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Sieg im Liebherr-Preis: Checkmate macht Meredith glücklich Meredith Michaels-Beerbaum war stolz. Nicht auf sich selbst, sondern auf ihr Pferd. "Super hat er das gemacht", lobte sie den neunjährigen Checkmate, einen in Hannover gezogenen Wallach. Und weil sie gerade dabei war, machte sie munter weiter: "Checkmate ist ein Superpferd und steht vor einer großen Zukunft."
In der Tat hatte die Amazone allen Grund, ihren Untersatz zu loben. Immerhin hatte der sie gerade beim Turnier der Sieger in beeindruckender Weise zum Sieg im Liebherr-Preis, einer Zwei-Sterne-Prüfung der schweren Klasse getragen. Und das gegen erstklassige Konkurrenz. Platz zwei belegte Doppel-Europameister Christian Ahlmann aus Marl mit Comtessa, Dritter wurde der Mannschafts-Olympiasieger von Sydney 2000, Lars Nieberg (Homberg/Ohm) mit Adlantus As.
Im Mittelpunkt freilich stand Meredith Michaels-Beerbaum. Dass die gebürtige US-Amerikanerin, Ehefrau von Markus Beerbaum, mit Shutterfly eines der besten Pferde der Welt in ihrem Beritt hat, war vorher bekannt. Nun aber hat sie mit Checkmate auch noch eine echte Alternative. Dabei hatte sie vor einigen Monaten noch Zweifel. Hervorragend springen konnte Checkmate zwar auch damals schon, wenn es schnell wurde, neigte der Wallach jedoch dazu, aggressiv zu werden. Und dann fielen häufig Stangen. Mittlerweile jedoch hat das Pferd diese Schwäche abgelegt, ist es auch bei schnellem Tempo noch sehr vorsichtig. "Und das zeichnet nun einmal ein richtiges Klassepferd aus", so die Reiterin, die den Wallach auch am Sonntag im Großen Preis, der gleichzeitig Wertungsspringen für die Einzelwertung der Riders Tour ist, satteln will. Am Samstag im Mannschafts-Wettbewerb soll es dagegen Shutterfly richten.
Überzeugt, dass die von ihr vorgelegten 66,82 Sekunden zum Sieg reichen würde, war die in Thedinghausen lebende Reiterin allerdings erst, als auch der letzte Reiter im Ziel war. "Es kommen noch einige ganz Schnelle", wehrte sie voreilige Glückwünsche ab, jubelte dann, als ihr Erfolg feststand, aber umso intensiver.
Allerdings: Völlig unbeschwert in die Zukunft schauen kann die 34-Jährige nicht. Noch nämlich hängt das Damoklesschwert einer möglichen Sperre über ihr. Grund: Bei ihrem Pferd Shutterfly war beim Weltcup-Finale in April in Mailand ein auf der Dopingliste stehendes Beruhigungsmittel festgestellt worden. Die Olympischen Spiele, für die sie fest vorgesehen war, verpasste sie deshalb. Das Verfahren selbst wird irgendwann in den nächsten Wochen stattfinden, wobei der Ausgang völlig offen ist. Vehement nämlich bestreitet die Reiterin, ihrem Pferd irgendetwas gegeben zu haben.
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