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04.02.2009
Erfolgreiche Hengstpräsentation des Holsteiner Verbandes
Neumünster. Rund 6000 Zuschauer kamen zur diesjährigen „Hengstparade“ des Holsteiner Verbandes in der Holstenhalle von Neumünster. Sie sahen in einem abwechslungsreichen Programm rund 70 Hengste, die der Verband den Züchtern in diesem Jahr in der bald beginnenden Decksaison zur Verfügung stellt. Die dreijährigen Hengste, die erstmalig zum Zuchteinsatz kommen, zeigten im Freispringen, unter der bewährten Leitung von Herbert Blöcker, und im Schritt, Trab und Galopp unter dem Reiter, dass sie sich in den Monaten nach ihrer Körung prächtig weiter entwickelt haben.
Die älteren Hengste, wie z. B. Corrado II, Carpaccio, Cassini II und Loran, zeigten sich ohne Reiter an der Hand und waren würdige Vertreter der Holsteiner Zuchtheroen Cassini I, Caretino, Contender und Corrado I, denen man den Stress einer Reise nach Neumünster erspart hatte. Zwei Wochen vor seinem Start beim Holstenhallenturnier präsentierte sich der Vertreter der „Dressurschiene“ beim Holsteiner Verband, Dolany, unter Wolfgang Schade in bestechender Form. Höhepunkt wie in jedem Jahr war wieder das Parcoursspringen, das unter der Regie von Peter Luther, Springausbilder beim Holsteiner Verband, ablief. Am Samstag gesellte sich der neue Bundestrainer der Springreiter, Otto Becker, hinzu, der zu jedem Hengst im Kurzparcours interessante Kommentare abgab. So auch zum Siegerhengst der Körung 2007, Diarado, der von der Station Schockemöhle in Mühlen nach Holstein gekommen war. Völlig abgeklärt ging der schicke Schwarzbraune seine Parcoursrunde unter Bastian Freese. „Gute Nerven, hervorragend im Gleichgewicht und immer seinen Rhythmus haltend, das ist schon toll für so ein junges Pferd“, bescheinigte Otto Becker dem Hengst angetan. Auch Norbert Boley, Geschäftsführer der Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung des Holsteiner Verbandes, war mit den beiden Veranstaltungstagen zufrieden: „Wir hatten – trotz des Wetters am Sonntag - eine gute Zuschauerresonanz, und die Hengste haben sich ohne Ausnahme hervorragend präsentiert.
Jörg Naeve siegt im S-Springen Das S-Springen mit Stechen – Preis der VTV-Versicherungen - im Anschluss an die Hengstpräsentation sicherte sich Jörg Naeve (Groß Wittensee) mit Calado vor Jörgen Köhlbrandt (Todendorf a. F.) mit dem unlängst für die Holsteiner Zucht gekörten Bonaparte AA und Jörg Kreutzmann (Kasseburg) mit Callista-Ninette.
28.01.2009
Hengstvorführung des Holsteiner Verbandes
Die Präsentation der Verbandshengste beginnt
am Samstag, 31. Januar, um 14.00 Uhr und
am Sonntag, 01. Februar, um 10.00 Uhr.
Karten können bei der Holstenhalle von Neumünster vorbestellt werden unter der Telefonnummer 04321-9100.
Nach der Hengstvorstellung am Sonntag reiten die besten Springreiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg in einer Springprüfung Kl. S um die Fahrkarten für die zwei Wochen später stattfindenden VR Classcis – Holstenhallenturnier – in Neumünster.
Anlässlich der Hengstvorführung des Holsteiner Verbandes hat sich Donata von Preussen mit Norbert Boley, Geschäftführer der Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung des Holsteiner Verbandes in Elmshorn, über die Veranstaltung unterhalten.
Was erwartet die Zuschauer, die zur Hengstvorführung des Holsteiner Verbandes in die Holstenhalle nach Neumünster kommen?
Norbert Boley: Das Programm wird sich gegenüber den Vorjahren nicht großartig verändern. Wir werden rund 60 Hengste zeigen. Wir beginnen mit dem Freispringen der Dreijährigen, die nach der letzten Körung zum Verband gekommen sind. Es werden einige vier- und fünfjährige Hengste dabei sein, von denen einige später auch im Kurzparcours unter dem Reiter gezeigt werden. Während Herbert Blöcker wieder für das Freispringen zuständig ist, übernimmt Peter Luther die Regie im Kurzparcours.
Der Holsteiner Verband bietet den Züchtern auch immer wieder einige Hengste an, die für den Dressursport stehen. Welche Hengste werden den Zuschauern in Dressurlektionen gezeigt?
Norbert Boley: Dolany, der inzwischen schon mehrere gekörte Hengste liefern konnte, wird unter Wolfgang Schade in einer Grand Pix Kür zu sehen sein. Sein Sohn De Chirico, in den wir große Hoffnungen setzen, wird von unserem neuen Bereiter Raphael Loison präsentiert. Auch die Vollblüter Armand xx und Ibisco xx werden unter dem Dressursattel zu sehen sein. Sie werden von Anika von Holdt vorgestellt. Die zweifache Silbermedaillengewinnerin bei den Junioren-Europameisterschaften 2005 absolviert zur Zeit im Dressurstall des Holsteiner Verbandes ein Praktikum.
Der umjubelte Siegerhengst des Jahres 2007, Diarado v. Diamant de Semilly, gehört bekanntlich nicht dem Holsteiner Verband allein. Auch seine Mitbesitzer Paul Schockemöhle und Joop van Uytert wollen den Hengst auf ihren Vorführungen zeigen. Kommt Diarado trotzdem zur Verbandshengstschau?
Norbert Boley: Das Verhältnis zu Diarados Mitbesitzern ist hervorragend. Wir konnten uns darauf einigen, dass er am Samstag zu uns kommt und am Sonntag bei der Schau von Paul Schockemöhle in Vechta zu sehen ist. Mit dem Hin- und herreisen ist das natürlich ein strammes Programm für Diarado, der bekanntlich in Mühlen bei Paul Schockemöhle stationiert ist.
Einer der Höhepunkte für viele Zuschauer ist der Auftritt der älteren Hengste, auch in diesem Jahr?
Norbert Boley: Wir dürfen nicht vergessen, dass die beiden Tage in Neumünster für alle Hengste Stress bedeuten. Sie stehen in einem fremden Stall, und hinzu kommen die vielen interessierten Züchter, die die Hengste auch in ihrer Box sehen wollen. Das bringt natürlich große Unruhe mit sich, und die wollen wir Contender, Corrado und Co. ersparen. Wir werden aber u. a. Clearway, Quantum und Loran zeigen, die inzwischen auch zu den bewährten Vererbern zählen.
In den vergangenen Jahren konnten sie immer wieder einen der Topreiter zur Hengstvorstellung engagieren. Ist das auch in diesem Jahr gelungen?
Norbert Boley: Das ist ja trotz der guten Kontakte nicht immer ganz einfach, da die Turniersaison ohne Pause weiter läuft. Michael Aabo, dänischer Nationenpreisreiter und ehemaliger Landesmeister Schleswig-Holstein/Hamburg wird uns unterstützen. Wir haben zudem Rolf-Göran Bengtsson, den Einzelsilber-Medaillengewinner der Olympischen Reiterspiele von Hongkong verpflichten können. Als Reiter der Hengste Casall La Silla und Quintero La Silla, die übrigens gerade beim Züricher Hallenturnier die Mercedes Swiss-Masters gewonnen haben, ist Rolf dem Verband eng verbunden. Es ist ja immer eine große Freude zu sehen, wie er sich auf junge Pferde und auch Hengste einstellen kann. Auch stilistisch ist er in jeder Hinsicht ein Vorbild.
Wie wir gehört haben, kommt auch Otto Becker, der neue Bundestrainer der Springreiter, zur Hengstvorführung des Holsteiner Verbandes?
Norbert Boley: Zu Otto Becker haben wir schon immer gute Kontakte gehabt, die im vergangenen Jahr noch intensiviert wurden, als er den Verbandshengst Con Air geleast hat. Leider hat sich der Hengst immer wieder mit kleinen Wehwehchen herum plagen müssen, so dass sich die Hoffnung, dass beide es eventuell doch noch in den Olympiakader schaffen, zerschlagen hat. Sie haben aber den Großen Preis in Hachenburg gewinnen können, und auch im Ausland einige schöne Platzierungen gehabt. Im übrigen denke ich, dass Otto Becker genau der richtige Mann ist, um den deutschen Springsport wieder dort hinzubringen, wo er einmal war.
Die Zahl der Bedeckungen ist in der Holsteiner Zucht in den letzten zehn Jahren gewaltig gestiegen: von 3744 im Jahr 1998 auf 6080 im Jahr 2008. Wie sehen Ihre Erwartungen für diese Decksaison angesichts der momentanen wirtschaftlichen Situation aus?
Norbert Boley: Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir am Ende der Decksaison wieder einen Zuwachs zu verzeichnen haben.
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