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Springreiter-EM: Gold für den Holsteiner Cöster und Christian Ahlmann
25-08.2003 Der neue Europameister der Springreiter, der Deutsche Christian Ahlmann auf Cöster, beim Sprung im Finale der Einzelwertung.
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Mit einer unglaublichen Aufholjagd haben die deutschen Springreiter den totalen Triumph perfekt gemacht und beim Europameisterschafts-Heimspiel in Donaueschingen alle Medaillen im Einzel gewonnen.
Völlig überraschend holte mit dem 28-jährigen Christian Ahlmann (Marl) im Sattel von Cöster ausgerechnet der Jüngste im Team die Goldmedaille. Nach dem Mannschafts-Gold vom Freitag machten Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Goldfever und Marcus Ehning (Borken) mit For Pleasure auf den Silber- und Bronzerängen die makellose EM-Bilanz perfekt.
Ahlmann selbst bekam vom größten Erfolg seiner Karriere erst gar nichts mit. «Ich habe es als Letzter erfahren, weil ich auf dem Abreiteplatz war», berichtete der achte deutsche Europameister. «Erst als Marcus mit 250 auf mich zugerannt kam, habe ich es geahnt.»
Mit Verspätung begann die Feier, bei der ihn seine Teamkollegen in den Wassergraben warfen.
«Es ist heute Unglaubliches passiert», jubelte der klitschnasse Sieger später. «Ich hatte nicht mehr mit einer Medaille gerechnet. Ich bin überglücklich und völlig fertig.» Nach der ersten von fünf schweren Runden hatte er am Donnerstag noch auf Platz 12 gelegen. «Um von Gold zu träumen war ich die ganze Zeit zu weit hinten. Aber alle sind für mich geritten.»
Seinem zehnjährigen Holsteiner Schimmel bescheinigte er eine «Traumleistung». «Ich bin unheimlich stolz auf ihn und freue mich unheimlich für ihn», lobte Ludger Beerbaum, der als Titelverteidiger an den Start gegangen war. «Ich habe nicht den Titel verloren, sondern Silber gewonnen», meinte der viermalige Olympiasieger, bei dem Ahlmann häufiger trainiert.
Beerbaum hatte das Talent frühzeitig erkannt und den mehrmaligen Europameister der Junioren (U 18) und Jungen Reiter (U 21) in das von ihm geführte Audi-Werksteam geholt.
«Es ist im letzten Jahr steil noch oben gegangen, und ich hoffe, dass es noch ein bisschen weiter geht», sagte Christian Ahlmann, dessen Vater früher ein erfolgreicher Nationenpreis-Reiter war.
Dass der “Lehrling” mit insgesamt 11,55 Strafpunkten aus den fünf Runden den Meister mit 0,04 Zählern abhängte, liegt an dem winzigen Unterschied von 8/100 Sekunden aus dem Zeitspringen vom Donnerstag. «Eine so knappe Entscheidung gab es noch nie», sagte Beerbaum.
Einen ähnlichen Erfolg eines deutschen Teams hat es bisher nur 1975 gegeben, als Alwin Schockemöhle, Hartwig Steenken und Sönke Sönksen in München ebenfalls alle Medaillen abgeräumt hatten.
«Es sah nicht so aus, dass wir noch eine Medaille abbekommen», kommentierte Marcus Ehning das Ergebnis. Denn nach der ersten Runde am Sonntag drohten die Gastgeber trotz guter Ausgangsposition im Einzelfinale völlig leer auszugehen. Einen Abwurf hatten Ahlmann und Beerbaum, zwei der bis dahin führende Ehning. Gleich fünf Reiter lagen vor dem letzten Umlauf vor den Gastgebern. Doch die Mitglieder der Gold-Equipe bewiesen einen langen Atem, blieben in der Abschlussrunde fehlerfrei. Und bei der Konkurrenz purzelten die Stangen.
Der größte Unglücksrabe war Ludo Philippaerts. Als Führender ritt der 40jährige Belgier als letzter Reiter mit
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Parco in den Parcours. Sicher überwand er ein Hindernis nach dem anderen. Neun Mal klappte es, doch ausgerechnet am zehnten und letzten patzte er. Als dann noch der Zeitfehler auf der Anzeigetafel erschien, gab es kein Halten mehr.
Die 14 500 Zuschauer sprangen auf, schrien, klatschten, trampelten mit den Füßen und feierten ihre “Helden”.
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