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03.11.2007
Reitpferdeauktion 250 000 Euro für Cassila
Cassila v. Casall-Carthago aus der Zucht von Camilla Hamann, Delingsdorf, und dem Besitz der Glantz-Hamann GbR, Delingsdorf, war das Spitzenpferd der Reitpferdeauktion des Holsteiner Verbandes in Neumünster. Die vierjährige Stute war heiß begehrt: Kunden aus Südafrika und Italien wollten sie ersteigern, aber am Ende hatte der Bundestrainer der deutschen Springreiter den längsten Atem. Kurt Gravemeier ersteigerte im Kundenauftrag das außergewöhnliche Springtalent für 250 000 Euro. In den Springstall von Jörg Kreutzmann geht das zweitteuerste Pferd der diesjährigen Reitpferdeauktion: Columbus v. Chello I-Cassini II aus der Zucht und dem Besitz der Zuchtgemeinschaft Paulsen in Immenstedt. Der Wallach, dessen Mutter Ophelia vor drei Jahren unter dem Namen Caress als Spitzenpferd in Neumünster in den Stall Aufrecht verkauft worden war, kostete 120 000 Euro. In Italien bzw. Schweden werden zwei Pferde, die für 100 000 Euro von Auktionator Uwe Heckmann zugeschlagen wurden, ihren neuen Stall beziehen. Das ist zum einen Akira v. Acorado-Carolus I aus der Zucht von Ernst Uwe Sachau, Bohmstedt, und dem Besitz der ZG Sachau, Bohmstedt, und zum anderen Castanea v. Casall-Contender aus der Zucht von Tordis Block, Hagen, und dem Besitz des Holsteiner Verbandes. Auktionator Uwe Heckmann erzielte für die 47 im Auktionsring erschienenen Pferde einen Durchschnittspreis von 45 532 Euro. 23 Pferde werden künftig ihren Hafer im Ausland fressen. Auktionsleiter Sebastian Rohde kommentierte das Auktionsergebnis zufrieden: „Wir hatten eine sehr gleichmäßige Kollektion, viele Pferde haben für ihre Aussteller gutes Geld gebracht“.
Auktion der nicht gekörten Hengste
Zur Auktion der nicht gekörten Hengste waren 50 Zweijährige erschienen, die zu einem Durchschnittspreis von 35 653 Euro verkauft wurden. Vor allem die für die Hengste, die sich im Freispringen überzeugend dargestellt hatten, wurden teuer. Die Holstenhalle war restlos ausverkauft, als sich die jungen Hengste im Freispringen präsentierten. Den Spitzenpreis von 120 000 Euro legten französische Kunden für den Con Air-Locato-Sohn Contado aus der Zucht und dem Besitz der Witt Pferdezucht GbR, Wellinghusen, an. Für 115 000 Euro sicherten sich dänische Interessenten den Cassini I-Alcatraz-Sohn Cranini aus der Zucht und dem Besitz von Claus-Heinrich Petersen, Ahrenviöl. Glatte 100 000 Euro kostete der Nekton-Corrado I-Sohn Nerrado aus der Zucht von Manfred Göttsche, Tappendorf, und dem Besitz der Sportpferde MK-Kaufmann, Gundelfingen, und Dr. Max Kühner, München. Der Dunkelbraune wird künftig seinen Hafer in Niedersachsen fressen. Das Auslandsinteresse war – wie schon beim Verkauf der gekörten Hengste – groß: Die Käufer kamen aus Brasilien, Dänemark, Frankreich, Guatemala, Italien, Mexiko, Niederlande, Schweiz, Spanien, Südafrika, Ungarn und den USA. „Wir sind natürlich super zufrieden. Die jungen Hengste sprangen vom Allerfeinsten, und es waren in diesem Jahr sehr viele interessierte Kunden da, die sich unbedingt einen jungen Holsteiner sichern wollten“, freute sich Norbert Boley, Geschäftsführer der Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung über diesen Verkaufserfolg.
Holsteiner Ehrungen des Jahres 2007
Landgraf I-Statue Breido Graf zu Rantzau
Nach 21-jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender des Holsteiner Verband übergibt Breido Graf zu Rantzau sein Amt an seinen Nachfolger, der im Dezember von den Delegierten der Holsteiner Körbezirke gewählt wird. Die offizielle Verabschiedung des Verbandsvorsitzenden erfolgt danach in Elmshorn. Der Holsteiner Schauabend war ein würdiger Anlass, sich bei dem Grafen für seinen Einsatz rund um das Holsteiner Pferd und die Holsteiner Zucht zu bedanken. Zum Abschluss des stimmungsvollen Abends waren auch einiger der Reiter in der Holstenhalle erschienen, die während der Amtsperiode des Grafen auf Holsteiner Verbandshengsten im Parcours, im Dressurviereck und in der Vielseitigkeit große Erfolge erzielen konnten. Franke Sloothaak war extra vom Warsteiner Turnier zum Holsteiner Schauabend gekommen und kam im Sattel seines ehemaligen Erfolgspferdes Cassini I in die Bahn. Begleitet wurden sie von Lars Bak Andersen, Rolf-Göran Bengtsson, Herbert Blöcker, Bo Kristoffersen, Toni Hassmann, Sören von Rönne, Dirk und André Schröder sowie Wolfgang Schade, die alle im Sattel von im Turniersport erfolgreichen Verbandshengsten saßen. Aufmarschiert – an der Hand von Gerard Muffels - war auch Contender, der in den Amtsjahren von Graf zu Rantzau zu einem der bedeutendsten Vererber in der Holsteiner Zucht avanciert ist. Die Laudatio in Neumünster hielt kein Geringerer als die Reitsportjournalisten-Legende Hans-Heinrich Isenbart. Er beendete seine Rede mit den Worten: „Graf zu Rantzau wird – so wie er mit Pferden und Menschen umzugehen vermag – von den Holsteiner Züchtern vermisst werden“. Der zweite Vorsitzende des Holsteiner Verbandes, Jan Lüneburg (Hetlingen), dankte in seiner kurzen Ansprache dem scheidenden Vorsitzenden „für die tolle Arbeit“, die er für den Verband geleistet hat. Als Dank der Züchter erhielt Graf zu Rantzau aus den Händen seines Stellvertreters die von Bernd Eylers geschaffene Landgraf I-Statue, die nun einen schönen Platz im gräflichen Schloß von Breitenburg finden wird.
Silberne Ehrennadel des Holsteiner Verbandes Irmgard Gier, Sigrun Günther, Harald Mühlich und Eckhard Schöning
Der Holsteiner Kör- und Auktionstage waren ein würdiger Rahmen, um verdiente Mitarbeiter des Holsteiner Verbandes auszuzeichnen: Sigrun Günther aus Elmshorn, Irmgard Gier aus Kiel, Harald Mühlich von der Deckstation Groß Buchwald und Eckhard Schöning von der Deckstation Langenhagen erhielten aus der Hand des ersten Vorsitzenden, Breido Graf zu Rantzau für ihre jahrzehntelangen Verdienste die Silberne Ehrennadel des Holsteiner Verbandes. Aus Elmhorn ist Sigrun Günther nicht mehr wegzudenken: Seit Beginn ihrer Ausbildung – vor 28 Jahren - ist Sigrun Günther beim Holsteiner Verband in Elmshorn tätig. Bevor Sigrun Günther endgültig in den Elmshorner Springstall wechselte, war sie nach ihrer Ausbildung zunächst für Peter Mohr und dann bei Herbert Blöcker tätig. Wenn Not am Mann ist, hilft sie zwar noch im Stall aus, ihr Hauptaufgabengebiet liegt inzwischen im Bereich der Vermarktung. Auch Harald Mühlich und Eckhard Schöning gehören zum festen Bestandteil des Elmshorner Mitarbeiterstabes. Harald Mühlich betreut seit 27 Jahren die Hengststation Groß Buchwald, und Eckart Schöning ist seit 35 Jahren für die Hengststation in Langenhagen zuständig. Irmgard Gier ist die „gute Seele“ im Kieler Büro des Holsteiner Verbandes. Vor 28 Jahren begann sie dort ihre Tätigkeit zunächst unter der Aegide von Gerhard Gramann, seit 1989 ist Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen ihr Chef. Irmgard Gier ist für die administrative Arbeit des Zuchtverbandes zuständig.„Sie ist stets superzuverlässig und für alle Anrufer ein kompetenter Ansprechpartner“, lobt Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen seine Mitarbeiterin.
Holsteiner Züchter des Jahres Thieß Meier aus Helse
Von seinem Konfirmationsgeld kaufte sich Thieß Meier aus Helse züchtet 1970 sein erstes Pferd. Es war ein Stutfohlen, das vom Vollblüter Sable Skinflint xx abstammte. Dreijährig wurde die Stute unter dem Namen Goldmädel ins Holsteiner Hauptstutbuch eingetragen. Mit ihr begann Thieß Meier seine Zucht. Zwanzig Jahre später stellte sich der erste ganz große züchterische Erfolg ein. Le Bon v. Le Grand I erzielte auf der Auktion der nicht gekörten Hengste den bislang noch nie da gewesenen Preis von 110 000 DM. Er war ein Enkel der Goldmarie. Ein Urenkel der Goldmarie ist Cristallo v. Caretino a. d. Cambrina v. Cicero, der bei Thieß Meyer 1997 geboren und bei Peter Schimmer in Lehe aufgezogen wurde. Auch er ging – vierjährig – als Reitpferd in den Auktionsring von Neumünster und wurde für 40 000 DM an Käufer aus den USA zugeschlagen. Er kam in den Beritt und Mitbesitz des Kaliforniers Richard Spooner, seit vielen Jahren einer der amerikanischen Topreiter. Mit ihm gewann er im Herbst vergangenen Jahres die Weltcupspringen von Del Mare und San Juan Capistano. Nach diesen Siegen und weiteren Platzierungen gehörten Cristallo und Richard Spooner zum amerikanischen Team, das im Frühsommer Europa bereiste. In Rom und La Baule waren sie Beste ihrer Mannschaft, und im Großen Preis von Rom, eines der Traditionsspringen der internationalen Turnierszene belegten Richard Spooner und Cristallo den zweiten Platz. Weitere erfolgreiche Sportpferde aus der Zucht von Thieß Meier sind Lasetto v. Lasino und Cantry Boy v. Corofino I, und im vergangenen Jahr wurde der aus seiner Zucht stammende Lenitas v. Limbus in der Holstenhalle gekört.
Fritz-Thiedemann-Medaille Tjark Nagel aus Friedrichskoog
In diesem Jahr ging die Fritz-Thiedemann-Medaille an einen Springreiter, der vor wenigen Monaten seine Reitstiefel an den berühmten Nagel gehängt hatte: Tjark Nagel aus Friedrichskoog. In seiner langen reitsportlichen Karriere hat er nicht weniger als 364 S-Springen gewonnen, mehr als 2000 mal war er mit seinen – zumeist Holsteiner – Pferden in schweren Springen platziert. Die Zuschauer – aber auch seine Konkurrenten – auf den Turnieren wussten alle: Es ist kein Springen gewonnen, wenn Tjark Nagel das Stechen erreicht hatte. Taktische Ritte waren nicht seine Art. Er gab immer sein Bestes und wollte als Schnellster im Ziel sein. In Schleswig-Holstein kannte man den Dithmarscher nur als den „Teufelsreiter aus Friedrichskoog“. Die Liste von Tjark Nagels Erfolgspferden ist lang. Hervorzuheben sind aus jüngerer Zeit die Holsteiner Chagall CR, Cliff, Sylver und Cash. Mit letzterem gewann er u.a. die Großen Preise von Kiel, Münster und Neumünster. Die größten Erfolge feierte er allerdings mit dem Oldenburger Leroy Brown, mit dem er 1992 als Ersatzmann zu den Olympischen Spielen nach Barcelona berufen und 14. im Weltcupfinale in Las Vegas wurde. Trotz seines Abschieds vom aktiven Sport, wird Tjark Nagel der Pferdeszene erhalten bleiben. Bei Paul Schockemöhle auf dem Gestüt Lewitz hat er als Trainer und Koordinator für die Arbeit mit Nachwuchspferden eine hoch interessante Aufgabe gefunden. „Ich habe es mir zwar einfacher vorgestellt, aber es macht Riesenspaß“, findet Tjark Nagel. Auch in Schleswig-Holstein sind seine Tipps gefragt: „Ich fahre zwei Mal im Monat zu Dirk Ahlmann, um dort mit Reitern und Pferden zu arbeiten“. Tjark Nagel erhielt aus den Händen von Breido Graf zu Rantzau die Fritz-Thiedemann-Medaille – eine Auszeichnung die besonders erfolgreiche Reiter auf Holsteiner Pferden erhalten. In den Jahren zuvor war sie bereits an Christian Ahlmann, Herbert Blöcker, Toni Hassmann, Hinrich Romeike und Jos Lansink verliehen worden..
Silberteller, gegeben vom Jahr Top Special Verlag für den Züchter des erfolgreichsten Halbblutspringpferdes: Uwe Ketelsen, Hollingstedt
Uwe Ketelsen aus Hollingstedt ist ein langjähriger Holsteiner Züchter, als Fahrsportler war er mit seinen Zweier- bzw. Viererzügen in ganz Schleswig-Holstein bekannt. Mit Ontario v. Oglio xx-Labrador hat er ein Pferd gezüchtet, mit dem der aus Lentföhrden stammende André Schröder zu einem der erfolgreichsten deutschen Nachwuchsspringreiter zählt. Sie holten sich in diesem Jahr den Europameistertitel bei den Junioren Springreitern und waren auch bei den Deutschen Meisterschaften nicht zu schlagen. Für diese Erfolge gab es für Ontarios Züchter den Silberteller, gegeben vom Jahr Top Special Verlag für das erfolgreichste Springpferd, das von einem Vollblüter abstammt.
02.11.2007
Der Holsteiner Siegerhengst kommt aus Ostholstein
Neumünster. Er war der unumstrittene Star der Holsteiner Körung des Jahres 2007: Diarado v. Diamant de Semilly SF-Corrado I aus der Aufzucht und dem Besitz von Klaus-Peter Wiepert in Neuratjensdorf. Gezogen wurde der lackschwarze Zweijährige, der sich an allen Körtagen souverän zu präsentieren wusste, von Klaus Thingholm Kristensen in Ulstrup (Dänemark).“Einen Siegerhengst mit so einer großen Ausstrahlung haben wir noch nicht gehabt“, sagte Zuchtleiter Dr.Thomas Nissen. Zum ersten Reservesieger erkor die Holsteiner Körkommission bestehend aus Hans-Joachim Ahsbahs (Bokel), Dr. Mathias Görbert (Moritzburg), Michael Gonell (Eckernförde), Jens Hauschildt (Seestermühe), Achaz von Buchwaldt (Hamburg) und Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen (Kiel) den Cassini I-Carpaccio-Sohn Cascari aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Stefan und Leonhard Wieck (Witzwort) und dem Besitz von Kai Gerken, Lasbek. Zum zweite Reservesieger wurde Le Toquet v. Limoncello II-Loutano aus der Zucht von Peter Diedrichsen, Borsum/Föhr und dem Besitz des Holsteiner Verbandes in Elmshorn ernannt. Vier weitere Hengste wurden mit einer Prämie bedacht. Insgesamt erhielten in diesem Jahr 35 Holsteiner Hengste die Zuchtzulassung. Der Siegerhengst wurde am Donnerstagabend nach dem Freispringen an ein Besitzerkonsortium bestehend aus dem Holsteiner Verband, Paul Schockemöhle (Mühlen) und dem holländischen Hengsthalter Joop van Uytert verkauft. Diarado soll in Mühlen aufgestellt werden, und er wird den Holsteiner Züchtern über Frischsperma zur Verfügung stehen. Mit einem bislang noch nie da gewesenen Durchschnittspreis von 137 500 Euro endete die Auktion der 22 zum Verkauf stehenden gekörten Hengste. Für 360 000 Euro wurde der Catoki-Sir Shostakovich xx-Sohn Canoso zugeschlagen. Er wird im Oldenburger Gestüt Sprehe (Löningen) seine Box beziehen. Das belgische Gestüt Zangersheide sicherte sich für 300 000 Euro den Clinton I-Carthago-Sohn Clintissimo aus der Zucht der Hartmann Zucht- und Turnierstall GmbH, Rendsburg und dem Besitz der Ahlmann Sportpferde GmBH. Norbert Boley, Geschäftsführer der Abteilung Hengsthaltung und Vermarktung war hochzufrieden mit dem Ergebnis: „Die Hengste haben sehr gute Preise gebracht, aber die Kunden sind vernünftig geblieben“.
31.10.2007
Hengste und Reitpferde in Neumünster eingetroffen
96 zweijährige Hengste und 47 Reitpferde haben inzwischen ihre Boxen in den Holstenhallen bezogen. Am heutigen Mittwoch haben die zweijährigen Hengste ihren ersten großen Auftritt vor der Körkommission des Holsteiner Verbandes, der der Zuchleiter Dr. Thomas Nissen (Kiel), Hans-Joachim Ahsbahs (Bokel), Dr. Mathias Görbert (Moritzburg), Michael Gonell (Eckernförde), Jens Hauschildt (Seester) und Achaz von Buchwaldt (Hamburg) angehören. Die Hengste, die um den Titel des Siegerhengstes 2007 konkurrieren, werden zunächst auf dem Pflaster gemustert, bevor sie ihre Bewegungsqualitäten in der Halle zeigen. Am Donnerstag steht das Freispringen auf dem Programm, am Freitag erfolgt die Körung und anschließend die Auktion der Hengste, die zuvor mit einem positiven Körurteil die Halle verlassen haben. Viele Interessenten, darunter Kunden aus Aserbaidschan, Italien, Spanien und den USA, haben sich bereits in Elmshorn von der herausragenden Qualität der diesjährigen Reitpferdekollektion überzeugen können. „Es waren auch viele Interessenten aus Osteuropa da“, wusste Auktionsleiter Sebastian Rohde zu berichten. Ob der Spitzenpreis von 250 000 Euro, den vor zwei Jahren die in die Schweiz verkaufte Cordina erzielen konnte, dieses Mal getoppt werden kann, wird sich am Samstag (3. November) ab 13.00 Uhr zeigen. Dann wird Auktionator Uwe Heckmann mit der Versteigerung der Reitpferde und nicht gekörten Hengste beginnen. Am Abend zuvor ist der Galaabend mit bunten Bildern aus Zucht und Sport ein weiterer Höhepunkt der Holsteiner Kör- und Auktionstage in Neumünster. Neben zahlreichen Spitzenreitern und vielen erfolgreichen Züchtern aus dem Land zwischen den Meeren hat sich auch der holländische Viererzugfahrer Ijsbrand Chandon angekündigt. Der mehrmalige Weltmeister reißt das Publikum mit seinem fahrerischen Können immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin. Für den Galaabend (Freitag 2. 11.um 19.30 Uhr) und die Auktion (Samstag, 3. 11. um 13.00 Uhr) gibt es an der Kasse der Holstenhallenbetriebe noch Restkarten.
22.10.2007
31. Oktober bis 3. November Holsteiner Körung und Auktion Mit Spannung blicken alle Freunde des Holsteiner Pferdes nach Neumünster: Vom 31. Oktober bis 3. November stehen in den Holstenhallen die Kör- und Auktionstage des Holsteiner Verbandes auf dem Programm. Rund 480 zweijährige Hengste wurden zur diesjährigen Körung des Holsteiner Verbandes angemeldet und von der Körkommission gemustert, an die 100 zweijährige Hengste haben die Zulassung für Neumünster erhalten. Wie Zuchtleiter Dr. Thomas Nissen (Kiel) sagte, werden die Zuschauer und Interessenten aus der ganzen Welt einen „leistungsorientierten Jahrgang“ in den Holstenhallen zu sehen bekommen. Das lässt sich auch aus den Pedigrees der zweijährigen Körkandidaten herauslesen. Hochbewährte Leistungsvererber wie Calato, Caretino, Cassini I und II, Corrado I oder Contender sind ebenso mit Nachkommen vertreten wie nachrückende Junghengste. Hier seien nur Acodetto, Cartani, Catoki, Cristo, Crackerjack. Casall oder Limoncello genannt. Besonders erfreulich ist, so Dr. Thomas Nissen, dass ein großer Anteil der Hengste aus Halbblutstuten stammt. „Hier kann man von einem Erfolgsrezept sprechen“, sagt er. „Die Anpaarung dieser Stuten an unsere kalibrigen Leistungshengste sieht sehr versprechend aus“. Auch einige beim Holsteiner Verband im Zuchtversuch eingesetzte Hengste sind bei der Holsteiner Körung des Jahres 2007 mit sehr interessanten Nachkommen vertreten. So stellt der unvergessene For Pleasure – Mannschafts-Olympiasieger 1996 unter Lars Nieberg und 2000 unter Marcus Ehning – drei Nachkommen. Mit auffallenden Junghengsten wartet auch der Franzose Diamant de Semilly auf. Der ebenfalls in Frankreich gezogene Quidam de Revel hat sich in der Holsteiner Zucht bereits einen hervorragenden Namen gemacht. Er ist ebenfalls mit drei Nachkommen vertreten. Auch die Preisspitze des Jahres 2003, Quick Nick, ein Enkel des Quidam de Revel, stellt einen Sohn zur diesjährigen Körung. Vier Hengste stammen von Quick Nicks Vater Quinar ab. Auf die Freunde des Vollbluts warten vier Halbbluthengste, die von Esteban xx, Heraldik, Lucio Silla xx und Jayadeva de Mackinac AA abstammen.
Reitpferdeauktion Ehemalige Holsteiner Auktionspferde machten auch in diesem Jahr wieder von sich reden. Die Limbus-Tochter Buddelei Jolie z. B. kann unter dem neuen Bereiter des „Buddelei-Stalles“, Karl Brocks hervorragende Platzierungen in der Nachwuchspferdetour aufweisen. Der von dem Amerikaner Richard Spooner gerittene Cristallo v. Caretino gehörte in diesem Jahr zwei Mal zur siegreichen Nationenpreismannschaft. Er war mehrere Male in Weltcupspringen platziert und nahm am Finale in Las Vegas teil. Ein weiteres Championatspferd vom Auktionsplatz Neumünster ist Liebling v. Lorentin I, der unter der Britin Ann Ross Davies bei den Europameisterschaften der Dressurreiter in Turin im Kürfinale den zehnten Platz belegte. In diesem Jahr haben 50 drei- bis fünfjährige Stuten, Hengste und Wallache Aufnahme in den Auktionskatalog gefunden. Mit jeweils vier Nachkommen sind Casall v. Caretino und Cassini I am stärksten vertreten: Casall, der unter Rolf-Göran Bengtsson seine ersten internationalen Auftritte – u. a. in Aachen – in diesem Jahr mit Bravour absolvierte – und der in Sport wie Zucht hocherfolgreiche Capitol I-Sohn Cassini I. Die Reitpferde, die zum Teil Turniererfolge aufweisen können, stehen seit 14 Tagen in den Elmshorner Verbandsstallungen, um den letzten Schliff für ihren Auftritt in Neumünster zu bekommen. „Wir können auch in diesem Jahr unseren Kunden Top-Qualität anbieten“, sagt Sebastian Rohde. „Bemerkenswert ist, dass viele Züchter ihre Pferde trotz verlockender Angebote nicht verkauft haben, damit sie diese Auktion beschicken können.“ Und die gute Qualität der Auktionspferde hat sich bereits herumgesprochen. Zahlreiche Top-Reiter haben sich schon bei Sebastian Rohde gemeldet, um nähere Informationen zu den Auktionspferden zu bekommen. Auskünfte zu den Auktionspferden erteilt Sebastian Rohde, Telefon 0172-9501511. Kataloge können im Internet unter www.holsteiner-verband.de oder telefonisch unter 04121-49790 bestellt werden. Karten gibt es nur bei der Holstenhalle unter Telefon 04321-9100.
Zeiteinteilung Neumünster Mittwoch, 31. Oktober 9.00 Uhr Musterung der Hengste auf festem Boden 13.00 Uhr Vorstellung der Hengste auf dem Dreieck an der Hand Donnerstag, 1. November 8.00 Uhr Freilaufen und Freispringen der Hengste 13.00 Uhr Öffentliches Training der Auktionspferde (Halle 5) in Anschluss Züchterabend in Halle 2 Freitag, 2. November 8.30 Uhr Körung der Hengste 13.00 Uhr Vorstellung der Auktionspferde (Halle 1) 15.30 Uhr Präsentation der Prämienhengste mit Proklamation des Siegerhengstes Im Anschluss: Auktion der gekörten Hengste 19.30 Uhr Galaabend im Anschluss Züchterball in Halle 2 und Restaurant Samstag, 3. November 13.00 Uhr Beginn der Auktion 1.Lot Reitpferde und 1. Lot nicht gekörte Hengste Ca. 15.00 Uhr Pause Ca. 16.00 Uhr Fortsetzung der Auktion Im Anschluss: Abschlussfeier mit „Freibier“ in den Holstenhallen
Kataloge können im Internet unter www.holsteiner-verband.de bestellt werden. Karten für die Körung und Auktion gibt es nur bei der Holstenhalle Neumünster, Telefon 04321-9100.
Trainingseröffnung in Elmshorn Elmshorn. Am Mittwoch, 17. Oktober, lädt der Holsteiner Verband um 17.00 Uhr zur offiziellen Trainingseröffnung der diesjährigen Kollektion für die Reitpferdeauktion in Neumünster in die Fritz-Thiedemann-Halle nach Elmshorn ein. Züchter und Interessierte können sich dann einen ersten Überblick über das diesjährige Auktionslot verschaffen. Im Anschluss an die Veranstaltung wird zu einem gemütlichen Beisammensein bei Freibier und einem kleinen Imbiss geladen. Vor drei Wochen haben die drei- bis fünfjährigen Holsteiner, die in Neumünster am 3. November in den Versteigerungsring kommen, ihre Boxen in den Stallungen des Holsteiner Verbandes in Elmshorn bezogen, um auf ihren großen Auftritt in den Holstenhallen vorbereitet zu werden. „Es hat sich bereits herumgesprochen, wie gut die Pferde sind“, freut sich Auktionsleiter Sebastian Rohde, der bereits zahlreiche Anmeldungen von Top-Reitern zum Testen und Ausprobieren der Pferde vorliegen hat. Die diesjährige Kollektion besticht durch viele junge Talente, die von renommierten Springpferdevererbern wie Cassini I, Contender, Caretino oder Corrado I abstammen. Aber auch hoffnungsvolle Nachkommen von sporterprobten, jüngeren Vererbern, wie z. B. Con Air, Quintero, Clearway und Casall haben ihre besondere Möglichkeiten in den letzten drei Trainingswochen unter Beweis gestellt. Die weiteren Präsentationen der Auktionspferde mit Möglichkeit zum Ausprobieren:: Sonntag, 21.Oktober, 10.00 Uhr Sonntag, 28.Oktober, 10.00 Uhr Weitere Informationen zu den Auktionspferden gibt es bei Sebastian Rohde unter der Telefonnummer: 0172-9501 1511.
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