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Olympia Athen 2004 - Dreimal Holsteiner Gold und mehr

Mit einem überraschenden Sieg des Iren Cian O’Connor endeten die olympischen Reiterwettbewerbe in Athen. Und der 24-Jährige, der die erste Springreiter-Goldmedaille für sein Land überhaupt gewann, saß im Sattel eines Holsteiners: Waterford Crystal v. Landgraf I - Corvado aus der Zucht von Hans Rosenau, Granderheide. Ein ganz unbeschriebenes Blatt waren die Beiden vor den Olympischen Spielen allerdings nicht, denn in der Saison 2001/02 waren Cian O’Connor, der in seiner Heimat einen Spring- und Handelsstall betreibt, erfolgreichstes Paar der Nationenpreisserie: Sieben Mal gehörten sie der siegreichen irischen Mannschaft an.

Zwei Mal Gold für die Holsteiner Zucht gab es im Mannschaftsspringen, denn neben Ludger Beerbaum mit Goldfever und Marco Kutscher, der den in Holland gezogenen Contender-Sohn Montender ritt, gingen mit dem amtierenden Europameister Cöster v. Calato-Constant (Werner Lattreuter, Hannover) unter Christian Ahlmann sowie dem routinierten Cento v. Capitol I-Caletto II (Heinrich Schoof, Büsum) unter Otto Becker zwei weitere Pferde aus dem Land zwischen den Meeren in der siegreichen deutschen Equipe.  Letztere gewannen nach Sydney 2000 ihr zweites olympisches Gold.

Olympisches Edelmetall gab es auch für



Fein Cera v. Landadel - Cor de la Bryère aus der Zucht von Harm Thormählen, Kollmar. Mit der amerikanischen Mannschaft  gewann die Stute unter Peter Wylde die Silbermedaille. Auch die drittplatzierten Schweden hatten zwei Holsteiner im Team: den bewährten Cardento v. Capitol I-Lord (Reimer Witt, Wellinghusen) unter Peter Ericsson sowie den zehnjährigen Magic Bengtsson v. Landos-Lagretto (Jakob Arfsten, Oldsum/Föhr) unter dem ehemaligen Vielseitigkeitsreiter und Luhmühlen-Sieger Peder Fredericson.

Und dann war da noch Marius v. Condrieu xx-Laurin, der zehnjährige Schimmel aus der Zucht des zweiten Vorsitzenden des Holsteiner Verbands, Hans-Werner Ritters in Krumstedt. Unter Hinrich Romeike aus Nübbel (b. Rendsburg) gehörte er der deutschen Vielseitigkeits- mannschaft an, die am grünen Tisch um ihre Goldmedaille gebracht worden ist. Über diese Riesen-Enttäuschung konnte auch ein hervorragender fünfter Platz des Holsteiner Paares in der Einzelwertung nicht hinwegtrösten.

„Das Ergebnis dieser Olympischen Spiele hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind stolz auf die Leistungen der Pferde unseres kleinen Zuchtgebiets,“ freute sich Norbert Boley, Geschäftsführer des Holsteiner Verbandes und fügte hinzu: „Herzlichen Glückwunsch an alle Züchter und Reiter der Erfolgspferde.“

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