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46. INTERNATIONALER TRAKEHNER HENGSTMARKT
23. bis 26. Oktober 2008 in Neumünster
26.10.2008
Der Trakehner Siegerhengst Iskander
Neumünster – Die Trakehner Hengste sind gekört! Die Richterkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann vergab an 16 junge Herren das begehrte Körprädikat – fünf von ihnen wurden zusätzlich mit einer Prämie dekoriert. Zum Siegerhengst wurde Iskander v. Le Rouge a. d. Ira v. E.H. Hohenstein (Z.: Hans Derlin) gekürt! „Iskander ist ein ungemein ausdrucksstarker Hengst mit viel Aufsatz und Ausstrahlung“, urteilte Lars Gehrmann. „Alle Auftritte meisterte er ohne Fehl und Tadel mit einer energischen und hervorragenden Hinterbeinaktion.“ Die besondere Qualität des Iskander erkannte auch Dr. Astrid von Velsen-Zerweck. Die Gestütsleiterin des Haupt- und Landgestüts Marbach in Baden-Württemberg ersteigerte den typvollen Dunkelbraunen für 90.000 Euro zusammen mit Helmut Freiherr von Fircks.
Zum Reservesieger wurde Prinz Patmos v. Patmos a. d. Princie Diamond v. Kostolany (Anja und Volker Lüninghöner) proklamiert. „Ein Hengst, dem hier in Neumünster sofort alle Herzen zuflogen. Prinz Patmos verbindet Intelligenz mit Souveränität. Er ist pfiffig, er ist schlau“, lobte der Zuchtleiter der herausragenden Bewegungskünstler. Und so avancierte der Athlet mit 110.000 Euro zur Preisspitze und gehört nun dem Gestüt drei Kronen in Kiel, wird aber im Gestüt Tasdorf von Petra Wilm zur weiteren Ausbildung bleiben. Prämiert wurden außerdem Donaustolz v. Distelzar-Herzzauber, Syriano v. E.H. Gribaldi-Schwadroneur und Delikat v. Herzfunke-Black Magic Boy. Vor allem Letzterer war bei der Käuferschaft begehrt: Das Gestüt Sprehe bezahlte für den schwarzen Beau 100.000 Euro! Der Durchschnittspreis der gekörten Hengste lag bei 49.643 Euro, insgesamt wurden in diesem Lot 695.000 Euro umgesetzt.
Auch die Reitpferde kamen unter das Rosenholzhämmerchen von Uwe Heckmann und mussten im Schnitt mit 18.967 Euro bezahlt werden. Höchstbezahlte Offerte war Priegnitz v. Hofrat-Mahagoni, der Kunden aus Nordrhein-Westfalen 35.000 Euro Wert war.
Auktion der Stuten und Fohlen
Bereits am Samstag versteigerte Starauktionator Uwe Heckmann die Stuten und Fohlen und wie auch in den vergangenen Jahren hatte das Ausland ein großes Interesse an den Juwelen der Trakehner Zucht: Neun der 20 Jüngsten werden in Zukunft ihre Box außerhalb Deutschlands beziehen. Adriana v. E.H. Gribaldi und Kalahari v. Donaufels waren dabei mit jeweils 10.500 Euro bestbezahlt. Insgesamt wurde ein Nettoumsatz von 118.200 Euro erzielt.
Die 17 Stuten kosteten im Durchschnitt 13.529,41 Euro, gut 400 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Sieben junge Damen sicherte sich das Ausland, Preisspitze war Nachtmusik v. E.H. Tambour – 30.000 Euro standen auf dem Preisschild.
Petra Wilm, Erste Vorsitzende des Trakehner Verbandes, zog ein positives Fazit. „Wir hatten ein sportlich erfolgreiches Jahr und haben hier beim Hengstmarkt gute sportliche Akzente gesetzt!“ Die engagierte Erste Frau im Verband wurde zudem noch besonders geehrt: Sie verhielt für ihre herausragenden sportlichen Erfolge mit Trakehner Pferden die goldene Ehrennadel des Trakehner Fördervereins.
25.10.2008
Elvira ist Trakehner Jahressiegerstute
Neumünster – Nicht nur die jungen Hengste genießen beim Internationalen Trakehner Hengstmarkt in Neumünster ihren großen Auftritt: Auch die Auswahl der Jahressiegerstute ist einer der Höhepunkte im Programm des hippologischen Spitzenevents in Schleswig-Holstein. Elf junge Damen, die zum größten Teil als Siegerinnen oder Reservesiegerinnen aus ihren Eintragungen hervorgegangen sind, stellten sich der Richterkommission um Thomas Nissen, Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes. Zur Jahressiegerstute wurde Elvira v. E.H. Partout-Schwadroneur gekürt. „Diese Stute ist ein absolutes Spitzenmodell, das ideal den Trakehner Rassetyp verkörpert. Elvira hat einen wunderbaren Ausdruck und verfügt über einen überragenden Bewegungsablauf mit großer Übersetzung!“ Die typstarke Braune wurde von Flip Willemsen gezogen, steht im Besitz von René Franssen aus den Niederlanden und gewann im Zuchtbezirk Rheinland ihre Stuteneintragung. Reservesiegerin wurde Kimberly v. E.H. King Arthur-Ivernel (Z.: Nicola Offen), der Titel der besten Halbblutstute wurde Olivia v. Prince Thatch xx-Hohenstein verliehen (Z.: Ralph Vogel).
Züchter des Jahres
Seit 2007 zeichnet der Trakehner Verband einen Züchter aus, der sich über mehrere Jahre durch besondere züchterische Leistungen hervorgetan hat. 2008 wird diese Ehre der Familie Heinen aus Issum zu Teil! Seit über 30 Jahren züchtet die Familie edle Trakehner Pferde mit Ausdruck, Charme und Leistungsbereitschaft. Mit Herz und Verstand weiß Familie Heinen, worauf es ankommt - immer für, nie gegen das Pferd. Der Erfolg gibt Familie Heinen Recht. Hans-Peter Heinen war einer der erfolgreichsten Trakehner Züchter der Nachkriegszeit. Aus seiner Zeit stammen die Siegerhengste Kennedy und E.H. Monteverdi, die Prämienhengste Guy Laroche, Grafenstolz, Miami Vice und die gekörten Hengste Michelangelo, Kronjuwel, Gipsy King und Kensington.
Das Erbe des viel zu früh verstorbenen Hans-Peter Heinen wird durch seine Ehefrau Liselotte und durch Peter-Michael und Britta Heinen weiter fortgeführt – 2007 stellten sie mit Grand Passion v. Oliver Twist den Siegerhengst des Internationalen Trakehner Hengstmarktes und zeichneten außerdem für den gekörten Singolo und die Jahressiegerstute Gipsy Flower v. Gribaldi verantwortlich! Der Preis ist mit einem wertvollen Gemälde von Tempelhüter und mit 1.000 Euro dotiert.
Highlights am Samstagnachmittag sind die Auktion der Stuten und Fohlen, die Körung der Hengste und die Proklamation der Elitehengste.
24.10.2008
Hoch hinaus: Besondere Springtalente im Trakehner Körlot
Neumünster – Der Slogan „Trakehner weltweit“ greift in diesem Jahr mehr als sonst: Zu dem Internationalen Trakehner Töchtertreffen reisten mehr als 160 Mitglieder aus den angeschlossenen Verbänden – Gäste aus über 17 Nationen sind in Neumünster vertreten. Und so kommentierte Jan Tönjes das Freispringen der jungen Köraspiranten nicht nur auf deutsch, sondern erklärte den Besuchern die Stärken der Hengste über den Stangen auch noch zusätzlich in englisch. Das Interesse an der ältesten Warmblutrasse der Welt ist immens, schon am frühen Morgen war die Holstenhalle gut gefüllt. „Wir haben hier mit den Besucherzahlen eine stete Aufwärtstendenz“, erklärte der ehemalige Körkommissar Hans-Werner Paul den großen Zuschauerandrang. „2008 haben die Trakehner besondere sportliche Erfolge erzielt, das schafft Aufmerksamkeit und außerdem wird durch das zusätzliche Rahmenprogramm in Halle 5 die Attraktivität der Veranstaltung deutlich erhöht.“
Der zweite Teil der Trakehner Hengstkörung, das Freispringen, verlief unter der Leitung von Harm Sievers, Aktivensprecher der schleswig-holsteinischen Springreiter, sehr ruhig, mit Harmonie und offenbarte die vielen Trakehner Vorzüge wie Gelassenheit, Intelligenz und Mut. Auch Hans-Werner Paul lobte: „Auffallend war in diesem Jahr, dass wir eine sehr viel höhere Anzahl von Hengsten hatten, die einen sehr guten Sprung gezeigt haben.“ Besonders Lombardi v. Zauberklang, Ostblick v. Sky Dancer und Imago v. Long Deal meisterten die Aufgabe hervorragend und ließen ihr großes sportliches Potenzial aufblitzen.
Anschließend ging es für die jungen Herren auf die Dreiecksmusterung und auch die Reitpferde und Auktionsstuten präsentierten sich noch einmal der großen Trakehner Fan-Gemeinde.
Ab morgen früh um acht Uhr spricht Zuchtleiter Lars Gehrmann beim Freilaufen die ersten Körurteile aus, weitere Glanzlichter im Programm sind die Auswahl der Jahressiegerstute, die Auktion der Stuten und Fohlen, die Proklamation der Elitehengste und natürlich der große Galaabend ab 20 Uhr.
15.10.2008
Mitglieder aus aller Welt reisen zum Trakehner Hengstmarkt nach Neumünster
(Neumünster) Beim Internationalen Hengstmarkt in Neumünster versammeln sich vom 23. bis 26. Oktober 2008 die besten Trakehner Pferde aus der Republik und den Nachbarstaaten. Diese Zusammenkunft ist nicht nur ein hippologisches Großereignis – auch immer mehr Züchter, Reiter und Trakehner-Fans aus dem Ausland besuchen die Top-Veranstaltung im hohen Norden. An kaum einem anderen Ort sieht man so viele Trakehner im Leistungsvergleich, hier können Pedigreestudien am lebenden Objekt vorgenommen werden, es werden Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht.
Zehn Jahre nach dem letzten Internationalen Töchtertreffen in Hamburg findet 2008 im Vorfeld des Hengstmarktes erneut ein „Internationales Treffen der Züchter und Freunde des Trakehner Pferdes“ statt. Die Tagung dient insbesondere dem Gedankenaustausch mit den angeschlossenen Auslands-, bzw. Töchterverbänden – und die erstrecken sich immerhin von Neuseeland bis nach Russland und von den USA bis nach Großbritannien. Erstmals sind dazu auch all jene herzlich eingeladen, die keine offizielle Funktion bekleiden, sich aber gerne über die neuesten Entwicklungen in Zucht und Sport informieren möchten.
Der erste Teil des Veranstaltungsprogramms besteht aus Exkursionen zu großen Trakehner Zuchtstätten ausgehend von den Flughäfen Frankfurt/Main, Düsseldorf, Hannover und Hamburg. Am Mittwoch, den 22. Oktober und am Donnerstag, den 23. Oktober werden in dem Holstenhallen-Restaurant Vortragsveranstaltungen abgehalten. Auf dem Programm stehen unter anderem Themen wie Zuchtzielmerkmale, Prüfungsmodelle von Hengsten und Stuten und die Trakehner Sportförderung.
Die Beiträge werden simultan in Englisch und Russisch übersetzt. In den offenen Diskussionen kann jeder seine Meinung einbringen und mitreden. Eine besondere Verbindung wird außerdem im Rahmen des Hengstmarktes verlängert. Der bereits seit 30 Jahren bestehende Vertrag mit der American Trakehner Association (ATA) wurde überarbeitet, ratifiziert und kommt erneut zur Unterzeichnung! Für diesen würdigen Anlass wurde ein ebensolcher Standort gefunden: Am 22. Oktober werden die Verbandsoberen aus Deutschland und den USA um 17.30 Uhr den Vertrag im Rathaus von Neumünster unterschreiben.
Weitere Informationen zum Internationalen Trakehner Hengstmarkt und zum Internationalen Töchtertreffen: www.trakehner-verband.de
13.10.2008
(Neumünster) Im Oktober erstrahlt im hippologischen Kalender ein ganz besonderes Glanzlicht: der 46. Internationale Trakehner Hengstmarkt in Neumünster! Lange bevor das züchterische Top-Ereignis beginnt, fiebern Züchter, Aussteller, Reiter und Pferdefans aus dem In- und Ausland dem Wochenende im Herbst entgegen. Denn hier sieht man die Besten ihres Jahrgangs – nicht nur bei den Hengsten, den potenziellen neuen Vätern für die Zucht. Auch bei den Zuchtstuten, Fohlen und Reitpferden ist herausragende Qualität Pflicht. Und so ist der Internationale Hengstmarkt nicht nur eine Selektionsveranstaltung und züchterische Standortbestimmung – die Tage in Neumünster werden zum Fest: Hier trifft man Freunde aus aller Welt, es werden neue Bekanntschaften geschlossen, Geschäftspartner kennen gelernt und vor allem: Hier werden die Trakehner gefeiert!
Der erste Eindruck zählt!
Den Auftakt machen die jungen Körkandidaten mit der Pflastermusterung am Donnerstag, dem 23. Oktober. Zum ersten Mal treten sie nach der Vorauswahlreise im August vor die Richterkommission um Zuchtleiter Lars Gehrmann, Steffen Bothendorf (Gestütsleiter Sächsisches Hauptgestüt Graditz), Hans-Leonard Britze (Zuchtleiter des Zuchtverbandes für deutsche Pferde, ZfdP), Elmar Lesch (internationaler Vielseitigkeitsreiter) und Dr. Hans-Peter Karp (Richter, Züchter und Buchautor). Vor allem die Korrektheit des Fundaments und die des Bewegungsablaufes stehen hier im Fokus. Meistern die Youngster ihren ersten Auftritt vor großem Publikum ruhig und gelassen, notiert das die Körkommission als entscheidendes Plus.
Alles wird begutachtet
Am Freitag, dem 24. Oktober, müssen die Hengste ihr Können im Freispringen unter Beweis stellen. Dabei geht es nicht allein um die überwundene Höhe, viel mehr achten die Richter auf die Springmanier der Tiere, auf ihren Mut und ihre Übersicht.
Bei der anschließenden Vorstellung der Hengste auf der Dreiecksbahn schauen die Körkommissare noch einmal genaustens auf die Grundgangarten im Trab und im Schritt – ein Bewegungsablauf bester Güte bringt die jungen Herren dem begehrten Körprädikat ein gutes Stück näher.
Kaufinteressenten haben bei der ersten großen Präsentation Reitpferde und Auktionsstuten die Möglichkeit, die Tiere genau in Augenschein zu nehmen und sich so den einen oder anderen Wunschkandidaten schon mal rot im Katalog anzustreichen.
Der Abend klingt mit dem Züchter- und Reiterball in Halle 2 fröhlich aus.
Die Urteile
Mit dem Freilaufen am Samstag, dem 25. Oktober, endet für die ersten Züchter und Aussteller der Traum von einem gekörten Hengst. Denn zum letzten Mal wird die Qualität der drei Grundgangarten begutachtet – besonders im Galopp sollten die Kandidaten jetzt noch einmal punkten. Für die Aspiranten, die an den drei Tagen insgesamt nicht überzeugen konnten, lautet das Urteil von Zuchtleiter Lars Gehrmann: nicht gekört. Alle anderen werden am Nachmittag „wieder vorgestellt“. Auf den Endringen entscheidet sich endgültig, welcher Hengst gekört und gegebenenfalls prämiert ist und sich somit Hoffnungen auf den Titel „Siegerhengst“ machen darf.
Aber bevor es zu diesem Veranstaltungshöhepunkt kommt, werden erneut die Reitpferde präsentiert und die Jahressiegerstute wird gekürt. Anschließend versteigert Starauktionator Uwe Heckmann die Stuten und Fohlen. Und da läuft einem sicher ein Schauer über den Rücken, wenn für die edlen Trakehner Höchstpreise aus dem In- und Ausland bezahlt werden.
Mit der Körung der Junghengste und der Proklamation der Elitehengste schließt der Samstagnachmittag ab. Und es folgt gleich das nächste Highlight: Um 20.00 Uhr beginnt die große Gala-Show, die jedes Jahr mit besonders eindruckvollen Bildern die Zuschauer verzaubert – 2008 werden es sich zum Beispiel einige Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Hongkong nicht nehmen lassen, den Besuchern in der Holstenhalle persönlich ihre Aufwartung zu machen.
Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten…
Ein gespannter Nervenkitzel liegt am Sonntag, dem 26. Oktober, in der Luft. Ab 10 Uhr werden die gekörten Hengste kommentiert und der Siegerhengst bzw. Reservesieger bekannt gegeben. Ist endlich raus, welcher Körkandidat sich über drei Tage ohne Fehl und Tadel präsentiert hat, fällt die Anspannung von allen Beteiligten ab. Und das Publikum bejubelt und beklatscht die neuen Väter auf ihren nicht enden wollenden Ehrenrunden!
Nachdem man sich bei einer Mittagspause gestärkt hat, kann um 13 Uhr die Auktion beginnen. Und ohne Überraschungen, atemberaubende Summen und umkämpfte Bieterduelle um die begehrten Trakehner Juwelen ist bisher noch keine Versteigerung ausgekommen! 2007 bezahlte Familie Pidgley aus Großbritannien für Siegerhengst Grand Passion 300.000 Euro und sicherte sich damit einen der teuersten Trakehner in der Geschichte.
Der 46. Internationale Trakehner Hengstmarkt offeriert das Beste, was die Zucht zu bieten hat und glänzt zudem mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und einer üppigen Ausstellung mit Produkten rund um das Thema Pferd. Viele Gründe also, um die vier Tage in Neumünster in vollen Zügen zu genießen.
11.10.2008
Gribaldi ist Trakehner Hengst des Jahres 2008
Neumünster - Wenn vom 23. bis 26. Oktober 2008 in den Holstenhallen von Neumünster die neuen Trakehner Väter für die Zucht selektiert und edle Zuchtstuten, Fohlen und Reitpferde über die Auktionen versteigert werden, dann wird dieser würdevolle Rahmen auch genutzt, um besondere Ehrungen zu verleihen: Der Titel „Trakehner Hengst des Jahres“ wurde 1995 zum ersten Mal anlässlich des Internationalen Hengstmarktes ausgerufen. Jedes Jahr berät seitdem der Gesamtvorstand nach Vorschlägen des Zuchtleiters Lars Gehrmann über bedeutende und nachhaltig einflussreiche Vererber, die diesen Titel auch in Kombination mit ihrer Eigen- und Nachkommenleistung verdienen und würdig präsentieren. 2008 wird diese Auszeichnung Gribaldi zu Teil!
Gribaldi v. Kostolany a.d. Gondola v. Ibikus (Z.: Marika Werner) wurde 1995 zum Siegerhengst der Körung in Neumünster proklamiert und dort von Joop van Uytert aus den Niederlanden ersteigert. Im darauf folgenden Jahr war er Siegerhengst der KWPN Hengstkörung in s’Hertogenbosch und schloss erfolgreich seine KWPN-Hengstleistungsprüfung in Ermelo/NED ab. Der schmucke Rappe wurde reiterlich höchst erfolgreich gefördert. Seit 2004 triumphieren Gribaldi und der niederländische Championatsreiter Edward Gal in internationalen Prüfungen der schwersten Klasse und sammelten vorderste Platzierungen zum Beispiel beim CHIO in Aachen, in Neumünster, Zwolle (NED), Amsterdam (NED) und beim Weltcup-Finale in Las Vegas (USA).
Gribaldi besticht nicht nur durch seine herausragende Eigenleistung, sondern überzeugt auch mit seinen Nachkommen:
Distelzar (MV: Arogno) wurde 2000 zum Prämienhengst der Körung ernannt und auf der Auktion auf dem Klosterhof in Medingen für 600.000 DM versteigert. Distelzar ist bereits selbst hocherfolgreicher Vererber, so lieferte er die gekörten Söhne Donauzar und Donauzauber und den Reservesieger der Körung 2004 C’est bon.
Hofrat (MV: Guter Planet) wurde bei der Körung 2000 zum Reservesieger proklamiert. 2001, 2002 und 2004 qualifizierte sich der Hengst für die Bundeschampionate in Warendorf. 2005 stellte er mit Hotline den Körungssieger der Hannoverschen Körung, der zum Rekordpreis von 800.000 Euro in Verden versteigert wurde. 2006 gelang Hofrat der Sprung an die Spitze der 20 besten deutschen Dressurhengste. Vollbruder Hoftänzer wurde 2001 Körungs-Reservesieger. Der heute in der Dressur bis zu Klasse S erfolgreiche Hengst glänzt ebenfalls mit seinen Nachkommen, die mit sehr guten Bewegungen und besonderen Typeigenschaften in Erscheinung treten. Easy Game (MV: Schwadroneur) wurde 2005 gekört und sammelt nach erfolgreicher Hengstleistungsprüfung erste Platzierungen in Reitpferdeprüfungen. Zu den berühmtesten Söhnen von Gribaldi gehört außerdem der beim KWPN gekörte und unter Anky van Grunsven Grand Prix-erfolgreiche Painted Black.
Mit dem Titel „Trakehner Hengst des Jahres“ reiht sich Gribaldi 2008 in eine Galerie berühmter Persönlichkeiten ein, in der bereits Stempelhengste wie Sixtus, Mackensen, Arogno, Caprimond und Schwadroneur vertreten sind. Ziel dieser Initiative des Trakehner Verbandes ist es, interessierten Züchtern einflussreiche Hauptvererber noch zu Lebzeiten vorzustellen.
Weitere Informationen zum Internationalen Trakehner Hengstmarkt: www.trakehner-verband.de
08.10.2008
Und Neumünster feiert mit!
Neumünster – Vom 23. bis 26. Oktober 2008 zelebriert die älteste und edelste Warmblutrasse der Welt den 46. Internationalen Trakehner Hengstmarkt. Bei dem jährlichen hippologischen Höhepunkt im hohen Norden werden die neuen Väter für die Trakehner Zucht selektiert und der Beste seines Jahrganges, der Siegerhengst, wird gekürt. Außerdem finden Zuchtstuten mit feinstem Pedigree, Fohlen von herausragender Bewegungsqualität und rittige und bereits mit sportlichen Erfolgen dekorierte Reitpferde in den Elite-Auktionen neue Besitzer – gleiches gilt für die gekörten und nicht gekörten Hengste.
In den Holstenhallen von Neumünster kommen Pferdefans, Reiter und Züchter aus allen Teilen der Welt zusammen und feiern ihre Trakehner – und dieses Fest beschränkt sich nicht nur auf die weitläufigen Hallenbetriebe. Die Pferdestadt Neumünster trägt dazu bei, dass Pferde in der ganzen Stadt präsent sind! Wie schon in den vergangenen Jahren öffnen die Geschäfte Neumünsters ihre Türen am 26. Oktober zum verkaufsoffenen Sonntag von 12 bis 17 Uhr.
Darüber hinaus bietet der Einzelhandelsverband Neumünster mit Unterstützung der Stadt und des Arbeitskreises Pferdestadt Neumünster auf dem „Großflecken“ von 13 bis 16 Uhr jede Menge Aktionen an:
In einem Info-Zelt werden Filme über die Trakehner Zucht und das traditionsreiche Gestüt Trakehner in Ostpreußen gezeigt, außerdem können zahlreiche Trakehner Fan-Artikel erworben werden.
Die Kleinsten werden im Steckenpferd-Basteln ihre Kreativität beweisen und Karl Friedrich von Holleuffer von der Fahrergemeinschaft Schleswig-Holstein/Hamburg demonstriert das An- und Abspannen von Kutschen – selbstverständlich stehen auf dem Großflecken Kutschen für kurze Ausfahrten bereit.
Die Gaumenfreuden kommen nicht zu kurz: Zum dritten Mal präsentieren auf Initiative des DeHoGa Kreisverbandes Neumünster 13 Neumünsteraner Gastronomen kulinarische Köstlichkeiten unter dem Motto „Der Neumünsteraner Reiterteller“. Eines der Gerichte wird im Zelt angeboten und natürlich gibt es dort auch Kaffee, Kuchen, Getränke und Würstchen.
Ob also in den Holstenhallen von Neumünster oder in der Stadt selber – vom 23. bis 26. Oktober 2008 stehen in Schleswig-Holstein Pferde und dabei vor allem Trakehner im Mittelpunkt!
Mehr Informationen im Internet: http://www.trakehner-verband.de
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