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29. Oktober bis 1. November
Cantoblanco heißt der Holsteiner Siegerhengst 2008
Der Holsteiner Siegerhengst des Jahres 2008 heisst Cantoblanco v. Canto a. d. G-Casablanca v. Carolus I-Calypso II (Stamm 4965). Züchter des Dunkelbraunen ist die Hartmann Zucht- und Turnierstall GmbH, Besitzer Sportpferde Ahlmann aus Reher b. Steinburg. Ein großer Erfolg für seinen Vater Canto, der vor vier Jahren ebenfalls Holsteiner Siegerhengst gewesen war, und mit seinem ersten Körjahrgang gleich zwei weitere gekörte Söhne stellte. Cantoblanco wusste sowohl die Körkommission bestehend aus Hans-Joachim Ahsbahs, Dr. Thomas Nissen, Jens Hauschildt, Dr. Matthias Görbert und Achaz von Buchwaldt als auch das Publikum in der Holstenhalle zu überzeugen. Zum Reservesieger erkor die Jury den Landos-Sohn Lantano a. d. Cindy v. Caretino-Latino (Stamm 8774), der von Marius Carstensen in Nordstedtfeld gezogen und von Karin Winter-Polac, Lürschau, aufgezogen wurde. Aussteller des Hengstes war Hans Henning Grönwohld in Schleswig. Lothar & Sven Völz aus Wöhrden stellten den zweiten Reservesieger der diesjährigen Körung: Carlo v. Carlos DZ a. d. Gini II H v. Salient xx-Ahorn Z.
Von den 95 ausgestellten Junghengsten erhielten 30 von der Jury das Prädikat „gekört“, drei weitere Hengste wurden mit einer Prämie ausgezeichnet. „ Der Hengst-Jahrgang war von der Qualität vielleicht nicht ganz so stark wie der im vergangenen Jahr. Aber wir haben viele sehr gute Springpferde gesehen, von denen man in Zukunft sicher noch einiges hören wird“, sagte der Vorsitzende der Körkommission Hans-Joachim Ahsbahs, Bokel. Die 19 gekörten zweijährigen Hengste erzielten einen Durchschnittspreis von 102 895 Euro. Zum Spitzenpferd avancierte Ci Ci Senor v. Cassini I a. d. Penelope v. Contender-Lord (Stamm 5421) aus der Zucht von Tobias Klein, Raesfeld, und dem Besitz von Patricia Seidel, Mannheim. Er wurde von Auktionator Uwe Heckmann für 217 000 Euro dem dänischen Gestüt Blue Hors Ask zugeschlagen.
Holsteiner Reitpferdeauktion: Spitzenpferd kostet 97 000 Euro
Das Spitzenpferd der diesjährigen Holsteiner Elitereitpferdeauktion hieß Cash Up v. Cash and Carry-Concerto II und kostete 97 000 Euro. „Angesichts der momentanen wirtschaftlichen Lage sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Jan Lüneburg, Vorsitzender des Holsteiner Verbandes, nach den Auktionen der Elitereitpferde und nicht gekörten Hengste in Neumünster. „Der erwartete Einbruch ist nicht eingetreten“. Die Preisspitze, den Vierjährigen Cash Up aus der Zucht und dem Besitz der Witt Pferdezucht in Wellinghusen, ersteigerte Deike Ahsbahs für Sheika Meytha bint Mohammed bin Rashid al Maktoum aus Dubai. Begleitet wird Cash Up auf der weiten Reise von dem fünfjährigen Coljano v. Canturo a. d. Romantika v. Romantiker-Manometer aus der Zucht und dem Besitz von Manuela Rippe-Lachnit aus Nienburg, der 43 000 Euro kostete, Esmeralda v. Ephebe for Ever SF a. d. Radja v. Contender-Schampus xx aus der Zucht und dem Besitz des Holsteiner Verbandes (44 000 Euro) sowie von Quanita v. Quintero a. d. Pretty Woman v. Lordanos-Acord II aus dem Besitz und der Zucht von F. H. Waldmann, Verden. Die dreijährige Stute kostete 60 000 Euro. Ins Ausland geht auch das zweitteuerste Pferd der diesjährigen Reitpferdeauktion des Holsteiner Verbandes: Chicco v. Calato a. d. Daconda v. Calgary-Corporal aus der Zucht von Hans-Joachim Gerken, Hammoor, und dem Besitz von Jens Ritters, Krumstedt wurde von Auktionator Uwe Heckmann für 73 000 Euro nach Tschechien zugeschlagen. Es waren viele ausländische Kunden anwesend, um sich einen Holsteiner zu sichern. Sie kamen aus Italien, Tschechien, der Slowakei, den USA, Slowenien und den Niederlanden. Die im Auktions- ring erschienen drei- bis sechsjährigen 36 Pferde erzielten einen Schnitt von 35 472 Euro.
Auktion der nicht gekörten Hengste Delaurier kostet 80 000 Euro
Ein Sohn des Diamant de Semilly war teuerster nicht gekörter Hengst der Auktion. Im vergangenen Jahr war Diamant de Semilly Vater des unumstrittenen Siegerhengstes der Holsteiner Körung, Diarado. Jetzt stellte der Hengst aus Frankreich das teuerste Pferd bei der Auktion der nicht gekörten Hengste in Neumünster: Delaurier aus einer Mutter v. Counter-Acord II-Rasputin (Stamm 6928) aus der Zucht und dem Besitz von Hans-Otto Krohn in Kaiser-Wilhelm-Koog wurde für 80 000 Euro an Kunden aus Finnland, die bereits am Vortag bei den gekörten Hengsten erfolgreich mitgeboten hatten, verkauft. Nur 3000 Euro weniger kostete Acopitol v. Acodetto-Capitol I-Landmeister(Stamm 18 B1) aus der Zucht und dem Besitz von Fritz Rolfs, Neuenkirchen, der ebenfalls nach Finnland ging. Die 50 zum Verkauf stehenden, nicht gekörten Junghengste erzielten einen Schnitt von 26 219 Euro. Alle Ergebnisse aus Neumünster finden Sie unter www.holsteiner-verband.de
Folgende gekörte Hengste werden ihre Box beim Holsteiner Verband beziehen:
Cantolino v. Canto a. d. Paoletta v. Acorado-Lord (Stamm 104A) Züchter und Aufzüchter: Professor Dr. Hartwig Schmidt, Borsfleth
Cariano v. Caretino a. d. Solle v. Carano-Cabinett I (Stamm 104A) Züchter und Aufzüchter: Johann Peter Lass, Leck
Cassitano v. Casado a. d. Miss Marple v. Briscar-Carthago (Stamm 2049) Züchter: Claus Jürgen Gosch, Oldenbüttel Aufzüchter: H. W. Freiherr von Meerheimb, Blekendorf
Connor v. Casall a. d. Korradda v. Cor de la Bryère-Capitol I (Stamm 6879) Züchter: Eduard Struve, Satrup Aufzüchter: Holsteiner Verband
Cassito v. Cassiano a. d. Bravo v. Reichsgraf-Rasputin (Stamm 104 A) Züchter und Aufzüchter: Manfred Birchler, CH-Bilten
Chin Champ v. Chin Chin a. d. Ravenna v. Carvallo-Contender (Stamm 1881) Züchter: Gerhard Roderink, NL-VA Haaksbergen Aufzüchter: Holsteiner Verband
Quarz v. Quintero a. d. Picolina v. Caretino-Coriander (Stamm 5064) Züchter: Frauke Bahnsen, Leck Aufzüchter: Holsteiner Verband
Holsteiner Ehrungen
Die Kör- und Auktionstage in Neumünster sind immer wieder eine gute Gelegenheit, verdiente Züchter und Reiter von Holsteiner Pferden auszuzeichnen
Georg Ahsbahs-Medaille Gustav Weber, Brande-Hörnerkirchen Acht Stutenfamilien hatten sich bei dem anlässlich des Festaktes zum 125-jährigen Jubiläum des Holsteiner Verbandes ausgetragenen Familienwettbewerbs um die begehrten Siegerschleifen beworben. Über den Sieg konnte sich ein Züchter der ganz alten Garde freuen: Gustav Weber aus Brande-Hörnerkirchen, dessen Stute Lavaletta v. Landgraf I mit ihren beiden von Casall abstammenden Töchtern an der Spitze stand. Der 87-Jährige nahm sichtlich gerührt die Glückwünsche des Landwirtschaftsministers Dr. Christian von Bötticher entgegen. Die Pferdezucht auf dem Hof in Brande-Hörnerkirchen besteht seit mehr als 100 Jahren. Gustav Webers Großvater, William, war aus Hannover nach Holstein gezogen und hatte eine Stute mitgebracht. Sie wurde eingetragen und bekam die Stammnummer 1907. Mitte der 20iger Jahre übernahm Gustav Webers Vater Otto den Hof. Er war ein Pferdemann vom Scheitel bis zur Sohle. Mit der Stute Derby v. Friedland war er ein erfolgreicher Fahrsportler. Derby wurde auch in der Zucht eingesetzt. U. a. war sie Mutter von Nemo, der sich unter Hans-Heinrich Lammerich 1954 und 1955 als Zweiter bzw. Dritter im renommierten Deutschen Spring Derby platzieren konnte. Mitte der Fünfziger Jahre gingen der Hof und die Pferde in den Besitz von Gustav Weber über. „Ich war froh, dass mein Vater die Zucht nach dem Krieg weiter betrieben hat“, erinnerte sich einst Gustav Weber. Ein besonderes Juwel seiner Zucht war die DLG-Siegerin Victoria v. Cottage Son xx, die seinerzeit als beste Halbblutstute Deutschlands bezeichnet wurde. Auch der Hengst Consul xx v. Cottage Son xx erblickte in Brande-Hörnerkirchen das Licht der Welt. Er war u. a. als Vater von Granat, Dressur-Olympiasieger unter Christine Stückelberger (CH) und Deka, der Mutter der Hengste Caletto I bis III in aller Munde. Gustav Weber wurde anlässlich des großen Schauabends des Holsteiner Verbandes mit der Georg-Ahsbahs-Medaille ausgzeichnet. Georg Ahsbahs, der als Symbolfigur für die Begründung der planmäßigen Holsteiner Pferdezucht gilt, ist Pate dieser Medaille, die einem Züchter überreicht wird, der mit seinen Zuchtprodukten große Erfolge mit dem Holsteiner Pferd erreicht hat.
Fritz-Thiedemann-Medaille Hans-Günter Winkler Anlässlich des großen Schauabends zeichnete der Holsteiner Verband einen Mann mit der Fritz-Thiedemann-Medaille aus, der internationale Springsportgeschichte geschrieben hat: Hans-Günter Winkler. Unvergessen ist sein Ritt auf der „Wunderstute“ Halla bei den Olympischen Reiterspielen in Stockholm, als er, sichtlich geplagt von einem Leistenbruch, die Goldmedaille für seine Mannschaft sicherte und Einzelgold holte. Zu dieser deutschen Mannschaft gehörte auch Hans-Günter Winklers langjähriger Weggefährte Fritz Thiedemann, Namensgeber der heutigen Auszeichnung, die der Holsteiner Verband an ganz besonders verdiente Aktive im Vielseitigkeits-, Dressur- oder Springsport vergibt. Hans Günter Winkler, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern, hatte auch etliche Holsteiner unter dem Sattel: Ganz besonders zu erwähnen sind Romanus v. Ramzes und Fortun v. Frivol xx, mit denen er Siege und Platzierungen in vielen großen internationalen Springen erzielen konnte und vor allem Torphy v. Reinald xx, mit dem er zur deutschen Mannschaft gehörte, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München Gold gewann, und Orient, mit dem er 1955 den Weltmeistertitel erringen konnte. Die Fritz-Thiedemann-Medaille wurde geschaffen in Erinnerung an einen Mann, der ein Idol für Generationen von Reitern war und heute noch ist. Ein Mann, der seine Bodenständigkeit, seine Bescheidenheit und Fairness in seinem Sport vorgelebt hat.
Züchter des Jahres Landgraf I-Statue für Hans-Werner Ritters Der Holsteiner Züchter des Jahres 2008 heißt Hans-Werner Ritters. Ihm ist in diesem Jahr das gelungen, wovon andere Züchter ein Leben lang vergebens träumen. Nach Classic Touch, die 1992 unter Ludger Beerbaum Gold im Olympischen Einzelspringen von Barcelona gewann, konnte der ehemalige, langjährige zweite Vorsitzende des Holsteiner Verbandes seinen zweiten Olympiasieger feiern: Marius v. Condrieu xx a. d. Echse v. Laurin holte in Hongkong unter Hinrich Romeike Doppelgold in der Vielseitigkeit. Mit der Linienbegründerin und Stammstute seiner Zucht, Virgina v. Frivol xx aus dem Stamm 730 B, zu dem auch die Caletto-Brüder und Carpaccio gehören, war Hans-Werner Ritters in den 50-iger Jahren im Springsport sehr erfolgreich. U. a. gehörte das Paar 1955 zur siegreichen Mannschaft der Junioren-Europameisterschaften. Die Marius-Großmutter Nienburg v. Fra Diavolo hat sich als ein züchterisches Juwel für die Ritters-Zucht entpuppt: Ihre Tochter Echse brachte neben Marius u. a. noch den gekörten Hengst Cefalo v. Caretino, der von Holger Wulschner international in der Youngster-Tour geritten wird, und die Quidam de Revel-Tochter Sprite, die über die Holsteiner Auktion nach Amerika verkauft worden ist. Dort mischt sie mit viel Erfolg unter Laura, Tochter des legendären Frank Chapot, in der Springsportszene mit. „Auf Bestellung“ von Hinrich Romeike ging Echse vor vier Jahren wieder zu Condrieu xx. „Der Wallach ist ein ganz anderes Pferd als Marius, braun und mittelgroß“, weiß Jens Ritters, der inzwischen die Zucht von seinem Vater übernommen hat, zu berichten. Auch Echses Halbschwester Nienburg III v. Concerto II befindet sich in der Ritters-Zucht. Sie ist u. a. Mutter der gekörten Hengste Ferron v. For Pleasure und Cascetto v. Casall. Der Classic Touch-Stamm 4025 ist in Krumstedt nicht heimisch geworden. Die Mutter der Olympiasiegerin, Lausanne, hat nur ein Fohlen gebracht bevor sie in den Sport ging. U. a. wurde die Landgraf I-Tochter von Breido Graf zu Rantzau und Franke Sloothaak geritten bevor sie ins Ausland verkauft wurde. Nach den Erfolgen von Classic Touch erinnerte sich Paul Schockemöhle dieser Stute und holte sie in seine Zucht zurück. Classic Touch ist im Alter von 24 Jahren vor vier Wochen eingegangen. Die letzten Monate verbrachte die Stute zusammen mit Ratina und Rush On bei Ludger Beerbaum auf der Weide. Im Stall von Marcus Ehning steht übrigens ein in Belgien gekörter Sohn von Classic Touch: Jewel's Carat heisst der hoffnungsvolle, vom Heartbreaker-Sohn Quasimodo abstammende Sechsjährige. Hans-Werner Ritters erhielt vom ersten Vorsitzenden des Holsteiner Verbandes, Jan Lüneburg, die Landgraf I-Statue überreicht.
Goldene Ehrennadel des Verbandes Hinrich Romeike Sie waren die Stars der Olympischen Reiterspiele in Hongkong. Der 14-jährige Marius und sein Reiter Hinrich Romeike gewannen Doppelgold in der Vielseitigkeit. Es war ein historischer Sieg, denn das letzte Mal war dieser Erfolg Hauptmann Stubbendorff und Nurmi bei den Olympischen Spielen von Berlin gelungen – vor 72 Jahren. „Irgendwo liegt hier noch eine Goldmedaille, und die will ich mir abholen“, hatte Hinrich Romeike in Anspielung auf die vor vier Jahren nach den Olympischen Spielen in Athen am grünen Tisch verlorene Medaille immer wieder gesagt. Dass es dann zwei Goldmedaillen wurden war dann das „I-Tüpfelchen, auf dem I-Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen“ für den Zahnarzt aus Nübbel. In Athen ging Marius, wie ein strahlender Bundestrainer Hans Melzer es formulierte, die „Dressur seines Lebens“, und im Gelände stellte er einmal mehr unter Beweis, dass er das z. Zt beste Geländepferd der Welt ist. Das wurde auch von der ausländischen Konkurrenz neidlos anerkannt. Mit gespitzten Ohren, an den Hindernissen keine Sekunde verschenkend, galoppierte der Schimmel durch den 4560 m langen Kurs in Bea's River, und das Holsteiner Paar übernahm die Führung. Noch heute läuft dem Betrachter eine Gänsehaut über den Rücken, wenn er sich den alles entscheidenden Umlauf im Parcours noch einmal anschaut. „Hinni“ und Marius machten es spannend. Doch keine Stange fiel, der Olympiasieg ging an Hinrich Romeike und Marius, der in Hongkong das einzige Pferd war, das mit dem gleichen Reiter an sechs auf ein anderfolgenden internationalen Championaten teilgenommen hat. Baron de Coubertin hätte seine große Freude an dem Sieg von Hinrich Romeike gehabt, war der 45-jährige Zahnarzt doch einer der ganz wenigen Amateure im olympischen Starterfeld. „The flying dentist and his lovely grey“, wie er in den englischen Zeitungen nur genannt wird, haben bewiesen, dass Holsteiner Pferde auch im Vielseitigkeitssport ein gewichtiges Wörtchen mitreden können. Die Goldene Ehrennadel, die höchste Auszeichnung, die der Holsteiner Verband vergeben kann, war der verdiente Lohn für Hinrich Romeike. Und als ganz besonderes Geschenk erhielt er ein blutgeprägtes, vom Vollblüter Talkative xx abstammendes Fohlen, mit dem er vielleicht in einigen Jahren seine erfolgreiche Vielseitigkeitskarriere fortsetzen kann. .
Silberne Ehrennadel Pius Schwizer (Schweiz) Vor einigen Jahren entdeckte Hannes Meindl aus Kirchanschoring (Bayern) Nobless M im Fohlenalter bei ihrem Züchter Gerd Magens in Ottenbüttel. Die kleine, hübsche Schimmelstute aus dem berühmten Bühne-Stamm hatte es ihm besonders angetan. Die Tochter von Hannes Meindl Tochter bildete Nobless M und stellte sie auf Turnieren vor. In einer Prüfung sah der Schweizer Pius Schwizer die Stute und war begeistert von ihrem schier grenzenlosen Springvermögen. Er wurde sich mit ihrem Besitzer einig, und Nobless M wechselte in die Schweiz, blieb aber im Besitz von Hannes Meindl. Achtjährig hatte sie ihre ersten viel beachteten internationalen Auftritte. Ein Jahr später ging das Paar bei den Europameisterschaften in Mannheim an den Start., Das Fernziel waren jedoch die Olympischen Spiele. Und Pius Schwizer war mit Nobless M in Hongkong dabei. Die famose Stute bewältigte die schweren Parcours im Sha Tin Reitstadion von Hongkong mit Bravour und trug damit entscheidend zum vierten Rang der Schweizer Reiter im Nationenpreis bei. Goldene Plakette der FN Gerard Muffels, Elmshorn Ohne ihn läuft im Elmshorner Verbandshengststall gar nichts: Gerard Muffels, der im September vor 25 Jahren als Auszubildender bei Herbert Blöcker beim Holsteiner Verband angeheuert hat. Nach Ende seiner Ausbildungszeit ging der heute 47-Jährige auf die Renommierstation Siethwende, um dort die Nachfolge von Bruno Grigat, langjähriger Betreuer des Jahrhunderthengstes Cor de La Bryère, anzutreten. Acht Jahre betreute er dort die Verbandshengste, dann wechselte der gebürtige Holländer 1994 in den Elmshorner Hengststall. Ob Hengste oder Stuten, Gerard Muffels weiss mit den ihm anvertrauten Vierbeinern umzugehen. Bei den Europachampionaten der Stuten, die in den 90-iger Jahren in Brüssel stattgefunden haben, wurde er mehrmals als Europas bester Vorführer ausgezeichnet. Eine Auszeichnung, die Gerard Muffels auch des öfteren bei den Körveranstaltungen des Holsteiner Verbandes erhalten hat. Gerard Muffels hat sich ständig weiter gebildet. So ist er inzwischen zu einer anerkannten Kapazität auf dem Gebiet der Künstlichen Besamung geworden. Es geschieht nicht selten, dass Hengsthalter nach Elmshorn kommen, um sich bei Gerard Muffels mit dem notwendigen Know-How zu versorgen. Neben dem Deckgeschäft ist er verantwortlich für die Vorbereitung der Junghengste des Holsteiner Verbandes auf die Körung. So haben wir ihn auch in diesem Jahr wieder in Neumünster gesehen, als er die Junghengste perfekt in Szene gesetzt hat. Gerard Muffels wurde mit der Goldene Plakette der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung), die für großes und erfolgreiches Engagement in der deutschen Pferdezucht verliehen wird, ausgezeichnet.
Silberteller für den Züchter des erfolgreichsten des Halbblutspringpferdes gegeben vom TOP SPECIAL Jahr Verlag – Herald v. Heraldik xx a. d. Alassia v. Lorenz-Midas Professor Dr. Hartwig Schmidt, Borsfleth Professor Dr. Hartwig Schmidt hat sich seit vielen Jahren der Leistungszucht von Holsteiner Pferden verschrieben. Die Pferde aus den von ihm gepflegten Stutenstämmen sind stets sehr begehrt. In diesem Jahr war es vor allem die Corrado I-Tochter Corradina, die ihrem Züchter große Freude bereitet. Unter Carsten-Otto Nagel ist sie das beständigste deutsche Springpferd, u. a. Dritte im Großen Preis von Aachen, gewesen. Der von Professor Dr. Hartwig Schmidt gezogene achtjährige Carolinus v. Carolus I belegte in diesem Jahr unter Kai Rüder den achten Platz bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde. Die Auszeichnung als Züchter des besten Holsteiner Halbblutspringpferdes erhielt er aus den Händen der Chefredakteurin des Fachmagazin ST. GEORG, Gabriele Pochhammber für die Parcours-Erfolge des Heraldik xx-Sohnes Herald. Zuvor war Professor Dr. Hartwig Schmidt bereits als Züchter der gekörten Hengste Cantolino v. Canto-Acorado I-Lord und Singulaer v. Singulord Joter-Contender-Silvester ausgezeichnet worden.
Holsteiner Kör- und Auktionstage in Neumünster
Für Freunde und Züchter des Holsteiner Pferdes sind die Kör- und Auktionstage, die in diesem Jahr vom 29. Oktober bis 1. November in den Holstenhallen von Neumünster stattfinden, der Höhepunkt des hippologischen Jahres. Aus der ganzen Welt kommen sie in den Norden der Bundesrepublik gereist, um diesen züchterischen Höhepunkt nicht zu verpassen. Sie wollen dabei sein, wenn sich die zweijährigen Hengste am Mittwoch, 29. Oktober, das erste Mal auf dem Pflaster der Körkommission präsentieren. Einen Tag später, Donnerstag, 30. Oktober, ist in der Holstenhalle in der Regel kein Plätzchen mehr zu finden. Dann findet unter der bewährten Regie von Herbert Blöcker das Freispringen der jungen Hengste statt, und das ist bekanntlich eine Domäne des Holsteiner Pferdes. Schon etliche internationale Springpferde sind an diesem Tag entdeckt worden. Am Freitag, 31. Oktober, steigt die Spannung. Dann verkündet Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen (Kiel) die Körurteile, und der Siegerhengst des Jahres 2008 wird proklamiert.
Die Hengstkollektion Die Holsteiner Körkommission hatte die Qual der Wahl: Bei der Vorauswahl wurden ihr wieder 450 Hengste vorgestellt, 99 erhielten die begehrte Fahrkarte zur diesjährigen Hengstkörung in Neumünster. Die Holsteiner Junghengste präsentieren sich in einer auffallenden Abstammungsvielfalt, eine Dominanz der „großen“ Vererber ist in dem diesjährigen Körlot nicht so gegeben wie in den Jahren zuvor. Erfreulich ist auch, so Dr. Thomas Nissen, dass 16 Junghengste aus Halbblutstuten stammen. „Das ist ganz auffällig“, sagt der Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes, „der Einsatz des Vollblüters hat Früchte getragen“. Zu den Hengsten mit den meisten Nachkommen zählt der Canturo-Sohn Canto. Sieben Söhne des Siegerhengstes von 2004, inzwischen unter Janne-Friederike Meyer in Nachwuchsprüfungen erfolgreich, werden sich in Neumünster präsentieren. Etabliert hat sich inzwischen in Holstein die „Q-Linie“ des Quidam de Revel. Quidam de Revel, der für den Anfang dieser Linie in der Holsteiner Zucht steht, ist mit fünf Junghengsten vertreten, zu dem warten Quidam de Revel-Söhne und -Enkel mit Nachkommen bei der diesjährigen Körung auf. Auch die ehemaligen Ausnahmespringpferde Chin Chin (Jaime Aczarraga/MEX) und For Pleasure (Lars Nieberg, Marcus Ehning) stellen zwei Söhne bei der diesjährigen Körung, Das diesjährige Körlot der Holsteiner Zucht ist eine gesunde Mischung aus bewährten Hengsten wie Cassini I, Contender und Caretino, Nachkommen von Hengsten aus dem Zuchtversuch und Junghengsten so wie z. B. Acodetto, Cartani, Casall, Cassiano, Catoki, Cristo, Nekton, die mit jeweils zwei Nachkommen auf der diesjährigen Körung vertreten sind.
Die Auktionskollektion Auch in diesem Jahr ist es den Verantwortlichen gelungen, für die Reitpferdeauktion eine hoch interessante Auktionskollektion zusammen zu stellen. Die rund 40 Pferde im Alter zwischen drei und sechs Jahren haben sich, so Sebastian Rohde (Elmshorn) schon in den ersten Trainingstagen in Elmshorn von ihrer besten Seite gezeigt. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der jungen Pferde“, sagt der Auktionsleiter., Da sind zum einen die Dressurpferde, die von prominenten Vätern abstammen: Carabas, der Holsteiner Siegerhengst des Jahres 2000, Dolany, Aljano und Lorentin haben alle Grand Prix, die höchste Klasse, die es im Dressusport gibt, gewonnen und ihre großen Dressurmöglichkeiten ihren Nachkommen weitergegeben. Im Springpferdelot ist für jedes Klientel etwas dabei. Die Dreijährigen, die von ihren neuen Besitzern bzw. Reitern in den Sport gebracht werden können, sowie die Vierjährigen und Älteren, zum Teil schon mit Turniererfolgen, die sofort im Turniersport Einsatz bereit sind. Auch hier sind die Abstammungen vom Feinsten: Quintero, unter Rolf-Göran Bengtsson international erfolgreich, Loran, Vater u. a. von Leonardo B, dem Erfolgspferd von Thomas Voss, Calato, u. a-. Vater von Holger Wulschners Clausen, der in diesem Jahr den renommierten King George V Cup in Hickstead gewinnen konnte, oder Ephèbe for Ever, das französische Nationenpreispferd, sind mit Nachkommen im diesjährigen Auktionslot ebenso vertreten wie die Heroen der Holsteiner Zucht, Cassini I, Contender und Corrado I. Die Auktionspferde werden am Donnerstag, 30. Oktober, um 13.00 Uhr in der Halle 5 zum ersten Mal in Neumünster gezeigt. Am nächsten Tag, Freitag, 31. Oktober, ziehen die Verkaufskandidaten für ihre Vorstellung in die große Halle um. Um 13.00 Uhr haben sie dort ihren Auftritt im Anschluss daran können die Pferde von den Interessenten probiert werden.
Die Auktionen Große Spannung herrscht auf den Zuschauerplätzen, wenn Auktionator Uwe Heckmann mit seinem Rosenholzhämmerchen die Holstenhalle betritt. Am Freitag (31. Oktober) werden sofort nach der Proklamation des Siegerhengstes die gerade gekörten Hengste zur Versteigerung kommen. Der Samstag (1. November) steht dann ganz im Zeichen der Reitpferde und nicht gekörten Hengste. Deren Versteigerung beginnt um 13.00 Uhr.
Zeiteinteilung Mittwoch, 29. Oktober 09.00 Uhr Musterung der Hengste auf festen Boden 13.00 Uhr Vorstellung der Hengste auf dem Dreieck an der Hand
Donnerstag, 30. Oktober 08.00 Uhr Freilaufen und Freispringen der Hengste 13.00 Uhr Öffentliches Training der Elite-Auktionsreitpferde (Halle 5) im Anschluss Züchterabend in Halle 2
Freitag, 31. Oktober 08.30 Uhr Körung der Hengste 13.00Uhr Vorstellung der Elite-Auktionsreitpferde (Halle 1) 15.30Uhr Präsentation der Prämienhengste mit Proklamation des Siegerhengstes im Anschluss Auktion der gekörten Hengste 19.30 Uhr Galaabend im Anschluss Züchterabend in Halle 2 und Restaurant
Samstag, 1. November 13.00 Uhr Beginn der Auktion im Anschluss Abschlussfeier mit „Freibier“ in den Holstenhallen
Weitere Informationen gibt es unter www.holsteiner-verband.de, Kataloge können beim Holsteiner Verband, Telefon 04121-49790 bestellt werden. Karten für die Veranstaltung sind nur bei der Holstenhalle Neumünster, Telefon 04321-9100 erhältlich.
Elmshorn 15. Oktober
Offizieller Trainingsbeginn der Holsteiner Auktionspferde
Die Holsteiner Kör- und Auktionstage vom 29. Oktober bis 1. November in Neumünster sind nicht mehr fern. Die 41 Auktionsaspiranten haben vor vier Wochen ihre Boxen in den Elmshorner Verbandsstallungen bezogen und das Training für ihren großen Auftritt in Neumünster aufgenommen. „Die Pferde haben die Erwartungen, die wir bei ihrer Auswahl in sie gesetzt haben, zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt,“, sagt Auktionsleiter Sebastian Rohde. Und das ist Interesse scheint groß: „Es kommen jeden Tag neue Nachfragen nach den Auktionspferden“, so Sebastian Rohde. Am Mittwoch, 15. Oktober ab 17.00 Uhr, werden sich die drei- bis sechsjährigen Pferde in der Fritz-Thiedemann-Halle von Elmshorn das erste Mal der Öffentlichkeit präsentieren. Sie werden im Freispringen und unter dem Sattel über Hindernisse gezeigt. Die Dressurkollektion präsentiert sich in einem Grundgangartentest. Natürlich können alle Pferde von den Kaufinteressenten auch ausprobiert werden. Im Anschluss an die Veranstaltung findet im Foyer der Fritz-Thiedemann-Halle ein gemütliches Beisammensein mit Freibier und einem kleinem Imbiss statt. Dazu sind natürlich alle Interessenten und Züchter herzlich eingeladen. Im Internet unter www.holsteiner-verband. de können die Interessenten schon einmal einen Vorgeschmack bekommen. Dort sind die Auktionspferde im Bild bzw. im Video zu sehen.
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