008 von 08.00 bis 21.000 Uhr Freitag, 04.07.2008 von 08.00 bis 21.00 Uhr Samstag, 05.07.2008 von 08.00 bis 21.00 Uhr Sonntag, 06.07.2008 von 08.00 bis 15.00 Uhr
Klaus Pavel begrüßt Brasilianisches Voltigierteam
Nach dem Sport geht es auf Isabell Werths Laufsteg Wer an Brasilien denkt, dem gehen meist Bilder von Samba-Tänzerinnen, berühmten Fußballern oder der Copacabana durch den Kopf. "Dass es in Brasilien auch Voltigierer gibt, ist leider nicht so bekannt", sagt Pricilia Botton, Chef d´Equipe der Brasilianer beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli 2008). Lediglich in der Metropole Sao Paulo "entdecken mittlerweile viele Jugendliche, dass das Voltigieren nicht nur einen Einstieg in den Pferdesport bedeutet und man dann zum Springen und in die Dressur wechselt, sondern dass es selbst ein toller Sport ist." In Aachen ist das brasilianische Voltigier-Team bereits zum dritten Mal nach der WM 2006 und dem letztjährigen CHIO zu Gast. Und natürlich ließ es sich Klaus Pavel, Aufsichtsratsvorsitzender des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV), nicht nehmen, das Team aus Südamerika persönlich und auf portugiesisch zu begrüßen. Denn Pavel hat in den 50er Jahren in Brasilien gelebt, setzt sich dort seit Jahrzehnten für arme Bevölkerungsschichten ein und erhielt für sein Engagement bereits 1988 den brasilianischen Ehrentitel Konsul.
Für die Voltigierequipe gab es neben der persönlichen Begrüßung gleich eine weitere Überraschung: Dressurstar Isabell Werth wird am kommenden Samstag, 5. Juli, ihre neue Reitsportkollektion auf dem CHIO-Gelände präsentieren - und die brasilianische Delegation darf auf dem Laufsteg mitmachen.
27.08.2008
CHIO 2008 mit Voltigieren gestartet
Weltmeister Kai Vorberg und Nicola Ströh dominieren zum Auftakt Der erste Tag beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008 (27. Juni bis 6. Juli), war der Tag der Deutschen - und damit der Favoriten. Das renommierte Reitsportturnier läuft 2008 zum ersten Mal seit 47 Jahren wieder über zehn Tage und startet erstmals mit den Voltigierwettbewerben. Bei den Einzelwettkämpfen der Herren dominierte Kai Vorberg aus Köln. Nach Pflicht und Kür liegt der amtierende Herren-Weltmeister auf Picasso RS von der Wintermühle derzeit deutlich mit der Wertnote 8.454 vor dem Tschechen Petr Eim auf Apollo 306 (8.204) und Daniel Kaiser auf Merkur (Delitzsch, 8.111) in Führung. Für seine neue Kür, die er in Aachen erst das dritte Mal überhaupt zeigte, hat Vorberg das Stück "Music" von John Miles als "Vaulting was my first love" selbst neu eingesungen. "Dafür, dass alles noch ganz frisch einstudiert ist, bin ich sehr zufrieden", sagte der 26-Jährige. "Es läuft jedes Mal besser - und so könnte spätestens am Sonntag alles perfekt sein." Dazu dürfte auch das Publikum in der voll besetzten Albert-Vahle-Halle seinen Teil beitragen. "Die Atmosphäre in Aachen setzt schon am ersten Tag so viele Emotionen frei, wie man es anderswo nicht mal im Finale erlebt", sagte Vorberg.
In der Einzelwertung der Damen führt die Hamburgerin Nicola Ströh - Damen-Weltmeisterin von 2004, Dritte der WM Aachen 2006 und CHIO-Vorjahreszweite - auf Lanson nach Pflicht und Kür mit der Wertnote 8.220 ebenfalls deutlich vor Mary McCormick auf Leonardo (USA, 8.072) und der österreichischen Vorjahressiegerin und Europameisterin Sissi Jarz auf Pitucelli (8.064). "Es war ein super erfolgreicher Tag, auch wenn die Kür nicht ganz perfekt gelaufen ist. Mein Pferd war nicht locker, wir mussten ganz schön kämpfen", sagte die 27-Jährige, die sich schon im Vorfeld das erklärte Ziel gesetzt hatte, sowohl in Aachen als auch bei der anstehenden WM Anfang August im tschechischen Brünn zu gewinnen. "Sicherlich ist das Feld beim CHIO sehr gut besetzt, aber meine Kür und Technik sind anspruchsvoll. Wenn alles normal läuft, sollte ich schließlich auch am Ende vorne liegen."
Denn die Gesamtwertung im Einzel ergibt sich beim CHIO Aachen aus zwei Runden, zum einen aus der heutigen Pflicht und Kür bei den Herren sowie den Damen. Am Samstag ab 10 Uhr geht es mit der Kür und am Sonntag mit der Technik weiter (ab 7.30 Uhr).
Beim Preis der Sparkasse, Pflicht Teams, setzten sich derweil die Weltmeister vom RSV i. Neuss-Grimlinghausen I auf Cepin mit Longenführerin Jessica Schmitz (7.602) vor Vizeweltmeister Face (USA, 7.533) und Lütisburg I (Schweiz, 7.176) an die Spitze. "Hier in Aachen sind die Bedingungen hervorragend, hier macht es wirklich Spaß", zeigte sich Longenführerin Jessica Schmitz zufrieden. "Cepin ist gut in Form und wir selbst hatten nur zwei kleine Fehler. Es ist traumhaft, überhaupt in dieser Halle starten zu können. Umso schöner, wenn man sich auch auf Platz 1 wieder findet." Vor der entscheidenden Kür am Samstag (ab 15 Uhr, es gibt noch Rest-Tickets) aber hat Schmitz selbst die derzeit Fünften, das Team Wintermühle der JRG Köln, noch auf der Rechnung (6.838). Weltweit erstmals wird beim CHIO Aachen 2008 am Sonntag (14.45 Uhr) außerdem ein Nationenpreis ausgetragen.
24.06.2008
CHIO Aachen startet kommenden Freitag
Bereits 200.000 Tickets verkauft – 95 Stunden Sport in fünf Disziplinen Wenige Tage vor Start des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli 2008), läuft beim Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) alles nach Plan. Wieder werden die besten Sportler und ihre Pferde in die Soers kommen, wieder wird es zahlreiche Rahmenveranstaltungen geben, wieder werden hunderte Journalisten und insbesondere der WDR umfangreich über das Turnier berichten. "Der CHIO hier in Aachen ist ein Weltereignis, für das wir dem ALRV mit seiner Spitzenarbeit sehr dankbar sind", sagte Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden am Montag auf der Pressekonferenz im Rathaus der Stadt. "Erstmals seit über 40 Jahren läuft unser Turnier 2008 über zehn Tage und über zwei Wochenenden", erklärte Klaus Pavel, Vorsitzender des ALRV-Aufsichtsrats. "Wir können es kaum erwarten, dass die Wettbewerbe am Freitag mit dem Voltigieren starten." Längst wurde das 200.000 Ticket verkauft, "eine Anzahl, die wir im vergangenen Jahr erst drei Tage vor Turnierstart abgesetzt hatten", sieht Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, den Vorverkauf auf einem "exzellenten Weg". Und dennoch gibt es aufgrund der in den vergangenen Jahren vergrößerten Kapazität unter Telefon 0241-917-1111 oder unter www.chioaachen.de noch Tickets für fast alle Tage.
Der Etat des CHIO Aachen liegt bei 10,3 Millionen Euro, die Gesamtdotierung bei 1,67 Millionen Euro. So konnte Turnierdirektor Frank Kemperman ein hochklassiges Teilnehmerfeld ankündigen. Insgesamt kommen in den fünf Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren 473 Pferde und fast 300 Sportler aus 26 Nationen. "Darunter die absolute Weltspitze", sagte Kemperman. "Denn viele Nationen wollen hier ihre Teams für die Olympischen Spiele nominieren." An den zehn Turniertagen wird es 95 Stunden Sport zu sehen geben. Im Springen zählen die Deutschen um Meredith Michaels-Beerbaum, Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Heinrich-Hermann Engemann und Marco Kutscher zu den Mitfavoriten. Ob als Team im Mercedes-Benz Nationenpreis, der Teil der Samsung Super League ist, unter Flutlicht (Donnerstag, 3. Juli, 19 Uhr) oder beim ROLEX Grand Prix, Großer Preis von Aachen (Sonntag, 6. Juli, 12.30 Uhr). Bundestrainer Kurt Gravemeier blickte bereits zuversichtlich auf die Wettkämpfe: "Unsere Mannschaft hat eine sehr konstante Form. Natürlich hoffen wir, hier zuhause in Aachen wieder zu gewinnen."
Auch für Nadine Capellmann geht es in der Dressur um die Qualifikation für eines der drei Tickets für Olympia. "Momentan sehe ich mich in Deutschland als Nummer 2 hinter Isabell Werth", gab sich die Lokalmatadorin selbstbewusst. "Aber der CHIO selbst ist für mich etwas ganz Besonderes. Als es bei den deutschen Meisterschaften in Balve anfangs nicht so lief, habe ich um meine Equipe-Teilnahme in Aachen genauso gebangt wie um Hongkong." Wenige Wochen vor Hongkong geht allerdings die niederländische Equipe den Deutschen beim CHIO aus dem Weg. "Das ist die typische Dressurpolitik", meinte Kemperman über seine niederländischen Landsleute. So dürfte Special- und Team-Weltmeisterin Isabell Werth als Topfavoritin beim Deutsche Bank Preis an den Start gehen.
Zu den weiteren Höhepunkten des CHIO Aachen 2008 werden die Geländeprüfungen der Vielseitigkeitsreiter, der DHL-Preis, sowie der Wohnwelt Pallen Marathon der Fahrer am Samstag, 5. Juli in den Wiesen der Soers gehören. "Leider musste Zara Phillips ihre Teilnahme absagen, weil das Pferd Toytown der Vielseitigkeits-Weltmeisterin verletzt ist", sagte Kemperman.
Im Rahmenprogramm des CHIO wird sich derweil das diesjährige Partnerland Russland präsentieren, unter anderem beim Soerser Sonntag, präsentiert von WARSTEINER (Sonntag, 29. Juni, 13 Uhr) oder in der offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstag, 1. Juli (17 Uhr). Als absolute Weltpremiere wird die deutsche Reitnationalmannschaft dann ihren Song für Olympia als Weltpremiere präsentieren: "Die Goldenen Reiter" zusammen mit Joachim Witt. Toppferde gibt es außerdem beim CHIO nicht nur zu sehen, sondern auch zu kaufen: Bei der CHIO-Auktion am Freitag, 4. Juli (18 Uhr).
Bereits seit 1954 unterstützt Mercedes Benz den Reitsport in Aachen, jetzt konnte die Vertragsverlängerung des Unternehmens als Generalsponsor des CHIO um drei Jahre bekanntgegeben werden. "Der CHIO Aachen steht seit Jahrzehnten für Kontinuität und Verlässlichkeit", sagte Michael Mronz. "Das funktioniert nur mit einem starken Partner. Deshalb danken wir Mercedes Benz für das Engagement." Matthias Hindemith, Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Aachen, betonte, der "CHIO sei eine starke Marke, die sich ständig weiterentwickelt und zu der man der Stadt nur gratulieren kann". Sein Unternehmen stellt dem Turnier wieder 40 Fahrzeuge für den Fahrservice zur Verfügung. Auf dem Aachener Marktplatz übergab Hindemith am Montag symbolisch den Schlüssel an Klaus Pavel.
Auch der WDR unterstützt den CHIO seit langem als Medienpartner, so dass Moderatorin Sabine Hartelt erneut eine umfassende Berichterstattung versprach. "Der WDR wird lückenlos vom CHIO senden. Ob im Fernsehen, im Radio oder Internet." Wieder wird beim Fernsehen die "Spidercam" mit dynamischen Kamerafahrten zum Einsatz kommen, diesmal werden rund 1000 Minuten bewegte Bilder zu sehen sein. WDR 2 wird ebenfalls mit vielen Live-Reportagen vor Ort sein, das WDR-Studio Aachen insbesondere den regionalen Bezug - beispielsweise in der Lokalzeit - abdecken. Insgesamt wurden von den CHIO-Organisatoren in diesem Jahr über 450 Journalisten aus aller Welt akkreditiert. "Besonders freuen wir uns auch darüber, dass der Mercedes-Benz Nationenpreis als Teil der Samsung Super League am Donnerstagabend erstmals live im ZDF übertragen wird", sagte Mronz.
Und neben dem Sport gibt es im Fernsehen sicher viel Prominenz zu sehen. Unter anderem haben sich neben Politikern wie Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Entscheidungsträger aus der Wirtschaft, Ihre Hoheit die Begum Aga Khan oder Stars aus dem Showbusiness angekündigt - wie Veronica Ferres oder Germanys Next Top Model Jennifer Hof.
21.06.2008
Erster Geländetest in der Soers
DHL-Preis der Vielseitigkeit am 5. Juli – Wohnwelt Pallen Marathon am selben Tag Die erste Vielseitigkeitsreiterin testete bereits am Freitag die Strecke in der Soers: Judith Ebbert, Sportpraktikantin beim Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), wagte im Sattel von Lotino bereits die ersten Sprünge. In zwei Wochen dagegen wird hier die Weltspitze in der Vielseitigkeit und anschließend auch im Fahren beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli 2008), aufeinander treffen. Am Samstag, 5. Juli gehen ab 9 Uhr zunächst die Vielseitigkeitsreiter für den DHL-Preis in die Geländestrecke, ab 14 Uhr dann die Vierspänner-Fahrer beim Wohnwelt Pallen Marathon. "Die Strecke ist erneut in einem Top-Zustand", sagte Turnierdirektor Frank Kemperman. Das bestätigte auch Judith Ebbert: "Lotino und ich haben uns sehr wohl gefühlt. Er wäre am liebsten immer weiter gelaufen." Das Gelände in der Soers war zur WM Aachen 2006 hergerichtet worden und wird seitdem auch beim CHIO Aachen genutzt. Kemperman: "Und wir waren begeistert, wie enthusiastisch die vielen Zuschauer im vergangenen Jahr die Sportler angefeuert haben." Rüdiger Schwarz, Parcoursdesigner der Vielseitigkeitsstrecke, kündigte dann auch an, sowohl den Zuschauern als auch den Sportlern viel Neues im Gelände zu bieten. "Schließlich wird unter anderem die deutsche Mannschaft nach dem CHIO ihre fünf Reiter für die Olympischen Spiele festlegen. Insofern sollen sowohl die Streckenführung als auch die Hindernisse anspruchsvoll sein."
In der Vielseitigkeit werden 37 Reiter aus zehn Nationen an den Start gehen, darunter Teams aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien und Schweden. Zur deutschen Mannschaft werden auch die Weltmeister und Vorjahressieger Bettina Hoy, Ingrid Klimke, Hinrich Romeike sowie Frank Ostholt gehören. Ostholt hatte den DHL-Preis 2007 außerdem in der Einzelwertung gewinnen können. Zu den weiteren Stars gehören beispielsweise der Franzose Nicolas Touzaint oder die Belgierin Karin Donckers.
Im Internet unter www.chioaachen.de können sie - wie alle Reitsportfans - bereits jetzt die Vielseitigkeitsstrecke virtuell nachreiten. Hier oder an der Hotline (0241-917-1111) können dann auch gleich Tickets für diese spektakuläre Prüfung bestellt werden. Im Gelände wird bei der Aachener 3*-Prüfung auch die Entscheidung in der Gesamtwertung fallen, nachdem die Teildisziplinen Springen und Dressur bereits am Tag zuvor ausgetragen werden. Die letzte Runde führt dabei wieder durchs CHIO-Hauptstadion.
"Auch der Wohnwelt Pallen Marathon der Fahrer ist wieder hochkarätig besetzt", sagte Frank Kemperman. 26 Gespanne werden um den Sieg kämpfen, darunter Einzelreiter aus zehn Nationen und die sieben Teams aus Belgien, Deutschland, Ungarn, den Niederlanden, der Schweiz, Schweden und den USA. Zu den Favoriten zählt wieder Rekordsieger Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden. Er hat die Einzelgesamtwertung der Fahrer, den Preis der Familie Richard Talbot, bereits zehnmal gewonnen. Diese besteht aus dem Time-Shuttle-Preis (Dressurprüfung, Donnerstag, 3. Juli), aus dem Wohnwelt Pallen Marathon sowie dem Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke Rheinland GmbH (Hindernisfahren, Sonntag, 6. Juli). "Wie in den vergangenen Jahren ist für die Zuschauer der Zutritt zum Wohnwelt Pallen Marathon frei", kündigte Kemperman bereits an. In der 8000 Meter langen Hindernisstrecke können die Besucher dann erleben, welche Fahrer die acht Hindernisse - wie das ROLEX-Wasser - am schnellsten durchfahren.
Karli jetzt zum Sonderpreis erhältlich
Das Maskottchen stimmt schon auf den CHIO Aachen 2008 ein Er sorgt auf dem Turniergelände für gute Laune: Karli ist seit drei Jahren das Maskottchen des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli 2008). Das Plüschpferd gibt es natürlich auch im Online-Shop unter www.chioaachen.de sowie während des Turniers an den Merchandising-Ständen auf dem Gelände zu kaufen. Jetzt passend zum Start des CHIO Aachen sogar zum Sonderpreis: Die 1,20 Meter große Plüschausgabe des Maskottchens gibt es ab sofort für 99,95 Euro. Aber natürlich ist Karli auch in kleineren Versionen erhältlich: In 25 cm Größe für 19,95 Euro sowie in 50 cm Größe für 39,95 Euro. Als Plüschanhänger kostet Karli 11,95 Euro und als PVC-Schlüsselanhänger 5,95 Euro - das ideale Geschenk für CHIO-Fans.
Weitere Informationen gibt es unter www.chioaachen.de, Menüpunkt Shop, sowie unter Telefon 0241-88927-162.
12.06.2008
Soerser Sonntag lockt am 29. Juni mit Familienfest
Zehntausende werden zu Showprogramm erwartet – Freier Eintritt beim „Tag der offenen Tür“ 36.000 Besucher schlenderten im vergangenen Jahr durch die Zeltstadt auf dem Turniergelände mit ihren vielen Angeboten oder genossen bei schönstem Wetter und freiem Eintritt das Showprogramm. Der Soerser Sonntag, präsentiert von WARSTEINER, wurde 1998 zum hundertjährigen Bestehen des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV) ins Leben gerufen und hat beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (27. Juni bis 6. Juli), längst Tradition. Wie in den Vorjahren wird am Sonntag, 29. Juni 2008, zunächst ab 11.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Deutsche Bank Stadion gefeiert, der diesmal unter dem Motto "Laudato si" Franz von Assisi in den Mittelpunkt stellt. Er ist der Schutzpatron der Tiere - und dementsprechend werden auch viele Vierbeiner und Vögel an der Messe beteiligt sein. Anschließend wird Klaus Pavel, Vorsitzender des ALRV-Aufsichtsrats, zusammen mit Frank Kutsch von der Warsteiner-Brauerei und den Aachener Stadtreitern den Tag der offenen Tür mit dem Fassanstich auf dem Trainingsplatz Springen eröffnen (13 Uhr). "Die Besucher können sich dann über ein kurzweiliges Programm freuen", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. "Natürlich ist der Eintritt frei."
Zu sehen ist zum Beispiel ein A-Springen mit 35 jungen Teilnehmern vom Kreisverband Rheinland und eine Führzügelklasse mit Ponys und Kindern aus der Region. Die Schaubildgruppe Lobberich kommt gleich mit 55 Reitern und wird ein ungarisches Showprogramm mit Erntedankfest darstellen. Das Therapeutische Reiten, das der ALRV wieder unterstützt, wird derweil viele Geschicklichkeitsübungen zeigen. Außerdem wird der ALRV neben dem Ponyreiten oder der Pferdetram auch viele Überraschungen für die Besucher bereithalten. Das CHIO-Partnerland Russland wird sich außerdem in einer Parade mit der Eskorte des russischen Präsidenten, mit Dreigespannen und Kosakenreitern präsentieren. Ein Vorgeschmack auf die offizielle CHIO-Eröffnungsfeier am Turnierdienstag, 1. Juli, ab 17 Uhr im Hauptstadion.
Weitere Infos: www.chioaachen.de
11.06.2008 Zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben besuchen das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008 Beim "Länderspiel" wird auch der Bundespräsident dabei sein. Prof. Dr. Horst Köhler wird das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, besuchen. Im Anschluss an den Mercedes-Benz Nationenpreis, der Teil der Samsung Super League ist, wird er den Wanderpreis der Bundesrepublik Deutschland an die siegreiche Mannschaft übergeben. Zahlreiche weitere Gäste aus Politik und öffentlichem Leben werden die Wettkämpfe beim offiziellen Turnier der Bundesrepublik Deutschland verfolgen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kommt allerdings nicht nur zum Vergnügen vorbei. Nach der Eröffnungsfeier am 1. Juli, in deren Rahmen sie das Turnier offiziell eröffnen wird, nutzt sie den CHIO Aachen zum "Aachener Podium", den Gesprächen mit Vertretern des Bundesverbandes der deutschen Industrie und zahlreichen Wirtschaftsführern in der Soers.
Sowohl für die Eröffnungsfeier als auch für das "Länderspiel" unter Flutlicht am Donnerstagabend gibt es noch Karten. Sie können telefonisch (0241-917-1111 oder online: www.chioaachen.de) bestellt werden. Auch die Bundesminister Dr. Franz-Josef Jung (Sonntag, 6. Juli) und Dr. Ursula von der Leyen (Samstag und Sonntag) werden nach Aachen kommen, ebenso der FDP Partei- und Fraktionsvorsitzende Dr. Guido Westerwelle und Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher. Aus der Show- und Medienbranche haben sich unter anderen Veronika Ferres, Sabine Christiansen und Germanys Next Topmodel Jennifer Hof angesagt.
Ihre Hoheit die Begum Aga Khan ist eine der prominentesten und engagiertesten Streiterinnen für sozial Schwache. Als Präsidentin der Princess Inaara Stiftung e.V. setzt sie sich für zahlreiche karitative Projekte, insbesondere für die Rechte von Frauen ein. Am 1. Juli 2008 wird sie den renommierten Medienpreis "Das Silberne Pferd" im Rahmen der Eröffnungsfeier des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, überreichen.
Gäste CHIO Aachen 2008 (Auszug)
Politik/Wirtschaft
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Bundesverteidigungsminister Dr. Franz-Josef Jung Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzender Dr. Guido Westerwelle CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher Landesministerin Christa Thoben Landesminister Eckhardt Uhlenberg Seine Exzellenz der Botschafter der Russischen Föderation, Vladimir V. Kotenev Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Gäste Showbusiness und Medien
Ihre Hoheit die Begum Aga Khan Sabine Christiansen, Journalistin Veronika Ferres, Schauspielerin Wigald Boning, Moderator Barbara Eligmann, Moderatorin Thomas Stein, Produzent und Ex-DSDS-Juror Marco Schreyl, Moderator Magdalena Brzeska, ehem. Turnerin Johann Lafer, Star-Koch Jennifer Hof, Gewinnerin Germanys Next Topmodel 2008 Lena Gercke, Gewinnerin Germanys Next Topmodel 2006 (Foto) Gisele Oppermann, Kandidatin Germanys Next Topmodel 2008 Regina Halmich, 12 Jahre Box-Weltmeisterin Aleksandra Bechtel, Moderatorin Friedrich Nowottny, Journalistenlegende Max Schautzer, Moderator Ulrike Nasse-Meyfarth, ehem. Weltklasse-Hochspringerin Tina Ruland, Schauspielerin Tickets: (0241) 917-11 11 Tickets online: www.chioaachen.de
07.06.2008
Neuauflage des WM-Finals mit den besten Reitern der Welt
Preis des Dubai Equestrian Club mit dem Olympiasieger und den ersten Drei der WM 2006 Es ist das Aufeinandertreffen aktueller Titelträger und fast eine Neuauflage des WM-Finales 2006: Olympiasieger Rodrigo Pessoa (Brasilien), Weltmeister Jos Lansink (Belgien), Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Beezie Madden (USA) - die Siegerin des ROLEX Grand Prix 2007 - werden beim Preis des Dubai Equestrian Club, Best of Champions, zu sehen sein. Beim CHIO Aachen, am Samstag, 5. Juli, ab 16.30 Uhr im Hauptstadion. 2006 hatten sich bereits Lansink, Michaels-Beerbaum und Madden im Aachener WM-Parcours bei der Prüfung mit Pferdewechsel gegenüber gestanden. Nur ein Fehler der Amerikanerin am letzten Hindernis hatte damals die knappe Entscheidung zugunsten Lansinks gebracht. Eine hochkarätige Besetzung, die dazu führt, "dass die Karten langsam knapp werden", sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART). Doch noch gibt es unter der Hotline (0241) 917 - 11 11 oder unter www.chioaachen.de Karten. Hier können auch Tickets für die spektakulären Springprüfungen am Samstagabend bestellt werden. Besonders spektakulär für die Zuschauer beim Best of Champions: Die Reiter haben den Parcours nicht nur auf dem eigenen Pferd, sondern anschließend auch auf denen der Konkurrenz zu bewältigen. Und jeder hat nur zwei Minuten Zeit, um sich vor dem Umlauf auf den jeweiligen Vierbeiner einzustellen. "Das ist immer eine große Herausforderung und sowohl für die Reiter als auch die Zuschauer eine ganz spannende Angelegenheit", sagt Meredith Michaels-Beerbaum.
Wie hochwertig das Aufeinandertreffen wird, zeigt sich auch an den weiteren Erfolgen der Champions: Pessoa war 1998 Weltmeister, hat außerdem dreimal das Weltcup-Finale gewonnen. Lansink, der Weltmeister von Aachen 2006, siegte mit der Mannschaft bereits Anfang der 90er bei Olympia und Europameisterschaften, Michaels-Beerbaum ist die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste, gewann zweimal das Weltcup-Finale, war zweimal Team-Europameisterin und holte bei der WM Aachen 2006 Bronze. Beezie Madden ist amtierende Vizeweltmeisterin und Mannschaftsolympiasiegerin. Jeder hat auch bereits einmal den Großen Preis von Aachen gewinnen können: Pessoa 1994, Lansink 1992, Michaels-Beerbaum 2005 und Madden im vergangenen Jahr. Das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008, beginnt am 27. Juni und dauert bis zum 6. Juli. Karten gibt es noch für fast alle Kategorien.
06.06.2008
Vergünstigte Karten für sozial Schwache
Frank Kemperman: „Turnier ist Volksfest für jeden Reitsportfan“ Wenn die internationale Reitelite zum Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2008 (27. Juni - 6. Juli) reist, soll natürlich Jeder dabei sein können. Auch die Pferdesportfans, denen es finanziell nicht so gut geht. Deshalb bietet der Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) allen bedürftigen Menschen, die den "Aachen-Pass" der Stadt vorlegen können, Tickets für das Hauptstadion zum Sonderpreis an. Karten für überdachte Sitzplätze kosten für Mittwoch, 2. Juli, und für Freitag, 4. Juli, drei Euro, für nicht überdachte Plätze zwei Euro, Stehplätze einen Euro. Erhältlich sind die Karten bis zum 18. Juni in der Geschäftstelle des ALRV in der Albert-Servais-Allee 50, 52070 Aachen. "Der CHIO soll ein Volksfest für jeden Reitsportfan sein", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. "Deshalb sind für uns solche Vergünstigungen selbstverständlich."
Öffnungszeiten ALRV bis zum CHIO 2008: Mo.-Fr. 9-18 Uhr Sa. 10-14 Uhr
Ticket-Hotline: 0241-917-1111 www.chioaachen.de
04.06.2008
Virtueller Geländeritt ist online
Cross-Country-Kurs der Vielseitigkeit als Simulation auf www.chioaachen.de Am 5. Juli 2008 werden die besten Vielseitigkeitsreiter der Welt die spektakuläre Geländestrecke in der Aachener Soers bewältigen. Der DHL-Preis ab 9.30 Uhr ist einer der beliebten Höhepunkte beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen. Bereits ab heute können die Besucher die Strecke virtuell erleben - auf www.chioaachen.de. "Das ist für unsere Besucher ein toller Service" sagt Turnierdirektor Frank Kemperman, der zudem weiß: "Auch die Reiter können den Zeitraum der Veröffentlichung kaum abwarten." Erstellt hat die aufwändige Simulation das Aachener Büro für 3-D-Visualisierung "no monochrom" (www.nomonochrom.de). Jedes Hindernis kann auf einer Übersicht einzeln angewählt und aus einer dynamischen Perspektive erlebt werden. Alternativ kann auch die gesamte Strecke virtuell abgeritten werden. Nach der Premiere im Vorjahr ist der virtuelle Geländeritt wesentlich erweitert worden. Deutlich mehr Details bei den animierten Hindernissen, Zuschauer im Gelände und eine dynamische Kameraführung sind einige der verbesserungen. Natürlich entspricht auch die Streckenführung dem realen Kurs der 2008er-Strecke. Tickets für die Vielseitigkeit: (0241) 917-11 11 Ticktes und Geländeritt online: www.chioaachen.de
29.05.2008
CHIO Aachen startet in einem Monat
Internationale Pferdesportelite am Start – Neue Öffnungszeiten des Ticketverkaufs 71 Karten gab es am Dienstag noch für die Springwettbewerbe am Abschlusstag und exakt eine Karte für den Nationenpreis der Voltigierer: Einen Monat vor Start des CHIO Aachen 2008 (27. Juni bis 6. Juli) sind die Verantwortlichen mit den Vorbereitungen hoch zufrieden. Wieder wird die Weltspitze des Pferdesports in die Soers reisen, wieder wird es zahlreiche TV-Live-Übertragungen sowie außerdem über 340 Stunden TV-Berichte in alle Länder der Welt geben. Wieder haben sich Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Showbusiness angesagt. So wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die offizielle Eröffnungsfeier am Dienstag, 1. Juli (17 Uhr) besuchen und Bundespräsident Horst Köhler den Mercedes-Benz Nationenpreis, der Teil der Samsung Super League ist, unter Flutlicht am Donnerstagabend, 3. Juli. "Der Ticketvorverkauf läuft hervorragend", sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Deshalb werden ab kommendem Samstag auch die Öffnungszeiten des Ticketings erweitert: Unter der Telefonhotline 0241-917-1111 sind montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags vom 10 bis 14 Uhr noch Karten erhältlich. Der Etat des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, liegt in diesem Jahr bei 10,3 Millionen Euro, die Gesamtdotierung der fünf Disziplinen bei 1,67 Millionen Euro. Das höchste Preisgeld wird es beim ROLEX Grand Prix, Großer Preis von Aachen, mit 350.000 Euro geben. "Natürlich werden die besten Pferdesportler dabei sein", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. Auch deshalb, weil in Aachen für viele Nationen die Entscheidung über die jeweiligen Olympia-Equipen fallen dürfte. Nach einigen Kritikpunkten im Vorjahr ist auch am Programm gearbeitet worden. So soll die Eröffnungsfeier mit dem Partnerland Russland "mehr Schwung, mehr Tempo bekommen", sagte Kemperman. "Ganz nach dem Motto: Mehr Spektakel statt Reden." Außerdem wurde der Samstagabend (5. Juli) sportlich aufgewertet. Unter anderen geht es beim Preis der Sparkasse im Hauptstadion spektakulär über Gräben und Wälle. "Gerade die Flutlichtveranstaltungen werden sehr gut vom Publikum angenommen", erklärte Mronz. "Durch die Änderungen des Programms können wir schon jetzt am Samstagabend eine Auslastung des Hauptstadions von 75 Prozent verzeichnen." Und wenn man den Sport attraktiv gestalte, springe auch das Fernsehen auf. "So wird der Mercedes-Benz Nationenpreis am Donnerstagabend erstmals beim CHIO live im ZDF übertragen." Auch die Entzerrung des Programms - der CHIO wird auf zehn Tage verlängert und das Voltigieren auf das erste Turnierwochenende vorverlegt - mache sich medial bezahlt. Unter anderem berichtet der WDR ausführlich vom Nationenpreis im Voltigieren am Sonntag, 29. Juni. Zu den Höhepunkten des CHIO Aachen wird auch der DHL-Preis der Vielseitigkeit mit dem spektakulären Geländeritt am Samstag zählen. Pferdesportfans können den Parcours in Kürze wieder virtuell im Internet (www.chioaachen.de) nachreiten. Die Aachener Firma no monochrom hat den Kurs für das Internet umgesetzt. Auch das Rahmenprogramm ist in diesem Jahr abwechslungsreich. So wird es am Sonntag, 29. Juni, erneut den Soerser Sonntag mit einem Showprogramm für Familien auf dem Turniergelände geben, am Freitag, 4. Juli (18 Uhr) die 2. CHIO-Auktion europäischer Toppferde in der Albert-Vahle-Halle. Die Versteigerung wird live im Internet übertragen. Außerdem werden während des CHIO wieder unter dem Motto "Glücksbringer" Spendengelder zugunsten des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten und des Förderkreises Behindertensport gesammelt.
www.chioaachen.de Ticket-Hotline: 0241-917-1111
26.05.2008
80 Isländer treffen auf Russen, Beerbaum, Werth und Hoy
Spektakuläres Programm bei der Eröffnungsfeier des CHIO Aachen Farbenprächtig und spektakulär: 80 Isländer-Ponys samt der dazugehörigen Reiter probten am Wochenende für die Eröffnungsfeier des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2008. Aus der gesamten Republik, aus Belgien und den Niederlanden kamen Pferde und Sportler nach Aachen. Den Isländern kommt eine besondere Aufgabe zu. Wenn am 1. Juli die Bundeskanzlerin den CHIO Aachen offiziell eröffnen wird, werden sie die Flaggen tragen und so die teilnehmenden Nationen repräsentieren. "Ein großartiges und beindruckendes Bild", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. Im Rahmen der CHIO-Eröffnung werden zudem die olympischen Disziplinen dargestellt, den Reitsport repräsentieren einige seiner prominentesten Vertreter: Ludger Beerbaum, Isabell Werth und Bettina Hoy stellen Springen, Dressur und die Vielseitigkeit dar, die mehrfache Paralympics-Teilnehmerin Angelika Trabert den Behindertensport. "Dass diese großen Namen bei der Eröffnungsfeier dabei sind, freut uns sehr" so Kemperman. Wer die unvergessliche Feier live im Stadion miterleben möchte, kann die Karten per Telefon (0241-917-1111) oder online unter www.chioaachen.de bestellen. Die Tickets sind auch für die Springprüfungen am Dienstag, 1. Juli 2008 (accom-Preis ab 9.30 Uhr und STAWAG-Preis ab 13.30 Uhr) gültig und kosten zwischen 6 und 35 Euro. Karten gibt es noch für alle Kategorien. Die Eröffnungsfeier beginnt um 17 Uhr.
Glücklich mit der gelungenen Probe zeigte sich auch Sacha Eckjans, der für die Choreografie der Eröffnungsfeier verantwortlich ist. "Spektakuläre Bilder und fähige Reiter" hat er gesehen, alles habe ausgezeichnet geklappt. Neben den Reit-Stars und den Isländern werden mehr als 200 Sportler aus 30 Aachener Vereinen und spektakuläre Show-Darbietungen aus dem CHIO-Partnerland Russland die Eröffnungsfeier prägen. 450 Sportler, 150 Pferde und zahlreiche Gespanne sind an dieser Show rund ums Pferd beteiligt. Der CHIO Aachen 2008 beginnt bereits am 27. Juni mit den Voltigier-Wettbewerben und dauert bis zum 6. Juli.
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