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12-11-2003 FEI verurteilt Ulla Salzgeber - Weltcup Titel aberkannt

Ulla Salzgeber aus Bad Wörishofen ist noch einmal glimpflich davon gekommen. Die Dressurreiterin hat - einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge - trotz einer positiven Dopingprobe ihres Spitzenpferdes Rusty keine Sperre erhalten, sondern soll nur eine Geldstrafe von 2500 Franken zahlen. Nach Angaben der Reiterin hat der Internationale Reitverband (FEI) mitgeteilt, dass ihr der Titel aberkannt wird und sie zudem die Verfahrenskosten von 1000 Franken tragen muss. «Das hört sich alles sehr widersprüchlich an», kommentierte Ulla Salzgeber.

Das milde Urteil kommt die Reiterin trotzdem teuer zu stehen. Durch die Aberkennung des Weltcup-Titels muss sie auch das Preisgeld zurückzahlen. Dazu kommen Anwaltskosten, so dass der Verlust bei insgesamt mehr als 200 000 Euro liegen dürfte. Dennoch zeigte sich Ulla Salzgeber erleichtert über die Entscheidung des Rechtskomitees der FEI. «Ich bin nur froh, dass es endlich vorbei ist», sagte die überragende Dressurreiterin der vergangenen zwei Jahre, bei deren Pferd Rusty nach dem Weltcup-Sieg im März die verbotene Substanz Testosteron festgestellt worden war.

Endgültig abgeschlossen ist der Fall allerdings noch nicht, denn der Deutsche Verband (FN) wird nun satzungsgemäß weiter ermitteln. Die Disziplinarkommission der FN wird das bereits eingeleitete, aber bis zum FEI-Urteil ruhende Verfahren fortführen. Dass dies Gremium die größte Gold-Hoffnung der FN für die Olympischen Spiele in Athen sperren wird, scheint jedoch unwahrscheinlich. Schließlich hatte der Verband trotz laufenden Verfahrens bereits Ulla Salzgebers Start bei der Europameisterschaft im August ermöglicht, in dem die eigenen Regeln kurzfristig neu ausgelegt wurden. Im britischen Hickstead gewann die Reiterin dann sowohl mit der Mannschaft als auch in der Einzelwertung Gold.

Das geringe Strafmaß des Weltverbandes resultiert daraus, dass UllaSalzgeber nur Fahrlässigkeit unterstellt wurde. Ihr Schweizer Heimtierarzt Hans Stihl habe bei Rusty im Rahmen einer Routineuntersuchung wegen einer Hauterkrankung das Präparat Testosteron-Proprionat eingesetzt, hatte die Reiterin erklärt. Sie habe davon nichts gewusst. Stihls Behandlung ist allerdings umstritten. Nach Bekanntwerden des Falls hatten sich mehrere Tierärzte kritisch zu der Behandlungsmethode geäußert

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Statt Ulla Salzgeber wird nun die in Göteborg zweitplatzierten Debbie McDonald (USA) als Weltcup-Gewinnerin geführt. Damit verliert Salzgeber auch die automatische Startberechtigung für das Weltcup-Finale 2004 in Düsseldorf.

Die Dressur-Weltcup-Saison beginnt morgen (13.11.) beim CHI und endet beim Turnier in Düsseldorf (1. - 4. 4. 2004). Ulla Salzgeber wäre als Titelverteidigerin automatisch qualifiziert gewesen.


 

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