HOLSTEINER PFERDE MARKT holsteiner pferd cento v. capitol (Otto Becker) cöster v. calato (Christian Ahlmnn) loreana v. lord landstreicher v. landgraf holsteiner fohlen holsteiner stute holsteiner hengst springpferd parcourspferd

CHIO Aachen vom 26.06. bis 05.07.2009


05.07.2009

Ire Denis Lynch siegt im ROLEX Grand Prix von Aachen

 
Pech für Marcus Ehning – Noltes Küchengirl patzt am letzten Sprung

Es hätte so schön sein können: In wenigen Tagen das erste Baby, die absolute Wiederauferstehung der einst schwierigen und von vielen bereits totgesagten Noltes Küchengirl und der Sieg beim ROLEX Grand Prix. Doch es sollte nicht sein: Am letzten Sprung patzte die zwölfjährige bayerische Stute und Marcus Ehnings Hoffnung auf seinen ersten Sieg im Großen Preis von Aachen war zerplatzt. Dabei hätte die Zeit gereicht, denn obwohl die Lord Z-Cambridge-Tochter im Stechen noch ein Hufeisen verlor, legte sie die Bestzeit von 54.12 Sekunden vor. Das bedeutete Rang drei. So ging der Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, an den Iren Denis Lynch auf dem Hannoveraner Landkönig-Sohn Lantinus. Das Paar beendete den Parcours in 55.26 Sekunden. "Lantinus ist ein Weltklassepferd. Wir mussten nach dem Oxer den weiteren Weg um den überbauten Wassergraben nehmen, weil wir so viel Speed hatten, dass ich ihn nicht um die enge Kurve bekommen hätte", berichtete ein glücklicher Lynch.

Rang zwei ging an die Australierin Edwina Alexander auf dem 13-jährigen Selle Francais-Wallach Isovlas Itot du Château. Die 35-Jährige trainiert bei ihrem Lebensgefährten Jan Tops auf dessen Anlage im niederländischen Valkenswaard und holte auf den Weltmeisterschaften in Aachen 2006 den vierten Platz. Bei den Olympischen Spielen in Hongkong war sie mit Isovlas Itot du Château Neunte im Einzel. Aachen hat sie übrigens laut eigener Aussage in lustiger Erinnerung: 2002 fiel sie hier zweimal runter. Der vierte Platz unter den vier Stechteilnehmern ging an den Belgier Phillippe Le Jeune auf dem belgischen Warmblut Vigo D'Arsouilles. Sein Start im zweiten Umlauf verzögerte sich, da er sich auf dem Vorbereitungsplatz ein Eisen verloren hatte. Großes Pech hatte Andreas Knippling. Der 43-Jährige startete erstmals im Rolex Grand Prix und blieb im zweiten Umlauf fehlerfrei. Doch einen Strafpunkt für Überschreitung der Zeit machte seinen Einzug auf dem Belgier Neolisto van het Mierenhof ins Stechen zunichte. Auch die Schwedin Helena Lundberg ärgerte sich sehr, als sie im zweiten Umlauf einen falschen Parcours eingeschlagen hatte.
 

Boyd Exell gewinnt die Einzelwertung im Fahren, Preis der Familie Richard Talbot

 
Die Nationenpreis-Wertung geht an die Niederlande vor Deutschland

Im Vierspänner-Hindernisfahren mit Stechen, dem Preis der Coca-Cola-Erfrischungsgetränke AG, war er noch Sechster, für die Gesamtwertung hat es jedoch gereicht: Der Australier Boyd Exell gewann die Fahr-Einzelwertung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Der seit 1993 in Großbritannien lebende Fahrer hat mit seinen Pferden Monty, Winston, Bill, Capone II und Rambo den Preis der Familie Richard Talbot gewonnen. Mit insgesamt 138.17 Punkten setzte sich der 36-Jährige vor den Niederländer Ijsbrand Chardon mit 144.49 Punkten und Christoph Sandmann (Deutschland), der 153.46 Punkte erzielt hatte. Der LANXESS arena Nationenpreis ging an die Niederlande, deren Team aus Ijsbrand Chardon, Koos de Ronde und Theo Timmermann insgesamt 296.08 Punkte erzielt hatte. Rang zwei holte sich die deutsche Mannschaft aus Michael Brauchle, Christian Plücker und Christoph Sandmann mit 311.06 Punkten vor der Schweiz mit 319.80 Punkten. Für die Eidgenossen hatten Felix Affrini, Werner Ulrich und Daniel Wurgler angespannt.

Das Herzstück der Fahrprüfungen ist traditionell die Marathonfahrt, die Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf in diesem Jahr nur leicht verändert hatte. "Die 8.500 Meter lange Strecke ist ein anspruchsvoller Kurs, in dem sich die Spreu schnell vom Weizen trennt. Hier müssen die Fahrer mit Köpfchen agieren und genau überlegen, wie sie die Kräfte ihres Gespanns am besten einteilen", erklärte Asendorf im Vorfeld der Starts.

Der Einzelsieger Boyd Exell hatte 2008 das Finale des FEI World Cups in Schweden gewonnen und startete sieben Mal bei Weltmeisterschaften. Exell ist verheiratet und hat bereits mit acht Jahren mit dem Fahrsport begonnen. Im vergangenen Jahr sorgte er für Schrecksekunden, als seine Kutsche in der Marathonfahrt stürzte. Der zweitplatzierte Niederländer Ijsbrand Chardon ist einer der erfolgreichsten Fahrer in der Soers. Der 48-Jährige hat elfmal beim Weltfest des Pferdesports gewonnen, holte dreimal Weltmeisterschafts-Gold und war 19-mal Niederländischer Meister. Der vierfache Familienvater lebt in AC Den Hoorn.


Dritter Sieg für den Amerikaner Steffen Peters im Deutsche Bank Preis, Grand Prix Kür

 
Peters ist Dressurchampion von Aachen

Die Spannung hielt bis zum Schluss. Würde der Amerikaner die "Kür-Königin" Anky van Grunsven im Deutsche Bank Preis, Grand Prix Kür, schlagen können? Van Grunsven hatte mit einer schwierig aufgebauten Choreographie 84.50 Prozent vorgelegt. Und Steffen Peters schaffte es tatsächlich, noch eins drauf zu legen und erzielte mit 85.60 Prozent seinen dritten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. "Es fühlte sich fast wie ein Heimspiel an. Die Prüfung war noch besser als die beim Weltcup-Finale in Las Vegas", freute sich der 44-jährige Wahl-Kalifornier, der im Rheinland aufwuchs und seine Heimat bereits als 20-Jähriger verlassen hat. "Ravel ist ein Pferd, wie man es wohl nur einmal im Leben bekommt. Er ist sehr sensibel, will immer mitmachen und kämpft für mich, ist dabei wahnsinnig locker und ein Verlasspferd. Dadurch kann man viel nervenstärker in die Prüfung einreiten", berichtet Peters. Aachen scheint die beiden zu verbinden, denn Peters fand Ravel während der Weltreiterspiele in der Soers 2006. "Es scheint ein gutes Omen zu sein, damals haben ihn meine Sponsoren für mich gekauft. Wir haben es langsam angehen lassen, er war meine Geheimwaffe, und 2008 war sein erstes internationales Turnier die Olympischen Spiele in Hongkong", berichtet Steffen Peters. Das nächste große Ziel des Paares sind die Weltmeisterschaften in Kentucky. "Wir werden es nun langsam angehen lassen, vielleicht zum Herbst die World Dressage Masters reiten. Sonst wird Ravel in Watte gepackt, damit er gesund bleibt. Mit seinen drei Siegen im Grand Prix, Grand Prix Spécial und der Grand Prix Kür wurden Ravel und Peters auch Dressur-Champions Aachen 2009, gegeben von der Liselott Schindling Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports. Platz zwei darin ging an IPS Salinero unter Anky van Grunsven vor Exquis Nadine unter Hans Peter Minderhoud. Die Kür von Steffen Peters wurde als schwierig empfunden, gleich zu Beginn startete er mit der Galopptour auf schwieriger Linienführung. Besonders auffällig auch die direkte Anreihung von Pirouette, Piaffe und starker Schritt.

"Ich bin ganz froh, dass Salinero sich die letzten zwei Tage besser angefühlt hat. Leider hatten wir einen kleinen Rumpler im starken Trab", berichtete Anky van Grunsven, die mit 84.50 Prozent auf Rang zwei gelangte. "Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Für den Sport ist es sehr gut und wichtig, dass es spannend bleibt und keiner vorher weiß, wer gewinnen wird", so die zweifache Mutter. "Aber ich bin auch ganz froh, dass Steffen Amerikaner ist und uns bei der Europameisterschaft in Windsor nicht gefährlich werden kann", scherzte sie.

Den dritten Platz erritt sich der Niederländer Hans Peter Minderhoud auf der 14-jährigen KWPN-Stute Exquis Nadine mit 80 Prozent. "Ich war mit meinen Starts in Aachen sehr zufrieden, ich hatte drei Pferde mit und bin siebenmal gestartet: Jedes Mal unter den ersten Drei, das war toll", so Minderhoud, dessen Lebenspartner Edward Gal mit dem Gribaldi-Sohn Totilas als einer der Favoriten für die Europameisterschaft gilt. Den vierten Platz holte sich die im Odenwald lebende Britin Emma Hindle auf ihrem Olympiapferd Lancet, ein 16-jähriger Hannoveraner von Wenzel. Das beste Ergebnis aus deutscher Sicht lieferte Heike Kemmer, die für ihre Kür auf Bonaparte 77.90 Prozent erhielt. Sterntaler Unicef und Matthias Alexander Rath folgte hinter dem 19-jährigen Balagur mit Alexandra Korelova auf dem siebten Platz. "Balagur hat noch immer viel Freude an seinen Aufgaben, es hat mir Spaß gemacht, hier zu reiten. Wir haben die EM fest im Ziel, entscheiden jedoch von Turnier zu Turnier, wie fit er ist und ob ihm die Dressur noch Spaß macht", so Alexandra Korelova, die 76.40 Prozent erhielt. "Sterntaler zog wieder mehr, er fühlte sich viel frischer an und gab mir ein besseres Gefühl als zuvor. Natürlich ist es schade, dass wie hier nicht die Ergebnisse wie auf den Turnieren zuvor liefern konnten. Aber Aachen ist eben Aachen und der Anspruch hier noch mal ganz anders", berichtete Matthias Alexander Rath.
 

Französin Pénélope Leprevost siegt im YAGEO-Preis

 
Daniel Deusser bester deutscher Starter auf der Holsteiner Stute Ad Ornella

Für die Französin Pénélope Leprevost entpuppte sich die Soers beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, als Spitzenpflaster. Nach ihrem dritten Platz im Preis der AachenMünchener gewann die junge Springreiterin nun den YAGEO-Preis. Mit der Holsteiner Quantum-Calato-Tochter Karatina absolvierte sie den Parcours in fehlerfreien 56.48 Sekunden vor Daniel Deusser auf der ebenfalls holsteinisch gebrannten Quidam de Revel-Tochter Ad Ornella (0 Fehler/56.99 Sekunden). "Es ist noch nicht lange her, da habe ich von einem Start in Aachen nur träumen können. Das war vor fünf Jahren. Und nun kann ich mit einem Sieg nach Hause fahren, darauf bin ich sehr stolz und unheimlich früh darüber", strahlte Leprevost.

Der belgische Wallach Brazil M von Gran Corrado holte sich unter dem Franzosen Kevin Staut den dritten Platz in 58.36 Sekunden.

Die Höhepunkte am Sonntag

 
Entscheidungen in drei Disziplinen

Schon am Morgen gibt es die ersten Entscheidungen: Um 9 Uhr gehen die Fahrer zum Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG in den Hindernisparcours. Hier entscheiden sich dann auch die Gesamtwertungen im Einzel und im Team. Derweil zeigen sich ab 10 Uhr die besten Dressurreiter zum Deutsche Bank Preis, Großer Dressurpreis von Aachen, im Viereck. Wer wird sich hier mit den besten Traversalen und Piaffen behaupten?

Und im Hauptstadion? Er ist für die Fans des Springsports der Höhepunkt zum Abschluss des CHIO Aachen 2009: der ROLEX Grand Prix, der Große Preis von Aachen. Nur die Besten des Turniers und die Besten der Welt dürfen ab 14 Uhr in die zwei Umläufe. 40 Teilnehmer starten im ersten Umlauf, die 18 besten Reiter aus dem ersten Umlauf qualifizieren sich für die zweite Runde. Bei Strafpunktgleichheit nach beiden Umläufen entscheidet ein Stechen über den Sieg. Und der ist für jeden Sportler mehr als eine Herzensangelegenheit. Auf der Siegertafel an der Mercedes-Benz Tribüne lesen sich die früheren Gewinner wie das "Who is Who" des Reitsports: Hans Günter Winkler, Nelson Pessoa, Paul Schockemöhle, Franke Sloothaak oder Marcus Ehning.

Und im Anschluss werden alle im Stadion winken, winken, winken: Mit weißen Taschentüchern und zur Musik von "Muss i denn...". Der Abschied der Nationen ist in Aachen immer eine ganz besondere Weise, bis zum nächsten Turnier "Tschüss" zu sagen. Natürlich machen alle mit: Die zehntausenden Besucher im Hauptstadion, die Sportler auf dem Rasen und die Medienvertreter am Rand des Parcours.

Doch auch wenn der Abschied schwerfällt: Sportler und Publikum gehen in der Gewissheit, dass die Planungen für das nächste Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, schon am Tag 1 nach Turnierende beginnen. 2010 wird das Turnier vom 9. bis 18. Juli veranstaltet - wie immer mit der kompletten Weltspitze im Pferdesport.
 

Erster Sieg für Hans Peter Minderhoud im PHILIPS-Preis, Grand Prix Kür
 
Drei Niederländer auf den ersten drei Plätzen

"Endlich hat es geklappt", freute sich der Niederländer Hans Peter Minderhoud über seinen ersten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Im PHILIPS-Preis, Grand Prix Kür, setzte er sich mit dem 16-jährigen Ex Libris-Sohn Exquis Escapado mit 76.65 Prozent an die Spitze. "Er war heute ein wenig heiß, im Grand Prix war er etwas gelassener. Aber er hat seine Aufgabe trotzdem super gemeistert, und ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Es ist mein erster in Aachen überhaupt", so Hans Peter Minderhoud.

Aus deutscher Sicht endete die Kür etwas mager, das beste Ergebnis lieferte Gina Capellmann-Lütkemeier auf der Breitling-Tochter Baldessarini. Das Paar gelangte mit 72.15 Prozent auf Rang fünf. "Wir hatten leider einen Fehler in den Einerwechseln"; berichtete die Reiterin, die die Stute seit drei Jahren reitet. Der zweite Platz ging an die in Belgien lebende, aber für ihre Heimat Holland reitende Jeannette Haazen auf ihrem Jazz-Sohn Nartan. "Er ist 1.83 Meter und ich bin 1.55 Meter. Das Schönste ist, dass wir uns trotzdem so gut verständigen", strahlte die Reiterin, die einen eigenen Stall führt. "Trotz seiner Größe ist er sensibel und fein zu reiten, sonst hätte ich auf ihm keine Chance." Auch der dritte Platz ging an einen Sohn des KWPN-Hengstes Jazz, der die Topliste der Vererber der World Breeding Federation for Sporthorses anführt: Jeff erhielt unter Stephanie Peters (Niederlande) 73.65 Prozent.

In letzter Sekunde erfuhr der in der Schweiz bei Silvia Iklé trainierende Hendrik Lochthowe von seinem Start beim CHIO. Mit dem Oldenburger Deckhengst platzierte er sich mit 70.60 Prozent auf Rang sechs. "Montag um 14 Uhr wurde ich angerufen, dass ich in Aachen starten dürfe. Wir waren gar nicht 100-prozentig vorbereitet und dafür ist es super gelaufen. Hier reiten zu dürfen, war eine traumhafte Erfahrung"; so Lochthowe, der mit Rubin Royals Sohn Rubin Cortez zudem fünfter in der Intermediaire I wurde.

Von ihrem Start auf der Wolkenstein II-Tochter Wakana sah Ulla Salzgeber in der CDI-Tour ab. Ihr Nachwuchsstar Herzruf's Erbe hatte sich vor der CDIO-Tour beim Einreiten in den Grand Prix Special vertreten und musste das Viereck stark lahmend an der Hand verlassen. Da die Diagnose zum Zeitpunkt der Kür noch immer nicht genau klar war, zog sie Wakana zurück. Großes Pech für die Reiterin, die nach dem Karriere-Ende ihres Erfolgspferdes Rusty nun nach fünf Jahren wieder über zwei Top-Pferde verfügt.
 

Der „Joker“ bringt die meisten Punkte
 
Holger Wulschner gewinnt den Miele-Preis auf Little Liberty

Da stand er, der letzte Sprung: 20 Punkte brachte er ein - wenn man ihn fehlerfrei überwand. Nur acht Reitern gelang dies, nachdem sie zuvor auf dem Parcours bis hierher fehlerfrei geblieben waren. "Eins, drei, fünf…. - one, three, five…", der Stadionsprecher bewies seine Rechenkünste, als er eifrig die Punkte zusammenzählte, die die Reiter auf ihren Konten gesammelt hatten. Denn im Miele-Preis, einem Progressiv-Springen mit Joker, zählen nicht die Fehlerpunkte, sondern der Punktwert, den jedes einzelne Hindernis hat. Und diese Punkte bekommt man zuaddiert bei fehlerfreiem Überwinden oder eben abgezogen, wenn man eine Stange auf den Boden befördert. Da kann ein Joker auch ganz schnell weh tun.

Fehlerfrei und in der absoluten Top-Zeit von 60,15 Sekunden überquerte Holger Wulschner (Groß-Viegeln) auf dem Oldenburger Hengst Little Liberty die Ziellinie, an die Zeit kam die Konkurrenz auch nicht annähernd heran. 4,01 Sekunden mehr benötigte der Norweger Stein Endresen auf dem Holsteiner Le Beau. Weitere 1,4 Sekunden später gelangte der junge Brite Phillip Spivey auf dem 14-jährigen Niederländer Olymp ins Ziel.

Bester Deutscher war Philipp Weishaupt (Riesenbeck), der mit der vollen Punktzahl 65 und 68,54 Sekunden Rang 6 belegte. Der 24-Jährige, der erst vor knapp drei Wochen beim nationalen Championat in Balve, zum ersten Mal Deutscher Meister geworden war, saß im Sattel seines erst neunjährigen DM-Pferdes Souvenir. Das Paar gehörte am Donnerstagabend auch zur erfolgreichen deutschen Nationenpreismannschaft, die hinter den Franzosen gemeinsam mit den Niederländern Rang 2 belegt hatten.


Eine Frau ist die „Beste der Besten“

 
Meredith Michaels Beerbaum gewinnt die Prüfung „Best of Champions“ im Stechen

Die Männer mag es wurmen, ihre besseren Hälften wussten es schon vorher: Eine Frau ist die "Beste der Besten". Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) gewann heute beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, das Springen "Best of Champions". Bei der spektakulären Prüfung mit Pferdewechsel treffen Weltmeister, Europameister, Olympiasieger und der Vorjahressieger des ROLEX Grand Prix aufeinander.

Zwar musste die 39-jährige Amazone noch einmal gegen den Schweden Rolf-Göran Bengtson stechen, doch mit einem couragierten, fehlerfreien und vor allem schnellen Ritt sicherte sie sich auf ihrer Stute Kismet den Sieg in 50,21 Sekunden vor Bengtson auf Kiara La Silla, der 52,67 Sekunden benötigte. Die beiden hatten im Normalparcours jeweils einen Abwurf gehabt, Michaels Beerbaum ausgerechnet mit ihrer eigenen Stute.

Dritter wurde der Niederländer Albert Zoer, der auf den Pferden von Michaels-Beerbaum und Bengtson jeweils einen Abwurf kassierte. Weltmeister Jos Lansink musste dagegen nur einmal ran: Bei der ersten Runde mit seinem eigenen Pferd Vainqueur verzichtete er nach zwei Verweigerungen. "Der Hengst hat noch nie in seinem Leben auch nur einen Sprung verweigert", bedauerte der Belgier. "Aber neben der Dreifachen war so viel Schatten, da hat Vainqueur sich erschreckt, und beim zweiten Versuch hatte er etwas das Vertrauen verloren. Das ist wirklich sehr schade."

Das fand auch die strahlende Siegerin: "Schade, ich hätte Vainqueur gerne noch einmal geritten. Im vergangenen Jahr war ich auf dem Hengst in dieser Prüfung fehlerfrei. Leider hat er sich erschrocken", bedauerte Meredith Michaels-Beerbaum, strahlte dann aber gleich wieder über ihren Sieg und kommentierte breit grinsend: "Ich freue mich riesig - als Frau beweisen zu können, dass ich die Beste bin." Auf Albert Zoers Stute Uraya fühlte die Europameisterin von 2007 sich besonders wohl. "Dieses Pferd kommt meiner Reitweise entgegen, das hätte ich schon gerne in meinem Stall."

Da hätte der Niederländer wohl etwas gegen. Doch auch er hatte ein Auge auf das Pferd seiner Konkurrentin geworfen. "Wir mögen beide Blutpferde, die von selbst gehen wollen, und bei denen man als Reiter nur ruhig bleiben und auf den Sprung warten muss. Und unsere beiden Pferde sind sich ziemlich ähnlich", erläuterte Albert Zoer, Vorjahressieger im ROLEX Grand Prix, dem "Großen Preis von Aachen".

Auch Bengtson fühlte sich auf Kismet wohl, sprach aber das größte Kompliment seiner eigenen Stute Kiara La Silla, einer zehnjährigen Schwedin, aus. "Sie ist mit mir und den beiden anderen Reitern einfach toll gegangen. Ich kann nur sagen, Kompliment an mein Pferd", lobte Bengtson. Wobei man das Kompliment im Umkehrschluss auch auf den Reiter, der es so gut vorbereitete, münzen kann. "Es hat viel Spaß gemacht, hier zu reiten", freute sich der Olympia-Zweite von Hongkong, der in Vertretung von Olympiasieger Eric Lamaze (Kanada) in den Kampf der "Best of Champions" gegangen war.
 

Rasante Jagd über Gräben und Wälle

 
Der Belgier Ludo Philippaerts gewinnt den Preis der Sparkasse

Da hatte die Konkurrenz keine Chance mehr: In 72,92 Sekunden jagten Ludo Philippaerts (Belgien) und Tauber van het Kapelhof über Gräben und Wälle, zögerten keinen Sekundenbruchteil vor den Hindernissen, die in "normalen" Springparcours so nicht zu finden sind. Doch der 13-jährige schwarze Hengst, ein Sohn des berühmten belgischen Vererbers Darco, ließ sich weder von Wasser noch Hecken oder Gräben auf dem Weg zum Sieg im Preis der Sparkasse, dem beliebten Jagdspringen über Gräben und Wälle, bremsen.

3,5 Sekunden nahm der 46-jährige Belgier seinem deutschen Konkurrenten Carsten-Otto Nagel (Wedel) ab. Nagel, der am Donnerstagabend mit der deutschen Equipe Platz 2 im Nationenpreis belegt hatte, jagte auf der elfjährigen Holsteiner Stute Natalie in 76,42 Sekunden über die Ziellinie. Rang 3 ging an den Brasilianer Bernardo Alves, der schon bei seinem Sieg im STAWAG-Preis am Dienstag beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, bewiesen hatte, wie schnell er ist. Bei 77,47 Punkten stoppte die Uhr für Alves und seinen erst achtjährigen Hengst Nimu L'Enchanté.

Mit dem 22-jährigen Thomas Weinberg (Kohlscheid) auf Rang 7 sowie dem gleichaltrigen Frederik Knorren (Aachen) auf Rang 8 kamen zwei Reiter aus der Region auf die vorderen Plätze. Beide absolvierten eine fehlerfreie Runde, doch Weinberg war auf seinem zehnjährigen Schimmelhengst Cantaro in 79,30 Sekunden 2,22 Sekunden schneller als sein Freund und Kollege Knorren, der auf Esquire 81,52 Sekunden benötigte.


Hansjürgen Britsch gewinnt die „Silberne Kamera“

 
Foto „Ein spritziges Vergnügen“ mit renommiertem Medienpreis ausgezeichnet

Das Wasser spritzt, als das Gespann hindurchprescht. Insofern passt der Titel tatsächlich, den Hansjürgen Britsch seinem Bild gegeben hat: "Ein spritziges Vergnügen." Dafür ist der Fotograf aus Mühlacker jetzt beim CHIO Aachen mit der "Silbernen Kamera" für das beste Pferdesportfoto 2008/09 ausgezeichnet worden. "Ich hatte Glück, dass die Sonne scheint und die Blätter hineinragen", hatte sich Britsch im Vorfeld bescheiden gegeben. Im CHIO-Hauptstadion erhielt er von den Zuschauern einen herzlichen Applaus, nachdem er den renommierten Medienpreis von Hubert Herpers, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Aachen, und Hans Kauhsen, Mitglied des Aufsichtsrats des Aachen-Laurensberger Rennverein, erhalten hatte.

Platz 2 ging an Nicole Bökhaus aus Winterthur/Schweiz mit dem Bild "Sunshine", Dritter wurde Enno Friedrich aus Lüneburg mit dem Foto "Glück im Sturz". Dotiert ist der Medienpreis mit 4000 Euro, wovon 2500 Euro an den Sieger, 1000 Euro an den Zweit- und 500 Euro an den Drittplatzierten gehen. Verliehen wird die Silberne Kamera in jedem Jahr gemeinsam vom CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein, von der Sparkasse Aachen und vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband.
 

Auch der zweite Start ein Sieg für Brigitte Wittig und Blind Date

 
Deutscher Sieg im WOTAX-Preis, Intermediaire I

"Die ist so genial", konnte Brigitte Wittig nach ihrem Sieg auf Blind Date im WOTAX-Preis, Intermediaire I, nur strahlen: Das Paar erhielt 74.47 Prozent und setzte sich mit hauchzartem Vorsprung an die Spitze beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. "Blind Date hat sich super angefühlt, sie hat eine tolle Leistung gezeigt und das ist umso höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass sie erst das zweite Mal auf diesem Level gestartet ist und erst sieben Jahre alt ist", so Wittig, die mit ihrem Mann Wolfram einen Zucht- und Trainingsstall in Rahden führt. Das Paar hat sich bereits für den Nürnberger Burgpokal qualifziert. Wittigs haben die Tochter ihres Erfolgshengstes Breitling, von dem sie jedes Jahr kontinuierlich Spitzenpferde im Sport präsentieren, als Jährling gekauft.

Platz zwei ging an Matthias Alexander Rath, der mit dem einstigen Hannoveraner Auktionsspitzenpferd Weltmeyer Junior 74.105 Prozent erzielt hatte. Mit Rang drei nicht ganz so glücklich war Hans Peter Minderhoud auf einstigen Doppelweltmeister der jungen Dressurpferde: Florencio, viel frequentierter Deckhengst von Florestan, erzielte 73.211 Prozent. Für die Trab- und Galoppverstärkung, für die er auf der WM der jungen Pferde vielfach die 10.0 erhielt, bekam er teilweise die Neun. "Er hat sich toll angefühlt, macht immer super mit und kämpft für mich", so Hans Peter Minderhoud. Auch der vierte Platz ging an die Niederlande und wurde mit 70 Prozent von Sander Marijnissen auf dem zehnjährigen KWPN-Wallach Sander von Feliciano erzielt. Den fünften Platz holte sich Hendrik Lochthowe auf dem Oldenburger Deckhengst Rubin Cortes, mit dem er bei Silvia Iklé in der Schweiz trainiert.


Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche beim CHIO Aachen ausgezeichnet

 
Preis der Stadt Aachen für besondere Verdienste um das Reitturnier

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, ist beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, mit dem renommierten "Preis der Stadt Aachen" geehrt worden. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden sagte in seiner Laudatio, Zetsche habe sich in den vergangenen Jahren "auf herausragende Weise um unser Turnier verdient gemacht. Er hat viele Innovationen angestoßen und unterstützt". Dr. Dieter Zetsche ist seit 1999 Beiratsmitglied des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV). Mercedes-Benz selbst unterstützt den CHIO Aachen bereits seit Mitte der 50er Jahre. Seit 1981 ist das Unternehmen außerdem Namensgeber des Nationenpreises - des heutigen Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™.

Dr. Dieter Zetsche, der zusammen mit Oberbürgermeister Linden und ALRV-Präsident Klaus Pavel in einer Kutsche ins mit mehr als 30.000 Besuchern gefüllte Hauptstadion eingefahren war, betonte die jahrzehntelange Verbundenheit seines Unternehmens zu Aachen. "Ich freue mich sehr, dass ich diese Auszeichnung in einer der schönsten Städte Deutschlands erhalte. Und ich verspreche Ihnen: Wir werden hier auch in fünfzig oder hundert Jahren ein tolles Turnier erleben und es wird dann noch immer unter unserm guten Stern stehen. Wir werden den Weg gemeinsam gehen."
 

Im Wohnwelt Pallen Marathon siegt der Schwede Tomas Eriksson

 
Geländeprüfung für Vierspänner verläuft ohne Komplikationen

Schon im Hindernisfahren "Jagd um Punkte" lag er vorne, nun siegte Tomas Eriksson auch im Wohnwelt Pallen Marathon mit 97.38 Punkten. Damit war die Marathonprüfung, traditionell eines der Highlights beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, entschieden. Morgen geht es weiter mit dem Hindernisfahren mit Stechen.
Rang zwei ging an Ludwig Weinmayr, der mit seinen Pferden Donazetti, Harris Bey, Libero und Red-Run 100.28 Punkten erzielt hatte. Den dritten Platz belegte der Australier Boyd Exell, der bereits in der Dressurprüfung vorne lag.
Einen persönlichen Glücksbringer hatte sich Christian Plücker mitgebracht. Seine Mutter fungierte als Beifahrerin und half tatkräftig, als das Gespann Probleme in einem Hindernis hatte.
 

Marcus Ehning gewinnt den Preis der AachenMünchener

 
Erster deutscher Spring-Sieg in der Soers 2009

Nach einem Jahr haben sie sich richtig gefunden: Mit seinem Hengst Plot Blue siegte der zweimalige Weltcup-Sieger Marcus Ehning im Preis der AachenMünchener beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Das Paar erkämpfte sich in der winning round in 44.38 Sekunden den ersten Platz. Damit erzielte er den ersten deutschen Sieg in den diesjährigen Aachener Springprüfungen. "Ich bin ein kleiner Perfektionist, unsere Runde war super, aber noch nicht perfekt", so der Borkener. "Im Stechen konnte ich viel riskieren, Plot Blue war unheimlich bei mir." Der Hengst stammt ab von dem selbst international erfolgreichen Hengst Mr. Blue und war vormals mit dem Schweizer Werner Muff am Start. Beide hatten großen Anteil am zweiten Platz des Schweizer Teams im Nationenpreis 2007. Plot Blues Mutter stammt ab vom westfälischen Spitzen-Springvererber Pilot, seine Großmutter Santa Fee war selbst international mit Franke Sloothaak erfolgreich. Geballte Sportgene also, auf denen Marcus Ehning bei Plot Blue sitzt. Der Borkener gibt seine Gene übrigens auch weiter - in wenigen Tagen erwartet seine Frau Nadja, die frühere Voltigierqueen Zülow, das erste gemeinsame Kind.

Rang zwei ging an Mylord Carthago unter der Französin Pénélope Leprevost, die den Parcours in fehlerfreien 44.72 Sekunden beendeten. "Vor fünf Jahren hätte ich noch nicht mal zu denken gewagt, jemals in Aachen zu starten. Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich hier mal unter die ersten Drei kommen könnte, und nun habe ich es geschafft", so die schlanke Springreiterin, die seit eineinhalb Jahren mit Michel Robert trainiert. Mylord Carthago war als Siebenjähriger bereits auf der Weltmeisterschaft der Springpferde in Zangersheide und gehört dem französischen Nationalgestüt. Den dritten Platz erzielte Daniel Deusser auf der Holsteiner Stute Ad Ornella von Quidam de Revel in 46.11 Sekunden. "Mein Pferd hat noch nicht so viel Erfahrung, sprang jedoch sehr gut hier, und ich bin mit unserem Ergebnis sehr zufrieden", so Deusser, der bei Jan Tops reitet. Dessen Stall liegt im niederländischen Valkenswaard, rund 100 Kilometer von Aachen entfernt.

04.07.2009

Hinrich Romeike erhält „Das Silberne Pferd“

 
Deutscher Vielseitigkeitsstar als Persönlichkeit geehrt

Nach den Olympischen Spielen 2008 konnte er gleich zwei Goldmedaillen mit nach Hause nehmen, jetzt darf er den renommierten Medienpreis "Das Silberne Pferd" dazustellen: Hinrich Romeike ist am Samstag beim CHIO Aachen in der Kategorie "Persönlichkeit" ausgezeichnet worden. Für den Zahnarzt aus Norddeutschland, der als Amateur startend die gesamte Weltelite in Hongkong geschlagen hatte, eine große Überraschung. Denn die Organisatoren hatten ihn unter einem Vorwand "nur" als Talkgast zur Siegerehrung im DHL-Preis eingeladen. Romeike hatte beim Siegesritt seiner Vielseitigkeits-Teamkollegen in Aachen zuschauen müssen, weil sein "Goldpferd" Marius momentan eine Verletzung auskuriert. Unter dem Applaus der rund 35.000 Besucher im Stadion hielt er den Preis dann strahlend in die Höhe.

Als Kriterium gilt, dass jemand durch sein Engagement und sein Auftreten eine Vorbildfunktion rund um den Pferdesport erfüllt. Hinrich Ropmeike sei stets "offen, ehrlich und integer", hieß es in der kurzen Laudatio. "Das Silberne Pferd" wird gemeinsam vom Deutschen Reiter- und Fahrerverband und vom CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein verliehen - am Samstag von deren jeweiligen Präsidenten, Wolfgang Brinkmann und Klaus Pavel. Frühere Preisträger in der Kategorie "Persönlichkeit", die nicht in jedem Jahr vergeben wird, waren beispielsweise Hans Günter Winkler oder Ex-Bundesminister Otto Schily.
 

Brasilianischer Sieg im Sparkassen-Youngsters-Cup

 
Bernardo Alves gewinnt auf BWP-Stute Bridgit

Am Ende reichte es doch nicht für Cassio Rivetti im Finale des Sparkassen-Youngsters-Cup: Nach zwei Siegen in den Vorprüfungen nahm die Stakkato-Tochter Sandy eine Stange mit und endete auf dem zwölften Platz. Der gebürtige Brasilianer, der seit Januar für die Ukraine reitet, nahm es locker. Schließlich liegt seine bisherige Bilanz beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, bereits bei drei goldenen Schleifen. Der Sieg im Sparkassen-Youngsters-Cup ging an den Brasilianer Bernardo Alves auf Bridgit, eine achtjährige Stute des Belgischen Warmblutverbands von Kannan-Pion. Das Paar absolvierte den Parcours im zweiten Umlauf in fehlerfreien 44.73 Sekunden. Alves gehörte bei den Weltreiterspielen in Aachen und Jerez ebenso wie bei den Olympischen Spielen in Athen und Hongkong zu den brasilianischen Teams.

Rang zwei ging an Daniel Deusser/Deutschland, der den Zangersheide-Wallach Capreado S.E, Sohn von Canabis Z-Gold Sky, gesattelt hatte. Das Ergebnis für die beiden lag bei 46.94 Sekunden, Rang drei erzielte Johannes Ehning auf Jewel's Carat, ebenfalls ein belgisches Pferd von Quasimodo VD. Aus Sicht der deutschen Zuchtverbände war der achtjährige Oldenburger Wallach Calvie von Calvaro unter Luciana Diniz bester Starter. Die beiden gelangten auf Rang fünf.
 
Erneut gewinnt der Amerikaner Steffen Peters auf Ravel

 
Amerikanischer Sieg im MEGGLE-Preis, Grand Prix Spécial

Die Siegesserie von Steffen Peters reißt nicht ab: Auch im MEGGLE-Preis, Grand Prix Spécial CDIO, gewann Steffen Peters auf dem elfjährigen KWPN-Wallach Ravel. Damit hatte der ehemalige Rheinländer, der nach Kalifornien ausgewandert ist, seinen zweiten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, erzielt. "Ich bin sehr froh, Ravel gehört nun zu den Top-Pferden der Welt, das bedeutet viel Druck, ist aber ein tolles Gefühl", so Steffen Peters. "Peters reitet sehr deutsch", kommentierte Bundestrainer Holger Schmezer mit einem Schmunzeln. "Peters zeigt sehr gutes Reiten, wie er trainiert, das hat Hand und Fuß." Anfang 20 siedelte der 44-Jährige in seine Wahlheimat Kalifornien um. Zuvor hatte er bei Johann Hinnemann trainiert, bei dem er nun auch vor dem Beginn des CHIO eine Trainingsstation einlegte.

Rang zwei ging an die Niederländerin Anky van Grunsven, die sich nach dem für sie enttäuschenden Ergebnis im Grand Prix kampflustig gezeigt hatte. Auf ihrem Olympiapferd IPS Salinero erzielte sie 76.583 Prozent. Auch der dritte Platz blieb in niederländischer Hand: Hans Peter Minderhoud erzielte auf seinem Olympiapferd Exquis Nadine 74.500 Prozent. Beste Starterin aus deutscher Sicht war Heike Kemmer, die mit ihrem langjährigen Erfolgspartner Bonaparte 73.392 Prozent erzielte. "Bonnie zeigte sich in sehr guter Form, hatte eine gute Haltung und war weitgehend fehlerlos. Er konnte weitgehend an die Form bei den Deutschen Meisterschaften in Balve anschließen", so Schmezer. Matthias Alexander Rath gelangte mit Sterntaler Unicef mit 73.292 Prozent auf den siebten Platz. "Sterntalers Auftritt war kein Vergleich zum Auftritt im Grand Prix, und auch mit Donatha, die auf den zwölften Platz gelangte, war ich zufrieden. Wenn wir so im Grand Prix geritten wären, hätten wir den Nationenpreis gewonnen." Pech hatte Ulla Salzgeber: "Ulla ist außen rum geritten und bei B war Herzrufs Erbe von einem Tritt auf den anderen plötzlich stocklahm. Ulla ist abgesessen und hat ihr Pferd herausgeführt, wobei er weiter sehr stark lahmte", hatte Holger Schmezer neue Sorgenfalten auf der Stirn. "Nach der ersten Prognose hat Herzi eine Zerrung im Fesselkopf rechts. Heute abend wird noch einmal Ultraschall gemacht und dann wird das Pferd zuhause bei Ulla weiter behandelt."
 

Deutsches Team siegt im Nationenpreis im DHL-Preis, CICO***

 
Andreas Dibowski gewinnt die Einzelwertung vor Ingrid Klimke
 
Erneut gewann das deutsche Team die Nationenpreiswertung im DHL-Preis, CICO***, beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Mit 140.40 Punkten setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Hans Melzer an die Spitze vor Großbritannien mit 173.90 Punkten und Neuseeland, das als Bilanz 250.30 Punkte vorweisen konnten. Überragender Einzelsieger wurde Andreas Dibwoski mit der 15-jährigen Hannoveraner Stute FRH Serve Well. "Man wurde hier von einer Welle der Begeisterung getragen, das war ein tolles Gefühl, Aachen bietet echte Championatsbedingungen. Ich freue mich riesig über den Sieg. Wir haben momentan eine tolle Phase, unser drittes Kind ist gerade geboren worden", so ein glücklicher "Dibo", der 45.1 Punkte erzielt hatte. Der 43-Jährige führt einen eigenen Vielseitigkeitsstall in Egestorf und holte mit Serve Well bereits Teamgold bei der Reit-WM Aachen 2006.

Platz 2 ging mit 46.70 Punkten an Ingrid Klimke mit dem Hannoveraner FRH Butts Abraxxas, der eine überragende Runde im Gelände lieferte. "Ich war heute einfach nur glücklich über mein kleines, schwarzes Pony. Braxxi ist einfach ein Top-Verlasspferd, er ist so schnell galoppiert, dass wir sogar noch Tempo rausnehmen konnten", so Ingrid Klimke. Klimke war beim CHIO Aachen 2009 viel beschäftigt, mit dem Deckhengst Damon Hill startete sie in der Dressur-Tour, mit dem Hannoveraner FRH Butts Abraxxas in der Vielseitigkeit. Die Teamgold-Gewinnerin der Olympischen Spiele in Hongkong und der Weltmeisterschaften in Aachen hat auch die Europameisterschaften fest im Visier. Im Gelände war sie die einzige Starterin, die fehlerfrei blieb.
Die ersten drei Plätze blieben in deutscher Hand - Platz drei holte sich Dirk Schrade auf King Artus mit 48.60 Punten. "In das Stadion einzureiten, ist wirklich ein unglaubliches Gefühl. Dieser Kurs war für mich eines der größten Erlebnisse überhaupt." Den vierten Platz belegte die Britin Mary King auf Imperial Cavalier mit 48.70 Punkten vor dem 23-jährigen Niederländer Tim Lips auf der KWPN-Stute Van Schijndel's Owaola. Der Reiter, der bis vor zwei Jahren noch ausschließlich Springen ritt, erzielte 49.30 Punkte.

Pech hatte die nach Dressur und Springen in Führung liegende Bettina Hoy. Ihr 18-jähriger Schimmel Ringwood Cockatoo musste im Gelände eine Verweigerung verbuchen und rutschte auf Rang 17 ab. "Warum er den Sprung nicht mochte, kann ich auch nicht sagen. Dennoch war ich sehr stolz auf die Leistung von Cockatoo." Auch Aachen-Neuling Julia Mestern hatte Pech in der Soers. Nach drei Verweigerungen schied die 32-Jährige aus. Enttäuschend für die auch im Dressursport erfolgreiche Reiterin, die in diesem Jahr drei Siege mit ihrem Hannoveraner Sherlock Holmes-Sohn Schorsch beim CIC** Breedeneck, beim CCI*** Boekel und beim CIC* Bad Segeberg erzielt hatte.
 

Toni und Marina Meggle zu Besuch beim CHIO Aachen

 
Förderer des Dressursports – Vorsitzender des Aufsichtsrats der Meggle AG

Er ist einer der ganz großen Förderer gerade des Dressursports. Auch die Serie "MEGGLE-Champions" beruht auf seinem Konzept: Und so war es selbstverständlich, dass Toni Meggle und seine Frau Marina dem CHIO Aachen am Samstag einen Besuch abstatteten. Schließlich gab es im Deutsche Bank Stadion auch "ihren" Preis, den MEGGLE-Preis (Grand Prix Spécial CDIO), zu sehen. "Der CHIO Aachen ist einfach das renommierteste Turnier der Welt. So schön, dass wir jedes Jahr in die Soers kommen", erklärte der 77-Jährige, der Vorsitzender des Aufsichtsrats der Meggle AG ist. Und Ehefrau Marina ergänzte: "Hier ist alles so wunderbar und liebenswert organisiert. Man merkt als Besucher, dass in Aachen jeder weit mehr als sein Bestes gibt."

03.07.2009

Viele Höhepunkte am Samstag

 
Vier Disziplinen heute auf dem CHIO-Gelände zu sehen

Zehntausende Fans werden heute gerade in die Wiesen der Soers pilgern: Die Geländeprüfungen in der Vielseitigkeit und im Gespannfahren sind immer auch ein Volksfest. Zunächst gehen ab 11.45 Uhr im DHL-Preis die Vielseitigkeitsreiter an den Start. Das Besondere: Die letzte Runde führt durch das CHIO-Hauptstadion. Der Wohnwelt Pallen Marathon der Vierspänner ist wie immer kostenlos. Die rasante Fahrt durch die Hindernisse beginnt gegen 15.30 Uhr.
In der Dressur ist ebenfalls eine wichtige Entscheidung zu sehen: Der MEGGLE-Preis, Grand Prix Special CDIO, ab 9 Uhr im Deutsche Bank Stadion.
Und was passiert im Hauptstadion? Sie sind vielleicht die derzeit besten Springreiter der Welt: Weltmeister Jos Lansink (Belgien), Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum (Deutschland), der Olympiazweite Rolf- Göran Bengtsson und Albert Zoer (Niederlande) - der Vorjahressieger des ROLEX Grand Prix. Auf sie wartet heute im Abendprogramm (19 Uhr) eine ganz besondere Herausforderung: Die Prüfung "Best of Champions", der spektakuläre Wettkampf mit Pferdewechsel unter Flutlicht.
Schon am Nachmittag erwartet die Reitsportfans aber eine der renommiertesten Springprüfungen überhaupt: Der Preis der AachenMünchener ab 15.45 Uhr. Nur die bisher erfolgreichsten Reiter des Turniers werden für den Umlauf mit Siegerrunde zugelassen. Ob sich hier schon eine Tendenz für den morgigen ROLEX Grand Prix abzeichnet?
 

Dritter Sieg für Cassio Rivetti beim CHIO Aachen

 
Wahl-Ukrainer gewinnt den RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen

Brasilien, Belgien, Ukraine, Frankreich und nun Aachen: Die Soers entpuppt sich als Spitzenpflaster für Cassio Rivetti, der im RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen seinen dritten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, erreichen konnte. Aufgewachsen im brasilianischen Sao Paulo lebt Rivetti in Belgien und trainiert in Frankreich. Aachen kennt er noch von seinem Start bei den Weltreiterspielen 2006, als er noch für sein Heimatland Brasilien startete. "Seit Januar reite ich für die Ukraine", so der 29-Jährige, der fünf Jahre lang bei Pessoa trainiert hatte. Mit dem Stakkato-Sohn Sandy hat Rivetti, der seinen Namen seinem italienischen Großvater verdankt, bereits zweimal den Sparkassen-Youngsters-Cup gewonnen, nun siegte er bei starker Konkurrenz im RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen. Mit dem Animo-Sohn Cortaflex Billy Birr erzielte er mit 49.36 Sekunden die schnellste Zeit im Stechen, das 18 Reiter erreicht hatten. "Dieses Pferd reite ich erst seit einem Monat. Er hat sehr viel Potenzial und ich hoffe, er wird mein Championatspferd."

Rang zwei erzielte der Schweizer Pius Schwizer in fehlerfreien 49.97 Sekunden auf dem belgischen Nonstop-Sohn Ulysse. "Ich war sehr zufrieden mit meinem zweiten Platz, Ulysse hat in diesem Jahr bereits die Schweizer Meisterschaft und das Derby in La Baule gewonnen. Er ist ein Pferd für alles, anfangs wusste ich nicht genau, wie viel er in sich hat, doch nun weiß ich, dass er unheimlich Potenzial und Vermögen hat", so Schwizer, der in der glücklichen Situation ist, über fünf Top-Pferde zu verfügen. Rang drei ging an Thomas Mühlbauer auf dem bayerischen Landbeschäler Asti Spumante. Der Oldenburger Hengst von Argentinus-Landfrieden absolvierte den Parcours in 50.10 Sekunden. "Asti habe ich als Vierjährigen bekommen und reite ihn nun seit elf Jahren. Er ist ein richtiger Kumpel für mich und ich bin froh, ihn zu haben", so Mühlbauer, der mit seiner Frau ein Hotel im bayerischen Wald leitet. "Ich bin sehr froh, dass meine Frau mich so unterstützt, dass ich weiter reiten kann. Ich habe noch gute Nachkommen von Asti."
 

Nathalie zu Sayn-Wittgenstein gewann erneut – Siegerin im Lindt-Preis

 
Dänin vorne im Grand Prix Spécial, Japaner auf Platz zwei

Erneut konnte Nathalie zu Sayn-Wittgenstein ihrem Rigoletto die goldene Schleife anstecken lassen. Das Paar siegte im Lindt-Preis, dem Grand Prix Special, beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. "Rigoletto war auf dem Abreiteplatz ganz schön nervös, weswegen ich ihn etwas müde machen musste. Das hat man dann in der Prüfung zum Schluss gemerkt, aber er ging sehr schön, hatte nur zwei blöde Fehler in den Einer- und Zweierwechseln", so die Dänin, die 71.91 Prozent erzielt hatte. Viele Pferde präsentierten sich in der Aufgabe unter Flutlicht nervös, so auch die ausstrahlungsstarke Hannoveraner Stute Whisper unter dem Japaner Hiroshi Hoketsu. Vor dem starken Trab galoppierte sie einmal an, überzeugte jedoch mit einer starken Piaff-Passage-Tour. "Whisper war sehr aufgeregt, hat die Prüfung aber schön gemeistert. Hier auf Rang zwei zu gelangen, ist ein toller Erfolg für uns", so der 68-Jährige Wahl-Aachener. Das Paar erzielte 71.208 Prozent. Auf Platz drei gelangte die Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfen auf dem rheinischen Fidermark-Sohn Favourit. Der Fuchs schoss direkt zu Beginn beim Einreiten los, als das Publikum applaudierte, fing sich dann jedoch wieder und zeigte eine überzeugende Runde, die mit 69.542 Prozent bewertet wurde.

Auf Rang vier konnte sich Carola Koppelmann auf ihrem 16-jährigen Halbblüter Le Bo mit 69.417 Prozent vor dem Hamburger Derbysieger Christoph Koschel mit Donnperignon platzieren.


They did it again – Wesel hat die Nase vorne

 
Der Vorjahressieger gewinnt auch 2009 den Preis des Handwerks

Bei der Notenvergabe blieben die Richter ein wenig unter dem Vorjahr: 8,7 in der A Note und 9,5 in der B-Note reichten dem Quartett des Kreisverbandes Wesel, um den Sieg im Preis des Handwerks, Quadrillen-Championat Aachen 2009, wie schon 2008 einzufahren. Angeführt von Teamchefin Carolin von der Linde, die im vergangenen Jahr noch selbst in der Quadrille mitgeritten war, siegten Mareike Mondrowski, Julia Bruckmann, Daniela Giesen und Martina Binnenbrücker mit insgesamt 18.2 Punkten. Die jungen Damen, von denen Mondrowski und Giesen schon 2008 im Quartett standen, sattelten Baumann's Leonardo, Chagmany, Carnival und Proseco.

Nach Rang 3 im vergangenen Jahr sicherte sich der Kreisverband Aachen mit 17,8 Punkten eine Silberschleife. Erneut angeführt von Teamchefin Susanne Rueben ritten Sabine Winkens-Bähr auf Dean Martin, Bianca Lüttgens auf Fabrizio, Paulina Krafft auf Desperado und Brigitte Mainz auf Landaro unter dem lauten Beifall der Zuschauer ins Deutsche-Bank-Stadion und ließen ihre Vierbeiner zur Musik tanzen. Aus dem Aachener Team war 2008 lediglich Paulina Krafft ebenfalls am Start gewesen.

Mit 17,1 Punkten rangierte der Kreisverband Mettmann auf Rang 3. Es ritten Elke Buddenberg auf Charmeur, Chantal van de Griend auf Torina, Vera Langensiepen auf Don Giovann und Caren Lietke auf Scotch. Angeführt wurde das Team von Diethelm Löckenhoff.


Bettina Hoy bleibt auch nach dem Springen an erster Stelle

 
Deutschland führt im DHL-Preis nach Dressur und Springen

"Wir haben in Aachen eine Verpflichtung, denn wir haben hier bisher noch jeden Nationenpreis gewonnen und wollen auch in diesem Jahr keine Ausnahme machen", spornte Vielseitigkeits-Bundestrainer Hans Melzer sein Team an. Bisher stehen die Zeichen gut, wenn auch das Herzstück der Vielseitigkeit, die Geländestrecke, noch abgewartet werden muss. Sie steht erst am Samstag beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, auf dem Programm. An der Spitze liegt weiterhin Bettina Hoy auf ihrem WM-Goldpferd Ringwood Cockatoo. Im Springen musste sie einen Fehler verbuchen und landete auf Rang 17, in der Gesamtwertung führt sie nach ihrem Spitzen-Dressurergebnis jedoch weiterhin mit insgesamt 33.40 Punkten. Das beste Springergebnis hatte Kai-Steffen Meier auf der Trakehner Stute TSF Karascada mit fehlerfreien 80.78 Sekunden geliefert. In der Gesamtwertung liegt er jedoch auf Rang 22.

Platz zwei der laufenden Gesamtwertung im DHL-Preis hält die Australierin Lucinda Fredericks auf Headley Britannia mit 41.50 Punkten vor dem Niederländer Tim Lips auf Van Schijndels Owaola. Die Nationenpreiswertung führt Deutschland mit 120.30 Punkten vor Großbritannien mit 160.70 Punkten und Frankreich, die 175.50 Punkte erzielt hatte.
 

„Kids ask Pros“

 
Kinderpressekonferenz im Rahmen des CHIO 2009

"Wie schnell kann ein Pferd rennen?" und "Wie feiert ihr die Geburtstage eurer Pferde?". Solch ungewöhnliche Fragen und zahlreiche junge Fans sorgten heute für eine fröhliche Atmosphäre im Soerser Zelt auf dem Gelände des CHIO in Aachen. Die Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum, der Bundestrainer der Springreiter Otto Becker und der Dressurreiter Matthias Alexander Rath stellten sich bei der "Kids ask Pros"-Kinderpressekonferenz den neugierigen Fragen der Kinder.

Am heutigen Nachmittag fand zum ersten Mal die nicht ganz alltägliche Pressekonferenz "Kids ask Pros" statt. Vierzig der "kleinen" Fans im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren durften ihr Können als Nachwuchsreporter unter Beweis stellen und Matthias Alexander Rath, Otto Becker und Meredith Michaels-Beerbaum Löcher in den Bauch fragen. Die Reiter wurden von den kleinen Reportern begeistert begrüßt und stellten sich geduldig den neugierigen Fragen: "Wie fliegen Pferde im Flugzeug?", "Woran hast du gemerkt, dass Shutterfly ein besonders gutes Springpferd ist?" oder "Wie viele Stunden am Tag sitzt ihr im Sattel?".

Für die Reiter war es eine willkommene Abwechslung. So waren nicht nur die Kinder hellauf begeistert, sondern auch den Reitern war der Spaß an der besonderen Veranstaltung anzusehen. "Die Idee von Mercedes-Benz eine Kinderpressekonferenz im Pferdesport ins Leben zu rufen, finde ich großartig, denn bei den Kindern liegt die Zukunft. Natürlich war ich im Vorfeld etwas nervös, da ich nicht wusste, welche Fragen mich erwarten würden. Umso mehr hat es mich gefreut, dass so liebe und auch überraschende Fragen gestellt wurden", so Mercedes-Benz Markenbotschafterin Meredith Michaels-Beerbaum. Natürlich waren die drei Hauptakteure danach noch gefragte Autogrammgeber und standen für ein gemeinsames Foto zur Verfügung.

"Kids ask Pros" ist seit einigen Jahren ein fest verankerter Bestandteil des Mercedes-Benz Sportpresse Clubs bei ausgewählten Heimspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sowie im Bundesligafinale des VfB Stuttgarts. Heute wurde zum ersten Mal eine Kinderpressekonferenz im Rahmen einer Reitsportveranstaltung durchgeführt. Eine Veranstaltung, die sicherlich eine Fortsetzung finden wird.
 

Deutsches Duo aus Thomas Weinberg und Michael Brauchle siegt im Jump&Drive

 
Actionreiche Spannung und begeisterte Zuschauer

Wohl kaum eine Prüfung reißt die Zuschauer so mit, wie das Jump & Drive beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Und damit die Spannung bis zum Schluss hielt, gab das letzte Duo alles und erzielte die schnellste Zeit mit 124.99 Sekunden: Damit hießen die Sieger im Jump & Drive Thomas Weinberg und der Vierspännerfahrer Michael Brauchle. Nicht der erste Sieg für das Duo: Die beiden gewannen bereits im Vorjahr im Jump & Drive. Thomas Weinberg, 22-jähriger Profireiter aus Herzogenrath, scheint ein Abo auf den Sieg zu haben: Er siegte bereits 2007 in Kombination mit Werner Ulrich. Auch Michael Brauchle scheint das Siegen zu liegen: Gerade 18 Jahre alt, gewann er 2008 die Marathonfahrt beim CHIO Aachen und sorgte damit für eine große Überraschung unter den erfahrenen Profis. "Brauchle hat viel Talent", titelte der Bundestrainer der Vierspänner, Ewald Meier, damals.

Rang zwei ging an das Team aus dem schwedischen Fahrer Tomas Eriksson und Peder Fredericson (0 Fehler/126.86 Sekunden) vor der Kombi aus Nationenpreisreiter Carsten-Otto Nagel/Wedel und dem ungarischen Fahrer Lajos Moro.
 

Schwede Tomas Eriksson siegt im ZENTIS-Preis, Hindernisfahren „Jagd um Punkte“

 
Plücker wird Zweiter, Schweizer Ulrich auf Rang 3

Tomas Eriksson setzte im ZENTIS-Preis, dem Hindernisfahren "Jagd um Punkte", ganz auf Nummer sicher: Die Rechnung des Schweden ging auf, mit seinen Pferden Filur, Monzo, Rachi Rødslev und Speedy erzielte er die meisten Punkte. Mit 1.760 Punkten setzte er sich in 214.57 Sekunden an die Spitze der 24 Starter beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Der 1962 geborene Eriksson, der zweimal Doppel-Gold bei den Weltmeisterschaften in Stockholm und Wolfsburg holte, hat den CAIO Aachen bereits viermal gewonnen und erhielt drei Jahre lang in Folge den Top Drivers Award.

Platz zwei ging an den 27-jährigen Christian Plücker/Waldeck (1.730 Punkte, 196.83 Sekunden) vor dem Schweizer Werner Ulrich (1.690/219.82). Ulrich zählt mit zu den Favoriten in der kombinierten Einzel- und Teamwertung, die morgen den Wohnwelt Pallen Marathon sowie am Sonntag den Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, das Hindernisfahren mit Stechen, beinhaltet.

Ausgeschieden im ZENTIS-Preis, Hindernisfahren "Jagd um Punkte" sind Rainer Duen/Friesoythe und der Niederländer Ijsbrand Chardon, der die kombinierte Wertung in Aachen bereits elf Mal gewonnen hat.

02.07.2009

Höhepunkte am Freitag: Drei Disziplinen im Hauptstadion

 
Neben den Springreitern sind auch Fahrer und Vielseitigkeitsreiter zu sehen
 
Als Höhepunkt des Tages gilt für die meisten Besucher wahrscheinlich der renommierte RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen ab 14.10 Uhr. Erneut werden die besten Sportler mit ihren Toppferden im Hauptstadion zu sehen sein. Denn die Prüfung ist auch ein Qualifikationswettbewerb für den ROLEX Grand Prix am Sonntag. Leicht wird es im von Frank Rotenberger anspruchsvoll gestalteten Parcours für die Weltelite sicher nicht.
Doch das Programm im Hauptstadion beginnt bereits ab 13 Uhr. Bevor die Springreiter allein in den Parcours gehen, teilen sie sich den Rasen mit den Fahrern. "Jump & Drive" gehört nicht nur zu den beim Publikum beliebtesten Prüfungen, es ist gleichzeitig eine der rasantesten. Der Clou: Jedes Team besteht aus einem Springreiter und Fahrer. Zunächst überwindet der Reiter einen Parcours mit acht Hindernissen. Danach gilt es schnellstens vom Pferd zu springen und zum Fahrer auf den Kutschbock hinauf. Dann preschen beide durch den Hindernisparcours.
Im Anschluss an den zwischenzeitlichen RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen folgt ein weiteres Highlight: Die Vielseitigkeitsreiter zeigen sich bei der zweiten ihrer drei Teilprüfungen, dem Springen, ab 17.15 Uhr im DHL-Preis. Am Samstag starten sie dann ins Gelände.
 

Frankreich triumphiert im Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™

 
Deutsche und Niederländer vor 40.000 Zuschauern auf Platz 2
 
Frankreich hat das Flutlicht-Spektakel beim CHIO Aachen gewonnen: Im Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™, lagen die Franzosen am Ende fehlerlos und souverän vor Deutschland und den Niederlanden auf dem gemeinsamen zweiten Platz (jeweils vier Fehlerpunkte).

40.000 Fans im ausverkauften Hauptstadion hatten dabei für eine knisternde Atmosphäre gesorgt. Das neu sortierte deutsche Team in der Besetzung Marcus Ehning auf Plot Blue, Philipp Weishaupt auf Souvenir, Carsten-Otto Nagel auf Corradina und Meredith Michaels-Beerbaum auf Checkmate zeigte dabei vor heimischer Kulisse eine überzeugende Leistung. Michaels-Beerbaum war dann auch zufrieden. "Wir hatten eine super Mannschaft, das hat mir als letzter Starterin Sicherheit gegeben." Fehlerlos war sie auch in der zweiten Runde durch den Parcours gegangen und hatte damit Platz 2 gesichert.

Der Sieg der Franzosen war allerdings bereits nach dem dritten der vier Reiter im zweiten Umlauf entschieden, als ihnen als einzigem Team erneut drei fehlerfreie Ritte gelangen. Lediglich die Deutschen hätten ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen können, doch Carsten-Otto Nagel und Corradina rissen ausgerechnet am vorletzten Hindernis. "Das passiert halt, eigentlich waren wir sehr gut unterwegs", meinte Nagel anschließend. Pénélope Leprevost auf Jubilee D´Ouilly, Roger-Yves Bost auf Ideal de la Loge, Timothée Anciaume auf Lamm de Fetan und Kevin Staut auf Kraque Boom sind die erste französische Equipe, die seit 1990 in Aachen gewinnen konnte.

"Großen Spaß" hatte Peter Alexander Trettin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Mercedes-Benz Vertriebsorganisation Deutschland an diesem Abend in Aachen. "Wir haben tollen und spannenden Sport in einer unglaublichen Atmosphäre erlebt." Von Sport und Stimmung beeindruckt zeigte sich auch Mohammad Al Khayat, Commercial Director Meydan: "Das war definitiv nicht unser letzter Besuch hier in Aachen", versprach er während der mitternächtlichen Pressekonferenz.

In diesem Jahr wurde der Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™ erstmals mit den zehn statt den acht besten Teams der Welt veranstaltet: Am Start waren die Mannschaften Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Italiens, Großbritanniens, der Niederlande, Schwedens, der Schweiz und der USA. Dabei konnten sich Italien und Großbritannien nicht für den zweiten Umlauf qualifizieren.

Die Prüfung feiert in diesem Jahr zwei ganz besondere Jubiläen: Vor genau hundert Jahren ist der erste Nationenpreis weltweit veranstaltet worden, vor genau achtzig Jahren der erste in der Aachener Soers.
 

Niederländischer Sieg im Lambertz Nationenpreis

 
Deutschland gewinnt Silber vor Großbritannien in der CDIO-Mannschaftswertung

Die Freude war groß bei den Niederländern: Zum zweiten Mal unterbrachen sie die deutsche Dominanz im Lambertz Nationenpreis und setzten sich mit 212.25 Prozent an die Spitze vor Deutschland mit 210.213 Prozentpunkten und Großbritannien, die 205.575 Prozentpunkte erzielt hatten. Damit ging die CDIO Mannschaftswertung beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, zum zweiten Mal in der Geschichte seit 1997 an die Niederlande.

"Wir sind sehr froh, hier gewonnen zu haben", freute sich Hans Peter Minderhoud, der auf der KWPN Stute Exquis Nadine mit 72.46 Prozent das stärkste Ergebnis seiner Team-Mitglieder geliefert hatte. "Ich habe ein wenig gemischte Gefühle, ich freue mich natürlich über unseren Teamsieg, aber hätte auch im Einzel gerne gewonnen", so Anky van Grunsven, die 71.36 Prozent auf Salinero erzielte. Das Team komplettierten Marlies van Baalen auf BMC O'Jay DVB (68.42) und Sander Marijnissen auf Moedwill, der mit 65.70 Prozent das Streichergebnis lieferte. Die Niederlande hatten bereits 2005 den Sieg erzielt.

Mit 210.21 Prozentpunkten für Deutschland war der Abstand zwischen beiden Nationen knapp. "Unser Team hat sich hier unter seiner Leistung gezeigt. Alle Paare können weit bessere Ergebnisse erzielen, wir müssen uns jetzt in Ruhe an die Analyse machen", sprach ein enttäuschter Holger Schmezer, Bundestrainer der Dressur. Das beste Ergebnis hatte der jüngste Reiter Matthias Alexander Rath mit 71.362 Prozent auf Sterntaler-Unicef erzielt vor Heike Kemmer, die mit Bonaparte 70.723 Prozent erritt. Das Streichergebnis lieferte Ellen Schulten-Baumer auf Donatha mit 67.787 Prozent. "Ich hätte Herzi hier noch mehr helfen müssen, er war hier doch beeindruckt von der gewaltigen Atmosphäre", so Ulla Salzgeber, die mit dem Rheinländer Herzruf's Erbe 68.128 Prozent erreicht hatte.

Rang 3 belegte Großbritannien mit 205.575 Prozent. Stärkstes Team-Mitglied war die in Deutschland lebende Emma Hindle auf Lancet mit 70.426 Prozent. Das Team komplettierten Carl Hester mit dem Holsteiner Liebling II (69.277), Laura Bechtolzheimer auf Andretti H, die mit 64.085 Prozent das Streichergebnis lieferte und Fiona Bigwood auf Wie Atlantico (65.872).
 

Cian O’Connor siegt im Preis des Handwerks

 
Irischer Sieg, Carsten-Otto Nagel bester Deutscher

Ihr Vater schaffte das Kunststück, dreimal in Folge den Weltcup der Springreiter mit Rodrigo Pessoa zu gewinnen: Baloubet du Rouet ist der Vater von Baloufina, die im Preis des Handwerks von Cian O'Connor zum Sieg gesteuert wurde. Sie absolvierte den Parcours beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, mit 63.32 Sekunden in der schnellsten Zeit. Platz zwei belegte der Franzose Roger-Ivey Bost auf der Selle Francais-Stute Kire Royal Star (64.22) vor dem Belgier Philipp de Jeune auf Leo Du Prairial (66.96).

Bester deutscher Starter war Carsten-Otto Nagel, der mit der Holsteiner Concerto II-Tochter Natalie auf den vierten Platz gelangte (67.28).
 

Cassio Rivetti gewinnt erneut im zweiten Teil des Sparkassen-Youngsters-Cups

 
Marcus Ehning mit belgischem Pferd bester deutscher Starter

Er stammt aus Brasilien, reitet für die Ukraine und trainiert in Frankreich: Cassio Rivetti kann sein Leben wahrhaft international nennen. Mit seinem achtjährigen Hannoveraner Hengst Sandy, Sohn von Eva Bitters internationalem Springstar Stakkato, setzte er sich im Sparkassen-Youngsters-Cup erneut an die Spitze. Damit holte er sich in fehlerfreien 64.24 Sekunden seinen zweiten Sieg beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. "Sandy ist sehr einfach, er gibt mir ein tolles Gefühl und bekommt mit jedem Start mehr Erfahrung", so Rivetti, der auf den Weltreiterspielen 2006 seinen ersten Start in Aachen verbuchen konnte.

Rang zwei ging an die erst siebenjährige KWPN-Stute Voulez-Vous unter dem Niederländer Marc Houtzager. Die Schimmelstute beendete den Parcous wie insgesamt 15 Pferde fehlerfrei in 66.44 Sekunden. Hinter Lauren Hough aus den USA, die die Goodtimes-Tochter Available Versace in 66.56 Sekunden durch den Parcours steuerte, platzierte sich Marcus Ehning/Borken mit dem belgischen Hengst Jewel's Carat. Für den werdenden Vater hieß es Platz vier in 66.91 Sekunden. Rang fünf belegte die Westfalenstute Carmelita, eine Tochter von Otto Beckers früherem Erfolgspferd Cento. Unter Ludger Beerbaum absolvierte sie die Runde in 67.08 Sekunden.

Der Sparkassen-Youngsters-Cup wird am am Samstag mit dem Sparkassen-Youngsters-Cup-FINALE (14.45 Uhr) fortgesetzt.
 

Boyd Exell gewinnt den TIME SHUTTLE-Preis

 
Australier vorne in der Dressurprüfung für Vierspänner

Im letzten Jahr hatte Boyd Exell noch Pech, als seine Kutsche bei einem Sturz auf der Geländestrecke umkippte, dieses Jahr scheint den Vierspännerfahrer das Glück beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, nicht zu verlassen: Mit 76.5 Prozent gewann der Australier aus Leicester den TIME SHUTTLE-Preis. In der Dressurprüfung für Vierspänner konnte er sich mit seinen Pferden Monty, Winston, Capone II und Rambo an die Spitze des Felds setzen. Boyd Exell hat 2008 das Finale des FEI World Cups in Schweden gewonnen und startete sieben Mal bei Weltmeisterschaften. Der 36-Jährige ist verheiratet und hat bereits mit acht Jahren mit dem Fahrsport begonnen.

Rang zwei ging an den Niederländer Ijsbrand Chardon, der 74.8 Prozent erzielt hatte und seine Pferde Argus, Isovlas Paganini, Isovlas Tango und Zidane angespannt hatte. Der 48-Jährige hat bereits dreimal Weltmeisterschafts-Gold gewonnen und war 19-mal Niederländischer Meister. Der vierfache Familienvater lebt in AC Den Hoorn. Hinter dem Niederländer Theo Timmermann platzierte sich auf Rang vier mit Christoph Sandmann der beste deutsche Fahrer.
 

Die kleinsten Fans interviewen Anky van Grunsven

 
Dressurstar zu Besuch im „ROBY CLUB“

Heute hat Anky van Grunsven ihre Pferde im Dressurviereck bestens unter Kontrolle. "Aber mein erstes Pony ist immer weggelaufen. Oft bin ich aus der Schule nach Hause gekommen und musste es auf der Wiese erst suchen." Die mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin aus den Niederlanden hatte beim CHIO Aachen einen ganz besonderen Termin: Sie stellte sich den Fragen der vier- bis zwölfjährigen Kinder im "ROBY CLUB". Hier kann der Nachwuchs von Turnierbesuchern aber auch von Sportlern gemeinsam spielen, während die Eltern sich die Wettbewerbe anschauen oder auf Einkaufstour in der Ladenstraße sind.

Und natürlich wollen die Kinder alles ganz genau wissen: Warum hat sich Anky denn für die Dressur entschieden? "Weil ich beim Springen zu viel Angst vor den hohen Sprüngen habe", lachte die 41-Jährige. Wie steht es mit dem Fliegen. Ist das für sie oder ihr Pferd unangenehmer? "Für meine Pferde ist das gar nicht schlimm, weil es für sie ruhiger ist als im Lkw zu fahren. Ich dagegen habe ein bisschen Flugangst." Was macht eine Anky van Grunsven, wenn sie mal nicht reitet? Hat sie Hobbys? "Im Mittelpunkt stehen dann meine beiden Kinder. Aber ich lese auch gern mal ein gutes Buch." Logisch, dass sich Kinder im ROBY CLUB auch Autogramme des Dressurstars holten.

Wer es verpasst hat: Auch in den kommenden Tagen wird es immer wieder Frage- und Autogrammstunden mit bekannten Pferdesportlern geben. Der ROBY CLUB liegt im Soerser Winkel hinter der NETAACHEN-Tribüne und ist am Donnerstag noch bis 20 Uhr geöffnet, am Freitag und Samstag zwischen 10 und 18 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr. Ein 20-köpfiges Team betreut die Kinder zwischen vier und zwölf Jahren mit Mitmach-Spielaktionen, Abenteuerspielen oder in der "Schminkeria". Der ROBY CLUB wird in Zusammenarbeit von CHIO Aachen und ROBINSON angeboten.
 

Dänin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein vorn im HAVENS Pferdefutter-Preis

 
Matthias Alexander Rath bester Deutscher auf Platz vier im Grand Prix CDI

Hochsommerlich heiß waren die Temperaturen im Grand Prix CDI, dem HAVENS Pferdefutter-Preis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009. Einigen Pferden macht die Hitze zu schaffen, nicht so dem 13-jährigen Rubinstein-Sohn Rigoletto. "Das war unglaublich, er war vom ersten Schritt an mit mir und voll konzentriert", freute sich die Siegerin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein, die sich als letzte Starterin mit 72.128 Punkten ganz nach vorne ritt. Damit stieß sie den mit 71.745 Punkten vorne liegenden Niederländer Hans Peter Minderhoud vom sicher geglaubten Sieg. "Exquis Escapado lief hier sehr gut, wir hatten leider einen Fehler in den Zweierwechseln. Ich habe dieses Pferd nach der Europameisterschaft in Hagen 2005 übernommen und hatte leider bisher oft Pech, dass er ausfiel, es war immer ein Auf und Ab, dabei hat er sehr viel Qualität", so der Niederländer über seinen Oldenburger Ex Libris-Sohn. Lange Zeit ganz vorne lag ein ganz in der Nähe von Aachen zur Welt gekommener Rheinländer: Der Fidermark-Sohn Favourit wurde von der Zuchtstätte Eberhard Schulte-Böker auf Gut Muthagen in Geilenkirchen gezogen und startet nun mit seiner Reiterin Tinne Vilhelmson-Silven unter schwedischer Flagge. Mit 69.362 Prozent landete das Paar schließlich auf Rang drei.

Das beste Ergebnis aus deutscher Sicht erzielte Matthias Alexander Rath auf dem KWPN-Wallach Triviant. Rang sechs ging an Carola Koppelmann auf Le Bo. "Man merkte Le Bo die Hitze schon an, er hätte noch etwas frischer und gehfreudiger sein können. Besonders für ältere Pferde, und er ist ja schon 16, war das eine anstrengende Prüfung", so Koppelmann. Mit 67 Jahren der älteste Starter im HAVENS Pferdefutter-Preis war der Japaner Hiroshi Hoketsu, der sich mit seiner Hannoveraner Stute Whisper von Wolkenstein auf dem siebten Platz landete. Dafür hat der ehemalige Geschäftsmann aus Tokyo mit die kürzeste Anreise: Er trainiert auf Gut Roßheide bei Ton de Ridder, nur wenige Kilometer von der Soers entfernt.
 

Sonnencreme, leichte Kleidung und viel trinken

 
Tipps von Medizinern zur Hitzewelle in der Soers

Die Sonne verwöhnt den CHIO Aachen schon seit Tagen und auch die Aussichten sind bestens. Doch bei Temperaturen um die 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit können auch zu gesundheitlichen Problemen bei den Turnierbesuchern führen. "Wir behandeln derzeit immer wieder Menschen mit Kreislaufproblemen", sagt Professor Dr. Karl-Walter Zilkens vom Universitätsklinikum Aachen (UKA).

Seit 1999 koordiniert Zilkens den Sanitätsdienst beim Turnier, für den das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter zum Einsatz kommen. Wie also kann man sich, außer mit Sonnencreme, am besten schützen? "Zwei Dinge sind besonders wichtig", erklärt Professor Dr. Zilkens. "Zum einen sollte man viel trinken. Und zwar am besten Wasser, das sich noch viel besser als Säfte eignet. Zum anderen sollte jeder auf die richtige Kleidung achten." Dazu gehöre auch ein Kopfschutz. "Zu empfehlen ist ansonsten weite Kleidung, die atmungsaktiv ist. Wenn der Schweiß nicht entweichen kann, droht sonst eine Erkältung", betont Zilkens.

Den Reitsportfans, die den ganzen Tag über auf den Tribünen sitzen, empfiehlt der Professor, zwischendurch aufzustehen und sich die Beine zu vertreten. "Sonst staut sich das Blut in den Füßen." Nicht dramatisch, aber doch unangenehm sind die Blasen, die sich viele Besucher an den Füßen gelaufen haben. "Viele machen den Fehler, mit Ledersandalen und ohne Socken unterwegs zu sein." Durch den Schweiß und die Reibung bleiben Blasen nicht aus.

Je nach Anzahl der Prüfungen und der Besucher sind auf dem Turniergelände bis zu 140 Mitarbeiter des DRK, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter unterwegs. Auch ehrenamtliche Turnierärzte verschiedener Krankenhäuser engagieren sich: Sechs Ärzte sitzen auch auf den Tribünen im Publikum, um bei Notfällen schnell eingreifen zu können. Hinzu kommen zwei Notärzte. Fünf Rettungswagen stehen bereit, um bei Notfällen den schnellen Transport ins Uniklinikum zu gewährleisten.

Einfache Beschwerden können aber direkt vor Ort behandelt werden: Im Medical Center in der Mercedes-Benz Tribüne des Hauptstadions. Von der Rückseite / der Ladenstraße aus gesehen ist es ganz rechts zu finden, am Übergang zur NETAACHEN-Tribüne.

01.07.2009

Höhepunkt am Donnerstag: Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™.

 
Nationenpreis seit 80 Jahren einer der Publikumsmagneten

Vor genau 80 Jahren feierte der Nationenpreis seine Premiere in Aachen. Der heutige Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™. ist ein Flutlicht-Spektakel, bei dem die Springreiter nicht nur für ihr eigenes Renommee in den Parcours reiten. Hier kämpfen sie mit dem Team gemeinsam, für ihr jeweiliges Land. Unterstützt von den Fans auf den Tribünen, die mit vielen Fahnen für eine Art "Länderspiel"-Atmosphäre sorgen. Rekordsieger ist das deutsche Team mit 26 Triumphen in den achtzig Jahren, davon vier in den vergangenen fünf Jahren. Donnerstagabend ab 19.30 Uhr trifft die "Heimmannschaft" auf die Vertreter Belgiens, Frankreichs, Großbritanniens, Irlands, Italiens, der Niederlande, Schwedens, der Schweiz und der USA.
Außerdem fällt heute auch ab 16.45 Uhr die Entscheidung in der zweiteiligen Nationenpreiswertung in der Dressur, im Lambertz Nationenpreis. Hier erwarten viele Experten den heißen Zweikampf zwischen der deutschen und der niederländischen Equipe.


Ashlee Bond die Schnellste im WARSTEINER-Preis

 
US-Amerikanerin setzt sich im Stechen durch

Er ist eine der wichtigsten Prüfungen beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli): Der WARSTEINER-Preis, Preis von Europa. In die lange Siegerliste mit Reitsportlegenden konnte sich am Mittwoch Ashlee Bond einreihen. Auf Cadett ließ die US-Amerikanerin die übrige Weltspitze im Stechen hinter sich (0 Fehler / 45.93 Sekunden). Den zweiten Platz sicherte sich die Französin Pénélope Leprevost auf Mylord Carthago (0 / 47.49), Rang 3 Weltmeister Jos Lansink (BEL) auf Spenders S (0 / 47,81). Bester Deutscher wurde Carsten-Otto Nagel auf Lex Lugar als Siebter (0 / 49.56).

Nach dem Umlauf hatten insgesamt 14 Reiter das Stechen erreicht. Und Ashlee Bond, die in diesem Jahr zum ersten Mal beim CHIO Aachen reitet, sorgte nach ihrem zweiten Platz beim STAWAG-Preis am Dienstag erneut für Furore. Bislang war die 24-jährige Kalifornierin aus Los Angeles in Deutschland nur wenigen bekannt. "Für mich ist es eine riesige Ehre, überhaupt hier starten zu können", strahlte Bond dann auch über das ganze Gesicht. "Als ich das Stechen erreicht hatte, war ich ziemlich aufgeregt. Reiter wie Marcus Ehning oder Jos Lansink habe ich immer verehrt, ich bin quasi mit ihren Erfolgen aufgewachsen. Jetzt mit ihnen im Parcours antreten zu können ist einfach nur unglaublich." Jos Lansink jedenfalls hatte das Erfolgsrezept der 24-Jährigen durchschaut: "Sie war einfach vom Start bis ins Ziel schneller."
 

Deutsches Team startet als letztes beim Flutlicht-Spektakel

 
Auslosung für Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™

Losglück für das deutsche Team beim CHIO Aachen: Beim Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™, am Donnerstagabend (19.30 Uhr) wird die Equipe von Coach Otto Becker als zehntes und damit letztes Team an den Start gehen. Becker danke dann auch strahlend Mohammed Al Kawit, Meydan Director of Communications, der zusammen mit Turnierdirektor Frank Kemperman die Kugeln aus dem Lostopf zog. "Natürlich werden wir versuchen, unseren Vorjahressieg hier vor heimischer Kulisse zu wiederholen", sagte der Bundestrainer. "Aber bei dieser ganz speziellen Atmosphäre hier in Aachen, vor 40.000 Besucher unter Flutlicht, wird es nicht einfach." Becker kann mit Meredith Michaels-Beerbaum und Marcus Ehning auf zwei erfahrene Nationenpreisreiter zurückgreifen, für Carsten-Otto Nagel und Philipp Weishaupt wird es zumindest in Aachen die Premiere im Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™ sein.

Der internationale Pferdesportverband FEI feiert in diesem Jahr ebenso wie der CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein ein großes Jubiläum: Vor genau einhundert Jahren wurde der erste Nationenpreis überhaupt veranstaltet, vor genau achtzig Jahren der erste in Aachen. "Aachen hat so viele Standards gesetzt und setzt sie immer noch. Dafür möchten wir uns einmal ausdrücklich bedanken. Ebenso für das Engagement von Meydan, das in diesem Jahr unsere Serie erst möglich macht", sagte John Roche, FEI-Direktor für das Springreiten. Mohammed Al Kawit nannte es eine "große Ehre, ein Teil von alledem sein zu dürfen".

Die Startreihenfolge beim Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™:

01. Irland
02. Schweden
03. Niederlande
04. Frankreich
05. USA
06. Italien
07. Großbritannien
08. Belgien
09. Schweiz
10. Deutschland
 

WARSTEINER und der CHIO Aachen:

 
Sponsorship für drei weitere Jahre vereinbart

Warstein, am 1. Juli 2009 - Es ist im Jahr 2009 genau zehn Jahre her, dass die Warsteiner Brauerei Hauptsponsor des CHIO Aachen wurde. Das offizielle deutsche Nationenpreisturnier ist das hochkarätigste Reitsport Engagement der Warsteiner Brauerei und in jedem Jahr ein Spitzen-ereignis. Am 1. Juli 2009 verlängerte die Privatbrauerei jetzt den Sponsoringvertrag mit dem CHIO Aachen um drei weitere Jahre. "Wir freuen uns auf die Fortführung dieser erfolgreichen und vertrauensvollen Partnerschaft", so Catharina Cramer, Geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG.

Mit der Verlängerung des Sponsorships CHIO Aachen untermauert die Warsteiner Brauerei einmal mehr ihr Engagement im Reitsport. Auch in 2009 treffen sich beim CHIO Aachen die besten Nationenpreis-Equipen der Welt. Dort geht es um den renommierten Großen Preis und dort geht es zum Auftakt des internationalen Programms am Mittwoch stets um den Warsteiner Preis - Preis von Europa (1. Juli 2009; 14.15 Uhr; Springprüfung mit einmaligem Stechen; Hauptstadion). Etliche Spitzenreiter haben diese renommierte Prüfung bereits gewonnen. Überhaupt Aachen! Dieses Turnier ist ein besonderes Turnier - über Jahrzehnte gewachsen und fortentwickelt und Magnet für hunderttausende Zuschauer. Es ist gesellschaftlicher Treffpunkt ebenso wie Sportereignis und dabei eine perfekt organisierte Veranstaltung. Noch bis zum 5. Juli 2009 verwandelt der CHIO die Soers einmal mehr in die Pferdesport-Hochburg Europas.


Die Warsteiner Brauerei
Die Warsteiner Brauerei, gegründet 1753, zählt zu den größten Privatbrauereien Deutschlands. Ihr Flaggschiff ist die Marke WARSTEINER Premium Verum, die deutschlandweit zu den beliebtesten Biermarken zählt. Darüber hinaus gehören die Biermischgetränke WARSTEINER Premium Orange, Lemon und Cola*, WARSTEINER Premium Radler sowie WARSTEINER Premium Alkoholfrei zum Produkt-Portfolio.

Neben der Warsteiner Brauerei gehören zur Warsteiner Gruppe auch die Paderborner Brauerei Haus Cramer KG (Paderborner, Isenbeck, Weissenburg), die Herforder Brauerei (u.a. Herforder Pils, Herforder 50/50) sowie Beteiligungen an der König Ludwig GmbH & Co. KG Schlossbrauerei Kaltenberg (König Ludwig Dunkel, König Ludwig Weissbier), der Frankenheim Brauerei (Frankenheim Alt, Frankenheim Blue*) und an weiteren Brauereien im Ausland. Mittlerweile vertreibt die Warsteiner Gruppe ihre Produkte in über 60 Ländern der Welt.
* koffeinhaltig


Werner Ulrich siegt zum Auftakt der Fahrwettbewerbe

 
Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger beim CHIO Aachen

Zum Auftakt der Fahrwettbewerbe beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) hat der Schweizer Werner Ulrich ein erstes kleineres Ausrufezeichen gesetzt: Mit seinem Vierspänner gewann der Schweizer am Mittwoch die Einlaufprüfung in der Dressur. Bei Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger, lag er am Ende mit 70,2 Prozent vor dem Niederländer Koos de Ronde (69,8 Prozent) und dem Deutschen Christoph Sandmann (68,9 Prozent).

Ulrich dürfte auch zu den Favoriten in den kombinierten Einzel- und Teamwertungen beim CHIO Aachen gehören. Diese starten am Donnerstag mit der Dressurprüfung TIME-SHUTTLE-Preis und beinhalten auch den Wohnwelt Pallen Marathon am Samstag sowie den Preis der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG am Sonntag (Hindernisfahren mit Stechen).


Pius Schwizer holt sich den Preis des Kreises Aachen

 
Hauchdünner Vorsprung in der Siegerrunde

Pius Schwizer ist der Sieger im Preis des Kreises Aachen in memoriam Landrat Hermann-Josef Pütz. Bei der Springprüfung in einem Umlauf setzte sich der Schweizer auf Unique X CH in der Siegerrunde hauchdünn (0 / 42.64 sek.) vor Cassio Rivetti auf Cortaflex Billy Birr durch (UKR / 0 / 42.80). Platz 3 in der Prüfung am Mittwoch erreichte der Franzose Kevin Staut auf Brazil M (0 / 44.02).
 

Kein Blind Date

 
Brigitte Wittig gewinnt den Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände Aachen

Es war kein Blind Date, das Brigitte Wittig (Rahden) heute Morgen hatte. Denn die Dressurreiterin weiß spätestens seit dem Maimarkt-Turnier in Mannheim, welches Potential ihre erst siebenjährige Stute - die den Namen Blind Date trägt - hat. Es war die erste S-Dressur überhaupt, in der Brigitte Wittig die Stute vorstellte. In Mannheim feierte das Paar ebenso einen Sieg wie heute zum Auftakt der Dressurprüfungen beim "Weltfest des Pferdesports", CHIO Aachen: Mit 73.474 Punkten sicherten sich Wittig und Blinde Date den Sieg im Preis der VUV-Vereinigte Unternehmerverbände Aachen - Prix St. Georges. Besonders versüßt wird der Sieg nicht nur durch das Preisgeld, sondern vor allem durch die Abstammung der Fuchsstute: Blind Date stammt von Breitling W ab, jenem Hengst, mit dem Brigitte Wittig in internationalen Dressuren erfolgreich antrat.

Rang 2 ging an den Niederländer Hans Peter Minderhoud, der auf dem zehnjährigen Hengst Florencino 72,105 Punkte erzielte. Florencino ist ein niederländischer Sohn des westfälischen Stempelhengstes Florestan. Mit Weltmeyer hat auch der drittplatzierte Vierbeiner einen berühmten Dressurvererber zum Vater: Weltmeyers Junior, ein elfjähriger Hannoveraner-Wallach, wurde vorgestellt von Matthias Alexander Rath (Kronberg/71,789), der mit Sterntaler morgen für Deutschland im Nationenpreis starten wird.

Eine Premiere feierte Lokalmatador Johannes Rueben (Würselen-Broichweiden): Auch wenn es bei seinem ersten Start Platz 14 wurde, war der 28-Jährige mit seinem Pferd Wallenstein sehr zufrieden. "Ich wollte es natürlich besonders gut machen, vielleicht wollte ich deshalb zu viel", war Rueben selbstkritisch. Bis auf die Vierer-Wechsel, in die er einen kleinen Fehler einbaute, zeigte sein elfjähriger Hengst eine respektable Runde. Morgen sattelt Rueben wieder, dann aber Adventure in der sogenannten CDI-Tour.
 

Ukrainer gewinnt ersten Teil des Sparkassen-Youngsters-Cups

 
Bernardo Alves auf Platz 2, Marcus Ehning Dritter

Der Sparkassen-Youngsters-Cup ist für die besten Nachwuchspferde der Springstars eine ideale Möglichkeit, sich in der ungewohnten Atmosphäre des weiten Hauptstadions zu bewähren. Bei der ersten der drei Teilprüfungen am Mittwoch präsentierte sich der Hannoveraner Hengst Sandy unter Cassio Rivetti (UKR) in der besten Form und gewann den Umlauf fehlerlos in 61.34 Sekunden. Sandy ist ein achtjähriger Sohn von Stakkato, welcher unter der deutschen Topreiterin Eva Bitter Erfolge feiern konnte. Auf Platz 2 im Sparkassen-Youngsters-Cup kam der Brasilianer Bernardo Alves mit dem achtjährigen Belgischen Warmblut Bridgit (O Fehler / 62.26 sek.), Dritter wurde Marcus Ehning aus Borken auf Jewel´s Carat, ein siebenjähriges Belgisches Warmblut (0 / 63.42).

Der Sparkassen-Youngsters-Cup wird am Donnerstag (15 Uhr) mit der zweiten Teilprüfung und am Samstag mit dem Sparkassen-Youngsters-Cup-FINALE (14.45 Uhr) fortgesetzt.
 

Lindenstraßen-Star unterstützt das Therapeutische Reiten

 
„Glücks-Bringer“-Aktion sammelt Spendengelder

In der "Lindenstraße" spielt sie die "Gabi Zenker", die mit ihrer Taubheit zu kämpfen hat. "Insofern passt es doch, wenn ich mich hier für Menschen einsetze, die mit Behinderungen oder ähnlichen Problemen konfrontiert sind", sagte die Schauspielerin Andrea Spatzek beim Fototermin beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli). Seit Jahren arbeiten der CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) und der Förderkreis Behindertensport e.V. zusammen, um beim renommierten Reitsportturnier Gelder für den guten Zweck zu sammeln. Außerdem bieten ein Informationsstand und Vorführungen im Rahmenprogramm eine öffentliche Plattform.

"Glücks-Bringer" heißt die Charity-Kooperation, die allerdings weniger mit Glück als mit dem Einsatz vieler Helfer zu tun hat. Beispielsweise werden am Donnerstag und Samstag noch einmal Jugendliche mit ihren Sammelbüchsen ausschwärmen. "Wir sind sehr glücklich darüber, wie uns das Publikum hier in Aachen immer unterstützt", erklärte die DKThR-Vorsitzende Cornelia von Rüxleben-Plöger. In den vergangenen Jahren waren auf diese Weise mehrere zehntausend Euro zusammengekommen, außerdem bei der Reit-WM Aachen 2006 weitere 80.000 Euro. ALRV-Vizepräsident Carl Meulenbergh nannte es eine "Selbstverständlichkeit, dass wir uns für die Menschen einsetzen, denen es nicht so gut wie uns selbst geht".

Dazu gehört auch Paten mit einzubinden, die mit ihrer Prominenz die Aufmerksamkeit für das Therapeutische Reiten und den Behindertensport erhöhen. Andrea "Gabi Zenker" Spatzek könnte sich durchaus vorstellen, solche Aspekte in die "Lindenstraße" einfließen zu lassen. "Das wäre eine gute Idee. Wir sind ja in den vergangenen 25 Jahren auf alle möglichen gesellschaftlichen Probleme eingegangen. Das Therapeutische Reiten als Therapieform war definitiv noch nicht dabei", sagte die 50-Jährige, die selbst "vor langer Zeit" Reitstunden genommen hat.

30.06.2009

„Aber dann ging es doch noch schneller“

 
Der Brasilianer Bernardo Alves gewinnt den STAWAG-Preis

"Chupa Chup ist ein ganz spezielles Pferd. Er hat eine große Galoppade und ist meist schnell unterwegs", begründete Bernardo Alves seine schnell Runde strahlend. Im STAWAG-Preis, einen Springen auf Fehler und Zeit, war der Brasilianer am Dienstag beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen, auf seinem elfjährigen Wallach nicht nur fehlerfrei, sondern in einer Zeit von 67,43 Sekunden auch konkurrenzlos schnell unterwegs. "Der Parcours sah zu Beginn gar nicht so schwer aus, aber er hatte es in sich. Vor allem die dreifache Kombination war schwer", analysierte der Brasilianer den Parcours. "Als ich Ashlees Ritt gesehen habe, dachte ich, das war die Siegerrunde. Aber dann ging es doch noch schneller."
"Und doch hat er mich geschlagen." Die US-Amerikanerin Ashlee Bond schüttelte gespielt empört den Kopf - eigentlich war sie gut gelaunt, denn mit Platz 2 konnte sie bei ihrer CHIO-Premiere gut leben. Auf dem zwölfjährigen Holsteiner Cadett Z benötigte sie 1,52 Sekunden mehr als ihr Konkurrent. Die 24-Jährige ist in Deutschland relativ unbekannt. "Ich bin zum ersten Mal auf Europa-Tournee. Aber auch in den USA kennen mich nicht viele", berichtet die zierliche Amazone grinsend, die neben der Reiterei mit ihrer Firma eine eigene Modelinie herausbringt. "Sehr schön und sexy", nutzte sie gleich die Gelegenheit für etwas Werbung.
Lachender Dritter auf dem "Treppchen" im STAWAG-Preis war Marcus Ehning (Borken) auf Noltes Küchengirl. "Ich habe es etwas ruhiger angehen lassen. Mit zunehmenden Alter nimmt man sich eben mehr Zeit, als ich es mit der Stute in früheren Jahren getan habe", sagte der 35-Jährige grinsend in Anspielung auf nicht ganz geglückte Ritte bei der WM 2006 in Aachen und der EM 2007 in Mannheim. Ehning wirkt relaxt und glücklich - erst am vergangenen Mittwoch ehelichte er seine langjährige Lebensgefährtin, die frühere Voltigier-Weltmeisterin Nadia Zülow. "Jetzt bin ich ganz ruhig, denn Nadia ist auf dem Weg nach Aachen", verriet Ehning. Und in der derzeitigen Situation hat er seine frisch Angetraute lieber immer in der Nähe - in knapp zwei Wochen soll nämlich das erste gemeinsame Kind zur Welt kommen.
Auf dem Weg in die Klinik ist "No Mercy". das Pferd der Schweizerin Christina Liebherr hat sich im STAWAG-Preis vertreten. "No Mercy hat nach ersten Untersuchungen eine Sehnenverletzung und muss nun weiter untersucht und behandelt werden", teilte Turnierdirektor Frank Kemperman erste Ergebnisse der Tierärzte mit.
 

Fredricson gewinnt den NETAACHEN-Preis

 
Auftaktspringen beim CHIO Aachen 2009

Peder Fredricson heißt der erste Sieger bei den Springwettbewerben beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli). Der Schwede gewann am Dienstag den NETAACHEN-Preis auf Maloubet de Pleville fehlerlos in 65.45 Sekunden. Zweiter wurde der Brasilianer Bernardo Alves auf Kingly du Reverdy (0 Fehler / 65.69), Dritter der Brite Phillip Spivey auf Nenagh (0 / 68.41).
Als bester Deutscher konnte sich Lokalmatador Thomas Weinberg auf Ariella Rang 11 sichern (0 / 75.75). Insgesamt waren beim Auftaktspringen in der renommierten Aachener Soers 83 Starter in den Parcours gegangen.
 

Sehen und gesehen werden: Prominente Gäste auf der Media Night

 
Von Ralf Schumacher bis hin zu Hans-Dietrich Genscher

Gäste aus der Politik, der Wirtschaft, den Medien, der Kultur, des Sports und des Showgeschäfts: Die Media Night ist das gesellschaftliche Ereignis beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) - ein Sehen und Gesehen werden.

Und deshalb trafen sich am Dienstagabend hunderte Prominente im VIP-Zelt auf dem Turniergelände: Von DTM-Fahrer Ralf Schumacher, Formel-1-Reporter Kai Ebel und FDP-Chef Guido Westerwelle über den früheren Außenminister Hans-Dietrich Genscher, "Lindenstraßen"-Schauspielerin Marie Luise Marjan ("Mutter Beimer") und Prinzessin Xenia von Sachsen bis hin zum früheren Schwimmstar Franziska van Almsick, den Unternehmer Mario Ohoven und RTL-Moderatorin Ulrike von der Groeben.
 

CHIO Aachen feierlich mit Partnerland Flandern eröffnet

 
Abwechslungsreiche Show im Hauptstadion – 36.000 Zuschauer am Dienstag

Die Zuschauer klatschten im Takt, während die besten 24 Gespannfahrer der Welt auf dem Rasen als Weltpremiere eine gemeinsame Quadrille zeigten: Die offizielle Eröffnungsfeier des CHIO Aachen am Dienstag lockte wieder Reitsportfans aus aller Welt ins Hauptstadion. Über den ganzen Tag inklusive der sportlichen Wettkämpfe kamen 36.000 Besucher auf das Turniergelände.

Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier stand derweil das diesjährige Partnerland des Turniers, die belgische Region Flandern. "Der CHIO Aachen ist ein internationales Event, das Menschen und Nationen verbindet, wo neue Freundschaften geschlossen werden", erklärte dann auch Klaus Pavel, Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein.

Das geographisch eher kleine Flandern präsentierte im wahrsten Sinne von seiner "großen" Seite: Mit Stelzenläufern aus Merchtem und den bekannten "Dendermonder Riesen". Meterhohen, historischen Puppen, die sonst nur auf traditionellen Umzügen in Flandern zu sehen sind und sogar schon von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden sind. Groß ist ohnehin die Delegation, die in die Aachener Soers gereist ist: 350 Menschen und 200 Pferde zeigten die unterschiedlichen Facetten ihrer Heimat in der Eröffnungsfeier. Dazu gehören die Garnelenfischer aus Ostdünkirchen, die bei hochsommerlichen Temperaturen in ihren traditionell gelben Regenmänteln ins Hauptstadion einritten. Oder auch die Korkenzieher-Quadrille des flämischen Reiterverbandes. Viel Applaus erhielten gerade die Artisten, die auf ihren Pferden eine menschliche Pyramide zeigten: Gleich sechs Flamen kletterten neben und übereinander auf die Kaltblüter.

Aber auch die Niederländer gaben ein Gastspiel bei der Eröffnungsfeier. Drei Musikgruppen - die Philharmonie Sittard, die Maastrichter Verkennersband und das Jagdhorn- und Trompetercorps Edelweiß aus Heerlen - waren als Vertreter des World Music Contest angereist, das alle vier Jahre in Kerkrade veranstaltet wird. Und die Zuschauer? Sie klatschen im Takt.
 

„Das Silberne Pferd 2009“ geht an Pallas, Tegelhütter und Leyenberg

 
Begehrter Medienpreis von Franziska van Almsick verliehen

Inken Pallas, Jörg Tegelhütter und Hans-Joachim Leyenberg sind die Gewinner des "Silbernen Pferds 2009". Der renommierte Medienpreis wird alljährlich vom Deutschen Reiter- und Fahrerverband und vom Aachen-Laurensberger Rennverein beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) verliehen. Gewürdigt werden dabei die besten journalistischen Beiträge rund um den Pferdesport in den Kategorien TV, Hörfunk und Print. Übergeben wurde das mit jeweils 2600 Euro dotierte "Silberne Pferd" am Dienstagabend in der CHIO-Eröffnungsfeier - und zwar vom früheren Schwimmstar Franziska van Almsick. Als Ehrenpreis erhielten die Journalisten den "Pen of the year" aus dem Hause FABER-CASTELL. Das Luxusschreibgerät mit einem Schaft aus handgewobenem Rosshaar überreichte Geschäftsführer Daniel Barth.

Inken Pallas überzeugte die siebenköpfige Jury mit ihrer TV-Berichterstattung für die ARD von den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong. Jörg Tegelhütter zeichnete in seiner Reportage für die Hörfunkwellen der ARD die Erfolgsgeschichte der deutschen Eventing-Equipe nach: "In Hongkong endlich auf dem Olymp - Doppelgold für die Deutschen Vielseitigkeitsreiter". Hans-Joachim Leyenberg dagegen erzählte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter dem Titel "Blindes Vertrauen" die ungewöhnliche Geschichte einer jungen Reiterin, die mit ihrem blinden Pferd in Dressurwettbewerben startet.


Die Preisträger:

TV:
Pallas, Inken
"Berichterstattung Hongkong"
ausgestrahlt in der ARD, 05.08.2008 - 21.08.2008

Hörfunk:
Tegelhütter, Jörg
"In Hongkong endlich auf dem Olymp - Doppelgold für die Deutschen Vielseitigkeitsreiter"
Hörfunkwellen der ARD, 08.08.2008 - 13.08.2008

Print:
Leyenberg, Hans-Joachim
"Blindes Vertrauen"
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2008

29.06.2009

Höhepunkte am Dienstag:

 
Eröffnungsfeier und Start der Springprüfungen

Am Dienstag starten die Springreiter in die Wettbewerbe: Hier gilt es erste Ausrufezeichen für die Turnierwoche zu setzen. Um 9.30 Uhr gehen die weltbesten Reiter mit ihren Pferden beim NETAACHEN-Preis erstmals in den Parcours. Um 13.30 Uhr folgt der STAWAG-Preis: Dieser gehört bereits zu den Qualifikationsprüfungen für den ROLEX Grand Prix am Sonntag.
Bei der offiziellen Eröffnungsfeier des CHIO Aachen 2009 ab 17 Uhr wird sich insbesondere das diesjährige Partnerland Flandern präsentieren: Mit Garnelenfischern, Stelzenläufern, den berühmten Puppen - den Dendermonde Riesen - und mit 200 Pferden. Außerdem gibt es eine Weltpremiere: Die besten Gespannfahrer der Welt werden erstmals eine gemeinsame Quadrille zeigen. Auch die niederländische Nachbarstadt Kerkrade gibt ein Gastspiel: Wenige Tage vor Start des internationalen Musikfestivals World Music Contest sorgen Showbands und Orchester für die musikalischen Höhepunkte in der Soers.
 

Vorfreude auf Eröffnungsfeier am Dienstag

 
CHIO-Partnerland Flandern stimmungsvoll auf dem Aachener Markt begrüßt

CHIO-Maskottchen Karli tanzte mit einer Besucherin zur Stimmungsmusik von "YMCA" und Moderator Volker Raulf sprach von "Aachen im Sonnentaumel": Bei hochsommerlichen Temperaturen hat die Aachener Bevölkerung auf dem Markt das diesjährige Partnerland des CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) mit viel Applaus begrüßt. Und dabei gab Flandern mit vielen Fußgruppen und Pferden auch schon einen Vorgeschmack auf die offizielle CHIO-Eröffnungsfeier am Dienstag (17 Uhr).

Den schwierigsten Part hatten dabei wohl die Garnelenfischer aus dem an der Nordsee gelegenen Ostdünkirchen: Wie es ihrer Arbeit entspricht, ritten sie am Montag trotz der Hitze in langen gelben Regenmänteln über den Markplatz. Ins Schwitzen kamen auch die Stelzenläufer bei ihrem traditionellen flämischen Stelzenkampf, bei dem schließlich einer nach dem anderen auf dem Boden landete.

Ansonsten ging es aber betont freundschaftlich bei der Begrüßung der 350 Mann starken Delegation und den vielen Kaltblütern zu. Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden betonte, "wohl jeder Öcher ist schon mal in Flandern gewesen, einer wirklich stolzen Region". Klaus Pavel, Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein versprach der Menge "mit Unterstützung unserer flämischen Freunde ein fantastisches Turnier" und Ehrengast Kris Peeters, der flämische Ministerpräsident nannte "Aachen das Zentrum der Pferdewelt. Wer Aachen sagt, sagt Pferde. Wir sind sehr stolz, das Partnerland des CHIO sein zu dürfen." Nicht nur das löste großen Jubel aus: Auch die Gruppe von sechs Flamen, die auf Kaltblütern eine Pyramide vor der historischen Kulisse des Aachener Rathauses zeigte.
 

Überprüfung der grundsätzlichen Fitness

 
Alle 185 Springpferde bestehen den Vet-Check

Alle 185 gemeldeten Springpferde haben am Montag den obligatorischen Vet-Check der Veterinärkommission beim CHIO Aachen bestanden.

Bei einem Vet-Check wird der grundsätzliche Fitness- und Gesundheitszustand der angereisten Pferde überprüft. Damit wird ausgeschlossen, dass lahme Pferde oder Pferde, die vom Transport geschwächt sind, an den Wettbewerben teilnehmen.

28.06.2009

Aachen begrüßt das CHIO-Partnerland Flandern

 
Garnelenfischer, Stelzenläufer und viele Pferde auf dem Aachener Markt

"Hartelijk Welkom Vlaanderen": Flandern, das diesjährige Partnerland des CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli 2009), wird traditionell am Turniermontag, 29. Juni, auf dem Aachener Markt von den Bürgern begrüßt. Im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und Klaus Pavel, Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein, präsentieren sich ab 18 Uhr zahlreiche Pferde, Kutschen und Fußgruppen.

"Natürlich wünschen wir uns, dass so viele Menschen wie möglich aus der Region zum Markt kommen, um unseren flämischen Freunden unsere Gastfreundschaft zu zeigen", sagt Klaus Pavel. Schließlich gibt es auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf die offizielle CHIO-Eröffnungsfeier am Tag darauf (30. Juni, 17 Uhr, Hauptstadion), bei der das Partnerland im Mittelpunkt stehen wird. Auf dem Markt präsentieren sich bereits die berühmten Garnelenfischer aus dem an der Nordsee gelegenen Ostdünkirchen, Stelzenläufer oder auch Kaltblutgruppen. Außerdem werden Standartenreiter alle am Turnier teilnehmenden Nationen vertreten.

Die Route der flämischen Delegation zum Markt: Von Gut Kuckesrath in der Soers geht es über den Soerser Weg, über die Krefelder Straße und die Kreuzung Bastei, durch die Sandkaulstraße und die Großkölnstraße.


Kai Vorberg und Joanne Eccles triumphieren bei den Voltigierern

 
Deutschland II gewinnt den Nationenpreis

Kai Vorberg hat am letzten Tag der Voltigierwettbewerbe beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) zurückgeschlagen: Nach durchwachsenem Start am Freitag und Samstag, als ihn eine Knöchelverletzung behinderte, holte sich der Kölner am Sonntag doch noch den Sieg in der Herren-Einzelwertung. Und mit dem Team Deutschland II gelang ihm anschließend gleich noch der Triumph im Nationenpreis.

"Den Nationenpreis zu gewinnen, gerade hier in Aachen, ist ein toller Erfolg für unser Team. Ich habe gar nicht soviel dazu beigetragen", blieb der zweifache Weltmeister und amtierende Europameister bescheiden. Entscheidend sei gerade die Leistung seiner Kollegin Simone Wiegele und der Gruppenvoltigierer vom Team Beyer der JRG Köln gewesen, die mit Vorberg gemeinsam Deutschland II gebildet hatten (Wertnote 25,911). Platz 2 ging an Deutschland I mit Daniel Kaiser, Anja Barwig und dem Team RSV i.SC.36 Neuss-Grimlinghausen (25,670). Dritter wurde das Team Frankreich (24,632).

Den Sieg in der Herren-Gesamtwertung sicherte sich Vorberg quasi im letzten Moment. In der letzten Teilprüfung, der Technik, überzeugte Vorberg auf Sir Bernhard mit der besten Leistung und katapultierte sich noch vom vierten auf den ersten Platz (Wertnote insgesamt 8,185). Vor der letzten Entscheidung hatten fünf Sportler nahezu gleichauf gelegen. Zweiter wurde der Franzose Nicolas Andreani auf Idefix (8,152), Dritter Gero Meyer-Nutteln auf Grand Gaudino (GER / 8,102). Völlig überraschend war der Triumph für Vorberg selbst. "Ich kannte am Samstag den Zwischenstand nicht und hatte den Einzelsieg schon abgeschrieben. Als ich ihn am Sonntagmorgen erfuhr, war ich dann umso mehr motiviert."

In der Einzelwertung der Damen durfte sich Joanne Eccles erwartungsgemäß über den Gesamtsieg freuen. Nach der deutlichen Führung nach den ersten zwei Tagen reichte der Britin am Sonntag in der Technik ein dritter Platz um sich auf WH Bentley letztlich souverän mit der Wertnote 8,300 durchzusetzen. Rang 2 und 3 gingen an Deutsche: Zweite wurde Anja Barwig auf Magic Dream (8,110), Dritte Simone Wiegele auf Arkansas (8,094).

Im Preis der Sparkasse traten derweil die Teams an, die sich nicht für den Nationenpreis qualifiziert hatten. Hier gewann das Team I Habighorst Bordenau auf Bobby (GER / 8,336) vor Freisaal auf Robin (AUT / 7,571) und Groenendaal auf Robin Purina (NED / 7,224).

Frank Kemperman, Turnierdirektor des CHIO Aachen, zeigte sich von den Vorstellungen der Voltigierer begeistert. "Das waren spannende Wettbewerbe in einer tollen Atmosphäre. Das Voltigieren passt zum CHIO wie der Dom zu Aachen."
 

Soerser Sonntag zieht 37.500 Zuschauer aufs CHIO-Gelände

 
Tag der offenen Tür mit abwechslungsreichem Showprogramm

Familien und Reitsportfans flanieren entspannt über das Turniergelände, shoppen in der Zeltstadt und lassen sich vom Showprogramm unterhalten: Der Soerser Sonntag, präsentiert von WARSTEINER (28. Juni), ist der Tag der offenen Tür beim CHIO Aachen und hat auch in diesem Jahr 37.500 Besucher angelockt.

"Wir sind immer wieder begeistert, wie gut der Soerser Sonntag beim Publikum ankommt und dass er mittlerweile eine mehr als zehnjährige Tradition hat", sagte Klaus Pavel, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), beim Fassanstich. Ursprünglich sollte das Event nur einmalig 1998 zum hundertsten Geburtstag des ALRV organisiert werden. Doch der Erfolg machte den Soerser Sonntag zum festen Bestandteil des Turniers. Seit Anfang an sorgt die Warsteiner Brauerei dafür, das auch so manches Bier den Durst der zahlreichen Besucher löscht. "Der Soerser Sonntag ist Spaß und Spiel, zusammen mit einem leckeren Warsteiner. Also einfach Klasse", meinte Frank Kutsch von der Warsteiner Brauerei.

Der Tag begann mit dem ökumenischen Gottesdienst im Deutsche Bank Stadion (Thema: "Die Welt in Gottes Hand"). Nach dem Fassanstich gab es dann viele Pferde zu sehen: Mini Shettys, Fjordpferde und sogar eine Rassenparade der Vierbeiner. Die Polizeireiterstaffel NRW präsentierte ihre Arbeit mit den speziell geschulten Pferden. Die "Agility-Show" zeigte dagegen spektakulär ein tanzendes Hunderudel. Und drei Maskottchen waren als Glücksbringer für Kinderstaffeln dabei: CHIO-Maskottchen Karli, Alemannia Aachens Al-Aix und Barki vom Aachener Karnevalsverein. Die kleinsten Besucher freuten sich natürlich über die Möglichkeit, selbst beim Ponyreiten mal auf einen Vierbeiner zu klettern.
 

Strahlende Gewinner beim 18. Schaufensterwettbewerb

 
Preisverleihung beim CHIO Aachen

"Ein bisschen haben wir ja schon gehofft, dass wir in diesem Jahr mal ganz vorn landen", freute sich Cornelia Giesen. Die Goldschmiede ihres Mannes Thomas hat die Jury beim 18. Schaufensterwettbewerb zum CHIO Aachen am meisten überzeugt. Immerhin konnten sich die Aachener gegen 85 Konkurrenten durchsetzen, die ihre Schaufenster allesamt mit Motiven des diesjährigen CHIO-Partnerlands Flandern geschmückt haben. Die besondere Idee der Goldschmiede Giesen, angesichts der berühmten belgischen Fritten: Edle Pommesschalen und Ketchupflaschen in edelstem Gold zieren ihre Auslage. Als Belohnung für so viel kreative Arbeit dürfen sie jetzt unter anderem ein Wochenende in Erfurt verbringen. "Das ist super, da war ich noch nie", sagte Cornelia Giesen.

Doch beim CHIO-Schaufensterwettbewerb gibt es immer zwei erste Preise: Auch das Publikum - die Leser von Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung - stimmt über sein Lieblingsschaufenster ab. Hier gewann das Strasser Kaffeehaus in Herzogenrath.

"Aber es war schon toll, wie unglaublich kreativ wirklich alle Teilnehmer das Thema Flandern aufgegriffen haben. Sie alle gestalten unser Turnier auf ihre Weise mit", sagte Carl-Meulenbergh, Vize-Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), bei der Preisverleihung. Der Schaufensterwettbewerb wurde in diesem Jahr in Zusammenarbeit von ALRV, Zeitungsverlag Aachen, Märkte- und Aktionskreis City e.V. (MAC) und der Stadt Aachen organisiert. Unterstützt wurde die Fachjury auch von Experten der FH Aachen. Entscheidend war die Frage, welche Geschäfte in Punkto Kreativität, Unterhaltungswert, Themenbezug zum CHIO und handwerkliche Leistung besonders überzeugen konnten. "Wenn Gäste aus aller Welt unsere Region besuchen, dann gehört es sich ja auch, dass sie sich festlich herausputzt", meinte Aachens Bürgermeisterin Astrid Ströbele.


Die Gewinner und die Preise:

Jury-Wertung:

1. Platz: Goldschmiede Thomas Giesen, Aachen

" 2 Übernachtungen an einem Wochenende für 2 Personen inkl. Frühstück im Pullmann Erfurt am Dom
" 2-stündige Planwagenfahrt durch das Naturschutzgebiet Nettersheim für 18 Personen
" Sonntagsbrunch für 2 Personen im Kohlibri (KOHL automobile GmbH)


2. Platz: Bücherinsel St. Donatus, Aachen

" Zwei Übernachtungen im Komfort-Doppelzimmer, inklusive der Teilnahme am Frühstücksbuffet und Benutzung vom Fitness- und Wellnessbereich im Queens Hotel Hannover
" 3-Gänge Menü für zwei Personen und eine Flasche Wein im Essperiment - Lersch's Restaurant
" Tagesaufenthalt inkl. Sauna für 2 Personen in den Carolus Thermen Bad Aachen


3. Platz: "Kochzeit", Aachen

" Zwei Übernachtungen inkl. Frühstück im Ibis Reading Centre, England
" Zwei Gourmetüberraschungsmenüs für zwei Personen in der Alten Feuerwache in Würselen


Publikumspreis:

1. Platz: Strasser Kaffeehaus, Herzogenrath
2. Platz: Bücherinsel St. Donatus, Aachen
3. Platz: Sonnenblume, Herzogenrath

Die 3 Preise:

" 2x ein Drei-Gänge-Menü für 6 Personen im Restaurant Kohlibri
" 3 Übernachtungen mit Frühstück für 2 Personen im DZ im Hotel "Senator" im Zentrum von Hamburg. U.a. erwartet den Gewinner der Besuch des Musicals "König der Löwen"
 

Zwischen Jana Bond und der „Amboss-Polka“

 
Hinrich Romeike und Co. begeistern beim Konzert „Pferd & Sinfonie“ im Deutsche Bank Stadion

Den befürchteten Wolkenbruch gab es tatsächlich, allerdings ganz musikalisch. Nachdem der Himmel am Samstagabend pünktlich zum Start von "Pferd & Sinfonie" aufgeklart war, ließ das Aachener Sinfonieorchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch das Deutsche Bank Stadion mit dem Gewitter aus Rossinis Oper "Wilhelm Tell" erzittern. Und wie es sich für das Konzert-Highlight im Rahmenprogramm des CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) gehört, gingen zur stürmischen Musik bekannte Reiter in den Parcours: Niemand Geringeres als die deutsche Vielseitigkeitsequipe, die Goldgewinner von Hongkong, setzte die kraftvollen Töne in kraftvolle Sprünge um.
Hinrich Romeike, Ingrid Klimke, Frank Ostholt sowie der aktuelle Shootingstar Sandra Auffarth wurden dann so von den Besuchern bejubelt, dass sie auf der Ehrenrunde mit weißen Taschentüchern winkten - eigentlich die Aachener Tradition beim "Abschied der Nationen". Mit Ingrid Klimke gab es kurz darauf das Wiedersehen, als sie ihre neue, von der Aachener Choreographin Renate Dahmen entwickelte Dressur-Kür zum Frank-Sinatra-Medley uraufführte.
"Leider kommt im Sommer nie ein neuer Bond-Film heraus", meinte Volker Raulf, der das Konzert zusammen mit Kai Weßler vom Theater Aachen moderierte. "Aber in Aachen ist das anders. Wir haben eine harte Frau, Jana Bond." Nachdem eben jene Jana Bond, die Aachener Dressurreiterin Jana Kun, im Viereck reihenweise Agenten der Tanzschule Jungschläger zur Musik von "Goldfinger" ausgeschaltet hatte, zeigte sie ihre Wandlungsfähigkeit im Zusammenspiel mit Voltigierweltmeister Kai Vorberg. Als Piraten verkleidet zeigten sie zum Titelstück aus "Fluch der Karibik" sowie zu Tom Jones´ "Sex Bomb", wie gut sie auch die Disziplin des jeweils anderen beherrschen.
Doch sind beim Konzert "Pferd & Sinfonie" nicht nur die großen Stars zu sehen, sondern auch immer regionale Gruppen, die sich ebenfalls Monate auf den einen Moment vorbereiten: Während die Reiter des Dressur- und Ausbildungsstalls Dahmen - ihre Chefin Renate Dahmen ist für die Gesamtchoreographie verantwortlich - alte Bekannte sind, war es für die 27 Hufschmiede aus der Region eine Premiere. Sie hatten ihre schweren Ambosse und Hammer auf den Platz geschleppt, um das Sinfonieorchester bei Albert Parlows "Amboss-Polka" zu unterstützen. Zweispänner zeigten zu Tschaikowskys "Dornröschen" einen Quadrillen-Walzer, die Sängerinnen Janice Harrington und Eva Bernard sowie der Tenor Louis Kim überzeugten mit Solo-Auftritten, das CHIO-Partnerland Flandern stellte sich mit einer Pyramide auf Kaltblütern vor und das Landgestüt Dillenburg ritt mit dem Gestüt Glimbach zu Josef Strauss´ Delierien-Walzer ein.
Schließlich durfte auch das Publikum mit einstimmen. Zu Puccinis "Nessun Dorma" forderte Bosch die Zuschauer auf, "den größten Chor Aachen zu bilden". Um lächelnd hinzuzufügen: "Aber bitte verzichten sie auf die oberen Oktaven." Als dann das Licht ausging und Feuerreiter zu Richard Wagners "Walkürenritt" durch einen brennenden Pavillon tanzen, durften die Besucher ihre Stimmbänder zwar offiziell wieder schonen. Ein Raunen ging dennoch durch das Deutsche Bank Stadion. Und natürlich wurde der gute Zweck nicht vergessen: 3 Euro von jeder verkauften Eintrittskarte gehen wieder an UNICEF, das damit die Renovierung von Krankenhäusern in Kambodscha unterstützt. Klaus Pavel, Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins, überreichte den Scheck über 11.250 Euro an die stellvertretende UNICEF-Vorsitzende Deutschland, Ann Kathrin Linsenhoff.

27.06.2009

Soerser Sonntag lockt wieder mit großem Showprogramm

 
Tag der offenen Tür beim CHIO Aachen

Familien und Reitsportfans flanieren entspannt über das Turniergelände, shoppen in der Zeltstadt und lassen sich vom Showprogramm unterhalten: Der Soerser Sonntag, präsentiert von WARSTEINER (28. Juni), ist der Tag der offenen Tür beim CHIO und wird wieder zehntausende Besucher locken.

Der Tag beginnt mit dem ökumenischen Gottesdienst im Deutsche Bank Stadion (11.30 Uhr, Thema: "Die Welt in Gottes Hand". Einlass zum Turniergelände ab 10.30 Uhr). Dabei weist der ALRV darauf hin, dass aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen maximal 5000 Menschen ins Stadion gelassen werden können. Auch ist es nicht möglich, die Messe bei größerer Nachfrage ins Hauptstadion zu verlegen. "Dafür bitten wir um Verständnis", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. "Wir müssen den Boden im Hauptstadion für die Springwettbewerbe schonen." Gleichzeitig laufen auch schon die Vorbereitungen für die Wettkämpfe.

Das Programm des Soerser Sonntags beginnt nach dem Gottesdienst um 13 Uhr mit dem Fassanstich. Zu sehen gibt es viele Pferde: Mini Shettys, Fjordpferde und sogar eine Rassenparade der Vierbeiner. Die Polizeireiterstaffel NRW präsentiert ihre Arbeit mit den speziell geschulten Pferden. Und drei Maskottchen sind als Glücksbringer für Kinderstaffeln dabei: CHIO-Maskottchen Karli, Alemannia Aachens Al-Aix und Barki vom Aachener Karnevalsverein.
 

RSV i. SC.36 Neuss-Grimlinghausen I gewinnt den Preis der Sparkasse

 
Enge Entscheidung bei den Herren – Bei den Damen führt Joanne Eccles souverän

Der RSV i. SC.36 Neuss-Grimlinghausen I auf Cepin hat am Samstag den begehrten Preis der Sparkasse beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli), gewonnen. Nach der abschließenden Kür setzte sich die Mannschaft mit der Gesamtnote 7,740 vor dem Team Bleyer der JRG Köln auf Flashlight (7,701) und dem Team I Habighorst Bordenau auf Bobby (7,551) durch. Mit dem Abstand, den sich Neuss-Grimlinghausen am Freitag mit der Pflicht erarbeitet hatte, reichte am Ende ein zweiter Platz in der Kür zum Gesamtsieg aus.

In den Einzelwertungen der Herren sowie der Damen stand am Samstag mit der Kür die dritte von insgesamt vier Teilprüfungen an. Bei den Herren setzte sich der in Köln lebende Schweizer Patric Looser auf Harry Potter mit der Wertnote 8,687 vor Daniel Kaiser auf Merkur (GER / 8,607) und Nicolas Andreani auf Idefix (FRA / 8,553) durch. "Ich bin sehr froh darüber, wie alles geklappt hat", sagte Looser, der zur Rockmusik von Aerosmith eine dynamische Kür mit hohen Sprüngen zeigte. "Gerade Harry Potter hat einen super Job gemacht und mir überhaupt erst eine präzise Kür ermöglicht." Der zweimalige Weltmeister und amtierende Europameister Kai Vorberg aus Köln wurde auf Sir Bernhard Vierter (GER / 8,500). In der Gesamtwertung läuft zwischen diesen Sportlern alles auf ein spektakuläres Kopf an Kopf Rennen heraus, auch Gero Meyer-Nutteln (GER) auf Grand Gaudino hat noch alle Chancen auf den Einzelsieg. Die Entscheidung fällt am Sonntag in der abschließenden Technikprüfung (10.25 Uhr). "Alles liegt so eng zusammen, kein Wunder bei der Qualität des Starterfelds hier in Aachen", sagte Looser. "Jeder kleinste Fehler am Sonntag wird ein Fehler zuviel sein."

Bei den Damen zeigte die schon am Vortag führende Joanne Eccles auf W H Bentley die souveränste Vorstellung. Die Britin siegte in der Kür mit der Wertnote 8,773 deutlich vor Simone Wiegele auf Arkansas (GER / 8,533) und Anja Barwig auf Magic Dream (GER / 8,460). Damit konnte sie ihren Vorsprung nach der dritten Teilprüfung noch weiter ausbauen und geht als klarer Favorit auf den Gesamtsieg in die Technikprüfung am Sonntag (8.15 Uhr).

Die Einzelwertungen bei Damen und Herren setzen sich aus zwei Runden zusammen: Der Pflicht und Kür am vergangenen Freitag, sowie der heutigen Kür und morgigen Technik. Bei der Gesamtwertung wird dann der Durchschnittswert aus beiden Runden gezogen.


Voltigier-Weltmeisterin Nicola Ströh beim CHIO Aachen aus dem Sport verabschiedet

 
Ein Ständchen von Kai Vorberg und viele Tränen

Am Anfang konnte sie die Tränen zurückhalten, als sie sich mit ihrer Longenführerin Jennifer Trampler Arm in Arm ihre größten Erfolge auf der Leinwand anschaute. Gefasst sprach sie in Anwesenheit von FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau zu den zwölfhundert Voltigierfans. Sprach von Wehmut und davon, dass "das Voltigieren immer ein Teil von mir bleiben wird". Doch die offizielle Verabschiedung der zweifachen Weltmeisterin und Aachen-Siegerin 2008, Nicola Ströh, aus dem Turniersport beim CHIO Aachen nahm dann doch ein tränenreiches Ende.
Als Kai Vorberg, seines Zeichens ebenfalls zweifacher Weltmeister, seinen selbst getexteten Abschieds-Song anstimmte und dazu auf dem Keyboard spielte, war "es vorbei mit der norddeutschen Coolness", meinte die Hamburgerin im Anschluss. "Kai hat scheinbar wirklich ein Talent dafür, mich zum Weinen zu bringen. Aber das ist ein ganz positives Traurigsein. Er ist einer längsten Begleiter, und er war es, der mir den Siegeswillen beigebracht hat." Nach zahlreichen Verletzungen im Laufe der Karriere hatte sich die 28-Jährige Anfang 2009 dazu entschieden, ihre Laufbahn als amtierende Weltmeisterin zu beenden. Natürlich beim CHIO Aachen: "Das Turnier ist so perfekt organisiert und bietet unserem Sport eine tolle Bühne", sagte Ströh. "Hier hatte ich immer eine Gänsehaut."


CHIO Aachen: Reitsportfans wählen wieder die beliebtesten Sportler

 
„Kaiserbrunnen - Publikums-Sympathie-Preis, präsentiert von 100'5 DAS HITRADIO.“

Wer wird in diesem Jahr zu den "Siegern der Herzen" beim CHIO Aachen gehören? Es sind wieder einmal die Reitsportfans selbst, die beim "Kaiserbrunnen - Publikums-Sympathie-Preis, präsentiert von 100'5 DAS HITRADIO." ihren Liebling aufs Treppchen hieven können. Und dabei wird nicht in erster Linie der Erfolg, sondern die Ausstrahlung jedes einzelnen Sportlers entscheidend sein.

Abstimmen können die Fans für den beliebtesten Sportler der jeweiligen Disziplin (Springen / Dressur / Vielseitigkeit / Fahren / Voltigieren) sowohl im Internet unter www.chioaachen.de als auch an den Wahlurnen an den Merchandising-Ständen auf dem Turniergelände. Die Sieger werden dann am Turniersonntag in der Pause des ROLEX Grand Prix die große Ehrenrunde durchs Hauptstadion drehen.

Und natürlich gibt es auch für die Abstimmungs-Teilnehmer attraktive Preise zu gewinnen. Wer das meiste Losglück hat, wird am Montag, 6. Juli, auf "100'5 DAS HITRADIO." bekanntgegeben.

1. Preis: Ein Wochenende für sechs Personen in einem Sunparks Ferienhaus Deutschland 2. bis 4. Preis: Je ein Prepaid Handy
5. bis 9. Preis: Je zwei Tickets für das Phantasialand Brühl
 

CHIO Aachen: Die „Glücks-Bringer“ sammeln für den guten Zweck

 
Charity-Kooperation von ALRV, DKThR und Förderkreis Behindertensport

Aachen / Warendorf / Berlin. Die Spendenaktion "Glücks-Bringer" wird auch 2009 beim Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) durchgeführt. Seit Jahren besteht zwischen dem Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) und dem Förderkreis Behindertensport die Charity-Kooperation. Ziel der Aktion ist, beim CHIO Aachen Spendengelder zugunsten des Therapeutischen Reitens und des Behindertensports zu sammeln.

An drei Tagen (30. Juni, 02. und 04. Juli) sind rund 30 freiwillige Sammler und Sammlerinnen für die "Glücks-Bringer"-Aktion unterwegs. Auch die Kollekte des Ökumenischen Gottesdienstes im Deutsche Bank Stadion am Soerser Sonntag, 28. Juni geht diesem guten Zweck zu. "Wir möchten dem Therapeutischen Reiten und dem Behindertensport gleichzeitig auch eine öffentliche Plattform bieten", erklärt Klaus Pavel, Präsident des CHIO-Veranstalters Aachen-Laurensberger Rennverein. "Wir hoffen wieder auf eine große Spendenbereitschaft der Besucher für diese gute Sache" äußert Cornelia von Rüxleben-Plöger, Vorsitzende des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten e.V. Weiterhin betont sie: "Der Förderkreis Behindertensport und das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten sind dem ALRV sehr dankbar, dass die Kooperation auch in diesem Jahr weitergeführt wird".

Die Aktion wird in diesem Jahr durch eine Patin unterstützt. "Wir freuen uns, dass wir Andrea Spatzek als Patin der "Glücks-Bringer"-Aktion gewinnen konnten", sagt Gerda Pleitgen, Vorsitzende des Förderkreis Behindertensport e.V., "Ihre Unterstützung soll eine Motivation für die Sammler und Sammlerinnen sein, aber natürlich auch der "Glücks-Bringer"-Aktion zu mehr Öffentlichkeit verhelfen."

Am 30. Juni um 16.00 Uhr wird Andrea Spatzek - auch bekannt als "Gabi Zenker" aus der "Lindenstraße" - am Stand der beiden Vereine im Rahmen eines Pressetermins sein und anschließend für Autogrammwünsche zur Verfügung stehen. Darüber hinaus präsentieren sich auch in diesem Jahr beide Organisationen mit einem Stand in der CHIO-Zeltstadt und durch Reit-Formationen ("Schaubilder") am Soerser Sonntag, in denen die Kinder von Aachener Therapiehöfen im Rahmenprogramm ihr Können auf dem Pferd zeigen.
 

Deutsche Jugendmeisterschaften 2010 in Aachen: Internetseite ist online

 
Nachwuchs will DJM als Sprungbrett zum CHIO Aachen nutzen

Für zahlreiche ganz junge Sportler hat sich am Freitag ein lang gehegter Traum erfüllt: Sie durften den renommierten CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli 2009) mit den Voltigierwettbewerben eröffnen. Viele Nachwuchssportler, die vielleicht noch auf den Sprung zum Weltfest des Pferdesports warten, haben im kommenden Jahr die Chance, einmal auf dem traditionsreichen Gelände anzutreten: Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2010. Die ersten Informationen dazu gibt es ab sofort auf der neuen Internet-Seite www.djm2010.de, mit besonderer Unterstützung des Telekommunikations-anbieters NETAACHEN.

Die DJM werden im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zum zweiten Mal nach 2003 vom CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein organisiert. Vom 13. bis 15. August 2010 werden die 450 größten Talente im Springen, in der Dressur und im Voltigieren in die Aachener Soers reisen. Eingeladen werden in Springen und Dressur Ponyreiter (bis 16 Jahre), Junioren (bis 18 Jahre) und Junge Reiter (bis 21 Jahre). Hinzu kommen Einzelvoltigierer bis 18 Jahre und Gruppenvoltigierer bis 16 Jahre. Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des ALRV, zeigte sich begeistert, die DJM in Aachen veranstalten zu können: "Dass uns die Jugendförderung sehr am Herzen liegt, zeigen wir ja ohnehin in jedem Jahr mit unserem Nachwuchsturnier Salut-Festival." Dies wird 2009 vom 10. bis 13. Dezember organisiert.

26.06.2009

CHIO Aachen 2009 mit Voltigierwettbewerben eröffnet

 
Nur Platz 3 für Europameister Vorberg nach erstem Tag - Neuss-Grimlinghausen führt im Preis der Sparkasse
 

Der CHIO Aachen 2009 (26. Juni bis 5. Juli) ist am Freitag mit den Voltigierwettbewerben gestartet. Dabei gab es die erste kleinere Überraschung. Der zweimalige Weltmeister und amtierende Europameister Kai Vorberg auf Sir Bernhard liegt bei den Herren nach dem ersten Tag nur auf Platz 3 (Wertnote 8,084). Es führt Gero Meyer-Nutteln (GER / 8,155) auf Grand Gaudino vor Nicolas Andreani (ITA / 8,122) auf Idefix de Braize.

Nach der Pflicht hatte der Kölner Vorberg noch deutlich geführt, doch ein Missgeschick in der Vorbereitung auf die Kür behinderte den 27-Jährigen anschließend. "Ich bin nach dem Absprung beim Landen auf dem Boden mit dem Fuß umgeknickt", sagt Vorberg leicht zerknirscht. "Deshalb konnte ich in der Kür nicht alles zeigen und musste etwas umstellen, weil ich mir nicht sicher war, was geht. Das war sehr ärgerlich, weil mein Pferd eine geniale Leistung gezeigt hat." Der stark geschwollene Knöchel wurde anschließend mit einem Druckverband versorgt. "Wir müssen mal abwarten, wie es morgen aussieht", gab sich Vorberg trotzdem für die kommenden Tage zuversichtlich.

Bei den Damen baute Joanne Eccles auf W H Bentley ihren knappen Vorsprung nach der Pflicht in der Kür erheblich aus. Nach beiden Teilprüfungen führt die Britin mit der Wertnote 8,225 vor der Deutschen Anja Barwig auf Magic Dream mit 7,924. Auf Rang 3 liegt derzeit Simone Wiegele auf Arkansas (GER / 7,880). Entschieden ist damit aber noch lange nichts: Denn die Gesamtwertung im Einzel ergibt sich beim CHIO Aachen aus zwei Runden, zum einen aus der heutigen Pflicht und Kür bei den Herren sowie den Damen. Am Samstag ab 10 Uhr geht es mit der Kür und am Sonntag mit der Technik weiter (ab 8.15 Uhr)

Beim Preis der Sparkasse, der Teamprüfung, setzten sich in der Pflicht die deutschen Meister vom RSV i. Neuss-Grimlinghausen I auf Cepin mit Longenführerin Jessica Schmitz (GER, 7.096) vor der Konkurrenz vom Team Bleyer der JRG Köln (GER / 7.002) und Mt. Eden Sun (USA / 6.899) an die Spitze. Die Entscheidung wird hier am Samstag in der Kür fallen (14.30 Uhr). Trotz der Führung war Jessica Schmitz nur bedingt zufrieden. "Die Pflicht ist unsere große Stärke, in vielen Wettbewerben liegen wir danach mit einer halben Wertnote in Führung", erklärte die Longenführerin, die sich über die Richterleistung beschwerte. "Die riesigen Unterschiede in der Bewertung der Richter waren ein Witz. Da wurde gerade von einer Seite wohl mehr nach dem Bekanntheitsgrad der Voltigierer als nach der Leistung gerichtet." Dennoch zeigte sich Schmitz vom CHIO Aachen begeistert. "Ich liebe Aachen. Die Stimmung ist immer wieder toll, außerdem haben wir hier ideale Bedingungen für unseren Sport."

Tickethotline: 0241-917-1111
 

40 von 41 Voltigierpferden passieren den Vet-Check

 
CHIO Aachen: Ein Pferd wegen Lahmheit nicht zugelassen

40 der 41 zum CHIO Aachen gemeldeten Voltigierpferde haben den obligatorischen Vet-Check durch die Veterinärkommission am Donnerstag bestanden. Lediglich ein Pferd wurde wegen Lahmheit nicht zum Weltfest des Pferdesports zugelassen.

Bei einem Vet-Check wird der grundsätzliche Fitness- und Gesundheitszustand der angereisten Pferde überprüft. Damit wird ausgeschlossen, dass lahme Pferde oder Pferde, die vom Transport geschwächt sind, an den Wettbewerben teilnehmen.

24.06.2009

CHIO-Organisatoren: „Keine Alternative zu unserer Haltung“

 
Der Fall Isabell Werth zeigt Notwendigkeit eines Neuanfangs
 
Die Organisatoren des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, sehen sich vor dem Hintergrund des heute bekannt gewordenen positiven Dopingbefunds bei Isabell Werths Pferd Whisper in ihrer Haltung eines konsequenten Anti-Doping-Kampfs bestätigt. "Der Fall Isabell Werth zeigt, dass es zu unserem Standpunkt keine Alternative gibt. Der Pferdesport benötigt einen konsequenten Neuanfang", sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. Diesen Neuanfang gewährleistet eine unabhängige, vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingesetzte Kommission unter Vorsitz des ehemaligen Verfassungsrichters Udo Steiner. "Wir haben die Deutsche Reiterliche Vereinigung von Beginn an darin unterstützt, die Kader aufzulösen und diese unabhängige Kommission zu installieren. Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie richtig dieses Vorgehen ist", sagt CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman. "Wir begrüßen, dass Isabell Werth vom Weltverband FEI vorläufig suspendiert wurde", so Kemperman weiter. Vorbehaltlich der Entscheidung des FEI-Tribunals wird Isabell Werth somit nicht beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli 2009) starten.

Unabhängig von der Kommission haben die CHIO-Organisatoren bereits vor mehreren Wochen beschlossen, den Anti-Doping-Kampf während des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, massiv auszuweiten. 42 Stewards sind eingesetzt, statistisch kommt auf jedes elfte Pferd ein Steward, die Mitarbeiter des "Horse Watch Service", die nachts im Einsatz sind, garantieren eine 24-Stunden-Überwachung der Pferde.

Die Anzahl der Dopingkontrollen wurde deutlich erhöht, statistisch wird jedes achte Pferd in Aachen kontrolliert werden. Alle Kontrollen werden durch die unabhängigen Doping-Kontrolleure des MCP (Medication Control Programme) vorgenommen. Dies garantiert eine maximale Qualität und Unanfechtbarkeit der Proben. Zusätzlich wird in Aachen eine Thermografie-Kamera zum Einsatz kommen, die Auffälligkeiten an den Beinen der Pferde feststellen kann. "Sollte sich der Verdacht ergeben, dass bei einem Pferd Substanzen auf die Haut aufgetragen wurden, können die Veterinäre sofort vor Ort weitere Untersuchungen durchführen", erläutert Frank Kemperman.
Tickethotline: 0241-917-1111

Mit ASEAG und APAG zum CHIO 2009

 
Kombi-Ticket, Parkplätze und Shuttle-Dienste

Mit der ASEAG zum ALRV-Gelände: Das geht auch in diesem Jahr wieder mit dem AVV-Kombi-Ticket. Vom 26. Juni bis 5. Juli 2009 können Besucher des Reitturniers mit diesem Ticket die Busse und Bahnen im Aachener Verkehrsverbund - auch auf den ausländischen Linienstreckenabschnitten von und nach Eupen (Linie 14), Heerlen (Linie 44 und Euregiobahn), Vaals (Linie 25 und 33), Kelmis (Linie 24) und Kerkrade (Linie 34) - nutzen, um in die Soers zu gelangen. Ein entsprechender Aufdruck kennzeichnet diese als Fahrschein für den Linienverkehr im gesamten Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes. Die Geltungsdauer für das Ticket endet mit Betriebsschluss des Busverkehrs am jeweiligen Veranstaltungstag. Erhältlich sind die Kombi-Tickets ausschließlich in der Geschäftsstelle des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV).

Die ASEAG richtet an allen Turniertagen zusätzliche Shuttle-Bus-Verkehre ein, um Reitsportfreunde zügig zum Turnier und zurück zu bringen. Diese sind auf zwei Strecken jeweils ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn unterwegs: Der City-Shuttle oder "C-Shuttle" und die Linie 51 fahren an den Turniertagen zwischen Aachen Bushof (Haltestelle 4) und Turnierplatz, der "G-Shuttle" pendelt zwischen den Parkplätzen Grüner Weg und Turnierplatz. Zusätzlich gibt es in diesem Jahr beim CHIO eine direkte Verbindung zwischen Aachen Hauptbahnhof und Turniergelände.
Zum Gelände-Marathon am Samstag, 4. Juli 2009, fährt ein eigens eingerichteter Shuttle-Verkehr ab Aachen Bushof in die Soers bis Ecke Merowinger Straße/Soerser Weg. Aus Aachen Brand ist ebenfalls ein Shuttle-Verkehr im Einsatz, der zunächst wie die Linie 25 fährt und ab Hansemannplatz die CHIO-Besucher zur Merowingerstraße/Ecke Soerser Weg bringt.

Neue Haltestellen-Situation am Turniergelände

Der neue Tivoli und der damit verbundene Ausbau des Sportpark Soers bringt auch eine veränderte Haltstellen-Situation am Turniergelände mit sich. Umfangreiche Beschilderungen und Service-Personal sorgen dafür, dass die einzelnen Haltestellen für die Besucher leicht zu finden sein werden.

Umfangreiches Angebot auch bei der APAG

Die APAG bewirtschaftet die PKW-Parkflächen rund um das Turniergelände. In diesem Jahr stehen den Besuchern mehr als 4000 Parkplätze zur Verfügung. Alle Parkplätze sind an das Shuttle-Netz der ASEAG angebunden und können von denjenigen kostenlos genutzt werden, die auf den APAG-Parkplätzen parken.

Parktickets können bis zum 26. Juni online unter www.ticket.apag.de erworben werden. Danach können die Tickets nur noch am jeweiligen Veranstaltungstag vor Ort gekauft werden. Normale Parktickets kosten 5 Euro pro Tag. Wer "Premium Parken" möchte, hat die Möglichkeit, VIP-Tickets zu erwerben. Diese zeichnen sich durch eine schnellere Erreichbarkeit des Veranstaltungsortes aus und sind zum Preis von 10 Euro erhältlich. VIP-Parkplätze sind die Parkflächen Finanzamt, Adler Modemarkt sowie Tivoli/Merowingerstraße. Die Special-VIP-Parkplätze liegen im Parkhaus Tivoli und kosten 25 Euro pro Tag - diese können jedoch nur über telefonischen Kontakt gebucht werden. Die APAG rät, sich vorab auf www.apag.de oder unter der Hotline 0241 1688-8888 über die aktuelle Parksituation zu informieren.

Die Parkplätze sind ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. An den APAG-Parkplätzen ist Servicepersonal, das mehrsprachig Auskunft erteilen kann. Ebenfalls werden die APAG-Parkflächen mit Sicherheits-Personal überwacht.

Service-Punkt in der Albert-Servais-Allee

Von Dienstag, 30. Juni 2009, bis Sonntag, 5. Juli 2009, richten APAG und ASEAG zudem einen Service-Punkt auf dem Vorplatz des neuen Tivoli. Hier können die Besucher sich über die Parkplatzsituation, Anfahrtsmöglichkeiten, Busfahrtzeiten und rund um das Thema Mobilität informieren. Eltern mit Kleinkindern können hier zudem kostenlos Kinder-Buggies ausleihen.

Tickethotline: 0241-917-1111
 

CHIO Aachen startet am Freitag

 
Bundestrainer Otto Becker freut sich auf die Gänsehaut-Atmosphäre in der Soers

Der Countdown auf der Anzeigentafel in der Soers war am Montag auf vier verbleibende Tage heruntergelaufen: Am Freitag startet das Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009 (26. Juni bis 5. Juli). In den fünf Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren werden 2009 rund 450 Pferde und 300 Sportler aus 24 Nationen nach Aachen reisen. Karten für alle Disziplinen und fast alle Prüfungen gibt es unter 0241-917-1111 oder online unter www.chioaachen.de. Und wie es in Aachen guter Brauch ist, laden der CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein und die Stadt Aachen kurz vor Turnierstart noch einmal zu einer kurzen Standortbestimmung ins historische Rathaus. "Die Verbindung von Stadt und CHIO war schon immer sehr eng", sagte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden vor versammelten Medien. "Das führt zu zwei Ergebnissen: Wir erleben immer ein tolles Turnier und bekommen eine hervorragende Innen- und Außenwerbung für Aachen."

Kein Wunder, schließlich erwartet ALRV-Präsident Klaus Pavel angesichts des hochklassigen Starterfelds und hundertausender Gäste wieder eine "kleine WM in Aachen". Der Etat des CHIO Aachen liegt unverändert bei 10,3 Millionen Euro, die Gesamtdotierung bei 1,67 Millionen Euro. In den zehn Turniertagen wird es 97 Stunden Sport zu sehen geben. Ältester Starter ist der 68jährige Hiroshi Hoketsu in der Dressur, jüngste Starterin (9 Jahre) ist Annsophie Wenzel im Voltigieren. "Besonders freuen wir uns darüber, dass viele junge Sportler den Sprung zum CHIO geschafft haben. Das ist gut für den Sport", sagte Turnierdirektor Frank Kemperman. Wie im Vorjahr starten die Wettbewerbe freitags mit dem Voltigieren, 124 Starter aus zwölf Ländern werden im Voltigieren mit 42 Pferden antreten (Gesamtdotierung 25.000 Euro).

Zu den weiteren Höhepunkten in der Turnierwoche zählen der Deutsche Bank Preis - Großer Dressurpreis von Aachen (5. Juli) -, der DHL-Preis der Vielseitigkeitsreiter (3. - 4. Juli), der Wohnwelt Pallen Marathon der Fahrer (4. Juli) oder der ROLEX Grand Prix der Springreiter (5. Juli). Neben dem Renommee, den ein Sieg mit sich bringt, geht es 2009 für viele Sportler auch um die Nominierungen für die jeweiligen Europameisterschaften. In der Dressur wird es deshalb erstmals seit der WM Aachen 2006 zum Duell der beiden weltbesten Dressurpferde in der Soers kommen: Die Niederländerin Anky van Grunsven trifft mit Salinero auf die Deutsche Isabell Werth mit Satchmo. Das deutsche Team besteht aus Heike Kemmer, Matthias Alexander Rath, Ulla Salzgeber und Isabell Werth. Sie gehören zu den 50 Startern aus 17 Ländern mit 78 Pferden in der Dressur. Sieben Mannschaften sind gemeldet (Gesamtdotierung Dressur: 270.278 Euro).

Ein besonderes Jubiläum feiert der Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup™: Vor 80 Jahren ist der Nationenpreis der besten Springreitnationen erstmals in der Soers veranstaltet worden, diesmal wird er erneut zum spektakulären Flutlichtevent am Donnerstagabend (2. Juli). Bundestrainer Otto Becker persönlich gab jetzt im Aachener Rathaus seine Equipe bekannt: Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehning, Carsten-Otto Nagel und Philipp Weishaupt werden für Deutschland starten. "Damit haben wir eine gute Truppe, die sich im Aachen dem Härtetest unterziehen wird", sagte Becker, der vor seiner Premiere als Coach in der Soers steht. "Die Vorfreude bei mir und dem ganzen Team ist groß. Vor vollem Haus wird es wieder eine Gänsehautatmosphäre", meinte Becker und betonte "mein Glück, dass ich hier früher als Reiter und jetzt als Coach dabei sein darf." Im Springen werden 62 Starter aus 17 Ländern mit 198 Pferden zu sehen sein. Als Aachener Lokalmatador darf auch Thomas Weinberg teilnehmen. Die Gesamtdotierung beträgt 1,053 Millionen Euro.

Matthias Hindemith, Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Aachen, unterstrich den hohen Stellenwert des CHIO und des Nationenpreises auch für sein Unternehmen. "Wir sind seit 1954 Partner des CHIO Aachen. Und es spricht für die Qualität und Attraktivität der Veranstaltung, dass wir auch angesichts der schwierigen Lage der Wirtschaft unser Engagement nahezu unverändert beibehalten können." Mercedes-Benz stellt mit über 40 Fahrzeugen den Fahrdienst des CHIO Aachen. Hindemith übergab den symbolischen Schlüssel auf dem Marktplatz an ALRV-Präsident Klaus Pavel.

Neben der konstanten Unterstützung durch Wirtschaftspartner konnte Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, auch konstante Absatzzahlen bei den Tickets verkünden. "Der Kartenvorverkauf liegt fast genau auf dem Niveau des Vorjahres. Um genau zu sein 0,01 Prozent darüber", erklärte Mronz. Auch das TV-Interesse ist ungebrochen groß: National wird es rund 30 Stunden TV-Berichte aus der Soers geben, davon 25 Stunden live in ARD, WDR, ZDF und Eurosport. "International erreichen wir die Menschen in über 130 Ländern."

Zu sehen sein werden natürlich auch Bilder der beiden weiteren CHIO-Disziplinen. In der Vielseitigkeit zählt das deutsche Team nach den Siegen in den beiden Vorjahren zu den Mitfavoriten, die Mannschaft besteht aus Ingrid Klimke, Bettina Hoy, Andreas Dibowski und Dirk Schrade. 38 Sportler aus zehn Ländern werden im DHL-Preis mit 40 Pferden um die Gesamtdotierung von 165.000 Euro reiten. Die Geländeprüfung am Samstag (4. Juli) wird erstmals live im ARD-Hauptprogramm übertragen. Bei den Fahrern gehört der 19-jährige Michael Brauchle zu den deutschen Nachwuchshoffnungen: Im vergangenen Jahr hatte er überraschend Stars wie Ijsbrand Chardon (NED) beim Sieg im Wohnwelt Pallen Marathon hinter sich gelassen. Das deutsche Team setzt sich aus Brauchle, Christian Plücker und Christoph Sandmann zusammen. 23 Gespanne aus zehn Nationen sind mit 120 Pferden unterwegs (Gesamtdotierung: 134.444 Euro).

Auch das Rahmenprogramm des CHIO Aachen ist erneut hochkarätig. In der CHIO-Eröffnungsfeier am Turnierdienstag (30. Juni), bei der sich das diesjährige Partnerland Flandern präsentieren wird, gibt es eine Weltpremiere: Die weltbesten Gespannfahrer zeigen erstmals überhaupt eine gemeinsame Quadrille. Aufregend wird das Turnier auch für Marcus Ehning, auf den gleich zwei Herausforderungen warten: Die Springwettbewerbe und die Schwangerschaft seiner Freundin, der früheren Voltigier-Weltmeisterin Nadia Zülow. "Er ist schon kribbelig", lachte Bundestrainer Becker. "Ich bin mal gespannt, ob er beim Nationenpreis auf dem Pferd sitzt oder im Kreissaal steht."

Tickethotline: 0241-917-1111

23.06.2009

Ralf Schumacher besucht CHIO Aachen

 
Rennfahrer gibt nach der Eröffnungsfeier Autogramme am Stand von Mercedes-Benz

Ob er beim Autogramme schreiben ebenso schnell ist wie im Cockpit seines AMG-Mercedes? Ralf Schumacher, früher Star der Formel 1 und jetzt im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) unterwegs, wird sich beim Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, Zeit für seine Fans nehmen. Erst schaut sich der Bruder des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher die offizielle Eröffnungsfeier des Turniers am Dienstag, 30. Juni (ab 17 Uhr), im Hauptstadion an. Danach ist er am Stand von Mercedes-Benz am Haupteingang des Turniergeländes hautnah zu erleben. Schumacher wird in der "M-Box" Autogramme geben und für das ein oder andere Foto zur Verfügung stehen - und von seinen Eindrücken von deutlich weniger Pferdestärken erzählen.

Tickethotline: 0241-917-1111

19.06.2009

Zwischen Tomatensaft und Dressur-Choreographien

 
Medien machen sich bei Rundgang Bild von den Vorbereitungen

Das Blut im Reagenzglas war nur Tomatensaft. Doch für Dr. Friedrich Wilhelm Hanbücken, Chefveterinär des CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli 2009), war es eine Möglichkeit zu zeigen, wie er und seine 18 Kollegen beim Turnier Proben nehmen werden - was also passiert, wenn eins der 450 Pferde medizinisch behandelt werden muss. Der CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) hatte die Medien eine Woche vor dem CHIO-Start eingeladen, Turnierdirektor Frank Kemperman informierte über den Stand der Dinge - gemeinsam mit einigen seiner Mitarbeiter.

Wie genau eine Dopingkontrolle funktioniert, wer die Proben nimmt und wo diese dann analysiert werden - all das erläuterte Dr. Hanbücken in den Räumen des "Medication Control Programme". Normalerweise ist dieser Bereich in den Stallungen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Doch nicht nur im Anti-Doping-Kampf sind die Organisatoren top vorbereitet.

Überall auf dem Gelände wird geschraubt, gesägt und gehämmert und ein Großteil des CHIO-Village, des Ausstellerbereichs, steht bereits. "190 Aussteller aus aller Welt, darunter Länder wie Südafrika und Brasilien, werden hier in über 200 Zelten mit einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmetern ihre Waren anbieten", sagte Ulrich Fischer, der den Aufbau von Seiten der Aachener Reitturnier GmbH koordiniert. "Hier gibt es einfach alles, was das Herz begehrt: Von Accessoires für das Pferd bis hin zu Fahrzeugen von Mercedes Benz." Mehrere Kilometer Kabel wurden verlegt - der Inhalt zweier großer See-Container.

Mit Kabeln kennt sich auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) bestens aus. Moderatorin Sabine Hartelt war persönlich in die Aachener Soers gekommen, um das Engagement des WDR beim CHIO Aachen 2009 vorzustellen. Mit mehr als 200 Mitarbeitern ist der Sender vor Ort, die beiden größten Ü-Wagen des WDR sind in Aachen im Einsatz. Alleine im Hauptstadion sind 16 Kameras, für die spektakulärsten Bilder wird die "Spider-Cam" sorgen. Zwischen die Flutlichtmasten gespannt, kann sie hinter dem Reiter "herfliegen", der TV-Zuschauer meint, beinahe selber im Sattel zu sitzen.

Auch sportliche Eindrücke gab es beim Rundgang der Medien: Im Deutsche Bank Stadion zeigten die Aachener Dressurreiterinnen Renate Dahmen und Jana Kun - Mutter und Tochter - schon eine Choreographie vom Konzert "Pferd und Sinfonie" (Samstag, 27. Juni), und in der Albert-Vahle-Halle erklärte Svenja Hein aus der ALRV-Sportabteilung die Grundzüge des Voltigierens. "Die Voltigierer", so Hein, "sind für zwei Sachen bekannt: Hochklassigen Sport und großartige Stimmung." Sie werden am 26. Juni den CHIO Aachen 2009 eröffnen.

Publikumsmagnete sind alljährlich der DHL-Preis, der Geländeritt der Vielseitigkeit, sowie der Wohnwelt Pallen Marathon der Vierspänner (Samstag, 4. Juli). "Besonders stolz sind wir darauf, dass die besten Gespannfahrer der Welt auch bei der CHIO-Eröffnungsfeier am 30. Juni auftreten", sagte Turnierdirektor Frank Kemperman. "Dann werden sie als Weltpremiere eine gemeinsame Quadrille zeigen." In den Geländestrecken überzeugten sich die Medienvertreter dann von der guten Aussicht. "Die Strecken sind so kompakt angelegt, dass von vielen Punkten aus mehrere Hindernisse einsehbar sind", meinte ALRV-Sportchefin Birgit Albersmeier. Sie informierte zudem über den Einsatz neuer "Safety-Pins", die die ansonsten eher robusten Vielseitigkeitshindernisse schneller brechen lassen und so die Sicherheit in diesem Sport weiter erhöhen. Der DHL-Preis wird in diesem Jahr live in der ARD übertragen (4. Juli, ab 13.30 Uhr), der Wohnwelt Pallen Marathon der Fahrer im WDR (ab 15.50 Uhr). Näher dabei ist man nur live, für nahezu alle Veranstaltungen gibt es noch Karten an der Hotline (0241) 917 - 1111. Oder im Internet unter www.chioaachen.de.

Doch viele der Arbeiten während des Turniers nehmen die Zuschauer und Besucher nicht wahr. Wie sind die Abläufe im Richterturm, während die Springreiter durch den Parcours gehen? Wie wird von hier aus die Dramaturgie zwischen Sport- und Showprogramm gesteuert? Fragen, die Turnierchef Kemperman erläuterte. Außerdem gilt es für das Protokoll, sich um viele prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Showbusiness zu kümmern. "Wir freuen uns, dass auch zahlreiche Prominente wieder den Weg nach Aachen finden werden", sagte Protokollchefin Gina Klaassen. Erwartet werden neben Franziska van Almsick, die bei der Eröffnungsfeier den Medienpreis "Das Silberne Pferd" verleiht, auch Promis wie Rennfahrer Ralf Schumacher oder die Präsidentin des internationalen Reitsportverband FEI, Prinzessin Haya.

www.chioaachen.de
Tickethotline: 0241-917-1111
 

Nominierungen für die „Silberne Kamera“ stehen fest

 
Renommierter Medienpreis wird am 4. Juli verliehen

Ungewöhnliche Perspektiven, strahlende Farben und viel Dynamik: Beim Medienwettbewerb "Silberne Kamera" konkurrieren in diesem Jahr 68 Beiträge von Fotografen aus elf Ländern um das beste internationale Pferdesportfoto. Verliehen wird der renommierte Preis beim CHIO Aachen 2009 (26. Juni bis 5. Juli) vom Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein, von der Sparkasse Aachen und vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband.
Nach lebhaften Diskussionen in der Jury wurden drei Fotografen für die "Silberne Kamera" 2009 nominiert: Nicole Bökhaus aus Winterthur/Schweiz mit dem Bild "Sunshine", Hansjürgen Britsch (Foto ohne Titel) aus Mühlacker und Enno Friedrich aus Lüneburg mit dem Foto "Glück im Sturz". Dotiert ist der Medienpreis mit 4000 Euro, wovon 2500 Euro an den Sieger, 1000 Euro an den Zweit- und 500 Euro an den Drittplatzierten gehen. Der Sieger wird am Samstagabend, 4. Juli, im Rahmenprogramm der Springprüfungen im Hauptstadion bekanntgegeben.
"Es ist uns wirklich schwer gefallen, aus dieser Vielzahl an hochwertigen und oft auch spektakulären Aufnahmen eine Auswahl zu treffen", sagt CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman. Neben Kemperman bestand die Jury aus Walter Franzen (Sparkasse Aachen), Hiroshi Hoketsu (Olympiateilnehmer Dressur), Klaus Pastor (Zeitungsverlag Aachen) und Holger Schupp (Fotograf und Vorjahressieger).

www.chioaachen.de
Tickethotline: 0241-917-1111

16.06.2009

Eröffnungsfeier mit Franziska van Almsick

 
Von Ralf Schumacher bis zu Friedrich Nowottny – CHIO Aachen erwartet prominente Ehrengäste


Rennfahrer Ralf Schumacher, Handball-Bundestrainer Heiner Brand, Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Haya und die frühere Weltklasse-Schwimmerin Franziska van Almsick: Der CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) lockt auch in diesem Jahr viel Prominenz jenseits des Reitsports an. Franziska van Almsick hat auch gleich eine große Aufgabe übernommen: Die mehrfache Welt- und Europameisterin übergibt den Medienpreis "Das Silberne Pferd" bei der offiziellen Eröffnungsfeier am 30. Juni (17 Uhr) im Hauptstadion. Tickets hierfür gibt es noch unter der Tickethotline 0241-917-1111 oder im Internet unter www.chioaachen.de

600 Einladungen hat der CHIO-Veranstalter Aachen-Laurensberger Rennverein in diesem Jahr an Ehrengäste verschickt, von denen in der Regel 60 Prozent zusagen und an unterschiedlichen Tagen anreisen. Angemeldet haben sich unter anderem bereits Ex-Boxerin Regina Halmich, der frühere WDR-Intendant Friedrich Nowottny, Popsternchen und Serienstar Jeanette Biedermann, die Moderatoren Max Schautzer, Aleksandra Bechtel und Kai Ebel, Kabarettist Bernd Stelter oder die früheren Leichtathleten Heike Drechsler und Ulrike Nasse-Meyfarth. Rennfahrer Ralf Schumacher wird wie Franziska van Almsick die Eröffnungsfeier am Dienstag, 30. Juni, besuchen. Anschließend wird er in der M-Box am Mercedes-Benz-Stand auch noch Autogramme schreiben.

Auch die Politik wird in der Soers erwartet: Beispielsweise Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung, FDP-Chef Dr. Guido Westerwelle oder Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. "Die Gäste aus so unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Showbusiness zeigen, dass aus der reinen Reitsportveranstaltung CHIO Aachen längst ein gesellschaftliches Event geworden ist", sagt Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH. "Viele nutzen unser Turnier, um am Rande des Parcours Kontakte zu knüpfen." Selbstverständlich auch zur Führungsspitze im Pferdesport: So wird Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Haya als Präsidentin des internationalen Reitsportverbands FEI eine begehrte Gesprächspartnerin sein.

In der Ehrenloge auf der Mercedes-Benz Tribüne im Hauptstadion sind Plätze für die Ehrengäste reserviert. Doch manchmal taucht in den Stadien ein Prominenter auf, der sich ganz spontan für den Besuch in der Soers entschieden hat und dann kurzfristig auch das Protokoll überrascht: So saß Starregisseur Steven Spielberg beim CHIO Aachen 2005 im Deutsche Bank Stadion bei der Dressur. Und hartnäckig hält sich das Gerücht, dass auch der britische Thronfolger Prinz Charles die Reit-WM Aachen vor drei Jahren besucht hat. "Aber wirklich gesehen hat ihn wohl niemand, ich auch nicht", lacht Turnierdirektor Frank Kemperman. Für ihn sind ohnehin alle prominent: Pferde, Reiter, Zuschauer, Ehrengäste - eben alle, die den CHIO zu diesem außergewöhnlichen Ereignis machen.

www.chioaachen.de
Ticket-Hotline: 0241-917-1111
 

Eröffnungsfeier: Kutschenquadrille als Weltpremiere

 
Kurzweilige Show mit Partnerland Flandern – Wereld Muziek Concours gibt Gastspiel

400 Pferde, das Partnerland Flandern, eine Quadrillen-Weltpremiere sowie Bands vom internationalen Musikfestival Wereld Muziek Concours: Die offizielle Eröffnungsfeier des CHIO Aachen 2009 am Dienstag, 30. Juni (Hauptstadion 17 Uhr) wird "abwechslungsreich und kurzweilig", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. "Wenn die Welt in Aachen zu Gast ist, dann wollen wir ihr auch etwas bieten."

Das gab es noch nie: Mehr als 20 der weltbesten Vierspänner-Fahrer werden mit ihren Kutschen erstmals gemeinsam eine große Quadrille zeigen. "Das wird fantastisch", schwärmt Kemperman. "Der Schweizer Fahrer Daniel Würgler, der die Quadrille leitet, hat uns eine tolle Choreographie, ein gewaltiges Bild, versprochen." Mehr als 20 Gespanne und 90 Pferde werden dann gleichzeitig im Parcours sein.

Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier steht derweil das diesjährige Partnerland des Turniers, die belgische Region Flandern. Eine 350 Mann starke Delegation reist mit 200 Pferden in die Soers und stellt damit allein schon die Hälfte aller in der Show auftretenden Vierbeiner. Berühmt sind die belgischen Kaltblüter, auf deren Rücken spektakuläre Übungen wie Pyramiden oder die "Ungarische Post" gezeigt werden. Ebenfalls in Aachen dabei: die Sportpferde der belgischen Zuchtverbände. Zu sehen sind zudem die bekannten Garnelenfischer aus dem an der Nordsee gelegenen Ostdünkirchen, zahlreiche Stelzenläufer sowie ländliche Reitervereine mit einer "Korkenzieher-Quadrille". Gleich mehrere Meter groß sind die Dendermonder Riesen, die sonst nur auf traditionellen Umzügen zu sehen sind. Ein jahrhundertealter Brauch in vielen Städten Flanderns, der sogar von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Doch auch Aachens Nachbarstadt Kerkrade gibt ein Gastspiel bei der CHIO-Eröffnungsfeier, die erneut live vom WDR-Fernsehen übertragen wird. Wenige Tage vor Beginn des internationalen Festivals Wereld Muziek Concours (WMC / Word Music Contest), das alle vier Jahre mit tausenden Musikern aus 35 Ländern in Kerkrade veranstaltet wird, bieten in der Soers 220 Teilnehmer in drei Limburger Bands mit ihren Blech- und Blasinstrumenten musikalische Highlights: Die Philharmonie Sittard, das Jagdhorn- und Trompeterkorps Edelweiß aus Heerlen sowie die Maastrichter Verkennersband mit Märschen. "Das WMC hat überregional eine immense Bedeutung", sagt Kemperman. "Insofern sind wir sehr glücklich darüber, dass das Weltfest der Blasmusik zu Gast beim Weltfest des Pferdesports ist." Das WMC läuft von Mitte Juli bis Mitte August und zieht nach Veranstalterangaben mehrere hunderttausend Besucher an. Reg van Loo, 1. WMC-Vorsitzender, zeigte sich "stolz darüber, bei der CHIO-Eröffnungsfeier dabei sein und über die Grenzen hinweg zusammenarbeiten zu können".

Tickets für den CHIO-Turnierdienstag sind natürlich den gesamten Tag über gültig, so dass Besucher der Eröffnungsfeier vorher bereits Top-Sport beim NETAACHEN-Preis und STAWAG-Preis erleben können.

Eröffnungsfeier CHIO Aachen 2009, 30. Juni, ab 17.00 Uhr
www.chioaachen.de
Tickethotline: 0241-917-1111

Weitere Infos:
www.flandern.com
 

02.06.2009

Virtueller Parcours ist online

 
Die Geländestrecke der Vielseitigkeit ist im Internet „nachzureiten“.

Erst ein Sprung durchs Eulennest, dann über den Soerser Canyon und durch das Wasser des DHL-Hindernisses: Was die besten Vielseitigkeitsreiter der Welt beim CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli) erwartet, können die Reitsportfans schon jetzt online erleben. Ab sofort lässt sich die Geländestrecke des DHL-Preises (Samstag, 4. Juli) unter www.chioaachen.de (Programm/Fünf Disziplinen / Vielseitigkeit) als virtueller Parcours "nachreiten". "Unseren Besuchern diesen Service im Internet anzubieten, ist ja fast schon ein Muss", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. "Ich kenne kaum ein Publikum, das so fachkundig alle Ritte debattiert. Mit der Online-Animation können sich unsere Besucher ganz speziell vorbereiten."
Alle 29 Hindernisse der 4000 Meter langen und im Vergleich zum Vorjahr veränderten Strecke wurden vom Aachener Büro für 3-D-Visualisierung "no monochrom" (www.nomonochrom.de) aufwendig am Computer nachgebaut. Die Hindernisse können am PC entweder einzeln ausgewählt werden oder die Stercke kann als Ganzes "abgeritten" werden. Dazu gibt es Erklärungen zum Schwierigkeitsgrad und zur besten Reitstrategie. "Die Animation ist dabei noch detailgenauer und dynamischer als in der Vergangenheit angelegt. Das macht gerade die letzte Runde durchs voll besetzte Hauptstadion zu einem Erlebnis", sagt Kemperman.

www.chioaachen.de
Tickethotline: 0241-917-1111

13.05.2009

Ticketcenter mit längeren Öffnungszeiten

Geschäftsstelle in der Soers ist ab sofort auch samstags geöffnet.

Wenige Wochen vor Beginn des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen (26. Juni bis 5. Juli 2009), reagiert der ausrichtende Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) auf die hohe Nachfrage nach Eintrittskarten. "Wir haben die Öffnungszeiten des Kartenverkaufs im Sinne des Kunden ausgeweitet", sagt CHIO-Turnierdirektor Frank Kemperman. Ab sofort ist von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie auch samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Die Tickets gibt es in der Geschäftsstelle des ALRV auf dem Turniergelände in der Albert-Servais-Allee. Sie können auch online unter www.chioaachen.de sowie an der Telefonhotline (0241) 917 - 1111 geordert werden.

Durch den konsequenten Ausbau des Turniergeländes in den vergangenen Jahren gibt es noch Tickets für alle Disziplinen. "Wir sind glücklich, beispielsweise noch Karten für den RWE Preis von Nordrhein Westfalen am Freitag anbieten zu können", sagt Kemperman. Auch für die offizielle Eröffnungsfeier am Turnierdienstag, 30. Juni, sind noch Tickets erhältlich. "Die Eröffnungsfeier soll in diesem Jahr wieder ein rasanter Höhepunkt werden", erklärt Kemperman. "Mit unserem Partnerland Flandern, vielen Kutschen und natürlich Pferden."

Ticket-Hotline: (0241) 917 - 11 11
Karten online ordern: www.chioaachen.de

Kartenverkauf CHIO Aachen 2009
Geschäftsstelle ALRV, Albert-Servais-Allee 50, 52070 Aachen
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 9 -17 Uhr; Sa. 10 -14 Uhr

 

6.5.2009

Show am 30. Juni im Hauptstadion – Mit dem Partnerland Flandern und Ratina Z
 

Rasant und packend wird die offizielle Eröffnungsfeier des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen 2009, am 30. Juni (17 Uhr) werden. "Die positiven Reaktionen des Publikums im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass wir mit der kurzweiligen Inszenierung auf dem richtigen Weg sind", sagt Turnierdirektor Frank Kemperman. "Das neue Konzept hat auch den WDR so überzeugt, dass er die Show erneut live im TV überträgt." Natürlich wird sich bei der Gala am Turnierdienstag das diesjährige Partnerland Flandern präsentieren.

Zu den Höhepunkten im Hauptstadion werden die Auftritte flämischer Folkloregruppen, der Garnelenfischer aus dem an der Nordsee gelegenen Oost-Duinkerke und natürlich vieler Pferde gehören - allein über 200 Vierbeiner aus der belgischen Warm- und Kaltblutzucht sind zu erleben. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit der aus dem flämischen Zangersheide stammenden, legendären Ratina Z - dem erfolgreichsten Championatspferd überhaupt im Springreiten. Ludger Beerbaum persönlich wird sie - genau zehn Jahre, nachdem sie tränenreich beim CHIO aus dem Sport verabschiedet worden war - noch einmal dem Publikum präsentierten.

Zudem verspricht Kemperman eine abwechslungsreiche Show mit Kutschen. Die teilnehmenden Sportnationen werden diesmal durch Kinder repräsentiert, die mit Mini-Trabern und Sulkys ins Hauptstadion einziehen. "Die Welt ist mal wieder in Aachen zu Gast", sagt Kemperman, der neben 300 Sportlern in den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren und Voltigieren auch über 300.000 Besucher an den zehn Turniertagen (26. Juni bis 5. Juli) erwartet. "Wir werden ihr einen spektakulären Empfang bereiten."

Tickethotline: 0241-917-1111
www.chioaachen.de

SPRINGPFERDE
                  
>>>click